Das große Ganze sehen

Das Training einer kaum homogenen Jugendgruppe zu diversifizieren, ist schon ohne Corona nicht so einfach, wenn du am Freitagabend nur ein Zeitfenster für alle hast. Während die 6-jährige Anfängerin vor allem ein bisschen spielen und unterhalten werden will, fordert der 12-jährige Bezirksmeister Infusionen fortgeschrittenen Wissens ein. So oder so, es kommt nicht immer jede und … Das große Ganze sehen weiterlesen

„Ich war drei Wochen ganz alleine. Das geht auf die Psyche“: Alexander Donchenko nach seinem ersten Superturnier

Aus deutscher Sicht begann das Schachjahr 2021 mit einem lange nicht dagewesenen Highlight: Alexander Donchenko ereilte eine Einladung zum Tata Steel Chess, dem alljährlichen Superturnier in Wijk an Zee an der niederländischen Küste. Dort hatte zuletzt 2014 mit Arkadij Naiditsch ein Deutscher im Kreis der Weltelite mitspielen dürfen. Für Donchenko war es eine Premiere unter … „Ich war drei Wochen ganz alleine. Das geht auf die Psyche“: Alexander Donchenko nach seinem ersten Superturnier weiterlesen

Freitagabendunterhaltung in Deizisau

Wer an einem Freitagabend eine Gruppe junger Männer und Heranwachsender einlädt, um sie bei freier Kost und Logis zu bewirten, der muss damit rechnen, dass die Angelegenheit exzessiv endet, dass eines oder womöglich alle Mitglieder dieser Gruppe über die Stränge schlagen. Bei der jungen Bundesligamannschaft der Schachfreunde Deizisau ist das nicht anders. Das hat jetzt … Freitagabendunterhaltung in Deizisau weiterlesen

Endstation Nepomniachtchi: Blübaum Zweiter beim Titled Tuesday

Mehr als 600 Schachmeister waren angetreten, zwei blieben übrig: WM-Kandidat Ian Nepomniachtchi und die deutsche Nummer eins Matthias Blübaum. Letzterem misslang der finale Schritt, der nötig gewesen wäre, um zum ersten Mal einen Titled Tuesday zu gewinnen. Mit 2:0 setzte sich der Russe durch, Blübaum wurde Zweiter. Dass er diese so prächtig begonnene Auftaktpartie gegen … Endstation Nepomniachtchi: Blübaum Zweiter beim Titled Tuesday weiterlesen

Taktik-Tuesday mit Wagner und Svane

Der Titled Tuesday hat weiter einen festen Platz im Turnierkalender der heimischen Meisterriege. Aber in den vergangenen Wochen ist es keinem Deutschen mehr gelungen, sich ins K.o.-Finale der besten Acht vorzuspielen. Es ist ja noch gar nicht so lange her, da gewann Vincent Keymer das Turnier, in dem sich Woche für Woche reihenweise Spitzengroßmeister miteinander … Taktik-Tuesday mit Wagner und Svane weiterlesen

Wagner-Festspiele mit den Gast-Solisten Fridman, Pähtz und Keymer

Wen soll der Bundestrainer bloß für die Nationalmannschaft nominieren? Bevor das Turnierschach seinen Corona-Shutdown erlebte, haben wir diese Frage mehr als einmal dekliniert - und Namen wie Donchenko, Heimann, Huschenbeth genannt. Angesichts dieser Schlagzeile aus der Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen haben wir Dennis Wagner womöglich unrecht getan: Dennis Wagner. | Foto: G. Souleidis/Grenke Chess Der Tageszeitung gegenüber … Wagner-Festspiele mit den Gast-Solisten Fridman, Pähtz und Keymer weiterlesen

Taktik-Perlen vom Steinitz-Memorial

Mit klassischer Bedenkzeit gespielte Weltklassepartien nach Taktikaufgaben zu durchforsten, sei wenig ergiebig, sagt Martin Bennedik. Die Spieler seien schlicht zu stark, so dass sie entscheidende Taktiken frühzeitig wittern und sie gar nicht erst zulassen. Für Taktikaufgaben-Sucher wie Bennedik sind solche Partien ergiebiger, in denen zwar starke, aber eben nicht zu starke Spieler aufeinandertreffen. Oder wenn … Taktik-Perlen vom Steinitz-Memorial weiterlesen

„Rivalität auf Augenhöhe“: Matthew Sadler über Stockfish und LeelaZero

Als Großmeister Matthew Sadler 2019 zum Superturnier in Wijk an Zee sein druckfrisches Buch "Game Changer" vorstellte, standen die Weltklassespieler Schlange, um es möglichst als Erste in die Finger zu bekommen. Kein Schachspieler außer Sadler hatte direkten Zugang zur Google-Maschine AlphaZero gehabt, keiner einen tieferen Einblick in die neuen Strategien und Konzepte, die unser Spiel … „Rivalität auf Augenhöhe“: Matthew Sadler über Stockfish und LeelaZero weiterlesen

Lichess-Nachhilfe von den Schachfüchsen

Die Schachfüchse Kempen sind wahrscheinlich der einzige Schachverein Deutschlands (der Welt?), der einen Fuchs im Logo führt. Dieses Logo entstand, als sich der 1986 gegründete Club 2002 auf Anregung seiner Jugendlichen von "Schachclub St. Hubert"  in "Schachfüchse Kempen" umbenannte. Ebenso wie an allen anderen Vereinen ist an den Kempenern der Umzug des Vereinsschachs ins Internet … Lichess-Nachhilfe von den Schachfüchsen weiterlesen

Der Großmeisterbesieger

Nie hat Benedikt Förch eine Turnierpartie gegen einen Titelträger verloren. Im Blitz hat er jetzt sogar einen 2700er geschlagen. Und doch sieht Benedikt Förch Schnellschach als seine Paradedisziplin. In der Verteidigung sei er zäh, in der Eröffnung schnell, obendrein profitiere er von seiner Intutition, die ihm erlaubt, wenig zu rechnen, sagt Förch. Die schachliche Wiege … Der Großmeisterbesieger weiterlesen

Ob Marco Caro kann?

Früher, als alles besser war, kommentierte Marco Baldauf regelmäßig Schachpartien für die deutsche ChessBase-Website. Jede dieser Partien ist ein kleiner Quell des Schachwissens, eine kleine Schachlektion, die die zu besprechende Partie zum Lehrobjekt erhebt. Wenn Großmeister Baldauf Schach kommentiert, dann will er in erster Linie Ideen zeigen, von denen das Schach seiner Leser profitieren kann. … Ob Marco Caro kann? weiterlesen

Gut geschlafen?

Wer im Schach besser werden will, muss Schach trainieren. Logisch. Ganz oben stehen Taktik- und Rechentraining. Die einzelnen Partiephasen wollen erforscht und verstanden werden, die Technik muss besser werden, der Punch auch. Obendrein schadet es nicht, etwas über Strategie zu wissen. Es gibt viel zu tun. Dazu kommen außerschachliche Aspekte. Wer sich wie der Schreiber … Gut geschlafen? weiterlesen

Hast du den Punch? Und die Technik? Mach den Kandidaten-Test!

Warum die acht Burschen in Jekaterinburg so unendlich viel besser sind als wir Ottonormalschachspieler, lässt sich leicht an vielen Faktoren festmachen. Sie wissen viel mehr über Schach, sie können viel schneller und präziser rechnen, sie verstehen jede Phase des Spiels viel tiefer, weil sie jahrzehntelang ihr Talent, ihren Fleiß und ihren Ehrgeiz auf dieses eine Ziel fokussiert haben: so gut im Schach zu werden, wie es eben geht.