“Ratlos” – Michael S. Langer im Gespräch

Eines der Vermächtnisse von Christian Kuhn, bevor er als DSB-Präsidentschaftskandidat ausschied: Man möge hören, was Michael S. Langer sagt. Und dann entsprechend handeln, hätte Kuhn noch hinzufügen können.

Gesagt hat Michael S. Langer in der jüngeren Vergangenheit einiges, angekommen ist davon allem Anschein nach nicht viel, sei es der Versuch, das Gremium der Landespräsidenten wachzurütteln, sei es die Warnung vor dem Erstickungstod unseres Schachbunds im Formalitätendschungel. Nach einer das deutsche Schach lähmenden zweijährigen Katastrophendauerschleife hat Langer zuletzt gesagt, der DSB brauche dringender denn je eine Integrationsfigur an der Spitze.

Eine solche wäre Langer nicht, trotzdem tauchte sein Name immer wieder im Zusammenhang mit einer Präsidentschaftskandidatur auf – was damit zusammenhängt, dass potenzielle Integrationsfiguren des Schachs lieber Langer fragten, anstatt selbst den Hut in den Ring zu werfen. Natürlich kreisen weite Teile dieses Interviews um den anstehenden DSB-Kongress und die Frage, ob die Präsidentenfrage mit Kuhns Rückzug beantwortet ist.

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Aber bevor sich die grauen Granden der Schachverwaltung ihren Satzungs- und Ordnungsfragen zuwenden, versammeln sich die Mitglieder des Schachjugend e.V., um vor dem Hintergrund eines wenig freundlichen Kassenberichts zu klären, ob diesem Verein und speziell seiner Kasse nicht ein bisschen mehr ordentliche Verwaltung guttäte. Ein potenziell neuer Vorsitzender und ein neuer Finanzreferent stehen bereit, die Amtsinhaber abzulösen. Auch dazu haben wir den einstigen DSB-Finanzchef und Schachjugend-Veteran Langer befragt.

Michael S. Langer.

Michael, und wenn du noch so oft „Nein“ sagst: dein Name taucht immer wieder im Zusammenhang mit dem Amt des DSB-Präsidenten auf. Zuletzt wollte dich eine Gruppe um Gerhard Köhler an die Spitze des DSB loben.

Gerhard Köhler | via Schachbund

Mich fragen seit Monaten zahlreiche Leute aus dem deutschen Schach, ob ich es mir nicht überlegen möchte, und sie erklären mir, was für ein wichtiger Impuls meine Kandidatur wäre. Unter anderem gab es eine Initiative, an der Gerhard Köhler, der insbesondere in den neuen Bundesländern gut vernetzt ist, beteiligt war. Über die Wertschätzung, die ich solchen Anfragen entnehme, freue ich mich sehr. Und natürlich macht es einen nachdenklich, wenn mich Vertreter verschiedenster Lager bitten zu kandidieren und mir Unterstützung anbieten. Aber letztlich habe ich mich dagegen entschieden.

Hat sich mit dem Rückzug von Christian Kuhn etwas geändert?

Christian Kuhns Mitstreiter haben mich gefragt, ob ich als Präsidentschaftskandidat einspringe. Ich habe auch ihnen abgesagt. Um es noch einmal deutlich zu machen: In der gegenwärtigen Konstellation gibt es kein Szenario, das zu einer Kandidatur meiner Person führen könnte.

Wenn du doch, wie du sagst, von den verschiedensten Seiten Zustimmung erfährst und Hilfe hättest, wäre deine Kandidatur nicht ein Selbstläufer?

Im Gegenteil. Unter denjenigen, die mich gefragt haben, war nur ein Präsident eines Landesverbandes. Aber die sind es, die mit ihren Delegierten den DSB-Präsidenten wählen. Zwar nehme ich im deutschen Schach außerhalb der Verbandsgremien und -strukturen einen weit verbreiteten Wunsch nach Veränderung wahr, aber daraus lässt sich keine Mehrheit der Stimmen im Kongress des Deutschen Schachbunds ableiten.

Um diese Mehrheit zu bekommen, hättest du „Wahlkampf“ machen müssen: andere Funktionäre anrufen und von dir überzeugen.

Erst einmal gestehe ich mir ein, dass ich zu lange dabei und so tief eingebunden bin, als dass ich hier wie dort unvoreingenommene Delegierte treffen und auf meine Seite ziehen könnte. Ein Wahlkampf hätte wahrscheinlich zu einem knappen Wahlergebnis geführt, in die eine oder die andere Richtung. Selbst im Falle eines Siegs würde mir das Team fehlen, das notwendig wäre, um die inhaltliche Arbeit aufzunehmen. Und das ist für mich ein wesentlicher Punkt. Es ist so viel anzupacken, zu bewegen und neu auszurichten, das geht nur in einem aufeinander abgestimmten Team.

Und das sollte idealerweise nicht aus Leuten bestehen, die seit Jahrzehnten in Gremien herumsitzen anstatt am Brett.

Notwendigerweise! Unverbrauchte Leute, es gibt sie ja, fehlen dem DSB zunehmend. Aber an der Spitze einiger Landesverbände herrscht die Auffassung, man müsse sich über den Verein und den Bezirk und das Land hochdienen, bevor man beim DSB etwas machen darf. Es regiert das System „Haben wir schon immer so gemacht“. Unsere Struktur stammt aus lange zurückliegenden Jahrzehnten, und die Denke vieler Leute, die in dieser Struktur Ämter ausfüllen, leider auch. Dass kaum jemand nach oben gespült wird, der fachlich eine Hilfe für den DSB wäre, kommt in dieser Denke selten vor. Außerdem: Nicht einmal in den meisten Ländern sind alle Ämter besetzt. Wie soll diese Struktur voller Lücken nach oben liefern? 1980 ging das noch. Heute ist die Bereitschaft zum Ehrenamt geringer, es funktioniert nicht einmal mehr mathematisch. Durch den Flaschenhals kommen so wenige Leute, qualifizierte zumal, dass zum Beispiel Ullrich Krause jetzt in seinem Freundeskreis nach einem Kandidaten für das Finanzressort suchen musste. Seinen Kandidaten für das Sportressort, den ich persönlich und fachlich schätze, hat er in der Reihe der Ehrenmitglieder gefunden.

Die Lust am Kleingedruckten: Hauptausschuss bei der Schachverwaltung |  Perlen vom Bodensee – das Schachmagazin
Die Schachverwaltung bei der Arbeit: festgefügte Alters- und Sozialstruktur, kaum Frauen. | Foto: Schachbund

Muss sich Ullrich Krause als derzeit einziger Präsidentschaftskandidat sorgen, dass es nicht für die Wiederwahl reicht?

Vor meiner Entscheidung, nicht zu kandidieren, habe ich ja das eine oder andere Gespräch mit Delegierten geführt. Einen brennenden Wunsch nach Veränderung habe ich nicht wahrgenommen. Aber ich könnte mir vorstellen, dass der Kongress Ullrich Krause wieder mit einem mäßigen Ergebnis konfrontiert. Es wird durchaus gesehen, was in den vergangenen zwei Jahren passiert ist. Erstaunlich finde ich es aber schon, dass selbst eine Folge von auch medial wirksamen Katastrophen nicht mehr als eine kleine Unzufriedenheit auslöst. Dieser Gleichmut erinnert mich daran, was ich erlebt habe, als ich vor Monaten via Brandbrief den AKLV in seiner Substanz hinterfragt habe. Eigentlich ein starkes Signal – könnte man meinen. Aber es interessiert kaum jemanden. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber weite Teile der Struktur sind träge und starr und vor allem darauf bedacht, möglichst keinen Einfluss zu verlieren. Das ist übrigens auch ein Problem für Ullrich Krause. Ich habe den Eindruck, er würde durchaus gerne das eine oder andere verändern, bekommt es aber nicht durch. Der Kongressbroschüre kannst du entnehmen, dass ihn die Einflussnahme des AKLV stört.

Das organisierte Schach befindet sich im Umbruch, eine bizarre Situation: einerseits eine nie dagewesene Krise, andererseits eine Riesengelegenheit, dazu ganz viel Ungewissheit. Vor diesem Hintergrund hast du unlängst gemahnt, das organisierte Schach müsse sich endlich von Formalem lösen und zu Inhalten finden. Hat die Mahnung gefruchtet?

Wir erleben die wahrscheinlich größte Krise des Sports seit Jahrzehnten, nicht nur des Schachs: verheerende Einbrüche der Mitgliederzahlen, die uns im Schach wahrscheinlich noch bevorstehen, wenn wir nicht gegensteuern. Allen Sportverbänden steht ein riesiger Kampf bevor, wieder in die Spur zu kommen. Und jetzt schau dir an, worum es beim Kongress gehen wird: Mitgliederverwaltung und Beitragsordnung. Nebenbei wird noch intensiv über Datenschutzbestimmungen debattiert, ohne dass es dafür einen konkreten Anlass gäbe. Was eigentlich ansteht, ist die Frage, wie wir unseren Vereinen und unseren Aktiven helfen können, zurück in den Spielbetrieb zu kommen. Wie soll dieser Spielbetrieb künftig aussehen? Wie gewinnen wir Mitglieder neu, wie holen wir verlorene zurück? Wie können wir unser vieles Geld so in den Spitzensport investieren, dass die Spitzenspieler Erfolge erzielen, die wiederum der Struktur helfen? Das wären akute Fragen, aber die werden schon lange kaum noch gestellt, geschweige denn wird um Antworten gerungen. Der Anlass, seinerzeit meinen Brandbrief zu schreiben, war ja, dass sich aus meiner Perspektive zu viele Präsidenten der Landesverbände den brennenden Themen nicht zuwenden, sie vielleicht nicht einmal sehen. Daran hat sich nichts geändert. Manchmal bin ich einfach ratlos.

Trennen wir doch die Landesverbände ab, sollen sie sich selbst verwalten. Stattdessen koppeln wir Spieler oder Vereine direkt am DSB an. Das wäre die Infusion von Leben, die dem DSB fehlt. Moderne Leute aus tollen Vereinen, die sich aus eigener Kraft den aktuellen Herausforderungen stellen, gibt es ja.

In den USA ist und war das immer so. Ich bin der festen Ansicht, dass wir in den nächsten Monaten und Jahren auch „out of the box“ denken und handeln müssen. Einen festen Plan habe ich nicht, „den Plan“ gibt es wahrscheinlich nicht. Aber Ideen, die müssen entwickelt und verfolgt werden. Im Übrigen: Schon 2012 gab es einen ersten Vorschlag zum Thema Direktmitgliedschaft. Mein Job als stellvertretender DSB-Präsident war es, diesen vorzustellen. Es war eine meiner krachenden Niederlagen. Nach gefühlten zwölf Sekunden war klar, dass es im AKLV nicht gewollt war. Neun Jahre später bin ich der festen Ansicht, dass wir hier konzertiert, auch Marcus Fenner ist ein Verfechter, einen weiteren Anlauf unternehmen müssen. Ich lasse mich in diesem Thema und auch sonst gern einbinden.

Wird demnächst auch die Schachjugend in eine Ära der Selbstverwaltung verfallen, sollte dort die Revolution der Buchhalter erfolgreich sein?

„Revolution der Buchhalter“ halte ich nicht für treffend. Sicher ist richtig, dass die Stärken der DSJ im Kreativen und Gestalterischen liegen, während Administratives tendenziell als langweiliges Beiwerk empfunden wird. Zum Administrativen gab es jetzt einen Kassenprüfbericht, und mit dem wurde vor der Versammlung Politik gemacht …

… der Bericht für die Mitgliederversammlung wurde unmittelbar in einen großen Verteiler gegeben und dann mit Zustimmung des DSB-Präsidiums noch weiter verteilt.

Das Verteilen an sich ist nicht ungewöhnlich. Aber das Tempo, mit dem das Verteilen auch seitens des DSB forciert wurde, war beeindruckend. Es sollten möglichst schnell möglichst viele Leute davon erfahren. Inwieweit die Kandidatur eines neuen DSJ-Vorsitzenden und eines neuen Finanzreferenten damit zusammenhängt, ob der Bericht der Kandidatur den Weg geebnet hat oder ob eines zum anderen geführt hat, das weiß ich nicht.

Niklas Rickmann will Vorsitzender des DSJ e.V. werden. | via ChessBase

Wie viel Sprengstoff enthält die neunseitige Mängelliste? Reden wir über Schlampereien oder gravierende Verstöße?

Um das zu beurteilen, müsste ich Belege in die Hand nehmen, im Detail mit den Handelnden sprechen, mir deren gängige Praxis erläutern lassen, Schriftverkehr sichten und so weiter. Als Außenstehender mit einer gewissen Erfahrung in solchen Sachen, ich war ja für zwölf Jahre DSB-Finanzchef, reichen mir der Kassenprüfbericht und Malte Ibs‘ Antwort darauf nicht aus, um ein Urteil mit Substanz abzugeben. Im Moment sehe ich zwei Sichtweisen von Dingen. Die DSJ-Versammlung wird diese beiden Sichtweisen übereinanderlegen und miteinander abgleichen.

Wenn nach allem, was war, die seit Monaten lautstarke Opposition aus Bayern und Hessen zur Kassenprüfung kommt, kann man dann nicht davon ausgehen, dass sie mit dem Vorsatz kommt, möglichst viel zu finden? Und sollte man als Geprüfter nicht darauf vorbereitet sein? Für den Laien zumindest sehen die neun Seiten aus, als habe ganz überraschend eine Prüfung auf Herz und Nieren eine unvorbereitete DSJ-Geschäftsstelle heimgesucht.

Zur Intention der Prüferinnen kann ich nichts sagen. Aber den Eindruck hinsichtlich Vorbereitung teile ich. Es sieht nicht danach aus, als sei jemand ausreichend präpariert gewesen, Fragen zu beantworten und Dokumente geordnet vorzuzeigen. Es sieht auch nicht danach aus, als habe es vorher Gespräche über Ablauf und Anforderungen gegeben. Bei Prüfungen hast du immer, und das gilt in der gegenwärtigen Ausnahmesituation umso mehr, ein Delta zwischen den Praktikern, die operativ arbeiten, und den Theoretikern, die zum Prüfen kommen. Aus Sicht der Praktiker ist es ratsam, frühzeitig das Gespräch zu suchen oder gar Unterlagen auszutauschen, um Vertrauen aufzubauen. Miteinander reden hilft, das gilt auch bei der Schachjugend.

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Guido Springer
Guido Springer
1 Jahr zuvor

Als AKLV-Sprecher arbeite ich mit meinem Gremium eigenständig und gab den Kassenprüfbericht der DSJ den Landesverbandspräsidenten = AKLV zur Kenntnis. Dies sah und sehe ich als meine Pflicht an, denn Mitglieder des Deutsche Schachjugend e.V. sind die Landesverbände (siehe Satzung DSJ e.V. § 4) außer Bayern, wo eine Schachjugend als eigenständiger Verein besteht. Insofern kann man mir den Vorwurf machen, einen Landesverband zu viel eingebunden zu haben. Andererseits reicht es seitens DSJ-Vorstand nicht aus, nur die Schachjugenden zu informieren bzw. informieren zu lassen und ansonsten die satzungsgemäßen Mitglieder nicht.

Last edited 1 Jahr zuvor by Guido Springer
Gustaf Mossakowski
1 Jahr zuvor
Reply to  Guido Springer

Finde ich gut, lieber Guido, dass du zu deinen Fehlern stehst.

Guido Springer
Guido Springer
1 Jahr zuvor

Lieber Gustaf, Wie ich seit eben weiß, ist der Bayerische Schachbund Mitglied im DSJ e.V. und nicht seine Schachjugend. Damit kann man mir meinen in der vorigen Antwort für diesen Eventualfall angedachten Vorwurf nicht einmal machen … Es gibt zu Kassenprüfungen/-prüfberichten keine gesetzliche Regelung im BGB. Richtig ist, dass die Kassenprüfer der jeweiligen Mitgliederversammlung/Vollversammlung/Kongress etc. als höchstem Organ Bericht erstatten müssen. Dies kann mündlich anlässlich der Versammlung geschehen, dort schriftlich ausgelegt werden und genausogut kann dieser Bericht den Mitgliedern im Vorfeld zugesandt oder sogar in die entsprechenden Unterlagen aufgenommen werden. Die letzten beiden Wege sind gerade bei schwerwiegenden Kritiken sinnvoll:… Weiterlesen »

Gustaf Mossakowski
1 Jahr zuvor
Reply to  Guido Springer

Bei den Formalia liegen wir auseinander. Bevor ich dazu komme, denke ich aber, es ist viel wichtiger, miteinander zu reden. Es wird immer nur gesagt, ja das sei aber nicht möglich. Wo sind wir denn da? Das ist leider ein Verhalten, dass immer weiter um sich greift: es wird nicht mehr miteinander geredet. Und so auch beim Kassenbericht. Die richtige Reihenfolge ist es, dass die Kassenprüferinnen den Bericht an den Vorstand schicken. Und der guckt sich das dann durch und reagiert ggf. schon vor der Mitgliederversammlung. Es geht nicht, den Prüfbericht vorab an einen größeren Empfängerkreis zu schicken. Erster Empfänger… Weiterlesen »

Last edited 1 Jahr zuvor by gustafm
Besserwisser
Besserwisser
1 Jahr zuvor

Springer hat Recht. Mitglieder des DSJ e.V. sind die Landesverbände.

Aus der Satzung des DSJ e.V.:

“Mitglieder der DSJ sind die Landesverbände, die Mitglied im DSB sind (§ 4 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe a und § 5 der DSB-Satzung)”.

Gustaf Mossakowski
1 Jahr zuvor
Reply to  Besserwisser

Ach, der kleine Feigling wieder. Immer noch keinen Mumm, selbst so harmlose Beiträge mit dem richtigen Namen zu unterschreiben? Es geht hier um 2020.

Besserwisser
Besserwisser
1 Jahr zuvor

Wir haben mittlerweile schon das Jahr 2021. Für die Beurteilung, wem der Kassenprüfungsbericht zuzuleiten ist, ist die jetzt gültige Satzung maßgeblich.

Michael Juhnke
Michael Juhnke
1 Jahr zuvor
Reply to  Besserwisser

Siehe §7 der Satzung derDSJ e.V.!

Michael Juhnke
Michael Juhnke
1 Jahr zuvor
Reply to  Besserwisser

Oberstes Gremium der DSJ e.V. ist die Jugendversammlung und dort werden die Landesverbände durch die Landesschachjugenden vertreten (§7 der Satzung) und nicht durch die Erwachsenen-Landesverbände.

Besserwisser
Besserwisser
1 Jahr zuvor
Reply to  Michael Juhnke

Das ändert nichts daran, dass Mitglied des DSJ e.V. die “Erwachsenen-Landesverbände” sind und nicht die Jugendorgansationen (Ausnahme: Bayern), und die “Erwachsenen-Landesverbände” werden qua Gesetz (BGB) durch ihren Vorstand gesetzlich vertreten. Es ist rechtlich unmöglich, den gesetzlichen Vertretern der “Erwachsenen-Landesverbände” den Zugang zur Mitgliederversammlung des DSJ e.V. zu verwehren.

Aber die Diskussion zeigt zur Genüge, dass der DSJ e.V. überhaupt kein Interesse an Transparenz hat, statt dessen eifrig darum bemüht ist, dass Missstände unter der Decke bleiben.

Last edited 1 Jahr zuvor by Besserwisser
Berrnd Schneider
Berrnd Schneider
1 Jahr zuvor

Lieber Schachfreund Mossakowski, es ist ihnen hoch anzurechnen, dass Sie sich so vehement für die Deutsche Schachjugend einsetzen. Ihre Kritik kann ich insofern nachvollziehen, wenn Sie bemängeln man müsse mehr miteinander reden. Andererseits sind ihre Kritikpunkte darüber hinaus rein formaler Natur. Wer diesen neunseitigen Bericht wann erhalten hat, spielt aus meiner Sicht eher eine untergeordnete Rolle. Als Praktiker würde ich mich eher für den Inhalt des Berichtes interessieren, der sicherlich nicht aus der Luft gegriffen ist. Auch wenn der Vorstand, wie von Ihnen gefordert, den Bericht zuerst erhalten hätte, wäre der Inhalt wohl nicht zu retuschieren gewesen. Transparenz ist jedenfalls… Weiterlesen »

Besserwisser
Besserwisser
1 Jahr zuvor

1392 EUR für einen Jongleur? Wie soll durch diese Ausgabe der Vereinszweck – (§ 2 Abs. 1 DSJ-Satzung: “Zweck und Aufgabe der DSJ ist, das Schachspiel als sportliche Disziplin zu pflegen und junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung zu fördern und dazu beizutragen, Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen sowie ihre gemeinsamen Interessen zu vertreten.”) – gefördert worden sein? Ein klassischer Fall von Mittelfehlverwendung, der zum Verlust der Gemeinnützigkeit führen könnte, sollte das zuständige Finanzamt davon Wind bekommen.

Bernd Schneider
Bernd Schneider
1 Jahr zuvor
Reply to  Besserwisser

Einen Verlust der Gemeinnützigkeit würde ich ja nicht direkt vermuten, aber für diesen Betrag hätte man drei Großmeister einladen können. Aber man muss schon zugeben, dass es unterhaltlsamer sein kann, dem witzigen Jongleur in geselliger Atmosphäre zuzuschauen, als sich von einem Großmeister beim Simultan trocken abservieren zu lassen oder von diesem am Demobrett eine langweilige Lektion zu erhalten.

Kleingeist
Kleingeist
1 Jahr zuvor

Finden Sie das gut, dass man dafür 3 Großmeister engagieren könnte? Ich finde das sehr traurig… wenn selbst Schachorganisationen den besten Ihrer Zunft kaum Wert beimessen, was durch den Vergleich mit dem Jongleur trefflich illustriert wird.

Bernd Schneider
Bernd Schneider
1 Jahr zuvor
Reply to  Kleingeist

Lieber Schachfreund Kleingeist, Sie scheinen die Preise nicht zu kennen, für die ein “um die Ecke wohnender” Großmeister bereit ist, eine zweistündige Veranstaltung zu absolvieren. Manche Großmeister spielen 8-tägige Turniere und sind mit einem “Verdienst” von 500 Euro zufrieden. Ich habe die Preise nicht gemacht oder erfunden, diese sind leider so. Somit ist es doch kein Wunder, dass sich die starken deutschen GM sich beruflich anderweitig orientieren. Haben SIE schon einmal einen Großmeister großzügig unterstützt?

Kleingeist
Kleingeist
1 Jahr zuvor

Ja, das habe ich. Ich fragte nicht nach seinem Preis, sondern verband meine Anfrage mit einem Honorarvorschlag, den ich für angemessen hielt. Der Großmeister reagierte überrascht und nahm an. Abschließend sagte mir der arme Kerl noch, ich würde ihm zu viel bezahlen.

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
1 Jahr zuvor
Reply to  Kleingeist

War bestimmt Herr Hort, ein netter Mensch.

Bernd Schneider
Bernd Schneider
1 Jahr zuvor
Reply to  Kleingeist

Das klingt sehr großzügig und wahrlich nicht kleingeistig. Ich würde Sie gerne gebührend feiern, an welche Anschrift kann ich zum Dank einen Blumenstrauß für Sie versenden?

Jörg Sonnenberger
Jörg Sonnenberger
1 Jahr zuvor
Reply to  Besserwisser

1400EUR für eine Abendveranstaltung sind normale Tagessätze; kann man gerne selber prüfen. Das wäre bei der ursprünglich geplanten Größe auch nicht mal für eine Festveranstaltung unverhältnis- oder unangemessen gewesen. Ob man die Buchung noch hätten stornieren können, ist eine andere Frage. Eine Gefahr für die Gemeinnützigkeit ist es noch lange nicht.

Gustaf Mossakowski
1 Jahr zuvor

Lieber Herr Schneider, mir geht es gar nicht um Formalien. Für manche sind diese Lebenselixir, für mich nur eine Notwendigkeit des geregelten Zusammenlebens, die aber normalerweise im Hintergrund bleibt, weil alles gut läuft. Beim Beharren auf dem korrekten Ablauf einer Kassenprüfung geht es mir darum, dass eben die Kassenprüfer dem Vorstand vorab berichten, damit dieser die Anmerkungen einordnen kann (nicht vertuschen, das ist ein starker Vorwurf). Man habt eben mit dem Kassenprüfbericht Politik gemacht, das ist ja nichts Neues. Hat in dem Fall auch zum Erfolg geführt: Hessen und Bayern haben den DSJ-Vorsitzenden abgesägt. Aber das ist nun Vergangenheit. Transparenz… Weiterlesen »

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Die anonymen Besserwisser haben gezeigt, dass sie keine Ahnung haben. Aber wir wissen ja in welchem Namen die handeln. Dennoch hätte die DSJ-Führung, insbesondere der Schatzmeister, etwas sorgfältiger vorgehen sollen. Es war doch klar, dass der Finanzbericht und der Kassenprüfbericht im Fokus stehen werden. Ein sorgfältiger und vorzeitig veröffentlichter Finanzbericht hätte die aktuelle Situation verhindert. Ich hoffe, dass die LVs ihrer Verantwortung endlich gerecht worden sind und einen Schatzmeister gewählt haben, der sein Handwerk beherrscht. Bisher war das offensichtlich nicht der Fall. Bezüglich DSJ-EM in 2020 habe ich damals die Videos gesehen und war überrascht, wie gut das dargestellt wurde,… Weiterlesen »

Bernd Schneider
Bernd Schneider
1 Jahr zuvor

Lieber Herr Mossakowski, ich danke Ihnen für die seriöse Erläuterung Ihrer Sichtweise der Dinge. Ich möchte nun meinerseits nicht jeden Punkt erneut durchkauen, vermute aber immer noch, dass sich nicht alle (ehemaligen) Funktionärsträger der DSJ beim Kongreß zu 100% der Wahrheit verpflichtet fühlten, z.B. in der unangenehmen “Gutscheinaffäre”. Erlauben Sie mir dennoch zwei kurze Anmerkungen: Als Gewerbetreibender wäre ich nahezu jederzeit dazu bereit, meine Buchführung für zwei Firmen einer Prüfung unterziehen zu lassen. Diese erfolgt bei mir (zum Glück) nicht jährlich, bei Vereinen ist dies aber wohl der Fall. Dementsprechend verstehe ich die Aufregung von Seiten der Verpflichteten nicht. Ein… Weiterlesen »

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
1 Jahr zuvor

Ein 9- seitiger Kassen-Mängelbericht ist nicht von Pappe. Aus Erfahrung(Jahresabschlüsse vergangener Jahre) nichts gelernt kann man nur feststellen. Dabei ist der DSJ e.V Präsident vom Fach(Finanzen) . Dass kann man auch nicht damit wegwischen das die angeblichen stärken im .. ….”Kreativen und Gestalterischen liegen, während Administratives tendenziell als langweiliges Beiwerk empfunden wird” (?). Im Gegensatz zum DSB der seine Finanzen zur Versammlung/Kongress veröffentlicht schein der DSJ e.V von seinen eigenen Finanzbericht nicht überzeugt zu sein. Haben die Beitragszahler kein Recht auf ihren Jahresabschluss – Ergebnis. “Und sollte man als Geprüfter nicht darauf vorbereitet sein? “ Klar sind die geprüften vorbereitet.… Weiterlesen »

Nürnberger
Nürnberger
1 Jahr zuvor

Jeder, der Michael Sebastian Langer kennt, weiss, dass er nur zur einer Wahl antritt, wenn er sich sicher ist, diese auch zu gewinnen.

Es ist natürlich sein Lebenstraum DSB Präsident zu werden. Zum Glück steht er sich selbst im Weg.

2011 in Bonn hätte er Chancen gehabt, 2021 online hätte er Chancen gehabt, 2031?

Bernd Schneider
Bernd Schneider
1 Jahr zuvor

Zum Thema DSJ erschien heute ein Bericht bei Chessbase, der es verdient geteilt zu werden: https://de.chessbase.com/post/die-dsj-hat-einen-neuen-vorsitzenden

Daniel Hendrich
Daniel Hendrich
1 Jahr zuvor

Klingt nach einem ganz normalen Vorgang in einer Demokratie: Man ist unzufrieden mit der Amtsführung des Amtsinhabers, es findet sich ein Gegenkandidat, der dann mit Mehrheit gewählt wird. Dass im Lager des unterlegenen Kandidaten (zu dem ja auch der Macher dieser Seite hier gehört) jetzt das Prinzip “beleidigte Leberwurst” herrscht und man lieber gar nicht davon berichtet, kann ich menschlich sogar halbwegs nachvollziehen; schließlich verliert ja niemand gerne. Die Punkte, die der neue DSJ-Vorsitzende als besonders dringlich bezeichnet hat (Ruhe reinbringen, Brücken bauen, mehr Transparenz) finden meine volle Unterstützung. Diese Aufzählung ist ja auch Fingerzeig, womit man beim Amtsvorgänger offensichtlich… Weiterlesen »

Chris
Chris
1 Jahr zuvor

AKLV bedeutet übrigens Arbeitskreis der Landesverbände, nur falls sich noch jemand die Frage stellt.

Bernd Schneider
Bernd Schneider
1 Jahr zuvor

Gibt es schon Neuigkeiten vom Kongreß? Man ist ja totoal gespannt, ob sich heute etwas ändert.

Bernd Schneider
Bernd Schneider
1 Jahr zuvor

Na, klar. Und was ist mit den weiteren Wahlentscheidungen?

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
1 Jahr zuvor

Gibt es schon ein offizielles Statement von Herrn Langer welche Auswirkungen das für den nationalen Schachsport hat ? Bin gespannt.

Besserwisser
Besserwisser
1 Jahr zuvor

Bei einem Beamten der Stadtkämmerei München sind wenigstens die Finanzen in guten Händen. Ich bin auch guter Hoffnung, dass der ständige Konfrontationskurs der DSJ gegenüber dem DSB-Präsidium ein Ende findet.

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
1 Jahr zuvor

Nachrichtensperre auch unser Kolumnist aus Niedersachen zwitschert nicht, ungewöhnlich. Das kann heißen sieht nicht gut aus für die alten Zöpfe.

Gustaf Mossakowski
1 Jahr zuvor

Es wurde gerade sehr vielen Leute vor den Kopf gestoßen. Da ist die Motivation, auch noch zu berichten, eher gering.

Daniel Hendrich
Daniel Hendrich
1 Jahr zuvor

Wenn es darum ging, dem DSB-Präsidium ans Bein zu pinkeln, herrschte auf dem Twitterkanal der DSJ immer Hochbetrieb. Jetzt scheint es bei der DSJ Probleme zu geben, und man findet nirgends eine Zeile dazu.
Das ist in vielfacher Hinsicht bezeichnend.

Gustaf Mossakowski
1 Jahr zuvor

Da haben Sie das Problem prägnant formuliert. Einige im DSB waren eifersüchtig auf die positive Resonanz der auch über Twitter verbreiteten Aktivitäten der DSJ. Anstatt dann auch Leistung zu erbringen, fühlte man sich unangenehm ertappt. Nun, keine Bange, das wird wohl erstmal vorbei sein.

Daniel Hendrich
Daniel Hendrich
1 Jahr zuvor

Hm man kann sich natürlich alles schönreden, man muss es nur wollen 🙂

Ich möchte mal das Geschrei erleben, wenn der DSB über seinen Kongress einen vollen Tag lang einfach schweigen würde. Da wären hier doch schon 10 Eilmeldungen mit 15 Rücktrittsforderungen erschienen…

Gustaf Mossakowski
1 Jahr zuvor

Nein. Das ist sehr einfach daran zu erkennen, dass der DSB bisher noch nie live von Kongress oder Hauptausschuss auf Twitter berichtet hat. Sind auch alle noch im Amt.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Und warum die DSB-Spitze vor 1,5 Jahren den Krieg gegen die DSJ überhaupt angefangen hat, wurde bis heute noch nicht berichtet.
Gleiches gilt für den Antrag Sonderumlage für Vereine (Dez 2020) bei überlaufenden Kassen, der durch die LVs in der Umsetzung verhindert wurde.
Von daher ist die DSB-Spitze in Sachen Transparenz sowieso kein Vorbild.

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
1 Jahr zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Herr Zachmann Sie sind doch ein belesener Mensch.
Warum der DSB und die DSJ e.V unterschiedlicher Meinung waren, stand doch in den sozialen Medien und war mit vielen Interviews erklärt. Jeder (DSB/DSJ) aus seiner Sichtweise. Die Umlage wurde auch im Namen der DSJ e.V mit der Antragsunterschrift des ehemaligen DSJ Vorsitzenden Malte Ibs unterzeichnet. Und dass ist gelebte Demokratie Antrag gestellt und abgelehnt. Ganz normale Verbandsarbeit.
Die Vorarbeit für die Antragsablehnung war auch ein Teil der Kommentare(Stimmungsbild) in den sozialen Medien und Bezirke, die ihre Vertreter über ihr Bezirks-Meinungsbild benachrichtigt haben.

Guido Springer
Guido Springer
1 Jahr zuvor

Vervollständigung: Die DSJ bekam via Beschluss auf dem Hauptausschuss trotz Ablehnung des Umlageantrags den von ihr gewünschten Gründungszuschuss – für dessen Finanzierung diese Umlage gedacht war.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Guido Springer

Hallo Herr Springer, ich schreibe hier in erster Linie als Schatzmeister meines Vereins. Wie das Geld für welche Zwecke auf Bundesebene aufgeteilt wird, das sollen die Bundes-Funktionäre unter sich klären. Ich sehe es aber als Problem an, wie man bei dieser überlaufenden Kassenlage überhaupt auf die Idee kommen kann einen solchen Antrag zu stellen. Ca. 80 % der DSB-Einnahmen kommen von den Vereinen (siehe Kassenbericht Kongressbroschüre) und dieser Anteil wäre dann nochmals vollkommen unnötig erhöht worden. Da stellt sich doch die Frage, mit welcher Qualität wird hier versucht Schachpolitik auf Kosten der Vereine zu machen? Es ist erfreulich, dass die… Weiterlesen »

Guido Springer
Guido Springer
1 Jahr zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Hallo Herr Zachmann, ein erstaunlicher Zufall: auch ich bin in meinem kleinen Schachverein Schatzmeister. Sie haben recht, dass ein großer Teil der Einnahmen des DSB e.V. aus den Beiträgen kommt (in Nachverfolgung der Zahlungskette schlussendlich von den Mitgliedern der Schachvereine). Auf den ideellen Bereich bezogen sind die 80% in etwa richtig. Wie in jedem anderen Verein kommen die DSB-Einnahmen aber auch aus den Bereichen Zweckbetrieb, wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb und Vermögensverwaltung. Da Sie allgemein von den DSB-Einnahmen schreiben, dürfen diese Bereiche nicht außenvor gelassen werden, sonst droht die Entstehung eines falschen Bildes. Bezüglich Gesamteinnahmen des DSB ist der Beitragsanteil immer noch sehr,… Weiterlesen »

Last edited 1 Jahr zuvor by Guido Springer
flachspieler
flachspieler
1 Jahr zuvor
Reply to  Guido Springer

Für mich ein sehr überzeugender Kommentar.
Danke dafür,

Ingo Althöfer.

Guido Springer
Guido Springer
1 Jahr zuvor
Reply to  flachspieler

Vielen Dank.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Guido Springer

Hallo Herr Springer, es finden sich noch mehr Zufälle. Anfang 1989 war ich im VE Kombinat Kernkraftwerke Bruno Leuschner unterwegs. Damals stand die Mauer noch und wir haben von der DDR den Auftrag erhalten dort ein Prozessrechnersystem zu installieren. Man wollte ein sicheres Kernkraftwerk haben und hat hierzu Siemens beauftragt ein West-Rechnersystem zu installieren. Das war eine sehr interessante Zeit, weil wir die Original-DDR noch sehen durften, bevor sich nach dem Mauerfall fast alles geändert hat. Zurück zum Thema Schachbundespolitik: Herr Krause schreibt auch von einem demokratischen System, welches eine schlecht agierende DSB-Spitze abwählen könnte. Auf diesen Seiten wurde richtigerweise… Weiterlesen »

Jörg Sonnenberger
Jörg Sonnenberger
1 Jahr zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Als Staatsform nennt sich das Konstrukt Republik und das bekannteste historische Historie Beispiel ist das römische Reich, SPQR läßt grüßen. Das historische Beispiel zeigt auch, die ein Republik entarten kann. Das es sich um eine Demokratie handelte, steht allerdings außer Frage.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Mit dem röm. Reich würde ich den DSB jetzt nicht vergleichen wollen, aber wir sind uns sicher einig, dass Veränderungen gut und notwendig sind.
Bei der DSJ will man jetzt ein Compliance-System einführen. Das ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Und neue Leute sind jetzt auch dabei, das hilft auf jeden Fall die persönlichen Spannungen zu reduzieren.
Mal sehen ob beim DSB-Kongress etwas ähnliches gelingt, zumindest einige neue Gesichter wären schon mal gut. Vielleicht kann der AKLV da etwas Positives bewirken. 🙂

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
1 Jahr zuvor
Reply to  Guido Springer

Danke für den ausführlichen, emotionslosen und sachlichen Kommentar mit viel Inhalt .

Guido Springer
Guido Springer
1 Jahr zuvor

Vielen Dank.

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
1 Jahr zuvor

Dass mit dem “vor dem Kopf stoßen” müssen wir noch diskutieren. Aber nicht heute und nicht hier (sonst dreht Conrad durch) vielleicht ergibt sich noch eine Gelegenheit.

trackback

[…] Unzufriedenheit“ auslösen, wie Michael S. Langer unlängst im Gespräch mit dieser Seite festgestellt […]

trackback

[…] die DSJ-Kasse geprüft hatte, hat sie, wie unlängst in der Kommentarsektion der Perlen diskutiert, selbst eine hinlängliche Begründung für die Beauftragung geliefert. Ein genialer Schachzug der […]

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[…] im Interview mit dieser Seite sagte ich, ich sei „ratlos“. Heute bin ich vor allem von Sorge […]

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[…] wahrscheinlich eine gute Nachricht. Unlängst im Gespräch mit dieser Seite hat Michael S. Langer erklärt, dass die Katastrophen und Kriege der zurückliegenden Krause-Fenner-Jahre zwar im Schach […]

Gerhard Streich
Gerhard Streich
1 Jahr zuvor

Warum Ullrich Krause so viele engagierte Schachfreunde ratlos macht, wird deutlich, wenn man auf das Lebenswerk von Franz Jittenmeier schaut. Heute gibt es dazu einen besonderen Anlass. Vor einem Jahr hat er in einem Interview folgendes gesagt:   „Der Schachbund, unter der neuen Führung von Ulrich Krause und Prof. Dr. Markus Fenner, hat die Verleihung des „Deutschen Schachpreises“ an mich infrage gestellt. Anlass war eine berechtigte Kritik auf dem Schach-Ticker, die besonders Herrn Krause nicht gefiel. Das Verhältnis ist zu meinem Bedauern gestört. Mein Angebot die ganze Angelegenheit durch ein Telefonat aus der Welt zu schaffen, wurde nicht angenommen. Auch… Weiterlesen »

Franz Jittenmeier
1 Jahr zuvor

Lieber Gerhard! Danke für deine netten Worte. Mit Herrn Krause habe ich inzwischen, vor einigen Monaten, telefoniert und wir haben alle Differenzen ausgeräumt. Herr Krause schätzt meine Arbeit und unterstützt mich wo er kann.

Walter Rädler
Walter Rädler
1 Jahr zuvor

Mir hat er versprochen, eine 40 000 Euro Spende von menem Clan im Sinne meiner Familie zu verwenden. Dem war nicht so, ich mag ihn nicht leiden. Mein Rat: Keine Spenden an den DSB! Dr. Köhler hat auch schlechte Erfahrungengemacht

Bernd Schneider
Bernd Schneider
1 Jahr zuvor
Reply to  Walter Rädler

Es ist sehr ehrenvoll, wenn Sie einen namhaften Betrag “Ihres Clans” dafür verwenden, diesen dem Deutschen Schachbund zu spenden. Wenn es sich um eine zweckgebundene Spende gehandelt hat, deren Verwendungszweck nicht eingehalten wurde (“im Sinne meiner Familie”),dann sollte dies doch nachweisbar sein. Vielleicht können Sie den hier erhobenen, schwerwiegenden Vorwürfen ein wenig Substanz geben. Die Mehrzahl der hier mitlesenden Schachfreunde wünscht sich auch von Ihnen mehr, als nur undifferenzierte Andeutungen zu lesen. Ihre unentwegt erhobenen Vorwürfe (die zudem aus meiner Sicht vollkommen irrelevant sind) in Richtung Herrn Fenner sind schon peinlich genug, es ist eigentlich nur zum fremdschämen. In dem… Weiterlesen »

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

An wen wurde der Deutsche Schachpreis vergeben?Auf der DSB-Homepage sind nur die Preisträger bis 2018 aufgelistet.

Walter Rädler
Walter Rädler
1 Jahr zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

2018 Team Grenke, mehr als sehr verdient, mehr weiß ich leider auch nicht.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Mir ist nicht ganz klar, warum der AKLV nicht einfach einen DSJ-Schatzmeister sucht, der das auch kann. Das wäre doch am einfachsten, oder? Der muss nicht irgendetwas studiert haben, Kenntnisse in Online-Banking und Excel wären vollkommen ausreichend. Beleg prüfen, einscannen und abheften. Betrag überweisen, Umsätze runterladen, Buchungsnummer und Dateiname einfügen Den Kassenbericht erstellt Excel über entsprechende Formeln und Filtereinstellungen alleine Wenn notwendig, dann kann man noch ein Textdokument mit Word erstellen, wo auf Besonderheiten des abgelaufenen Jahres hingewiesen wird. Das sind die wesentlichen Arbeitsschritte, also nicht besonders schwer. Da können die Kassenprüfer sogar jederzeit unangekündigt kommen. Dadurch kann man auch… Weiterlesen »

Last edited 1 Jahr zuvor by Klaus Zachmann
Michael Juhnke
Michael Juhnke
1 Jahr zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Kleiner Hinweis:
Eine Buchführung mit Excel wird schon seit Jahren nicht mehr akzeptiert!

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Michael Juhnke

Excel benutze ich nur für die Berichterstellung und als Auswertungstool, die Buchführung selbst ist das Kontojournal vom Online-Banking, welches durch Kontoauszüge unveränderlich belegt ist, die als gesicherte PDFs vorliegen und vom Finanzamt anerkannt werden. Natürlich muss man auch die Belegoriginale der Scans aufheben, falls mal das Finanzamt prüfen möchte oder der Kassenprüfer die Originalbelege sehen möchte. Allerdings ist es auch so, dass vielfach nur noch PDFs als Rechnung verschickt werden. Jedenfalls werden die Papieroriginale immer weniger, so dass auch das Scannen immer mehr wegfällt. Oft muss man nur noch die zugeschickten PDFs einscannen oder die zugeschickten eMail-Abrechnungen als PDF ablegen.… Weiterlesen »

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
1 Jahr zuvor
Reply to  Michael Juhnke

Sollte doch auf einen Bierdeckel passen, propagierte einst ein Politiker.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Ein USB-Stift ist kleiner als ein Bierdeckel und da passen Steuererklärungen für mehrere Jahrzehnte drauf (inkl. aller Belege). 🙂

Gerhard Streich
Gerhard Streich
1 Jahr zuvor

Als wir uns vor einem Jahr gefragt haben, wie es angesichts der Pandemie im Deutschen Schachbund weitergehen soll, habe ich im Blog der Schachfreunde Hannover folgenden Vorschlag gemacht: Falls die klassische Austragung (der Mannschaftskämpfe) in der Saison 2020/21 nicht möglich ist, treten die Mitglieder des DSB-Präsidiums und sämtlicher nachgeordneter Schachverbände binnen eines halben Jahres von ihren Ämtern zurück. Von externen Experten wird eine Strukturreform ausgearbeitet, die sich am modernen Management orientiert und die Folgen der Corona-Pandemie berücksichtigt. Infolgedessen werden Vereine bestimmter Hierarchien gelöscht (z.B. Kreise und Bezirke), andere passen ihre Satzungen und Ordnungen den neuen Gegebenheiten an. Die notwendigen Ämter… Weiterlesen »

Jörg Sonnenberger
Jörg Sonnenberger
1 Jahr zuvor

Also bei den ersten beiden Punkten fehlt mir jede Kausalität. Zum dritten Punkt kann ich nur auf meinen eigenen Verband zeigen, wo die Bezirke eine reine organisatorische Bedeutung für den Spielbetrieb haben. Ich verstehe den Nutzen einer direkten Mitgliedschaft im DSB wie im Interview gefordert auch nicht, m.E. würde das sogar mehr Probleme mitsichbringen als es löst. Es gibt zu viele Vereine für eine effektive Direktvertrung. Die letzten beiden Punkte sind wieder komplett sinnfrei. Neue Köpfe erhalte ich nicht, in dem ich Strukturen verändere, sondern weil ich Aufbauarbeit und Personalsuche betreibe.

Gerhard Streich
Gerhard Streich
1 Jahr zuvor

An anderer Stelle habe ich das Sinnhafte meiner Vorschläge erläutert. Den Sinn verstehen nur Leute, die sich nicht an das Althergebrachte klammern, sondern neuen Ideen gegenüber aufgeschlossen sind und dabei ins Träumen geraten. Dazu erlaube ich mir ein weiteres Zitat: „Mit Träumen beginnt die Realität.“ (Daniel Goeudevert)

Jörg Sonnenberger
Jörg Sonnenberger
1 Jahr zuvor

Ich habe bisher vom amerikanischen Schach nur gehört, dass es keine wirkliche Vereinsstruktur gibt. Also Clubs, die Turniere ausrichten ja, sowas wie die Trainingsabende bei uns eher selten. Nach dem Wikipedia-Eintrag werden die zentrale Fragen auch von Vertretern der Bundesstaaten bzw. von deren Verbänden entschieden und das ist ja sehr stark mit unserem Modell vergleichbar. Klar könnte man darüber nachdenken, einen Präsidenten in einer Urabstimmung wählen zu lassen, auch bei uns. Der Präsident sollte ja eigentlich auch mehr Repräsentationsfigur und weniger Einzelkämpfer sein. Würde das Probleme wie die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes lösen? Ich bezweifle es.

Gerhard Streich
Gerhard Streich
1 Jahr zuvor

Es freut mich, dass meine Science-Fiction aus dem vergangenen Jahr eine Diskussion ausgelöst hat. Ob das Modell aus den USA auf Deutschland übertragbar ist, sei dahingestellt, aber den Reaktionen auf meine Träumerei ist zu entnehmen, dass allein Gedankenspiele, die sich nicht am Status quo orientieren, für die meisten Schachfunktionäre eine Sünde sind. Das erklärt die Ratlosigkeit von Michael S. Langer. „Neue Köpfe“ gibt es genügend, aber die wollen sich nicht in ein anachronistisches System zwingen lassen, was dazu führen würde, dass sie nach kurzer Zeit alt aussehen.

Jörg Sonnenberger
Jörg Sonnenberger
1 Jahr zuvor

Satzungs- und Ordnungsfragen sind in einem Verband normal und in gewissen Umfang auch notwendig. Störend wird es, wenn es keine Platform gibt, auf der kritische Fragen im Vorfeld geklärt werden können oder wenn Vertreter auf einer Sitzung zum ersten Mal die Anträge sehen. Für den ersten Teil können Strukturen und Verfahrensweisen aufgebaut werden. Letzteres ist ein menschliches Problem. Wobei mein Eindruck ist, dass dieser Faktor zumindest beim Bundeskongress weniger problematisch als auf den unteren Ebenen ist. Lähmende Trägheit in den Landesverbänden ist nicht mein Eindruck, zumindest für meinen eigenen gesprochen. Klar bin ich nicht mit jeder Entscheidung der Exekutiven oder… Weiterlesen »

Jan Jettel
1 Jahr zuvor

Das Thema interessiert mich in der Tat, ich habe allerdings nur wenig Sachkenntnis beizusteuern. Was ich allerdings gern mal machen würde (und werde?!), ist ein Interview führen mit den Verantwortlichen des Mechanics Institute Chess Clubs hier in San Francisco. Dort würde ich dann auch die von Dir angesprochenen Punkte “abfragen”…

Bernd Schneider
Bernd Schneider
1 Jahr zuvor

Lassen Sie mich Ihren humorvollen Beitrag, mit dem Sie uns in der Tat erheitert haben, augenzwinkernd beantworten: “Es wird beantragt Gerhard (Staats-)Streich mit sofortiger Wirkung vom niedersächsischen Verfassungsschutz überwachen zu lassen.”

Gerhard Streich
Gerhard Streich
1 Jahr zuvor

Auf die Idee kann nur ein (Maß-)Schneider kommen. Humor ist in Niedersachsen seit Wilhelm Busch ein Pflichtfach für Schachspieler. Guckst du Michael S. Langer. Er ist gut drauf, auch wenn er ratlos ist.

Simon
Simon
1 Jahr zuvor

Tut mir leid Herr Lange Sie sind nicht ratlos, sondern haben einen Tunnelblick. Der Schachsport ist weitaus mehr betroffen als andere Vereine, denn diese haben sich aktiv mit Beschwerden und auf dem juristischen Wege gewehrt und es hat gefruchtet. Letztens wieder am örtlichen Fußballverein vorbeigefahren dort dürfen die Kinder wieder in gruppen trainieren – ein Angebot was unser Schachverein seit über einem Jahr nicht mehr bieten kann. Von ihren vor 6 Monate angekündigten “Angeboten” an Schachspieler hat mich leider nichts erreicht. Damit ist für mich die Sache vorbei ich bin aus dem Verein ausgetreten. Die Lichess Turniere kosten mich nichts… Weiterlesen »

Jörg Sonnenberger
Jörg Sonnenberger
1 Jahr zuvor
Reply to  Simon

Wieso zu feige? Um mal in meiner Funktion als Spielleiter zu sprechen: Ich habe eine Verantwortung den Spielern gegenüber, sowohl, was ihre Sicherheit angeht, als auch um den Spielbetrieb soweit möglich durchzuführen. Wenn die Auflage vom Gesetzgeber ist, dass keine Veranstaltungen in geschlossenen Räumen durchzuführen sind, dann muss ich das Erstmal akzeptieren. Das machen – oh Wunder! – auch die Fußballer. Klagen dagegen ist relativ erfolglos, aber jeder Schachfreund kann natürlich das entsprechende Risiko auf sich nehmen und die Zeit investieren und mich eines Besseren belehren. Es ist ja nicht so, als ob in den letzten 6 Monaten nichts passiert… Weiterlesen »

Jan Werner
Jan Werner
1 Jahr zuvor
Reply to  Simon

Ob man spielen konnte war im letzten Jahr zunächst Frage der Länder, der jeweils geltenden Coronaverordnung des Landes und ggf. der Inzidenz am Ort. Weiterhin sind die meisten Vereine davon abhängig, dass das Spiellokal überhaupt geöffnet ist, bei uns war das Pfarrheim bis Oktober geschlossen. Als wir ca. August drängelten doch wieder spielen zu dürfen wurde uns sogar mit Kündigung gedroht. Die Schachverantwortlichen auf Länder- und Bundesebene sind insoweit nicht unmittelbar verantwortlich dafür, dass das Schachleben brach liegt. Allerdings hätte man seit Mitte letzten Jahres. Hilfestellung leisten können – wie schreibt man ein Hygienekonzept, wie spricht man das Gesundheitsamt an,… Weiterlesen »

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Jan Werner

Nein, da gibt es keine Grenze, er will das unbedingt machen.
Das hat er schon vor 5 Jahren gesagt.

Simon
Simon
1 Jahr zuvor
Reply to  Jan Werner

Danke, Ihnen kann ich nur zustimmen. Bei den ganzen Coronaregeln blickt man als Normalbürger nicht durch und da wäre ein Leitfaden von oben sehr begrüßenswert. Denn mit Logik oder Verstand ist da nichts mehr herzuleiten. Ein Bespiel wie gesagt mein Verein darf aktuell zu mindenst offiziell kein Training anbieten, obwohl wir immer nur fünfer bis sechser Gruppen haben und auch große Räumlichkeiten mit ausreichend Platz für Mindestabstand e.t.c. hätten. Aber in der Zwischenzeit kann die Fahrschule gegenüber Präsenz Theorieunterricht anbieten in ihrem kleinen Raum mit Besetzungen weit über der Zwanziger Grenze – Resultat Abstand und Luftvolumen beim Sitzen nicht vorhanden… Weiterlesen »