Herr Springer spielt Dauerschach

Als ich als siebzehnjähriger „Spätberufener“ am selben Abend, als Deutschland sein Auftaktspiel bei der Fußball-Europameisterschaft 1992 zu bestreiten hatte, erstmals einen Schachklub betrat, wollte ich eigentlich nur bis zum Ende des Jugendtrainings bleiben. Denn BRD gegen GUS (= kleines Länderquiz für die jüngeren Perlen-Leser 🙂 wollte ich mir später daheim am Fernseher auf keinen Fall … Herr Springer spielt Dauerschach weiterlesen

Keymers vergrippter Start in Wijk

Vincents erste Partien beim Tata Steel Chess in Wijk waren ein wenig mysteriös. Schlechte Form passiert, zumal bei jungen Leuten, aber konnte dieses Aneinanderreihen von kleinen Patzern, diese latent grischukhafte Zeiteinteilung nur schlechte Form sein? Thorsten Cmiel schrieb auf ChessBase "...testet seine Nehmerqualitäten", was übersetzt wohl so viel heißt wie "Ich hab' auch keine Ahnung, was da … Keymers vergrippter Start in Wijk weiterlesen

Anish Giri: „I can see my way to the World Championship match.“

Anish Giri didn’t take the qualification for the Candidates Tournament by storm, on the contrary. If the rating spot hadn't opened up after Ding Liren reached the final of the World Cup, Anish Giri would be a mere spectator. Now he has set himself the only possible goal for a tournament in which one player … Anish Giri: „I can see my way to the World Championship match.“ weiterlesen

Anish Giri: „Meinen Weg zum WM-Match sehe ich vor mir.“

Anish Giri ist nicht ins Kandidatenturnier durchmarschiert, im Gegenteil. Wäre nicht der Rating-Spot frei geworden, nachdem Ding Liren das Finale des World Cups erreicht hatte, Anish Giri hätte zuschauen müssen. Nun steckt er sich das einzig mögliche Ziel für ein Turnier, bei dem einer den ganz großen Preis gewinnt und die anderen sieben in die … Anish Giri: „Meinen Weg zum WM-Match sehe ich vor mir.“ weiterlesen

Sam Shankland im Gespräch: „Habe spät verstanden, wie schlecht ich bin und wie schlecht alle anderen sind.“

Hätte sich vergangenes Jahr Fabiano Caruana nicht auf einen Höhenflug begeben, der ihn bis ins WM-Match trug, die Wahl des "Spielers des Jahres" wäre eine leichte gewesen. Wer, wenn nicht Sam Shankland? Auch der erlebte einen Höhenflug, der ihn aus den Top 100 bis an die Top 20 der Welt heranführte und zum US-Meister machte … Sam Shankland im Gespräch: „Habe spät verstanden, wie schlecht ich bin und wie schlecht alle anderen sind.“ weiterlesen

Bye bye, Big Vlad

"Meine letzte Chance, nach dem Titel zu greifen", sagte Vladimir Kramnik vor dem Kandidatenturnier 2018, für das er einen Freiplatz bekommen hatte. Heute erscheint diese Aussage in einem anderen Licht. Wahrscheinlich reifte schon seinerzeit der Entschluss in ihm, das professionelle Schach an den Nagel zu hängen. Als Kramnik jetzt in Wijk an Zee diesen Entschluss … Bye bye, Big Vlad weiterlesen

Holland in Not auf der Grundreihe – Keymers erster Sieg in Wijk

Beim traditionellen Kräftemessen der Weltbesten in Wijk an Zee zu Beginn jedes Jahres war in den 2000ern nur ein Mal ein Deutscher mehr dabei, Arkadij Naiditsch 2014, der sich 2013 durch den Gewinn der B-Gruppe fürs A-Turnier qualifiziert hatte. Bis Ende der 90er-Jahre, als Doc Hübner noch im Saft stand, durfte die deutsche Nummer eins … Holland in Not auf der Grundreihe – Keymers erster Sieg in Wijk weiterlesen

Entscheidung über neuen Grand-Prix-Modus: Chance für das K.-o.-System, Signal für das Spitzenschach

Das mit Abstand aufregendste, fesselndste, spannendste Turnier im Schachzirkus zu benennen, ist einfach: der alle zwei Jahre im K.-o.-Modus ausgetragene World Cup. Und das zweitaufregendste? Hmm. Da fällt uns auf Anhieb keines ein - und das ist ein Indiz für die Systemkrise, in der sich das organisierte Turnierschach befindet. Nächste Woche hat das FIDE-Präsidium die … Entscheidung über neuen Grand-Prix-Modus: Chance für das K.-o.-System, Signal für das Spitzenschach weiterlesen