Kasparov gegen Carlsen!

Ich habe gespielt wie ein Kind“, schimpfte Magnus Carlsen, nachdem er in Reykjavik das Erstrundenmatch gegen Garry Kasparov verloren hatte und ausgeschieden war. 16 Jahre ist das jetzt her, und Magnus Carlsen war tatsächlich ein Kind – ein 13-jähriger IM aus Norwegen, ein großes Schachversprechen, aber noch nicht mehr. Seit dieser Begegnung 2004 sind Carlsen und Kasparov einander nicht mehr im Wettkampf begegnet. Das wird sich jetzt ändern.

Begegnet sind sie einander durchaus. Bei diversen Veranstaltung des US-Schachmäzens Rex Sinquefield im Schachklub Saint Louis zum Beispiel waren beide anwesend. Die beiden haben sogar zusammen gearbeitet, nachdem Carlsen Kasparov als Sekundant angeheuert hatte. Beinahe wäre damals neben Kasparov der deutsche Großmeister Georg Meier Carlsens Coach geworden, wie Meier dieser Seite unlängst berichtet hat (siehe in diesem Beitrag).

Den Kontakt zum Schach hat Kasparov nie abreißen lassen. Er nähert sich nun seinem 60. Geburtstag, bestreitet seinen Lebensunterhalt als Autor und Vortragender, und doch kommt er immer wieder ans Brett zurück, wenn Schnellschach oder Schach960 auf der Agenda stehen – und wenn auf der anderen Seite des Brettes die Besten der Welt sitzen. Darunter macht es der einstige Regent nicht, und wenn er mit noch so großem Abstand der Turniersenior ist.

Die Teilnehmerliste des Champions Showdowns ab dem 11. September.

Über mangelnde Klasse der Gegenspieler wird sich Kasparov beim Schach960-Champions-Showdown ab dem 11. September in Saint Louis nicht beklagen können. Reihenweise WM-Kandidaten, der hoffnungsvollste Junior der Schachwelt noch dazu. Aber vor allem fiebern wir der Partie Kasparov-Carlsen entgegen.

Gespielt wird mit 20+10-Bedenkzeit, drei Partien pro Tag. Gelegenheit zur Vorbereitung: keine. Drei Minuten vor der Partie wird die Grundstellung ausgelost. Unsere Freunde von chess.com wissen mehr:

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