Sizilianisch Marke Eigenbau: den Theoretiker aus dem Konzept gebracht

Seit 2014 gibt es in Aserbaidschan das Gaschimow-Memorial, ein jährliches Superturnier in Gedenken an den aserbaidschanischen Großmeister Vushar Gaschimow, der Anfang 2014 27-jährig einem Gehirntumor erlag. Am Brett war Gaschimow ein kreativer Draufgänger, ein Angreifer und kompromissloser Kämpfer. Leider spiegelte das Turnier diese Attitüde seines Namensgebers nicht wider. Speziell die einheimischen Spieler schoben ein Remis … Sizilianisch Marke Eigenbau: den Theoretiker aus dem Konzept gebracht weiterlesen

Schachgipfel: Vincent Keymer gewinnt das “Masters” vor Frederik Svane

Schulterschluss von Spitzen- und Vereinsschach, Begegnung von Spielern und Funktionären. Der Schachgipfel ist das große, zentrale Fest des deutschen Schachs mit 700 Spielerinnen und Spielern (plus Schiedsrichter, Organisatoren, Funktionäre), die sich anno 2022 im Maritim-Hotel in Magdeburg versammeln. An dieser Stelle begleiten wir episodenhaft vor allem das “Masters” mit Keymer, Kollars, Huschenbeth & Co. und … Schachgipfel: Vincent Keymer gewinnt das “Masters” vor Frederik Svane weiterlesen

Mögen die Spiele beginnen

Vor Anand! Nach seinem Triumph beim No-Castling-Turnier in Dortmund ist Dmitrij Kollars derjenige Nationalspieler, der jetzt am ehesten mit Rückenwind zur Schacholympiade nach Chennai gereist ist. Alle anderen müssen darauf hoffen, dass ihrer, naja, durchwachsenen Generalprobe eine umso bessere Schacholympiade folgt. 2016 in Gibraltar hat Dmitrij Kollars schon einmal gegen Viswanthan Anand gespielt. “Damals hatte … Mögen die Spiele beginnen weiterlesen

Europameisterschaft, Brett eins: Blübaum vs. Nisipeanu

Mit einem kurzen Schwarzremis gegen Gabriel Sargissian (Elo 2681) hat Matthias Blübaum in der achten Runde seine alleinige Führung bei der Europameisterschaft verteidigt. Blübaum steht jetzt bei 7 Punkten aus 8 Partien. Heute führt er am ersten Brett die weißen Steine gegen seinen Nationalmannschaftkollegen Liviu Dieter Nisipeanu, der mit 6 Punkten ebenfalls gut im Rennen … Europameisterschaft, Brett eins: Blübaum vs. Nisipeanu weiterlesen

Der Stuttgarter WM-Kandidat

Glanzvolle Namen prägen das Kandidatenturnier 1956 in Amsterdam. Wassili Smyslow, Tigran Petrosjan, Boris Spasski, Paul Keres, David Bronstein, Efim Geller kämpfen um die Chance ihres Lebens, ein Match gegen Weltmeister Michail Botwinik. Nur WM-Kandidat Herman Pilnik scheint nicht recht bei der Sache zu sein. Der 1914 in Stuttgart geborene Argentinier erweckt auf die hochmotivierte Konkurrenz … Der Stuttgarter WM-Kandidat weiterlesen

Die Wanze

Vom kleinen Zuschauer, der sich an Elisabeth Pähtz herangewanzt hatte, war schon in der Berichterstattung zur vierten Runde der Europameisterschaft der Mannschaften die Rede. Von der Wärme im Spielsaal angelockt, hatte das Insekt das erste Brett des Vergleichs Deutschland versus Aserbaidschan als temporären Aufenthaltsort seiner Wahl auserkoren. Dort erwartete es kurz vor 15 Uhr den … Die Wanze weiterlesen

World-Cup-Rechnung mit zwei Unbekannten

Das Kalkül ist ganz einfach: “Plus vier” werden reichen, um am Ende unter den ersten 23 zu stehen. Auf der Zielgeraden der Europameisterschaft führt dieses Kalkül an den Spitzenbrettern zu reihenweise Punkteteilungen. Treffen zwei Spieler, die bei “plus vier” stehen, aufeinander, müssen beide nichts weiter tun, als Frieden zu schließen, um den World-Cup-Kurs zu halten. … World-Cup-Rechnung mit zwei Unbekannten weiterlesen

Schlusslicht im Kampfgeist-Index: Radjabov, der Anti-Schachspieler

Was für alle anderen Randsportarten gilt, gilt auch für unsere: “Nur wenn das Schach Geschichten erzählt und Emotionen weckt, wächst das Interesse des Publikums”, sagt Arne Horvei, Direktor der Magnus-Carlsen-Tour. “Die Fans brauchen Spieler, zu denen sie halten, und solche, die sie als Widersacher ihrer Lieblinge sehen, die ‘bad guys’.” Mit dem Stichwort “bad guy” sind wir schon beim einzigen Grund, Teimour Radjabov zu einem Schachturnier einzuladen. Als Kotzbrocken vom Dienst funktioniert der Aseri wunderbar.

Bruder Leichtfuß erstickt

Je näher wir dem Ende kommen, desto mehr müssen die anderen hoffen, dass Ian Nepomniachtchi doch noch einen Bruder-Leichtfuß-Rückfall erleidet. Aber davon war auch in der elften Runde nichts zu sehen. Nepo hat die Partie knallhart früh beendet. „Heute spielen wir nicht“, war die Ansage, die Fabiano Caruana aus Nepos Zügen herauslesen konnte. Wer mit … Bruder Leichtfuß erstickt weiterlesen