Die Vincent-Alireza-Frage

Überragend in Form war Alireza Firouzja ohnehin. Ziemlich sicher hat es den 18-Jährigen bei der Mannschafts-EM in Slowenien zusätzlich beflügelt, dass die Franzosen ihren Debütanten förderten, indem sie ihn ans erste Brett setzten. Jetzt hat der 18-Jährige mit einer Fabel-Performance jenseits der 3000 seine ansonsten schwächelnde Mannschaft zur Silbermedaille geführt und selbst als 14. Spieler … Die Vincent-Alireza-Frage weiterlesen

Nichts zu holen gegen Polen

Gegen Polen verlieren, keine Katastrophe. Bei den Herren wie bei den Damen sind unsere Nachbarn im Osten nominell etwas stärker. Im Kontext einer bis dahin schon durchwachsenen Europameisterschaft gleicht die Doppelniederlage der Nationalmannschaften in der siebten von neun Runden der endgültigen Standortbestimmung: Bei diesem Wettbewerb wird es für die deutschen Herren (1:3 gegen Polen) wie … Nichts zu holen gegen Polen weiterlesen

Die Weltmeisterinnen 2002 – Lara Stock: Karriere-Ende und Neuanfang mit 15

Lara, was für ein wundervoller Frauenname. Ich habe sofort diese Art „russische Chianti“-Musik im Ohr, die ich unvergesslich mit einer Verfilmung von Boris Pasternaks „Doktor Schiwago“ verbinde, wenn ich diesen Namen höre. Musikexperten mögen bitte die verdrehte Nomenklatur eines anerkannten Musikbanausen verzeihen! Denn jetzt sind wir nicht bei Doktor Schiwago und seiner Lara, sondern bei … Die Weltmeisterinnen 2002 – Lara Stock: Karriere-Ende und Neuanfang mit 15 weiterlesen

Auf Augenhöhe?

Ein "Herzensthema" bringt der neue DSJ-Vorsitzende Niklas Rickmann mit: digitale Mitgliedschaft, digitaler Schachverein. Nach einem ersten Besuch in der DSJ-Geschäftsstelle und einem Treffen mit Funktionären des in der benachbarten Geschäftsstelle tätigen Schachverbands erlebt Rickmann jetzt, was mit Themen passiert, die der Schachverwaltung zu modern erscheinen, die von den falschen Leuten kommen oder die anderweitig nicht … Auf Augenhöhe? weiterlesen

“Ratlos” – Michael S. Langer im Gespräch

Eines der Vermächtnisse von Christian Kuhn, bevor er als DSB-Präsidentschaftskandidat ausschied: Man möge hören, was Michael S. Langer sagt. Und dann entsprechend handeln, hätte Kuhn noch hinzufügen können. Gesagt hat Michael S. Langer in der jüngeren Vergangenheit einiges, angekommen ist davon allem Anschein nach nicht viel, sei es der Versuch, das Gremium der Landespräsidenten wachzurütteln, … “Ratlos” – Michael S. Langer im Gespräch weiterlesen

Das Ende seiner Funktionärslaufbahn

Christian Kuhn zieht seine Kandidatur um die Präsidentschaft des Deutschen Schachbunds zurück. In einer Mitteilung auf seiner Homepage ("Das Ende meiner Funktionärslaufbahn") machte Kuhn jetzt gesundheitliche Gründe für seinen Rückzug geltend. Es tue ihm leid, seine Mitstreiter mit ihrem Engagement allein lassen zu müssen. "Hoffentlich findet sich noch ein*e Kandidat*in, der/die für einen Wechsel steht … Das Ende seiner Funktionärslaufbahn weiterlesen

Strukturreform, aber richtig

Kaum haben nach der Wahl die Länderpräsidenten die Macht im Schachbund übernommen, beschließen sie, dass der Bund ein Drittel aller Beiträge in die Länder zurücküberweist (deklariert als Hilfe zum Neustart für die Vereine). Der Schatzmeister des Schachbunds hatte diesen Beschluss zu verhindern versucht – vergeblich. Frustriert schmeißt er die Brocken hin. Genau das ist jetzt … Strukturreform, aber richtig weiterlesen

Kein Grenke, kein Karpov

Das für die Ostertage geplante Grenke Open 2021 fällt pandemiebedingt aus. Auf der Website des Turniers steht jetzt die offizielle Absage. Auch das für Ende April geplante TePe-Sigeman-Turnier, bei dem Exweltmeister Anatoli Karpov (69) noch einmal seinen Hut in den Ring werfen wollte, fällt aus. Gleiches gilt wahrscheinlich für das Grenke Classic, aber eine offizielle … Kein Grenke, kein Karpov weiterlesen

Jörg Schulz’ langer Arm?

Nikola Franić ist neuer Geschäftsführer der Deutschen Schachjugend. Ende Februar gab die DSJ bekannt, es habe sich eine Vielzahl von Bewerberinnen und Bewerbern auf die seit dem unfreiwilligen Abgang von Jörg Schulz freie Stelle beworben. Am Ende eines mehrstufigen Auswahlverfahrens sei die Wahl auf den 38-Jährigen gefallen. Franić ist in Zagreb geboren und in Lippstadt … Jörg Schulz’ langer Arm? weiterlesen

Georg Meier: “Die Spieler vor Funktionärswillkür schützen”

Die FIDE wird sich in den Fall Naiditsch aller Voraussicht nach nicht einschalten. Die Frage, ob der deutsche Verband einem Deutschen den Wechsel nach Deutschland verwehren kann, sei eine nationale und müsse auf nationaler Ebene geklärt werden, teilt der Weltverband auf Anfrage dieser Seite mit. Georg Meier findet die Antwort offensichtlich und würde daher lieber über andere Fragen sprechen, wie sich seinem meinungsstark das deutsche Schach begleitenden Twitter-Account entnehmen lässt.

München und die Schach-WM 2023: “Ernsthaftes Interesse”

1908 gelingt es Münchens Bürgermeister Wilhelm von Borscht, Mittel aufzutreiben, die den WM-Kampf zwischen Emanuel Lasker und Siegbert Tarrasch möglich machen. 12 der 16 Partien dieses Matches (10,5:5.5 für Lasker) werden in München gespielt. 1934 spielen Alexander Aljechin und Efim Bogoljubow ein Match um den höchsten Titel im Schach. Ihre 26 Partien bis zum 15,5:10,5 … München und die Schach-WM 2023: “Ernsthaftes Interesse” weiterlesen

Von null auf Hikaru?

Der Workshop "Öffentlichkeitsarbeit" des Deutschen Schachbunds vor gut zwei Jahren begann mit einer Offenbarung. Ein führender DSB-Funktionär erklärte, wie er sich Öffentlichkeitsarbeit vorstellt: Er wolle ein Imagevideo für Schach produzieren lassen und es auf Youtube veröffentlichen. Ende der Erklärung. Er nannte das "eine Idee". Was ein Kanal ist, wie man den entwickelt und mit welchem … Von null auf Hikaru? weiterlesen

Auf der Kommandobrücke einsteigen: Steuerleute gesucht

Jetzt ist die Zeit, im organisierten Schach Weichen zu stellen und Dinge zu bewegen. Die Zahl der Schachfreunde ist zuletzt um zehntausende, wenn nicht hunderttausende gestiegen, unser Spiel erfreut sich einer öffentlichen Aufmerksamkeit, wie es sie nie gab, und unsere sportlichen Aushängeschilder sehen goldenen Zeiten entgegen. Daraus sollten wir etwas machen. Erstaunlich eigentlich, dass in … Auf der Kommandobrücke einsteigen: Steuerleute gesucht weiterlesen

Werbefernsehen fürs Schach

Keine Generalprobe, kein kleines Anfangen und Ausprobieren. Schachdeutschland TV, Twitch-Kanal des Schachbunds und seiner Landesverbände, geht bei seiner Premiere sofort mit dem vollen Programm los. Neben dem DSOL-Spieltag soll am Freitag ab 19.30 Uhr der Kölner Schachklub Lasker 1861 im Schaufenster stehen, präsentiert von Schachdeutschland-TV-Moderator Sebastian Siebrecht.