Madrid 1575 – das erste Superturnier (III)

Zum Turnier waren die italienischen Meister mit großer Ehrerbietung am Madrider Königshof empfangen worden. Giovanni da Cutri traf zum Einstieg auf einen alten Bekannten, Ruy López, gegen den er bisher nie gewonnen hatte. Er war ihm, wie im zweiten Teil beschrieben, im Jahr 1560 in Rom unterlegen, außerdem wurde er wahrscheinlich auch 1573 bei López´zweiter Romreise besiegt. (Ganz … Madrid 1575 – das erste Superturnier (III) weiterlesen

Das erste Superturnier: Madrid 1575 (II)

Den spanischen Priester Ruy López haben wir im ersten Teil dieses Turnierberichts kennengelernt, die Personifizierung der spanischen Schach-Herrschaft. 1560 und 1573 hatte der Priester bei Besuchen in Rom die besten Spieler Italiens besiegt. Nun sollten eben diese besten Spieler Italiens 1575 nach Madrid reisen, um Revanche zu nehmen und den Spaniern ihre Stellung als führende … Das erste Superturnier: Madrid 1575 (II) weiterlesen

Madrid 1575: das erste Superturnier

Zwei Spitzenspieler ringen die Besten der bis dahin führenden Schachnation nieder, sie machen ihr Land zur neuen Nummer eins im Schach, der Beginn einer Ära. Fortan sind beide Teil der gehobenen Gesellschaft, sie werden von Päpsten und Königen empfangen, um mit diesen Schach zu spielen. Nebenbei schlagen sie sich mit Seeräubern herum. Beide sterben früh, … Madrid 1575: das erste Superturnier weiterlesen

Die FIDE im Fokus

Sieben Deutsche in FIDE-Kommissionen berufen", meldet der Deutsche Schachbund, eine erstaunliche Zahl - und noch untertrieben. Wenn nicht Arkadij Naiditsch klammheimlich die Nationalität gewechselt hat, sind in den Kommissionen des Weltschachverbands sogar acht Deutsche vertreten. Bislang waren es vier. Wenn wir noch genauer hingucken, sind seit Anfang Juli sogar neun Deutsche in FIDE-Kommissionen vertreten. Der neunte im Bunde ist Ralph Alt, einstiger Bundesturnierdirektor, Richter, Staatsanwalt.

Caissa, komm in Quarantäne

Um die Entstehung des Schachspiels ranken sich allerlei Mythen. Eine Geschichte geht so, dass sich der römische Kriegsgott Mars eines schönen Frühlingstages (bestimmt war es im Frühling, denn Märchen-Liebesgeschichten beginnen fast immer im Frühling 🙂 ) in eine verführerische Nymphe mit dem Namen Caissa verliebte und sie zu erobern versuchte. Als die Auserwählte sein Interesse nicht erwiderte, tat … Caissa, komm in Quarantäne weiterlesen

Cool: 60 Jahre Eric Lobron

Motorrad, Rotwein, Selbstgedrehte. Viel mehr weiß man nicht über Eric Lobron. Es bedürfte mal eines Anrufs in Wiesbaden, verbunden mit der Frage, ob er nicht seine Geschichte erzählen mag. Die aufzuschreiben, wäre ein schönes Projekt. Erstaunlich eigentlich, dass das nie jemand gemacht hat. Schachmeister, Globetrotter, Lebemann. Derlei Etiketten sind bestimmt nicht falsch, aber eben nur … Cool: 60 Jahre Eric Lobron weiterlesen

Spiel mit dem Tod

Eines der skurrilsten Schachexperimente jemals begann vor 35 Jahren: Wolfgang Eisenbeiss, Präsident der Schweizerischen Vereinigung für Parapsychologie, ließ den zweimaligen Vizeweltmeister Viktor Kortschnoi per „Medium“ gegen den 1951 gestorbenen Schachmeister Géza Maróczy zu einer Fernschachpartie antreten. Die Partie sollte beweisen, dass es ein menschliches Fortleben nach dem Tod gibt. Das Interesse an parapsychologischen Phänomenen hatte … Spiel mit dem Tod weiterlesen

Endlich ein Rivale

Neulich haben wir an dieser Stelle das Erscheinungsbild der ersten Mannschaft der OSG Baden-Baden bejammert. Wie ein Mäzen pumpt Wolfgang Grenke große Mengen Geld in eine Weltklassetruppe, anstatt wie ein Sponsor darauf zu bestehen, als Gegenleistung Aufmerksamkeit und Imagegewinn zu bekommen. Marketing findet in Baden-Baden nicht statt, unser Spiel hat nichts davon, schade. Würde jemand … Endlich ein Rivale weiterlesen

Aufstieg, Fall und Wiederauferstehung eines Schachvereins vom Lande

Einmal einen starken und bekannten Meisterspieler auf den 64 Feldern in die Knie zwingen -  welcher Hobbyschachspieler träumt nicht davon? Benedikt Förch vom SK 1926 Nördlingen/Ries ist das kürzlich sogar zweifach gelungen. Die Geschichte dazu soll hier erzählt werden. Sie ist auch die Geschichte des sportlichen Aufstiegs eines Vereins, dem es einst binnen kurzer Zeit gelang, die Zahl seiner … Aufstieg, Fall und Wiederauferstehung eines Schachvereins vom Lande weiterlesen

Vereinsheim bei Lichess – wie geht das? Ein Leitfaden für den Vorsitzenden

Beim Fußball, Handball, Tischtennis, Judo und in allen anderen Sportarten machen sie auf unbestimmte Zeit die Hütte dicht. Aus und vorbei ist das Vereinsleben. Wir vom Schach haben gegenüber diesen Sportfreunden einen großen Vorteil. Auch bei uns ruht der Spielbetrieb, aber das Vereinsleben geht weiter. Wir verlegen unser Vereinsheim einfach ins Internet. Nun steht mancher … Vereinsheim bei Lichess – wie geht das? Ein Leitfaden für den Vorsitzenden weiterlesen

Aber das sind doch Ehrenamtliche! Die kannst du doch nicht kritisieren!

Anfang dieser Woche reichte es, einen Stecker zu ziehen, das hatte sofort einen Dominoeffekt zur Folge. Mehr als 100 deutsche Schachwebsites waren außer Funktion, darunter die meistbesuchte und potenziell wertvollste. Nun sind alle Seiten wieder erreichbar. An der Fragilität des Systems ändert das nichts. Weder hat der Schachbund Zugriff auf die Daten seiner Mitglieder, wenn … Aber das sind doch Ehrenamtliche! Die kannst du doch nicht kritisieren! weiterlesen

Horts irische Schachgeschichten

Vlastimil Hort hat so viele Schlachten geschlagen, eine Übersicht über seine sechs Dekaden umfassende (und längst nicht beendete) Karriere als Schachmeister würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Wer Hort fragt, welche dieser ungezählten Schlachten er am liebsten vergessen würde, der bekommt unmittelbar eine Antwort. Das WM-Kandidaten-Viertelfinale 1977 in Reykjavik gegen Boris Spassky wurmt Hort bis … Horts irische Schachgeschichten weiterlesen