Grenke AG: Wolfgang Grenke scheidet aus, Sven Noppes auch

Es wird weiter Grenke draufstehen, aber deutlich weniger Grenke drin sein. Unternehmensgründer Wolfgang Grenke scheidet Ende Juli aus dem Aufsichtsrat der Grenke AG aus. Auch Sven Noppes, Vorstand der Grenke-Bank, scheidet aus. Sein im Dezember auslaufender Vertrag wird nicht verlängert. Noch im vierten Quartal 2021 solle ein Nachfolger ins Unternehmen eintreten. Das teilte die Baden-Badener Unternehmensgruppe jetzt mit.

Diese beiden sind zwei von einer Reihe von Personalien, die nach den Turbulenzen der jüngeren Vergangenheit einen Umbruch und Neuanfang im Konzern markieren sollen. Unter anderem wird der halbe Grenke-Aufsichtsrat ausgetauscht. Aus schachlicher Sicht sind es die beiden entscheidenden Personalien, die das künftige Denksport-Engagement des Unternehmens mit einem gewaltigen Fragezeichen versehen.

Wolfgang Grenke (rechts) und Sven Noppes scheiden aus. | Foto: Georgios Souleidis

Im September 2020 war die Grenke AG mit einem Strauß von Vorwürfen konfrontiert worden, etwa dem, angeblich vorhandenes Geld sei nicht existent oder die Bank des Konzerns in Geldwäsche verstrickt. Die Grenke-Aktie stürzte ab, Wolfgang Grenke ließ sein Aufsichtsratsmandat ruhen.

Ein Großteil der Betrugs- und Manipulationsvorwürfe des Shortsellers Fraser Perring gilt mittlerweile als entkräftet. Im Wesentlichen bleibt nach übereinstimmenden Medienberichten die Einschätzung, dass das interne Kontrollsystem speziell der Grenke-Bank mängelbehaftet ist. Daran solle gearbeitet werden, teilt das Unternehmen jetzt mit. Außerdem will die Grenke AG ihre ausländischen Tochtergesellschaften fortan selbst übernehmen. Ein weiterer Kritikpunkt Fraser Perrings war deren Finanzierung gewesen, an der vor allem Wolfgang Grenkes Freundin verdient haben soll.

Seitdem Fraser Perring im September seinen 64-seitigen Grenke-Report veröffentlicht und dann mehrfach nachgelegt hat, kommt das Unternehmen nicht zur Ruhe. Wolfgang Grenke, nominell außen vor, seitdem sein Aufsichtsratmandat ruht, hatte zuletzt wieder mitgemischt. „Im Kampf um sein Lebenswerk“, so die Frankfurter Allgemeine Zeitung, habe er den PR-Berater Klaus Kocks verpflichtet, eine spannende Figur der deutschen Medienszene (Empfehlung: Kocks auf Facebook folgen, wo er ein lesenswertes Blog mit fast täglich neuen Einträgen führt).

Diese Verpflichtung führte dazu, dass sich Grenke mehrfach öffentlich einließ. Im April kritisierte Grenke das Krisenmanagement seines Vorstands, namentlich das von Vorstandschefin Antje Leminsky, die Grenke laut FAZ „offenbar noch vor der Hauptversammlung loswerden wollte“. Leminsky hat unlängst angekündigt, den Konzern Ende Juni zu verlassen. Sie nannte „persönliche Gründe“ für ihr Ausscheiden. Die FAZ diagnostizierte einen verlorenen Machtkampf mit Wolfgang Grenke.

1.c4-Spielerin und Vorstandsvorsitzende Antje Leminsky hat das Unternehmen Ende Juni verlassen. | Foto: Eric van Reem/Grenke Chess

Der Gründer des nach ihm benannten Leasingkonzerns muss nun selbst gehen. Nach der mit Spannung erwarteten Hauptversammlung am 29. Juli wird er aus dem Aufsichtsrat ausscheiden, ein Schritt, den ihm laut Aufsichtsratschef Ernst-Moritz Lipp Aufseher, Anwälte und nicht zuletzt die anderen Aufsichtsräte nahegelegt hätten. Grenke habe das akzeptiert.

Lipp dementierte gegenüber dem Handelsblatt, es sei zu einem Bruch mit Wolfgang Grenke gekommen. Der 70-Jährige sei weiterhin „Spiritus Rector und Ratgeber“ der Grenke-Führungsriege. „In welcher Form er einbezogen kann, wird geprüft“, so Lipp.

Allemal wird die Familie Grenke weiter Einfluss im 1978 gegründeten 1.700-Mitarbeiter-Konzern haben. Wolfgang Grenke, seine Ehefrau Anneliese Grenke und die drei Söhne halten 40 Prozent der Anteile am Konzern, jeweils 8 Prozent. Außerdem gilt als wahrscheinlich, dass der älteste Sohn Moritz Grenke in den Aufsichtsrat einzieht.

Sicher ist, dass die beiden dem Schach gewogensten Leute in der Unternehmensführung nun ausscheiden.

Der Herz schlägt im LA8

Ende der 90er-Jahre begann Wolfgang Grenke, den damaligen Landesligisten SC Baden-Oos zu unterstützen, dessen erste Mannschaft 2002 in die Schachbundesliga aufstieg. 2005 stieß als Mannschaftsführer der Bankbetriebswirt Sven Noppes dazu. Noppes war als Organisator des Neckar-Opens aufgefallen, das trotz ländlicher Lage rasch zum größten deutschen Open avancierte. Unter Noppes‘ Regie holten die Baden-Badener 2006 den ersten von mittlerweile 14 Deutschen Mannschaftsmeistertiteln. Als die damalige Grenkeleasing AG 2009 die Privatbank Hesse Newman erwarb und sie zur „Grenke Bank“ machte, wurde Grenkes Vertrauter Noppes deren Vorstand.

Rund um den wachsenden Konzern und die OSG Baden-Baden entstand eines, wenn nicht das schachliche Zentrum der Republik. Nachdem Grenke und Noppes beim Karlsruher Oberbürgermeister in Sachen Schach vorgesprochen hatten, wurde aus dem Neckar-Open in Deizisau das „Grenke Open“ in Karlsruhe, das sich schnell zum größten Schachturnier Europas entwickelte, ein Magnet für Schachfreunde auch außerhalb der deutschen Grenzen. Flankiert wird das Open vom Grenke Classic, dem einzigen Weltklasseturnier in Deutschland, die einzige Gelegenheit für die besten deutschen Spieler, sich auf deutschem Boden im Rahmen eines Rundenturniers mit der Elite unseres Sports zu messen.

2009 eröffnete im Herzen Baden-Badens das für etwa 15 Millionen Euro er- und umgebaute LA8, ein Kulturzentrum, eine ehemalige Königsresidenz, die nun in erheblichem Maße ein Schachzentrum ist. Dieses schachliche Herzstück beherbergt die OSG Baden-Baden sowie das Schachzentrum Baden-Baden. Das ist, unterstützt von der Grenke-Stiftung, Bundesleistungsstützpunkt, Talentschmiede, Trainingszentrum, Turnierausrichter, Arbeitgeber. Nicht zuletzt unterstützen Wolfgang Grenke und seine AG den schachlichen Aufstieg von Vincent Keymer, der, nachdem er sein Abi gebaut hat, in den kommenden Jahren bestens gefördert, betreut und abgesichert ausloten soll, wie weit ihn seine Gabe trägt.

Kann das weg? Ist das wertvoll fürs Unternehmen? Das Grenke Open plus Classic, größtes Schachturnier Europas, internationaler Schachmagnet. | via Grenke Chess

Nun ist abzusehen, dass unter der neuen Konzernführung das schachliche Engagement der Grenke AG auf den Prüfstand kommt und auf seinen Wert fürs Unternehmen abgeklopft wird. In welchem Maße verschafft das Schach dem Konzern Sichtbarkeit? Dient es seinem Image, passt es zum Profil? Generiert es Kundenkontakte?

Wir können nur hoffen, dass auch dem Schach weniger gewogene Konzernlenker das Open, vielleicht sogar das Classic (dessen verspätete 2021er-Auflage Sven Noppes unlängst zumindest nicht ausgeschlossen hat) als werthaltige, erhaltenswerte Institutionen sehen. Und wir gehen davon aus, dass dort, wo die Grenke-Stiftung fördert, im LA8 nämlich, zumindest mittelfristig alles bleibt, wie es ist.

Erster Kandidat, um auf dem Prüfstand durchzufallen, ist die Baden-Badener Weltauswahl, die erste Mannschaft der OSG, die mit einem von Jahr zu Jahr neu aufgestellten kleinen bis mittleren sechsstelligen Etat Meistertitel in Serie holt. Wer alte Interviews mit Wolfgang Grenke hört oder liest, der erfährt, dass einst durchaus Sportsponsoring im Sinne der Grenke AG der Antrieb war, diese Auswahl zusammenzustellen und mehrmals jährlich einzufliegen.

Das hätte nicht nur im Sinne der Grenke AG wertvoll sein können. Eine solche Weltauswahl könnte auch im Sinne des Schachs und der Schachbundesliga ein bundesweit wahrnehmbarer Motor, Leuchtturm, Herz- und Prunkstück, Imageträger sein. Es hätte nur über die Jahre kontinuierlich ein winziger Prozentsatz des Etats dafür eingesetzt werden müssen, außerhalb des LA8 und der Baden-Badener Lokalzeitung wahrnehmbar zu sein. Die Aussichten auf dem Grenke-Werbewirksamkeitsprüfstand wären jetzt besser.

Die Baden-Badener Weltauswahl nach dem Gewinn des 13. Titels. | Foto: Guido Giotta/Schachbundesliga

Wolfgang Grenkes ursprüngliche Ambition haben der Mentor und sein Macher schon lange aus den Augen verloren. Im Jahr der Demission von Grenke und Noppes erscheinen die Baden-Badener Mannschaft und ihre Dependance in Deizisau in erster Linie wie das Hobby zweier Mäzene, die gerne mit Schachmannschaften Titel gewinnen. Ob das außer der Lokalpresse jemand mitbekommt, ob das dem Image eines Unternehmens oder eines Sports dient, scheint nicht wichtig zu sein.  

Motor für den Spielbetrieb

Die Schachbundesliga hat nun zwei weitere Wackelkandidaten, über denen ein Fragezeichen steht, darunter neben dem Serienmeister die zweitbekannteste Marke der Liga. Seitdem der SV Werder Bremen aus der Fußballbundesliga abgestiegen ist, geht an der Weser sogar das Insolvenzgespenst um. Sollte das verscheucht werden, sieht es beim Schach zumindest für das kommende Jahr gut aus.

Aus Bremen hören wir, der Verein habe der Schachabteilung auch für 2022 gleichbleibende Unterstützung zugesagt. Die unlängst erfolgte Entfristung des Vertrags von Coach Jonathan Carlstedt ist in diesem Sinne ein gutes Zeichen. Aus Hockenheim heißt es derweil, dem Verein seien einige Sponsoren weggebrochen. An der Meisterschaftsrunde 2020 hatte der aktuelle Tabellenzweite nicht teilgenommen.

https://twitter.com/SchachBL/status/1390672218091294727

Als Imageträger, Prunkstück, Leuchtturm dienen die ersten Mannschaften der OSG Baden-Baden und der SF Deizisau dem Schach so wenig wie die meisten anderen Bundesligisten. Die elementare Funktion eines Motors für den Spielbetrieb haben sie sehr wohl. Das lässt sich am Organisationsgenie ihres Mannschaftsführers festmachen. Besagte Meisterschaftsrunde 2020 in Karlsruhe hätte es nicht gegeben, hätte nicht Sven Noppes Mittel und Mistreiter rekrutiert, um sie zu organisieren und auszurichten.

Die ganz wesentlich von Sven Noppes organisierte Bundesliga-Meisterschaftsrunde 2020 in Karlsruhe, aus der die OSG Baden-Baden unter anderem mit Levon Aronian und Radoslaw Wojatszek als Meister hervorging. | Foto: Christian Bossert/Schachzentrum Baden-Baden

Welche Mittel der Grenke AG künftig ins Schach fließen, darauf werden Wolfgang Grenke und Sven Noppes allenfalls überschaubaren Einfluss haben. Dem Schach werden diese beiden sicher erhalten bleiben. Beide spielen nicht exzessiv, aber regelmäßig in ihren Vereinsmannschaften: der eine in Mittelbaden auf Verbandsebene, der andere am Neckar auf Bezirksebene.

Hinsichtlich des Schach-Unternehmensweltmeisters Grenke AG bleibt zu hoffen, dass dort jemand an der Konzernspitze sein Faible fürs Schach entdeckt oder intensiviert. Vom potenziellen Grenke-Aufsichtsrat Moritz Grenke heißt es, er sei dem Schach zwar gewogen, aber die Liebe sei längst nicht so ausgeprägt wie die seines Vaters.

Am Brett gesehen wurde Moritz Grenke zuletzt vor elf Jahren.

Screenshot via Schachbund.
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flachspieler
flachspieler
3 Monate zuvor

Es ist in der Tat ein Schlüsselmoment. Ich bin aber eher optimistisch.
Ein wohlhabender Privatier, und das wird Wolfgang Grenke sein, kann ja
weiterhin Sachen fördern, die er für förderungswürdig hält. Natürlich –
und das schätze ich besonders an Wolfgang Grenke – hat er bei seinem
Engagement nie nur Schach im Auge gehabt. Man denke an die
Grenke-Stiftung.

https://www.grenkestiftung.de/de/startseite.html

Und bei Sven Noppes sehe ich auch für die Zukunft Schach-Aktivitäten.
Er ist nicht ein Typ, der sich still in eine Ecke setzt und nur zuschaut.

Ingo Althöfer.

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[…] Wochenende nach dem Bekanntwerden von Wolfgang Grenkes Ausscheiden aus seinem Unternehmen haben zwei Grenke-Teams Titel gewonnen. Das Quartett der SF Deizisau kehrte […]

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[…] Patrick Bittner im Gespräch mit schachbundesliga.de. Die auch von dieser Seite nach den Grenke-Turbulenzen vorgebrachte Spekulation, der Bundesliga-Etat der ersten Baden-Badener Mannschaft komme auf den […]

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[…] Weitere: „Wir wollen uns nach Möglichkeit noch verstärken.“ Das Gerücht, nach den jüngsten Turbulenzen um Sponsor Grenke sei der Etat des Rekordmeisters bedroht, entbehre jeder Substanz. „Grenke und die OSG, das […]

Dipl.-Ing. Ossi Weiner
Dipl.-Ing. Ossi Weiner
3 Monate zuvor

Eine Katastrophe für das deutsche Schach bahnt sich an! 🙁

Stefan Meyer
Stefan Meyer
3 Monate zuvor

Richtig, allerdings – wenn es so eintrifft – eine Katastrophe mit Ansage. Sich von einem Mäzän abhängig zu machen ist kein nachhaltiges Konzept! Herrn Grenke gebürt großer Dank für sein Engagement und ich hoffe, dass die Unterstützung trotz der Entwicklungen in der Grenke-Bank jetzt nicht kurzfristig eingestellt werden. Dennoch: spätestens jetzt muss doch jeder den Warnschuss gehört haben. Es ist zwar schön, wenn sich jemand aus Liebe zum Schach generös zeigt. Das Problem dabei ist, dass es damit von heute auf morgen vorbei sein kann. Deswegen muss es oberste Pflicht sein für jeden, der von diesen Geldern abhängig ist, danach… Weiterlesen »

Frank Bicker
3 Monate zuvor
Reply to  Stefan Meyer

Sponsorengewinnung und Marketing kosten zunächst Geld., ehe es hoffentlich auch Geld einbringt. Dafür bedarf es guter Ideen und einem langen Atem. Unterstützung vom Vorstand ist Bedingung, ideal wäre, ein Vorstandsmitglied ist für Marketing und Sponsorengewinnung verantwortlich. Wer sich ernsthaft einarbeitet, wird bald feststellen, dass die Trennung DSB und DSJ auch bei der Sponsorengewinnung kontraproduktiv war. Kinder und Jugendliche sind wichtige Gründe für die Unterstützung durch Dritte. Wenn man nicht über bestehende Kontakte Sponsoren gewinnen kann, braucht man Ausdauer , um Vertrauen aufzubauen und Leistungsfähigkeit nachzuweisen. Fehler sollten erlaubt sein, denn niemand kennt den gerade ins Ziel führenden Königsweg. Und man… Weiterlesen »

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
3 Monate zuvor

Deutsches (Profi) Schach , die internationalen Truppen? Dass deutsche Schach ist schon lange katastrophal. Die Augen sind geschlossen und Verantwortlichen berufen sich auf Satzungen, Statuten ,BTO,s, und und, keiner krempelt die Ärmel hoch für Veränderungen und Reformen. Irgendeiner Zahlt für die stärkste Liga der Welt, wird schon weiter gehen. “Eine Katastrophe für das deutsche Schach bahnt sich an”. Diese aussage zeichnet das Bild, hilflos und ideenlos für neue Strukturen. Ich kann nur die Vereine gratulieren die diesen Unfug nicht mehr mittragen wollten und sich dezent zurück gezogen haben. Katastrophe ist wenn jetzt die Basis zusammenbricht ,NRW zeigt gerade den Weg… Weiterlesen »

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
3 Monate zuvor

Update Unser Verband passt sich den Gegebenheiten nicht an und zieht sein Programm mit Repressalien voll durch, trotz Ferien und Delta-Variante. Wer zwei Mal nicht antreten kann steigt ab. Unser Spiellokal wird in den Ferien wegen Umbau arbeiten dicht gemacht. Dass heißt in Runde 9 steht unsere Räumlichkeiten nicht zur Verfügung. Außerdem sind Ferien ,wir bekommen keine volle Mannschaft ohne ersatz hin, heißt aber mehr als 2Mal geht nicht, BTO wird zu100% angewendet. Ich nehme unseren Verband nicht mehr ernsthaft ab den Schachsport zu fördern. Dass ist kontraproduktive Schachpolitik in Ausnahme Zeiten mit einem Ziel , hier wollen Leute auf… Weiterlesen »

acepoint
acepoint
3 Monate zuvor

Wer ist denn «Unser Verband»? Von Baden weiß ich, dass sie ähnliche «Erfolgsquoten» von 35-40% stattfindender Matches haben.

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
3 Monate zuvor
Reply to  acepoint

Entschuldigung ich schreibe doch mit klar Namen . Da ich in Bochum wohne kann Bayern nicht mein Verband sein. Jedoch muss ich gestehen ich habe eine Vermischung drin in meinem Kommentar vom Landesverband und Regionalverband. Jedoch gibt es keine Unterschiede der Entscheidungsträger sind wie auch Sie wissen die gleichen “Schachliebhaber”. Frage an den Experten gab es in den NRW-Ligen auch den Passus 2x nicht angetreten =Abstieg. Oder ist das nur eine Variante im SVR. Übrigens ich bin ein eifriger Leser ihrer wunderbaren und passenden Kommentare auf ihrer Vereinsseite. Was halten Sie davon das die Verbände mehr stimmen haben als ein… Weiterlesen »

Uwe Böhm
Uwe Böhm
3 Monate zuvor
Reply to  acepoint

Ich verstehe nicht, warum dieses Trauerspiel hier nicht aufgegriffen wird. Es mag ja Probleme beim Deutschen Schachbund geben, aber in Wirklichkeit fangen die schon weit vorher an. Durch die Pandemie werden die dann schonungslos offengelegt. Die Fortsetzungen der Ligen sind nichts als Funktionärswillkür. Die betroffenen Vereine werden gar nicht gefragt. Das Signal ist also, dass die Mitwirkung der Basis unerwünscht ist. Jeder normale Mensch würde mit der Fortsetzung abwarten, bis der Großteil der Bevölkerung 2x geimpt ist. Natürlich gibt es Leute, die jetzt schon spielen wollen. Für die muss man sich was ausdenken. Schach ist ein Einzelsport, also sollten das… Weiterlesen »

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
3 Monate zuvor

“was damit zu tun hat, dass traditionell irgendwelche Liebhaber ihr Geld im Schach versenken, ohne etwas dafür zu wollen. Das hat zu Bequemlichkeit und fehlender Ambition geführt.” In anderen Sportarten hat ein Bundeliga-Verein eine Geschäftsstelle mit X-XX Fachangestellte für unterschiedliche Aufgaben. Traditionell können sich Schachvereine das nicht leisten Grund fehlender Einnahmen und entsprechender Größe . Dass wuppen die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder die sich aber auch vom kurzfristigen Erfolg blenden lassen und wenig machen außer zu Repräsentieren (interne Streitigkeiten sind vorprogrammiert und führen oft zum Totalabsturz ). Schon an der Struktur kann man erkennen das die gekauften erfolge nur von kurzer Dauer… Weiterlesen »

Thomas Richter
Thomas Richter
3 Monate zuvor
Reply to  Uwe Böhm

Auf bayerischer Ebene haben im Herbst 2020 tatsächlich etwa 50% der Wettkämpfe stattgefunden. Auf Münchner Ebene sind dagegen nur 2 von 30 Mannschaften nicht angetreten, die anderen durchaus – wenn auch mit anderen Aufstellungen als im Februar, teils aufgefüllt mit Spielern aus den abgesagten unteren Ligen, und einigen freigelassenen Brettern. Nur in der letzten Runde gab es weitere Absagen (warum meine Mannschaft nicht antreten konnte ist eine lange Geschichte). Es gab eben viele, die durchaus spielen wollten. Turniere statt Mannschaftskämpfen wurde auch vorgeschlagen – aber es war (und ist vielleicht weiterhin) noch schwieriger, ein Spiellokal für 30, 50 oder 100… Weiterlesen »

acepoint
acepoint
3 Monate zuvor
Reply to  acepoint

@Peter Kalkowski Sorry, ich habe nicht jeden Namen sofort parat. «Frage an den Experten gab es in den NRW-Ligen auch den Passus 2x nicht angetreten =Abstieg.» Ich würde es jetzt vermuten, konnte die entsprechende Regel aber auf die Schnelle nicht in der BTO finden. Was Struktur, paritätisches Stimmrecht, die Möglichkeit der Änderung von Regelungen angeht: ich arbeite mich da gerade aus diversen Gründen etwas ein, da ist meiner Einschätzung nach tatsächlich einiges im Argen. Aber das wäre Thema für einen anderen Artikel bzw. einen anderen Diskussionsstrang. @Uwe Böhm «Ich verstehe nicht, warum dieses Trauerspiel hier nicht aufgegriffen wird.» Es ist… Weiterlesen »

Walter Rädler
Walter Rädler
3 Monate zuvor

Ich stimme Ossi Weiner vollkommen zu, schon alleine die Unterstützung für Vincent Keymer auf dem Weg zum Schachprofi war extrem großzügig und ist von Einzelpersonen oder dem Verband nicht zu schultern. Jetzt hilft nur noch beten!