Drei Monate vor der Präsidenten-Wahl beim Schachbund: Vorteil Krause

Die Wahl zum DSB-Präsidenten könnte entschieden sein, bevor sie begonnen hat. Amtsinhaber Ullrich Krause ist nicht nur die Überraschung gelungen, jetzt schon vier Monate ohne Pleite, Panne und Peinlichkeit zu absolvieren. Obendrein hat er einen Zug ausgeführt, den sein Mitbewerber Christian Kuhn kaum wird parieren können: Ralph Alt soll Vizepräsident Sport werden.

An Juristen im Rentenalter fehlt es dem organisierten Schach nicht, sie sind überrepräsentiert, aber DSB-Ehrenmitglied Alt ist unter dieser Spezies gewiss derjenige mit dem gewichtigsten Namen, zumal in der Schachfunktionärsszene. Es ist noch gar nicht lange her, da sollte Alt sogar Krause ablösen und selbst Präsident werden.

2019 war das, aber Alts Gesundheit ließ eine Kandidatur nicht zu. Statt seiner und statt dem wie immer als potenzieller Präsident genannten, aber abwinkenden Michael S. Langer stieg Badens Schachpräsident Uwe Pfenning in den Ring.

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Ralph Alt soll Vizepräsident Sport werden. | Foto: Wolfgang Galow

Angesichts der Personalie Alt sehen wir kollektives Nicken der Funktionärshäupter. Aus dem Funktionärsfunk hören wir, dass das bislang nicht existente Team Christian Kuhn nun entweder glänzende Personalien und Ideen präsentiert, oder die Sache sei für den Herausforderer gelaufen. Sogar auf die in der Causa Alt naheliegende Frage, ob unserer verkrusteten Schachorganisation nicht mit jungen Praktikern aus Vereinen viel mehr gedient wäre als mit Ehrenmitgliedern aus der Verwaltung, finden die Funktionäre leicht eine Antwort.

Birkholz will kandidieren

In der Wahrnehmung des Schachverwalters bestehen die akuten Probleme des organisierten Schachs ja nicht in dessen katastrophaler Außendarstellung, in der von Krause/Fenner forcierten Erosion vertrauensvollen Miteinanders, im daraus folgenden fortgesetzten Verlust engagierter Leute oder darin, dass der DSB eigentlich alles, was in seinem Leitbild als Handlungsmaxime steht, seit 18 Jahren Tag für Tag verhöhnt. Nein, zuallererst sieht der Schachverwalter am Horizont eine Reform der Beitragsordnung und der Satzung kommen, und dafür bedarf es – genau, eines veritablen Juristen.

Männer sind beim Deutschen Schachbund vertretungsberechtigt. Die erste Vizepräsidentin in der fast 150-jährigen Geschichte der Organisation ist es nicht.

Trotz dieser weitgehenden Einigkeit über die Personalie, gänzlich ohne Malus im Stil wird die Installation Alts nicht verlaufen. Unser Schachbund hat ja eine Vizepräsidentin Sport, die erste Frau im Präsidium in seiner fast 150-jährigen Geschichte. Wie mit der umgegangen wird, changiert zwischen Kaltstellen und offenem Mobbing. Würde Olga Birkholz sich diese demütigende Konstellation nicht länger antun wollen, es wäre verständlich. Andererseits empfindet sie Leidenschaft für die Sache.

Auf Anfrage dieser Seite teilt Birkholz mit, sie plane, als Vizepräsidentin Sport zu kandidieren. Der geplante Wechsel auf ihrer Position ist allem Anschein nach nicht mit ihr abgesprochen. Nun bedarf es keines Hellsehers, um vorauszusagen, was passiert, wenn auf der einen Seite Birkholz sitzt, auf der anderen Alt, und sieben Dutzend Schachkongress-Funktionäre sollen zwischen diesen beiden entscheiden. Würde Birkholz nicht abgewählt, das wäre eine Sensation.

Als sie vor zwei Jahren gewählt und Klaus Deventer abgewählt wurde, war das ein Erdbeben – vor allem für Ullrich Krause, den dieser Verlust bis heute erschüttert. Krause wollte sich auf Deventer als mit Abstand wichtigsten Teil seines „Teams“ stützen, auf jemanden, der den Laden seit Jahrzehnten kennt und den Passus „Dienstaufsicht“ im DSB-Organigramm mit Inhalt und Handlungen füllen könnte.

Dem Vernehmen nach will beim kommenden Kongress Breitenschachreferent Hugo Schulz (unten rechts) sein Amt abgeben. Damit wäre neben Öffentlichkeitsarbeit und Leistungssport ein drittes Referendariat vakant.

Nun stand Krause alleine da, und anstatt zu führen und aufzusehen, stützte er sich auf jemand anderen, auf seinen Geschäftsführer. Der müsste dem von ihm vermittelten Schein nach ja sogar in der Lage sein, zu Fuß über den Atlantik zu laufen, wie Andreas Jagodzinsky in der „Schach“ süffisant angemerkt hat. Also verband Krause sein Funktionärsschicksal auf Gedeih und Verderb mit dem seines Geschäftsführers.

DSB-Geschäftsführer Marcus Fenner. | Foto: Deutscher Schachbund

In der Rückschau hat sich direkt nach Deventers Abgang schon in der Causa Jordan die Neigung Marcus Fenners offenbart, Konflikte ohne Not eskalieren zu lassen. Allen Ernstes versuchte Fenner, auf DSB-Kosten einen Gegen-Deutschland-Cup zu organisieren, der nicht dem Schach, sondern einzig dem Zweck diente, die Existenz des Turnierorganisators Dirk Jordan zu untergraben. Wir haben diesen maßlosen Unfug (Details siehe dieser Bericht) seinerzeit “Posse” genannt. Im Kontext der Maßlosigkeiten, die seitdem geschehen sind, war das freundlich.

Nachdem Jörg Schulz Hausverbot bekommen hatte, wäre das ein Anlass gewesen, Wege zu finden, zur Zusammenarbeit im Sinne der gemeinsamen Sache zurückzukehren. Aber auch diese Angelegenheit wurde über ein lähmendes Jahr lang bis zur Kongressdebatte über Toiletten- und Teeküchenfragen durcheskaliert. Und der nächste Schulz war schon gefunden, dieses Mal hieß er Jagodzinsky, und auch diese Sache wurde durcheskaliert, bis drei Köpfe gerollt waren, die Nationalspieler revoltierten und die Sportschau verwundert feststellte, dass das Spiel zwar in aller Munde, aber sein Verband damit beschäftig ist, sich selbst zu zerlegen.

Jeder Krause-Nachfolger müsste als erstes die Fenner-Frage beantworten, bevor er sich ans Werk macht. Ullrich Krause stellt sich diese Frage nicht. Aber sein Zug, Olga Birkholz rauszukegeln und stattdessen Ralph Alt zu installieren, mag nicht nur im Sinne seiner Wiederwahl helfen, er mag auch seine Führungs- und Dienstaufsichtsschwäche kompensieren.

https://twitter.com/CmielThorsten/status/1333844047065182209
ChessBase-Autor Thorsten Cmiel stellt auf Twitter regelmäßig die #FennerFrage.

Alt wird sich nicht wie Boris Bruhn widerstandslos sämtliche Zuständigkeiten wegnehmen lassen, um sich zumindest am Amt erfreuen zu können. Er wird sich nicht wie Olga Birkholz kaltstellen lassen, ohne aufzubegehren. Er wird auch nicht wie Thomas Cieslik präventiv kapitulieren. Und er repräsentiert mit seiner Superjuristenvergangenheit wahrscheinlich genau die Sorte Mensch, die Fenner für eine Respektsperson hält und ihr gegenüber entsprechend auftritt.

Die von Jagodzinsky in der „Schach“ aufgeworfene Frage, wer beim DSB eigentlich der Chef ist, würde sich womöglich beantworten, wenn Krause von Beginn an klarstellt, dass zwischen ihn und Ralph Alt kein Blatt Papier passt. Ralph Alt könnte Ullrich Krauses ersehnte Stütze sein, die nach Deventers Abwahl weggebrochen war.

Boris Bruhn (l.) und Ullrich Krause. | Foto: FIDE

Der Wechsel im Amt der Vizepräsidentin Sport wird nicht der einzige im neuen Krause-Präsidium sein. Der Vizepräsident Finanzen Hans-Jürgen Weyer wird aufhören. Anstatt die Kasse beim DSB zu hüten, zieht es ihn zurück zum Berufsverband der Geowissenschaftler, dessen Geschäfte er seit Mitte der 80er-Jahre fast drei Jahrzehnte geführt hat. Wer ihm als DSB-Finanzchef nachfolgen soll, hat sich zumindest nicht bis an den Bodensee herumgesprochen. Wahrscheinlich steht es noch nicht fest.

Dem Vernehmen nach wackelt der Vizepräsident Verbandsentwicklung Boris Bruhn. Zumindest wird Ullrich Krause das seit dem Abwahlantrag vor einem Jahr anhaltende Rumoren über diese Personalie in seinen Gremien nicht überhören. Leider gilt in diesen Gremien Bruhns Position als nebensächlich. In erster Linie herrscht unter den Paragrafenfachleuten eine gewisse Orientierungslosigkeit über der Frage, wofür der Vizepräsident Verbandsentwicklung eigentlich da ist.

Wie wäre es mit dem, was seit 18 Jahren im DSB-Leitbild steht und was seit 18 Jahren verhöhnt wird? In welchem Maße die DSB-Führung auf ihr Leitbild pfeift, wurde in den Pandemiemonaten besonders deutlich. Im Leitbild unseres Schachbunds sind als Handlungsmaximen für die DSB-Führung unter anderem diese Sachen festgeschrieben:

  • Offen für neue Entwicklungen
  • Richtet sich an aktuellen Veränderungen und Bedürfnissen aus
  • Dienstleister für alle Schachspieler
  • Positives, ausstrahlungskräftiges Bild in der Öffentlichkeit
  • Modernes Marketing
  • Zeitgemäße Außendarstellung
  • Entwickelt Angebote innerhalb und außerhalb der Vereine
  • Moderner, abwechslungsreicher Spielbetrieb

Ein Vizepräsident für Entwicklung, der den Verband im Sinne dessen entwickelt, was das Leitbild ohnehin seit 18 Jahren vorgibt, im Sinne dessen, was gerade akuter ist denn je, wäre mal eine schöne Abwechslung. Und, endlich, ein Schritt ins 21. Jahrhundert.

Und Christian Kuhn?

Tja. Lange nichts gehört von Christian Kuhn. Im Sinne seiner Wahl ist seine Unsichtbarkeit ein Riesenproblem, weil schon vor seiner Kandidatur nie jemand irgendetwas von Christian Kuhn gehört hatte. Wenn diese Kandidatur scheitert, wird das in erheblichem Maß damit zu tun haben, dass immer noch niemand weiß, wer dieser Mann ist, wofür er steht, was er denkt und sagt und anpacken will, wie er sich im Zwiegespräch anfühlt. Warum Kuhn nicht seit Wochen aus allen Rohren feuert, um das zu ändern, ist kaum zu verstehen.

Noch hat Christian Kuhn keine Hand am Steuer. | Foto: privat

Gehen wir davon aus, dass Kuhn in naher Zukunft den einen oder anderen Impuls, die eine oder andere Idee aussendet. Aber angesichts des schwerfälligen Apparats, den er steuern möchte, werden solche Impulse Zeit brauchen einzusickern, geschweige denn zu überzeugen. Und die Uhr tickt. Wer sich vergegenwärtigt, dass fast ein Jahr verstrich, bis Ullrich Krause die Pandemie als Chance fürs Schach erkannte und entsprechend handelte, der sieht, dass angesichts der typischen Trägheit im organisierten Schach drei Monate bis zur Wahl wenig Zeit ist. Zu wenig eigentlich.

Dem Vernehmen nach ist Kuhn gerade damit beschäftigt, Workshops abzuhalten und Ideen zu sammeln. In seine Arbeitsgruppen hat er sehr gute bis exzellente Leute eingeladen, teilweise aus der Schmitt-Hensel-Bode-Liga, teilweise junge Macher aus Ländern und Vereinen, teilweise Vertreter freier Strukturen außerhalb des traditionellen organisierten Schachs. Die Konzepte und Pläne, die dort entstehen, sollen das Gerüst für sein Wahlprogramm bilden. Und so hat Kuhn gute Aussichten, dereinst als derjenige nicht gewählte Präsidentschaftskandidat mit dem bei weitem besten Programm aller Kandidaten jemals in die Geschichte der Schachverwaltung einzugehen.

Und wenn beide nicht gewählt werden?

Gelutscht ist der Wahldrops gleichwohl nicht. Dafür ist das Entsetzen über den DSB anno 2019/20 in weiten Kreisen der Funktionäre in den Ländern zu weit verbreitet. Zwar findet die Personalie Alt allgemeine Zustimmung, bestimmt ist Krause seinem Herausforderer jetzt einen Schritt voraus, aber definitive Zustimmung zur Personalie Krause vernehmen wir aus den Ländern bislang nicht. Eher eine Tendenz. Und die Ansage, dass von Kuhn endlich etwas kommen muss, wenn er zumindest eine Chance haben will, gewählt zu werden.

Robert K. von Weizsäcker – Wikipedia
Robert von Weizsäcker. | via Wikipedia

Möglich ist auch das Szenario, dass beide nicht gewählt werden. Es wäre nicht das erste Mal. Als 2017 Ullrich Krause Herbert Bastian herausforderte, war der Laden ähnlich gespalten wie heute, wenngleich aufgrund einer ganz anderen Gemengelage. Im ersten Wahlgang fielen beide Kandidaten durch, und es wurde spontan ein bis dahin nicht auf den Wahlzetteln stehender Dritter gefragt, ob er es machen möchte. Horst Metzing lehnte ab, dann zog Bastian zurück, Krause wurde Präsident.

Die Frage ist, wer 2021 dieser Dritte sein könnte, wenn beide Kandidaten durchfallen. Klar ist nur, wer es nicht ist.

Vor Monaten schon, etwa zur Zeit des Sportschau-Beitrags, ist plötzlich der mittlerweile im Ruhestand befindliche DSB-Ehrenpräsident Robert von Weizsäcker aus der schachlichen Versenkung aufgetaucht. Er nehme weiterhin Anteil und sehe Anlass, sich einzubringen, signalisierte von Weizsäcker. Kaum war er im Kreis der Zoom-Opposition erschienen, erreichte ihn die Anfrage, ob er sich vorstellen kann, noch einmal als DSB-Präsident zu kandidieren. Weizsäcker winkte ab.

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Thomas Richter
Thomas Richter
9 Monate zuvor

Für mich ist das im Artikel ein merkwürdiges Verständnis von Wahlen und Demokratie: Mehrere Kandidaten/Kandidatinnen ist nicht “gespaltener Laden” oder “Kampfabstimmung” (beides recht negativ besetzt) sondern demokratischer Wettbewerb von Personen und Ideen. Das gilt für Präsident und Vize Sport, ebenso wenn es für andere Ämter mehrere Kandidat/innen geben sollte. Wenn im ersten Wahlgang keine(r) die absolute Mehrheit erreicht, sind auch nicht beide (potentiell auch drei oder mehr) “durchgefallen”. Sonst wäre auch Angela Merkel immer durchgefallen, da sie nie die absolute Mehrheit erreichte. Der Fall ist in der DSB-Satzung eigentlich vorgesehen und geregelt – im zweiten Wahlgang reicht die einfache Mehrheit.… Weiterlesen »

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
9 Monate zuvor
Reply to  Thomas Richter

Halten Sie die parlamentarische Demokratie wirklich für Demokratisch.

Besserwisser
Besserwisser
9 Monate zuvor
Reply to  Thomas Richter

Angelea Merkel ist viermal mit absoluter Mehrheit (“Kanzler*innenmehrheit”) gewählt worden.

Thomas Richter
Thomas Richter
9 Monate zuvor
Reply to  Besserwisser

Ja, im Parlament. Jedenfalls in grossen Koalitionen auch von Abgeordneten, die und deren Wähler eigentlich einen anderen Kanzler bevorzugen. Nach Koalitionsverhandlungen mit Kompromissen inhaltlich und beim Personal – lieber wären ihr nur CDU/CSU-MinisterInnen.
Passt zwar nicht direkt zum Wahlverfahren beim Schachbund bzw. nur im Sinne von “weniger als 50% ist nicht durchgefallen”.
Generell finde ich, dass mein Kommentar zum Thema passt – eher als “über Schach reden” wie “Was ist besser, Spanisch oder Italienisch?” oder “Wer ist besser, Bluebaum oder Donchenko?”.

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
9 Monate zuvor
Reply to  Besserwisser

Adenauer mit einer Stimme, mit seiner eigenen.

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
9 Monate zuvor

Was ist falsch daran wenn sich ein Präsident*in sich eine Wunschmannschaft zusammenstellt die harmoniert. Herr Kraus hat nun vier Jahre Erfahrung im Haifischbecken der Landesfürsten gesammelt und weiss sicher in der eventualen 3.Amtsperiode seine Lehren zu ziehen. Ein Herr Kuhn steht am Anfang und ohne Netz und doppelten Boden da. Die neue Herausforderung nach der Epidemie (Ende nicht absehbar) wird eine gewaltige sein. Das wichtigste wird sein die Verluste von Mitgliedern zu Kompensieren um ohne Beitragserhöhung über die Runden zu kommen. Das wird heißen mehr engagement in dem ungeliebten Basissport. Ein neuer Präsident könnte hier gleich scheitern und wieder offene… Weiterlesen »

Peter Sargem
Peter Sargem
9 Monate zuvor

Bei dem großen finanziellen Polster sollte man noch sehr lange ohne Beitragserhöhung auskommen.

“Ein neuer Präsident könnte hier gleich scheitern und wieder offene Briefe und Interviews von kompetenter Stellen der Überwachungsbehörde aus Niedersachsen und der Pfalz erdulden müssen so wie persönliche Anfeindungen.”

Das gewählte Vertreter öffentliche Kritik aushalten müssen, nachdem man intern einfach alles aussitzt, ist wirklich unerträglich.

Daniel Hendrich
Daniel Hendrich
9 Monate zuvor

Freut mich zu lesen, dass Ralph Alt den Deutschen Schachbund in dieser nicht einfachen Zeit unterstützen will. Mit seiner Expertise kann der DSB nur gewinnen. Auf kleinliche, ihn wegen seines Alters diskrimierende Nörgler sollte man da gar nicht weiter eingehen.

Jan Jettel
9 Monate zuvor

Bei allem Respekt Herrn Alt gegenüber sollte schon erlaubt sein, sein Alter zu thematisieren. Auf den neuen “Vizepräsident Sport” warten eine Menge Arbeit und jede Menge Konflikte, und man sollte schon klären, ob der Mann genug Elan mitbringt, diese Aufgaben mit der nötigen Energie anzugehen.
Um es klar zu sagen: ich bin nicht der Meinung, dass Alts Alter zwangsläufig gegen ihn spricht, aber es nicht einmal thematisieren zu dürfen erscheint mir doch sehr merkwürdig. Natürlich gehört das dazu.

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
9 Monate zuvor

So lange experten sich ständig wiederholen dürfen und andere als Lügner bezichtigen und sich als mass aller dinge fühlen (persönliche Angriffe)ist das O.K. für mich. Ich weiss dass ein zu ordnen.
Dass zum Punkt Demokratie.

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
9 Monate zuvor

Hilfe ein Kommentar fehlt. Oder liegt es an meinem Browser das der futsch ist.

Daniel Hendrich
Daniel Hendrich
9 Monate zuvor

Mein letzter Kommentar ist auch der Zensur zum Opfer gefallen, es wird also vermutlich nicht an Ihrem Browser liegen 🙂

Walter Rädler
Walter Rädler
9 Monate zuvor

Hallo Herr Hendrich, wir haben gemeinsame Ansichten wie Schreiben nur unter richtigem Namen, keine Beleidigungen… In Sachfragen haben wir durchaus unterschiedliche Auffassungen, was total o.k. ist. Es würde mich wundern, wenn Ihr Kommentar der Zensur zum Opfer fiel, ein solcher Kommentar passt nicht zu ihrem Naturell.

Daniel Hendrich
Daniel Hendrich
9 Monate zuvor

Der größte Spalter im deutschen Schach sind derzeit Sie Herr Schormann, und niemand sonst. Und das können Sie gerne auch wieder zensieren 🙂

Ruhrgebiet
Ruhrgebiet
9 Monate zuvor

Genau, bringt den Boten der schlechten Nachricht um. Es gibt zur Zeit nur eine Sache beim DSB die reibungslos funktioniert. Das Kommentieren von unangenehmen Artikeln im Internet sowie der Angriff auf Gegner im Internet. Das gibt es erst seit Krause, vorher war das undenkbar.

trackback

[…] nun Ralph Alt als eben diese Präsidentenstütze in einem ansonsten denkbar schwachen Präsidium installiert und Birkholz abgewählt […]

trackback

[…] sie unabhängig von Krauses Plänen als Vizepräsidentin Sport kandidieren. Seitdem sich ihr die Personalie Alt offenbart hat, ist diese Option vom Tisch. Sie hält sich als potenzielle DSB-Präsidentin […]

trackback

[…] Immerhin möchte sie nicht wortlos stehen lassen, wie es ihr ergangen ist, nachdem sie das Amt erstritten hatte, das von Ullrich Krause für Klaus Deventer vorgesehen war. Schlechte Erfahrungen mit Krauses Führungsstil habe sie gemacht, erklärt Birkholz jetzt der Frankenpost. In Entscheidungen sei sie nicht eingebunden worden, beim Fall Schulz und der Entscheidung, dem DSJ-Geschäftsführer zu kündigen, etwa. Oft hätten nur die drei Herren ohne Präsidiumsbeschluss entschieden. Zuletzt sei sie nicht einmal gefragt worden, ob sie weitermachen möchte. Stattdessen wurde ihr Ralph Alt als Kandidat für die Vizepräsidentschaft Sport vor die Nase gesetzt. […]

Schachstatistiker
Schachstatistiker
9 Monate zuvor

@Conrad Schormann: Gibt es mittlerweile Teammitglieder von Christian Kuhn

Klaus Zachmann
9 Monate zuvor

Ralph Alt und Olga Birkholz wollen nach den letzten Meldungen sowieso kandidieren, unabhängig davon wer als Präsident gewählt wird. Von daher sollten genug Kandidaten vorhanden sein. Natürlich ist es noch besser, wenn man eine “echte” Wahl hätte und störend wäre es sicherlich auch nicht, aber um vakante Ämter muss man sich bestimmt nicht sorgen, zumindest wenn die Aussicht besteht, dass Führungspannen künftig ausbleiben werden. Das Problem der letzten beiden Jahre war doch, dass nur in festen Teams gedacht wurde. An der Spitze brauchen wir jemanden, der erkennt, dass die gewählten Schachfunktionäre (w/m) alle in einem Boot sitzen und nach Möglichkeit in… Weiterlesen »

Schachstatistiker
Schachstatistiker
9 Monate zuvor

Welcher Kandidat liegt vorne?

Krause: 67 Delegierte
Kuhn: 51 Delegierte
unklar: 106 Delegierte

Die Delegierten aus dem Norden und Bayern tendieren zu Krause.
Kuhns Hochburgen liegen im Nordwesten, Baden, Brandenburg und Berlin. Berühmte Persönlichkeiten Hübner, Weizenäcker, Hensel sind ihm zu zurechnen.
Die Tendenz von großen Länder Hessen, NRW, Württemberg wird entscheiden.

Delegierte.JPG
Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
9 Monate zuvor

Woher kommt das Gerücht das NRW die Mannschaft  Ullrich Krause unterstützt ?
NRW taktiert oder kokettiert, würde mich nicht wundern wenn sich jemand aus NRW positioniert.
Und wie die Foren deutlich zeigen sind es ex DSB ler die deutlich Stimmung gegen das Präsidium  Ullrich Krause erzeugen. In NRW sitzen drei ex-DSB ler am Steuer alle 3 x ausgeschlafen. Da wäre ich ohne schriftlichen zusagen vorsichtig und würde mich nicht auf mündliche zusagen verlassen.
Ich setze 20 EUR (Spende an Perlen vom Bodensee ) dass ein NRW ler Kandidiert.

Walter Rädler
Walter Rädler
9 Monate zuvor

Chapeau! Bayern und NRW können und wollen dem Elend beim DSB nicht mehr zusehen und schicken einen Top-Mann ins Rennen, um aufzuräumen. Ich finde die Idee ganz hervorragend, das wird dem DSB sehr, sehr gut tun.

Klaus Zachmann
9 Monate zuvor
Reply to  Walter Rädler

Ich hoffe doch, dass sich die Landesverbände ihrer Verantwortung bewusst sind. Der DSB braucht auf jeden Fall eine Neubesetzung der Führungsposition. Baustellen müssen geschlossen und nicht immer wieder neu aufgemacht werden. Der DSB braucht einen Präsidenten, der Streitigkeiten einvernehmlich regelt. Das funktioniert auch sehr gut, wenn man Führungskompetenzen hat. Der aktuelle Amtsinhaber hat mehrfach bewiesen, dass er diese Kompetenzen nicht hat. Jetzt sind die Entscheidungskompetenzen der Landesverbände gefragt die richtige Person für dieses Amt zu finden und zu wählen. Drei Monate hat man noch Zeit. Dann steht die Entscheidung an. Will man eine Fortsetzung der letzten zwei Jahre oder einen… Weiterlesen »

Walter Rädler
Walter Rädler
9 Monate zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Natürlich hat der jetzige Präsident eine unfassbar schlechte Performance geboten, der DSB hat zig Baustellen, wenn er weg ist, weine ich ihm natürlich keine Träne nach. Aber Ralph Alt ist, egal auf welcher Funktion, egal in welchem Team, ein Gewinn für den DSB! Der DSB braucht mehr Leute von dieser Kragenweite, damit er die Zukunft positiv gestalten kann.

Silvio
Silvio
9 Monate zuvor

Zusammengefasst: Das Team Krause / Fenner, unterstützt durch Alt, kann ja nun nach den letzten Jahren nicht wirklich überzeugen. Ein Team Kuhn ist nicht wirklich erkennbar. Ebenso wie Kuhn selbst als Person wohl nur innerhalb Berlin eine gewisse Bekanntheit besitzt. Noch einmal wirklich: Gesucht wird als Präsident mit Führungskompetenz eine überzeugende Alternative, eine dritte Lösung. Nicht Krause, nicht Kuhn, schon gar nicht Ehemalige (wie Metzing und v.Wezsäcker). Aber ist eine solche Alternative erkennbar? Meine stille Hoffnung: Aus den zumindest wohlklingen eventuellen Mitgliedern und Unterstützern des Teams Kuhn fasst sich jemand ein Herz und wirft seinen (Dortmunder oder NRW oder Niedersachsen-)Hut… Weiterlesen »

Bernd Schneider
Bernd Schneider
9 Monate zuvor
Reply to  Silvio

Was meinen Sie mit “Team Kuhn”? Hat er überhaupt ein Team? Einen Plan? Und denken Sie wirklich ein selbstverliebter Dortmunder würde, als Präsident des Deutschen Schachbundes, den Westfälischen Frieden bringen? Und was soll beim Schachbund NRW großartig in Bewegung sein? Dort wurde an der Spitze ein Teilzeitpräsident gegen einen Vollzeitfunktionär ausgetauscht, der ja auch schon jede Menge Präsidiumsluft in Berlin geschnuppert hat. Hier stimme ich Ihnen zu: In der Tat ist es für jeden klar denkenden Schachfreund ausgeschlossen, dass Prof. Dr. Robert K. Freiher von Weizsäcker wieder in Amt und Würden gehoben wird. Wie war seinerzeit die Vereinbarung? Wählt mich,… Weiterlesen »

Bernd Schneider
Bernd Schneider
9 Monate zuvor

Meine Erinnerung hat mir einen Streich gespielt. Deshalb korigiere ich hier selbstveständlich einen sachlichen Fehler: Unter dem Präsidenten von Weizsäcker gab es keinen Vizepräsidenten aus Niedersachesen, der die Tagesarbeit machen sollte/wollte. Vielmehr soll es ein derartiges Agreement unter Fernschachgroßmeistern gegeben haben. Zum Thema Bereicherung: Selbstverständlich hat ein Angeklagter so lange als Unschuldig zu gelten, bis er von einem ordentlichen Gericht verurteilt wird. Insofern darf ich nun Jedermann bitten, den Prozeß gegen den Schachorganisator abzuwarten und am besten dessen Namen nicht mehr zu nennen. Zumindest hier nicht. Wiederholen möchte ich auf jeden Fall meine Begeisterung für den Artikel von Herrn Schormann… Weiterlesen »

H. Edelwein
H. Edelwein
9 Monate zuvor

Es gab einen Geschäftsführer, der war sehr engagiert, der hat viel gemacht. Wie das immer so ist, wenn jemand viel macht, eckte er auch oft an. Dann kam ein anderer Geschäftsführer, der keinen Herrscher neben sich akzeptierte. Der hat den ersten Geschäftsführer rausgemobbt. Ob das gut oder schlecht ist, darüber wurde viel diskutiert. Egal. Tatsache ist, der alte Geschäftsführer ist raus. Jetzt wird aber wieder darüber geheult, von Leuten, die ehrenamtlich nie sonderlich aufgefallen sind, der alte Geschäftsführer könne nicht loslassen, würde noch Strippen ziehen und hätte allerlei auf dem Kerbholz. Da hat ein demokratisches Gremium nämlich gegen den Willen… Weiterlesen »

Klaus Zachmann
9 Monate zuvor
Reply to  H. Edelwein

Nicht nur besessen, man ist auch noch mit der dreiseitigen DSJ-Finanzordnung überfordert.
Aber schauen wir mal, ob der nächste Bundeskongress wieder so chaotisch abläuft. 🙂