Dmitrij Kollars und die Anti-Sizilianer

Hikaru Nakamura brauchte in der vierten Finalpartie einen halben Punkt, um das Chessable Masters zu gewinnen. Er spielte – Morra-Gambit! Vielleicht hatte er vor diesem Final-Match im April 2023 die Morra-Bibel „Mayhem in the Morra“ gelesen? Darin steht, diese Anti-Sizilianisch-Waffe sei bestens geeignet, um die Schwarzspieler in einen „Tempel des Todes“ zu führen.

Nakamuras Glück: Er spielte das Finale gegen Fabiano Caruana, nicht gegen Dmitrij Kollars. Nicht nur hat Nationalspieler Kollars den US-Großmeister beim Online-Schach zuletzt regelmäßig überflügelt, er kennt sich mit Anti-Sizilianern besser aus, als es jede Eröffnungsbibel vermitteln könnte.

Auf alles eine Antwort und manch böses Erwachen für 1.e4-Spieler: Dmitrij Kollars Waffenarsenal gegen die Anti-Sizilianer (und auch sein Chessemy-Sizilianisch-Repertoire oder beides als Paket) gibt es mit dem Rabattcode “Perlen25” jetzt zum Vorzugspreis.

Das Mayhem-Buch hat Kollars während der Arbeit an seinem neuesten Eröffnungskurs natürlich auch gelesen. Tödliche Tempel, sagt er, habe er darin nicht gefunden. Und schon gar keine Waffe, die dem gefährlich werden könnte, was Kollars gegen Morra ausgeklügelt hat. Sein Schluss: „Schwarz hat gute Chancen, mit Vorteil aus der Eröffnung zu kommen.“

Und das nicht nur gegen Morra, bei weitem nicht. „Sizi 2.0 – Besiege die Anti-Sizilianer“ heißt der neue Kurs, den Kollars jetzt für Chessemy ausgearbeitet hat, sein zweiter in Sachen Sizilianisch. Zusammen mit dem ersten, „Klassischer Sizilianer“, bietet Kollars ein komplettes, wasserdichtes Schwarzrepertoire nach 1.e4 c5, das Hobby-, Vereins- und Meisterspieler:innen ein Schachleben lang und auf jedem Level dienen wird, egal, was Weiß versucht.

Den Kollars in seinem Lauf halten nicht einmal Nakamura und Carlsen auf. Neben seinem Riesenerfolg in der Champions Chess Tour hat Kollar zuletzt mehrfach den Titled Tuesday auf chess.com gewonnen.

Abseits der Hauptvarianten haben die Weißspieler im Turnierschach mehr als ein Dutzend zweite Züge gegen 1.e4 c5 probiert. Warum sie Schwarz auf Nebengleise (idealerweise sogar in tödliche Tempel) locken wollen, liegt auf der Hand: „Solche Spieler setzen auf ihren Wissensvorsprung“, erklärt Kollars. „Sie haben Erfahrung mit ihren Spezialsystemen und kennen sich darin aus.“

Mit „Sizi 2.0“ dreht der 23-Jährige aus Sicht der Schwarzspieler den Spieß um. Ob Morra, Alapin, Grand-Prix-Angriff oder Flügelgambit, ob Tiwjakow, Moskau, geschlossen oder einer der namenlosen Nebenwege: Kollars hat auf alles eine Antwort, gelegentlich zwei.

Bestenfalls hat Weiß – nichts

Gegen den König der Sizilianisch-Abtörner, Alapin (2.c2-c3), zeigt Kollars einen eher strategisch geprägten Ansatz, mit dem sich nachweisen lässt, dass Weiß bestenfalls nichts hat – und weniger als das, wenn er fehlgreift. Alternativ empfiehlt Kollars ein recht neues Gambit, das denen, die Schwarz das Schlafmittel Alapin verabreichen wollen, ein böses Erwachen bescheren dürfte.

Was die meisten Weißspieler in ihrem 2.c3-Trott noch nicht einmal kennen, das hat Kollars als führender Sizilianisch-Experte im deutschsprachigen Raum schon analysiert, ausgearbeitet und turniertauglich gemacht. So viel zum vermeintlichen „Wissensvorsprung“ der Anti-Sizilianer.

Kollars’ Sizilianisch-Paket gibt es mit dem Rabattcode “Perlen25” jetzt 25 Prozent günstiger.

Wer Sizilianisch spielt, der sucht den Kampf. Dieser Attitüde folgend, hat Kollars sein Repertoire angelegt. Zu möglichst kämpferischen und spannenden Partien soll „Sizi 2.0“ führen, es soll Gewinnchancen kreieren, wo das möglich ist. „Trotzdem bin ich natürlich objektiv“, sagt Kollars. In Abspielen, in denen allein die solide Fortsetzung die beste ist, empfiehlt er, den Ball flach zu halten. „Zum Glück gibt es solche Konstellationen in Sizilianisch nicht so häufig.“

Der Kurs besteht aus 34 Lektionen, insgesamt knapp 14 Stunden Video, dazu pgn-Dateien mit tiefen Analysen des per Video präsentierten Materials. Trotz dieser Fülle muss sich niemand wochenlang mit dem Kollars-Kurs einschließen, um die Anti-Sizilianer alt aussehen zu lassen.

Nach dem bewährten Chessemy-Rezept ist das gesammelte Wissen so strukturiert, dass Turnierspielerinnen und -spieler unmittelbar davon profitieren können. Die kurzen „Basisvideos“ zeigen grundsätzliche Ideen, Pläne und die wichtigsten Varianten – locker genug, um beim nächsten Vereinsabend oder in der nächsten Lichess-Arena den Anti-Sizilianern den Zahn zu ziehen.

Darauf aufbauend, hat Kollars „Vertiefungsvideos“ aufgenommen. Wer die und die dazugehörigen Dateien studiert, der kann sich selbstbewusst und freudig in die Kämpfe stürzen, die ihm bislang Angst gemacht haben. Da kann auch Nakamura mit dem Morra kommen, Kollars Schützlinge werden gerüstet sein.

“Sizi 2.0” ist das neueste Werk aus Kollars wachsender Kollektion von Chessemy-Kursen. | Foto: Paul Meyer-Dunker/DSB
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Mulde
Mulde
2 Monate zuvor

Ich dachte schon immer, dass Gyula Breyers flotter Ausspruch “Nach 1.e4 liegt die weiße Stellung in den letzten Zügen!” völlig richtig sein könnte.
Dmitrij scheint das ja nun bewiesen zu haben.
Sehr erfreut sollten wir sein, dass mit Dmitrij ein phänomenales Talent – eig. ist er schon weit mehr als das – in Titel-Schlagweite geraten ist und das in so kurzer Zeit!

Ludger Keitlinghaus
Ludger Keitlinghaus
2 Monate zuvor

Wenn hier das Morra-Gambit beworben wird, will ich gleich so das sog. Israeli-Gambit bewerben, beginnend mit 1. D4 Sf6 2. G4 Sg4 und 3. E4, dann dem sog. PLO-Gegengambit mit 3…. Sf2 4. Kf2 und 4….E5 folgend. (Idee Dd8-H4-4 Schachhh [1])

Spaß beiseite,
Es gilt sich schachlich schon solide aufzubauen.

MFG
LK

[1]
Vergleiche auch mit :
-> https://genius.com/Die-arzte-geschwisterliebe-lyrics (‘Noch sitzen wir hier und spielen Schach’)

Nur ein kleiner Gag zwischendurch.

Ludger Keitlinghaus
Ludger Keitlinghaus
2 Monate zuvor

Das sog. Königs-Gambit ist übrigens auch nicht korrekt.