Taktik-Tuesday mit Wagner und Svane

Der Titled Tuesday hat weiter einen festen Platz im Turnierkalender der heimischen Meisterriege. Aber in den vergangenen Wochen ist es keinem Deutschen mehr gelungen, sich ins K.o.-Finale der besten Acht vorzuspielen.

Es ist ja noch gar nicht so lange her, da gewann Vincent Keymer das Turnier, in dem sich Woche für Woche reihenweise Spitzengroßmeister miteinander messen:

Und es ist noch weniger lange her, da gelang es mit Rasmus Svane und Georg Meier sogar zwei Großmeistern aus Dschörmeny, sich ins K.o.-Finale zu hangeln:

Seitdem ist ein wenig Ruhe eingekehrt. Am vergangenen Dienstag hat, wieder einmal, Hikaru Nakamura gewonnen, der nun die Grand-Prix-Wertung anführt. Deren erste Vier werden sich für die mit Weltklassespielern gespickte und mit 250.000 Dollar dotierte Schnellschachmeisterschaft qualifizieren, die chess.com Ende des Jahres ausrichtet. In Ermangelung eines Deutschen unter den Top 20 der Grand-Prix-Wertung können wir absehen, dass dort kein Svane, Meier, Keymer mitspielen wird.

Allemal haben wir aus den Partien der Wagners, Kollars, Keymers einige vorzeigbare Taktiken gefiltert. Hier eine Auswahl:

FM Svane, Frederik (2421) – GM Vera Siguenas, Deivy (2503)

Zum Aufwärmen: Schwarz zieht und gewinnt. Natürlich hat das etwas mit dem Freibauern auf e2 zu tun, aber allzu plump darfst du nicht vorgehen. Ein cleverer Schlenker ist erforderlich.

(Du willst lösen? Klick aufs Brett.)


IM Guliev, Logman (2273) – GM Wagner, Dennis (2581)

Schwarz zieht und gewinnt.

(1…Dc3, meinst du? Guck lieber noch einmal genauer hin.)


GM Wagner, Dennis (2581) – IM Berkovich, Mark A (2326)

Auf den ersten Blick sieht die schwarze Aufstellung imposant aus. Auf den zweiten stellen wir fest, dass der gabelnde Weiße droht, Material zu gewinnen und damit die Partie.

Schwarz zieht und rettet sich.

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