Gelbe Karte für den Iran

Die 46. Schacholympiade 2024 wird in Ungarns Hauptstadt Budapest ausgetragen. Das ist einer der Beschlüsse der 91. FIDE-Generalversammlung, die in weiten Teilen im Zeichen eines möglichen Ausschlusses des iranischen Verbands aus der weltweiten Schachgemeinschaft stand. Weitere Beschlüsse: Der Schachverband der Isle of Man ist ab sofort Teil der FIDE, und Exweltmeister Boris Spassky ist ab … Gelbe Karte für den Iran weiterlesen

Großmeister werden, ein Kilo Gold gewinnen

Schach spielen lohnt sich. Speziell gilt das für den ersten Schweizer und die erste Schweizerin, die vor ihrem 20. Geburtstag Großmeister bzw. WGM werden. Als Preis für den Titel hat die Schweizer "Stiftung Fonds zur Förderung des Jugendschachs" jetzt ein bzw. ein halbes Kilogramm Gold ausgesetzt. Ein Kilogramm Gold ist derzeit etwa 50.000 Euro wert. … Großmeister werden, ein Kilo Gold gewinnen weiterlesen

Die Superklatsche

Nach neun Kampagnentagen stand fest: Klettern und Surfen werden olympisch, Schach nicht. Leider hatte das beim DSB niemand mitbekommen. Nachdem die Olympia-Kampagne der FIDE gescheitert war, begann der Deutsche Schachbund, sie zu unterstützen. Der DSB machte Ullrich Krause zum Gesicht seines verspäteten Annäherungsversuchs an den Weltverband unter dessen neuen Chef Arkadi Dvorkovich. „Schach kann das … Die Superklatsche weiterlesen

Elizabeth H., Elizabeth II. und die Übertragungsrechte für Schach

Übertragungsrechte. Wer hätte gedacht, dass dieser Begriff jemals zum regelmäßigen Teil der Schachberichterstattung wird? Zumal im Zusammenhang mit dem Verkauf dieser Rechte. Gerade erst hat Magnus Carlsens Unternehmensgruppe die Rechte für ihre Schachtour an Eurosport und das norwegische Fernsehen verkauft, nun lässt der Schach-Weltverband in Sachen Weltmeisterschaft und Kandidatenturnier aufhorchen. Die Übertragungsrechte dafür hat die … Elizabeth H., Elizabeth II. und die Übertragungsrechte für Schach weiterlesen

Kandidatenturnier: Hybride zweite Hälfte?

FIDE-Präsident Arkadi Dvorkovich schließt nicht aus, dass das Kandidatenturnier als Hybrid-Turnier beendet wird, eine Mischung aus Online- und klassischem Format. Die verschobene Schnellschach- und Blitz-Weltmeisterschaft 2020 (geplant traditionell am Jahresende) könnte online nachgeholt werden. „Wir diskutieren Optionen“, sagte Dvorkovich der russischen Nachrichtenagentur RIA. https://perlenvombodensee.de/2020/03/26/abbruch-einer-irregulaeren-veranstaltung/ WM-Kandidat Alexander Grischuk hatte unlängst gegenüber RIA gesagt, er fände es … Kandidatenturnier: Hybride zweite Hälfte? weiterlesen

Anguckbefehl: „The Queen’s Gambit“

Es spielte Real Madrid gegen den FC Barcelona, "El Clasico", wie sie in Spanien sagen. Für David Llada, Spanier und Freund des Fußballs, ist diese Begegnung ein Pflichprogramm, selbst wenn auf anderen Kanälen Schach läuft. Aber an diesem Wochenende ließ der Marketingchef des Schach-Weltverbands FIDE den Clasico sausen. Er hatte zuvor auf Netflix die erste … Anguckbefehl: „The Queen’s Gambit“ weiterlesen

WM-Kandidat Wang Hao: „Bin enttäuscht und wütend.“

Gut drei Wochen vor Beginn der zweiten Hälfte des Kandidatenturniers steht ein erstes großes Fragezeichen über der Veranstaltung. Großmeister Wang Hao hält die Austragung in Jekaterinburg für nicht sicher. Als ihn jetzt eine E-Mail des von den neuerlichen Schwierigkeiten genervten FIDE-Chefs Arkady Dvorkovich erreichte, machte Wang Hao sie auf seiner Facebook-Seite öffentlich. Der Chinese fühlt … WM-Kandidat Wang Hao: „Bin enttäuscht und wütend.“ weiterlesen

Mit Pähtz gegen Ungarn: 0,3 Sekunden fehlten zum Viertelfinale

Raj Tischbierek, Chefredakteur der Schach, wähnt sich in einem Online-Albtraum, in dem die Kultur unseres Spiels rasant den Bach runtergeht. Anstatt am Brett schachliche Meisterwerke zu schaffen, zocken Weltklassegroßmeister am Bildschirm auf Zeit, und im meistbeachteten Turnier des Jahres 2020 spielten - Anfänger. Ob Großmeister Tischbierek das Achtefinale der Online-Olympiade zwischen Deutschland und Ungarn verfolgt … Mit Pähtz gegen Ungarn: 0,3 Sekunden fehlten zum Viertelfinale weiterlesen

Kandidatenturnier, anyone?

Andrei Filatov, Präsident des Russischen Schachverbands, ist im internationalen Schachbetrieb immer für ein russisches Störfeuer gut. Als unlängst die FIDE und chess.com den Nations Cup ausrichteten, ein Test für die Online-Olympiade, frohlockte der Milliardär, dass sich das Turnier mit dem 75-jährigen Jubiläum des großen vaterländischen Siegs über die braune Pest überschneidet. Die Veranstalter beeilten sich … Kandidatenturnier, anyone? weiterlesen

Online-Olympia: Jetzt geht’s los

163 Nationen, mehr als 1.500 Spieler: An diesem Wochenende beginnt die Online-Olympiade, ein nie dagewesenes virtuelles Kräftemessen der Schachnationen. Unter anderem Deutschland, die Schweiz und Österreich sind mit von der Partie. Bis sie eingreifen, werden aber noch gut zwei Wochen vergehen. Erst einmal sind Schach-Großmächte wie Guam, Haiti und die Fidschi-Inseln am Zug. Im März, … Online-Olympia: Jetzt geht’s los weiterlesen

Die FIDE im Fokus

Sieben Deutsche in FIDE-Kommissionen berufen", meldet der Deutsche Schachbund, eine erstaunliche Zahl - und noch untertrieben. Wenn nicht Arkadij Naiditsch klammheimlich die Nationalität gewechselt hat, sind in den Kommissionen des Weltschachverbands sogar acht Deutsche vertreten. Bislang waren es vier. Wenn wir noch genauer hingucken, sind seit Anfang Juli sogar neun Deutsche in FIDE-Kommissionen vertreten. Der neunte im Bunde ist Ralph Alt, einstiger Bundesturnierdirektor, Richter, Staatsanwalt.

Ein Signal von der Schachbundesliga: „Die Krise als Chance sehen.“

Heimspiele für alle: Die Schachbundesliga hat beschlossen, die Saison 2019/20 nach einem neuen Modus zu beenden. In den kommenden fünf von sieben Runden wird jede Mannschaft von zu Hause aus spielen, per Internet mit ihren Gegnern verbunden. Abschluss der Saison bildet Ende September eine gemeinsame Doppel-Endrunde in Karlsruhe. Ganz neu ist so ein Hybrid-Konzept nicht. … Ein Signal von der Schachbundesliga: „Die Krise als Chance sehen.“ weiterlesen

Den Freibauern zur Rakete machen: Die Bücher des Jahres

So viele Neuerscheinungen, viele davon hochwertig und unbedingt lesenswert, wer soll da den Überblick behalten? Glücklicherweise zeichnet der Weltschachverband FIDE jedes Jahr das beste Werk des Vorjahres mit dem "Awerbach-Boleslawsky-Preis" aus, benannt nach zwei Riesen der Schachliteratur. Die Jury wird angeführt von zwei ebensolchen Riesen: Artur Jussupow und Nigel Short. Traditionell veröffentlicht die Jury Mitte … Den Freibauern zur Rakete machen: Die Bücher des Jahres weiterlesen

Abbruch einer irregulären Veranstaltung

Aus und vorbei, verschoben auf einen unbestimmten Zeitpunkt. Der Abbruch des Kandidatenturniers zeigt, dass die Strippenzieherei eines ehemaligen Putin-Stellvertreters sogar auf russischem Hoheitsgebiet Grenzen hat. Allen Widrigkeiten und Protesten zum Trotz hatte die FIDE lange am Kandidatenturnier festgehalten, aber nun, da Russland zum 27. März den internationalen Flugverkehr einstellt, musste eine Wende her. Damit nicht … Abbruch einer irregulären Veranstaltung weiterlesen