Ein bisschen solidarisch

Arkady Dvorkovich soll zurücktreten, russische und weißrussische Spieler und Spielerinnen sollen vom Spitzenschach ausgeschlossen werden. Das fordert (nicht nur) der ukrainische Schachverband, das fordern die meisten ukrainischen Spitzenspieler.

Und die Russen, die sich offen gegen den Krieg und den Kriegstreiber stellen? Sollen die auch ausgeschlossen werden? – Die Gretchenfrage, auf die es keine gute Antwort gibt.

'Stop the war.' 44 Top Russian Players Publish Open Letter To Putin
via chess.com

44 russische Titelträger:innen haben in einem offenen Brief an Vladimir Putin ein Ende des Kriegs gefordert. Oleksandr Matlak, Chef des Kiewer Schachverbands, sieht darin kein Argument, Ausnahmen zu machen. „Es gibt ungefähr 2.000 Titelträger in Russland. 44 ist eine erbärmliche Zahl“, sagt der 45-Jährige, der in Kiew als Reservist ausharrt, im Gespräch mit chess.com.

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Der Deutsche Schachbund sieht es plötzlich anders als Matlak. Wenige Tage vor dem Berliner Grand Prix mit fünf Russen hat der DSB eine Kehrtwende vollzogen.

Am 28. Februar hatte DSB-Präsident Ullrich Krause noch ein Zeichen gesetzt, dem die Ukrainer applaudiert hätten: „Wir fordern die FIDE auf, russische und belarussische Athleten von allen Wettkämpfen auszuschließen.“ Auch der Sport stehe in der Verantwortung, mit maximalen Sanktionen maximalen Druck aufzubauen.

Eine für DSB-Verhältnisse mutige Erklärung, ging sie doch über die Minimallösung der FIDE hinaus. Allzu mutig war sie gleichwohl nicht, steht sie doch im Einklang mit dem, was in der überwiegenden Mehrheit anderer Sportverbände beschlossen worden ist: Mindestens so lange Ukrainer aus offensichtlichen Gründen nicht an Wettbewerben teilnehmen können, sollten Russen und Weißrussen auch nicht teilnehmen können. So hält es fast der gesamte internationale Sport.

“Nicht zielführend” oder “einzig richtig”?

Zum Grand Prix in Berlin wäre es im Sinne dieser Position nun an der Zeit gewesen, Farbe zu bekennen, die fünf Russen im Feld als nicht erwünscht zu erklären und damit ein Signal nach Moskau, an die FIDE-Chefetage und nicht zuletzt in die Ukraine zu senden.

Erklärung des DSB vom 28. Februar.

#Solidarity? Von wegen. Kurz bevor es kritisch wird, rollt unser Schachbund die eben noch mutig gehisste ukrainische Flagge wieder ein.

Ullrich Krause begründet das auf TV ChessBase so: Am 28. Februar sei die „Positionierung der russischen Schachwelt“ noch unklar gewesen. Außerdem sei der offene Brief der 44 mit „erheblichem persönlichen Risiko“ für die Unterzeichner verbunden gewesen, sie könnten anderen als Vorbild dienen, daher rücke der DSB von seiner ersten Erklärung ab.

Die Position der größten Namen unter den 44 war lange vor dem offenen Brief bekannt, den Krause jetzt als Argument heranzieht. Direkt nach dem russischen Einmarsch hatten Ian Nepomniachtchi, Peter Svidler, Nikita Vitiugov, Alexandra Kosteniuk öffentlich Position gegen die Invasion bezogen. Deren „erhebliches persönliche Risiko“ hat Krause am 28. Februar nicht davon abgehalten, den generellen Ausschluss aller Russen zu fordern.

Allgemein war erwartet worden, dass auch der Weltverband FIDE im Einklang mit internationalen Sportverbänden den Ausschluss aller Russen und Weißrussen beschließt. Aber dazu kam es nicht, die FIDE ist bei ihrem am 27. Februar verkündeten Kurs geblieben: Russen dürfen spielen, aber unter neutraler Flagge.

Bevor jetzt die beiden Positionen in Berlin aufeinanderprallen, rudert der DSB-Präsident zurück, ohne das mit kohärenten Argumenten zu untermauern. Krause lässt es aussehen, als lege er sich kurz vor dem Grand Prix dieselbe Wirklichkeit neu zurecht; so, dass es passt, um einem Konflikt mit der FIDE auszuweichen; so, dass kein Risiko besteht, den Grand Prix in Deutschland platzen zu lassen.  

“Dann ist da noch dieses Thema, kannst du dazu etwas sagen”: André Schulz und Ullrich Krause im Gespräch.

Nicht einmal das Zeichen, den ihm angetragenen Vorsitz des Schiedsgerichts beim FIDE-Grand-Prix abzulehnen, möchte der DSB-Präsident senden. Immerhin: Anders als beim Grand Prix in Hamburg 2019, bei dem er ebenfalls dieses mit 4.000 Euro dotierte Amt bekleidete, will Krause diesmal das Geld spenden.

Ob er dafür Applaus erwartet? Von Oleksandr Matlak? Und anderen ukrainischen Schachmeistern, die gerade ihre Heimat verteidigen? Bei TV ChessBase, ungestört von Nachfragen, war es Krause jedenfalls wichtig, explizit zu betonen, dass er das Geld dieses Mal spenden wird.

Auch wenn der DSB jetzt den Anschein erwecken will: Die 44 Mutigen waren im Kollektiv nicht so mutig wie diejenigen, die lange vorher jede:r für sich aufbegehrt hatten. Außerdem repräsentieren die 44 nicht “die russische Schachwelt”. Wo die beiden wichtigsten Männer im russischen Schach stehen, bleibt unklar. FIDE-Präsident Arkady Dvorkovich und der russische Verbandschef Andrey Filatov sind seit Beginn der Invasion abgetaucht.

Unklar ist auch die Position von mindestens zwei russischen Spitzengroßmeistern, die in Berlin unter FIDE-Flagge spielen werden. Grigoriy Oparin und Alexander Predke haben zwar dem Flaggentausch zugestimmt, aber eine öffentliche Äußerung dieser beiden zum Geschehen in der Ukraine ist nicht bekannt.

Der in München geborene Grigoriy Oparin beim Grand Swiss in Riga, wo er sich die Qualifikation für die Grand-Prix-Serie sicherte. | Foto: Anna Shtourman/FIDE

Ein „erhebliches persönliches Risiko“, das im Sinne der DSB-Kehrtwende anderen als Vorbild dienen könnte, gehen diese beiden nicht ein. In Berlin werden sie trotzdem am Brett sitzen. Das einzige Problem, vor dem Oparin und Predke jetzt stehen: Wie nach Berlin kommen? Die direkte Flugroute ist zwar gesperrt, Ausweichoptionen gibt es trotzdem.

Die am 28. Februar verkündete DSB-Position, die auf einer Linie mit IOC und DSOB lag, war seitdem hinter den Kulissen des deutschen Schachs ein stetes Gesprächsthema. Am ersten März-Wochenende, das war abzusehen, würde in der Schachbundesliga eine Reihe osteuropäischer Schachmeister an den Brettern sitzen.

Wie damit umgehen? Der DSB und seine höchste Liga rangen ohne Erfolg um eine gemeinsame Position. Schließlich verkündete die Bundesliga eine eigene: Russen sind willkommen – unter der Bedingung, dass sie sich öffentlich gegen den Krieg positionieren.

Wer dachte, dass DSB und Bundesliga keine gemeinsame Position gefunden haben, weil die Liga nicht so weit gehen wollte wie der Verband, der wird nun eines Besseren belehrt. Eher sieht es danach aus, als falle der Verband nach seinem Vorpreschen am 28. Februar jetzt noch hinter die Position der Bundesliga zurück: Nach DSB-Lesart sind russische Spitzensportler generell willkommen. Es könnte ja ein Vorbild darunter sein.

Nicht nur der Deutsche Schachbund ist Gastgeber des Grand Prix, auch der Berliner Schachverband. Dessen Vorsitzender Paul Meyer-Dunker, zugleich DSB-Mitarbeiter, hatte sich schon vor der Krause-Erklärung am 28. Februar auf dieselbe Weise positioniert: keine Russen beim Grand Prix.

Nun ändert auch der Berliner Schachverband seine Position. Russische und belarussische Athleten von internationalen Wettkämpfen auszuschließen, sei grundsätzlich richtig und stehe im Einklang mit der Position des DSOB, sagt Meyer-Dunker auf Anfrage dieser Seite. Aber die Bedeutung des russischen Nationalsports Schach und die steigende Zahl russischer Spitzenspieler, die sich gegen den Krieg ausspricht, habe im Berliner Präsidium einen Sinneswandel bewirkt.

„Gerade im Schachsport mit seinem besonderen Gewicht in Russland sollte die Tür für jeden, der seine Stimme erhebt, offen stehen. Wer gegen den Krieg und gegen Putin aufbegehrt, ist willkommen.“ Meyer-Dunker wünscht sich, dass während des Berliner Grand Prix alle russischen Teilnehmer hinsichtlich ihrer Position zum Krieg keine Fragen offen lassen.

Das Turnier mit dem deutschen Teilnehmer Vincent Keymer beginnt am 21. März im World Chess Club, Unter den Linden. Sollte es bei der unlängst verkündeten Gruppeneinteilung bleiben, spielt Keymer in der Vorrunde gegen Shakhriyar Mamedyarov (Aserbaidschan), Leinier Dominguez (USA) und Daniil Dubov (Russland).

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acepoint
6 Monate zuvor

Mal abgesehen davon, dass man zukünftig schwerlich «Gesinnungstests» vor solchen Veranstaltungen durchführen kann, hat es der Deutsche Schachbund als eher kleine Orga eh schwer. Nur, einmal hüh und dann doch wieder hott ist definitiv die falsche Botschaft. Wie auch immer, als sonst eifriger Zuschauer bei Schachgroßevents wird mich dieser Grandpix genauso in Bann ziehen, wie der noch laufende(?) in Belgrad. Nämlich überhaupt nicht. Ich habe aktuell nicht nur keine Lust, Russen bei Schach zuzuschauen, ich kann einem solchen Event grundsätzlich nicht die Aufmerksamkeit widmen, die es verdient hätte. Weil mich der unsägliche Überfall Russlands in der Ukraine mental zu sehr… Weiterlesen »

Thomas Matthäus
Thomas Matthäus
6 Monate zuvor

Niemanden aus der Politikelite interessiert ein Ausschluss von Sportlern. Um sich von solchen mittelalterlichen Schwarz-Weiß-Positionen zu lösen, wäre es gerade richtig, dass ukrainische und russische Sportler weiter zusammen Sport treiben. Hat es jemanden interessiert, dass die USA in den letzten Jahrzehnten mehrere Angriffskriege geführt haben und führen? Durfte Usain Bolt deswegen nicht 100 Meter laufen? Es wird Zeit dieses unterkomplexe Denken zu überwinden und Ideen zu entwickeln, wie unsere Gesellschaften sich über die plumpe Politik, die sich selten für das Wohl der Menschen interessiert, hinaus entwickeln können. Dazu müssen u. a. alte Muster, Propagandamedien und persönliche Ängste überwunden werden. Deshalb:… Weiterlesen »

Last edited 6 Monate zuvor by Thomas Matthäus
Kalle
Kalle
6 Monate zuvor

Usain Bolt ist übrigens Jamaikaner.

Thomas Matthäus
Thomas Matthäus
6 Monate zuvor
Reply to  Kalle

Stimmt, sagen wir deshalb: Carl Louis

Kommentator
Kommentator
6 Monate zuvor

Abgesehen davon, dass der Sportler, den du wahrscheinlich meinst, “Lewis” geschrieben wird: Hast du auch irgendwelche Sachargumente oder versuchst du nur, uns weiszumachen, dass Verharmlosung per Whataboutism ein valides Argument sei? (Und wenn man schon zu Whataboutism statt Sachargumenten greift, könnte man ebenso auf die Fälle verweisen, in denen Sportler aus sportfremden Gründen ausgeschlossen wurden wie z.B. Jugoslawien wegen der Kriege gegen Kroatien und Bosnien oder Südafrika wegen der Apartheidspolitik – welchen Grund sollte es geben, russische und belarussische Sportler jetzt anders zu behandeln?)

Thomas Matthäus
Thomas Matthäus
6 Monate zuvor
Reply to  Kommentator

Carl Lewis, genau- mit Namen habe ich es nicht so:) Zur Argumentation: Kriege sind in meinen Augen barbarisch und immer zu verurteilen. Sie werden aus wirtschaftlichen oder geopolitischen Gründen geführt von Mächten, die das Leben der Bevölkerung nicht kümmert. Warum aber sollte der Sport Krieg führen? Die olympische Idee spricht von Völkerverständigung, gemeinsam im Wettkampf. Der Sport könnte sich emanzipieren von all den Kriegern in der Welt und ein starkes Gegengewicht darstellen, indem er eben nicht die Sportler in eine Verantwortung bringt, die sie nicht haben. Das wäre ein starkes Bild, wenn ukrainische und russische Sportler gemeinsam auftreten würden-von mir… Weiterlesen »

Chris
Chris
6 Monate zuvor

Das Problem ist das sportliche Erfolge durchaus auch für die moral genutzt werden, zudem ist bei der aktuellen Pressesituation in Russland bekommst du vermutlich keinen Kommentar von Scholz mit aber sie schreiben vielleicht warum Karjakin nicht spielt. Russland pumpt auch viel Geld in seine Schachspieler, dass ist auch ein Grund warum sie so gute Spieler haben – der Sportler ist somit auch eng mit der Nation verbunden. Ich vermute das Keymer als Russe, vermutlich jetzt ein noch besserer Spieler wäre als Kenianer wäre er bei ähnlicher Begeisterung vermutlich nur ein super Autodidakt. Nach Dubov Schnellschachtitel kam auch nicht umsonst die… Weiterlesen »

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
6 Monate zuvor
Reply to  Kommentator

Er bringt nicht nur Namen und Nationalitäten durcheinander, die Zusammenhänge versteht Lothar erst recht nicht.
Natürlich wird der Sport politisch benutzt, insbesondere von Despoten. Die überwiegende Mehrheit versteht das auch ohne große Erklärungen.

Thomas Matthäus
Thomas Matthäus
6 Monate zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Es ist der Klaus, der Zusammenhänge nicht versteht: Natürlich nutzen Despoten den Sport- genau so wie angebliche Demokraten wie Biden, Scholz, Macron…
Klaus versteht nicht, worin die Chance des Sports trotzdem besteht und immer bestand. Nur müssen die Impulse von den Sportlern selbst ausgehen, natürlich nicht von verstrickten Funktionären.
Und so, also von „unten“ lassen sich auch zuweilen verkrustete politische Strukturen überwinden, zumindest erschüttern.
Versteht das der Klaus?

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
6 Monate zuvor

Putin hätte das nicht besser schreiben können. 😉

Kommentator
Kommentator
6 Monate zuvor

Ich bin überrascht zu hören, dass DSB-Präsident Ullrich Krause für den Vorsitz im Schiedsgericht des FIDE-Grand Prix 2019 4000 Euro erhalten haben soll und er in diesem Jahr denselben Betrag noch einmal erhalten wird, diesen aber dieses Mal spenden will. Impliziert das, dass er 2019 das Geld für sich behalten hat? Taucht dieser Betrag im Rechenschaftsbericht des DSB-Schatzmeisters für 2019 auf? In das Amt des Schiedsgerichtsvorsitzenden wurde und wird offensichtlich nicht die Privatperson Ullrich Krause berufen, sondern eindeutig der amtierende DSB-Präsident. Dann hätte er diesen Betrag beim DSB abliefern müssen, so wie Dr. Jordan nach der auch vor Gericht vertretenen… Weiterlesen »

Physiker
Physiker
6 Monate zuvor
Reply to  Kommentator

Eine Frage, der sich die vielen EvF (Experten vom Fach) für Steuer- und Förderungsrecht im Dunstkreis des DSB und der DSJ sicher gerne widmen werden. Bei einem angenommen Grenzsteuersatz von 40% wäre es ja immer noch ein geldwerter Vorteil von 1600€, sofern die Spende für einen gemeinnützigen Zweck erfolgt und steuerlich geltend gemacht wird.

Man munkelt, dass schon kleinere Summen zu erheblichen Diskussionen führten. (abgesehen davon, dass ich die fachliche Kausalität DSB Präsdient -> Schiedsgerichtsvorsitzender nicht nachvollziehen kann)

Thomas Richter
Thomas Richter
6 Monate zuvor

Reiseprobleme wird Grigoriy Oparin wohl nicht haben, da er in den USA studiert. Vielleicht konnte er deshalb den offenen Brief gar nicht unterschreiben – recht offensichtlich, dass sie schnell “einige” Unterschriften wollten und 44 fanden sie genug. Womöglich nur Spieler/innen, die in Moskau oder St. Petersburg wohnen. Die Teilnehmer des FIDE Grand Prix in Belgrad haben nicht unterschrieben – Vitiugov auch nicht (im Artikel falsch). Laut Emil Sutovsky auf Twitter “Probably for technical reasons. All of these five Russian players as far as I know are sticking to anti-war pledge and expressed it publicly.” Bei Vitiugov, Andreikin und Grischuk ist… Weiterlesen »

Thomas Richter
Thomas Richter
6 Monate zuvor

Ich wusste Bescheid, da ich immer mal wieder direkten Kontakt mit Oparin hatte – zuletzt und aus schachlicher Sicht zum Thema passend “Oparin über Oparin beim Grand Swiss“. In den USA ist er seit Mitte 2019, siehe hier – kurz zuvor verzichtete er für ein (dann sehr erfolgreiches) Turnier in Saint Louis auf Russian Higher League. Und auch mein allererster Artikel wird auf Wikipedia erwähnt – deutsche Seite zweimal mit totem Link, englische Seite mit Angabe des Autors und Link zur im Web archivierten Version. Offenbar denke nicht nur ich, dass ich im Westen DER Oparin-Experte bin? Warum er sich… Weiterlesen »

Last edited 6 Monate zuvor by Thomas Richter
Emork
Emork
6 Monate zuvor

Was für eine Schande angesichts der eskalierenden Brutalität des Überfalls. Und wenn man sich nicht mehr traut als einen Flaggenwechsel, dann bitte nicht auf eine neutrale, sondern auf eine Solidaritätsfahne mit der Ukraine . wie auch immer man die gestaltet. Ohne öffentliche klare Stellungnahme gegen den Krieg sollte kein (weiß)russischer Spieler teilnehmen dürfen.

Last edited 6 Monate zuvor by Emork
jak
jak
6 Monate zuvor

Eine Isolation von Russ_innen in Kultur und Wissenschaft, dazu zähle ich den Schachsport, würde Putin nur in die Karten spielen. Progressiv eingestellte Intellektuelle und Wissenschaftler verlassen jetzt schon Russland. Gerade jetzt ist kulturelle und wissenschaftlicher Austausch enorm wichtig. Ich bin der Meinung man sollte vorsichtig damit sein sie von inter. Tunieren auszuschließen, denn nur so ist ein weiterer Austausch möglich…

Kommentator
Kommentator
6 Monate zuvor

Ich vermute, dass der DSB folgenden Kuhandel mit der FIDE geschlossen hat:

Der DSB gibt seinen Widerstand gegen die Teilnahme von russischen und weißrussischen Spielern an internationalen Wettbewerben auf. Im Gegenzug dafür wird E. Pähtz der GM-Titel verliehen, obwohl die objektiven Kriterien nach den Titelbestimmungen nicht erfüllt sind.

Klaus
Klaus
6 Monate zuvor

Das Verhalten des deutschen Schachbunds ist wieder einmal beschämend und bestätigt das Versagen, dass wir aus der Vergangenheit kennen (zum Beispiel bei den Themen Naiditsch, Georg Meier usw.). Tag für Tag werden Zivilisten angegriffen und getötet… und wir wollen allen Ernstes russische und weißrussische Spieler in Deutschland antreten lassen? Natürlich können und dürfen Fehler gemacht werden, aber seit Jahren verursacht dieses Präsidium nur Ärger und moralische Verwerfungen. Da ich annehme, dass ein Teil meines Vereinsbeitrags an den Landesverband und Bundesverband geht, bin ich heute aus meinem Verein ausgetreten. Sicherlich werde ich damit den Überfall nicht stoppen, aber zumindest ein ganz… Weiterlesen »

Stefan Joeres
Stefan Joeres
6 Monate zuvor
Reply to  Klaus

Bitte erläutern Sie näher, weshalb eine Konsequenz aus dem russischen Angriffskrieg ein Ausschluss aller russischen Spieler von Schachturnieren sein sollte. Warum sollte jemand wie z.B. Andrey Esipenko, der nichts für den Krieg kann, die Föderation auf FIDE umgestellt hat und sich öffentlich gegen den Krieg positioniert hat, nicht mehr Schach spielen dürfen? Und wie lange soll dieser Ausschluss gelten? Bis die Russen aus der Ukraine abziehen? Falls die Russen den Ukrainern einen Frieden aufzwingen, bei dem die Ukraine ihre Neutralität proklamieren und Gebiete abtreten muss, was machen wir dann? Die Sperren wieder aufheben und damit einen solchen Frieden indirekt für… Weiterlesen »

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
6 Monate zuvor
Reply to  Stefan Joeres

Da werden tausendfach Kinder und Frauen ermordet und dann regt sich jemand auf, weil bei bestimmten Turnieren nicht alle mitspielen dürfen.
Marina Owsjannikowa hat mehr Courage als viele weinerliche Schachspieler zusammengenommen.
Und was das Erläutern angeht, lesen Sie einfach den letzten Satz von Klaus.

mathlog
6 Monate zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Ich nehme an, dass russische Spieler weiterhin überall mitspielen können, wenn sie nur die Föderation wechseln? Gata Kamsky ist doch wohl genausowenig gesperrt wie Jussupow oder Lagunow?

Stefan Joeres
Stefan Joeres
6 Monate zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Mir ist nach wie vor nicht klar, was ein Pauschalausschluss aller russischen und weißrussischen Spieler bringen soll? Ein moralisches Zeichen wofür? Dass wir nicht differenzieren können zwischen Menschen, die für den Krieg verantwortlich sind und denen, die es nicht sind? Und dieses Argument “Es sterben tausendfach Kinder und Sie regen sich über Turnierausschlüsse auf” ist auch wieder ein non-sequitur. Ein Ausschluss aller russischen Schachspieler wird nicht dadurch gerechtfertigt, dass Russland Kriegsverbrechen begeht. Eine Rechtfertigung für einen Ausschluss kann sich nur aus den erhofften Folgen des Ausschlusses ergeben. Und ich habe noch kein Argument gesehen, weshalb irgendjemandem geholfen ist, wenn russische… Weiterlesen »

mathlog
6 Monate zuvor
Reply to  Stefan Joeres

Schach ist in Rußland sehr populär und Sanktionen (oder auch die durch Sanktionen verursachte Abwanderung von Schachspielern) wären jedenfalls ein kleiner Beitrag, die Diskussionen innerhalb Rußlands zu befördern. Wer dort bisher nicht gewußt hat, dass sein Land an einem Krieg und nicht nur einer militärischen Spezialoperation beteiligt ist, der nimmt es jetzt vielleicht durch die Sanktionen im Sport zur Kenntnis.

Stefan Joeres
Stefan Joeres
6 Monate zuvor
Reply to  mathlog

Das ist eine eher seltsame Hoffnung und nicht wie Sanktionen jemals in der Praxis funktioniert haben. Solche Kollektivstrafen bestätigen aus Sicht der Russen eher die Aussagen Putins, dass die NATO/EU das gesamte russische Volk als Feind ansieht und es nicht um die Ukraine geht.

Und was ist das Ziel? Müssen die Russen eine Revolution gegen Putin machen, damit die Sanktionen aufgehoben werden? Weil, selbst wenn die Sanktionen auf mirakulöse Art und Weise dazu führen, dass Putin an Beliebtheit verliert, können die Menschen erstmal wenig machen, um den Krieg zu stoppen.

mathlog
6 Monate zuvor
Reply to  Stefan Joeres

Stell Dir doch einfach mal vor, in Deutschland oder an der deutschen Grenze fände ein Krieg statt. Fändest Du es nicht äußerst seltsam, dann Schachturniere zu spielen als wenn nichts wäre?

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
6 Monate zuvor
Reply to  Stefan Joeres

Zitat: “können die Menschen erstmal wenig machen, um den Krieg zu stoppen” Zitat Ende
Das ist eindeutig falsch. Würden alle Russen wie Marina Owsjannikowa handeln, hätte der Krieg erst gar nicht angefangen.
Und hätte man (die freie Weltgemeinschaft) nicht jahrelang zugesehen, wie Putin ein Kriegsverbrechen nach dem anderen befiehlt, wäre die Geschichte sicherlich auch anders verlaufen.
Von daher ist es jetzt Zeit endlich zu handeln und jetzt zählt jeder kleine Beitrag. Und wenn von den tausenden Menschen, die noch sterben werden nur ein kleines Kind nicht sterben muss, dann hat sich das Engagement gelohnt.

Stefan Joeres
Stefan Joeres
6 Monate zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Mir fehlt immer noch das Argument, wie der Ausschluss russischer Schachspieler von Turnieren Leben in der Ukraine rettet, aber da wird vermutlich eh nichts kommen.

Ich nehme an, es fühlt sich gut an, sich jetzt moralisch aufzuspielen und das Hinterfragen von Sanktionen als unmenschlich und herzlos gegenüber den Ukrainern darzustellen. Ich hoffe nur, dass Ihnen bewusst ist, dass Ihre Aussagen und Forderungen davon nicht vernünftiger werden.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
6 Monate zuvor
Reply to  Stefan Joeres

Ich habe es Ihnen erklärt (=> Marina Owsjannikowa), aber Sie haben es nicht verstanden.
Die EU-Sanktionen helfen auch, aber das dauert eben.
Es geht darum Zeichen zu setzen und da kann jeder noch so kleine Baustein helfen das Ziel früher zu erreichen.
Aber, und das gehört auch zur Realität, wird es immer wieder Leute geben, die das nicht verstehen und damit diese Verbrechen unterstützen.
Von daher sollten wir im Schachbereich Zeichen setzen.

Stefan Joeres
Stefan Joeres
6 Monate zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Sie sagen viele unsinnige Dinge, begründen und erklären nichts und beenden jeden Kommentar mit Insinuationen, dass Ihnen nicht zuzustimmen Unterstützung für russische Kriegsverbrechen bedeutet.

Tapir
Tapir
6 Monate zuvor

Der barbarische Überfall auf die Ukraine ist Putins Krieg, nicht der des russischen Volkes. Er ist lange Jahre vorbereitet worden, durch Propaganda, infame Lügen und nicht zuletzt mithilfe der Instrumentalisierung des Sports. Es gibt sicherlich eine Reihe hochrangiger Schachprofis aus Russland, die diesen Krieg zutiefst verabscheuen. Und doch – in der Funktion als Repräsentanten ihres Landes dienen sie auch diesem verbrecherischen System, sofern sie sich nicht ausdrücklich distanzieren. Wie sollen Spieler und Spielerinnen aus der Ukraine, aber auch aus Georgien oder Moldawien, deren Länder ebenfalls russische Truppen als Besatzer kennen, zur Zeit noch normal verkehren können? Die Schachgemeinschaft täte gut… Weiterlesen »

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
6 Monate zuvor
Reply to  Tapir

Da kann ich hundertprozentig zustimmen.
Marina Owsjannikowa hat sehr viel Mut bewiesen, das sollten wir im sicheren Westen wenigstens würdigen und unterstützen wo es nur geht. Das ist nichts für Angsthasen.

Last edited 6 Monate zuvor by Klaus Zachmann
schmunzler
schmunzler
4 Monate zuvor

Vielleicht sollte man die Spieler der Länder, welchen die Boykotte gegen Rußland nicht unterstützen, auch aus dem internationalen Schachsport entfernen und lediglich mit den übrig gebliebenen knapp 20% der Länder den Weltschachbund weiter führen? Man könnte auch einen reinen “NATO – Weltschachbund” einführen. Dann wäre man bei allen Kriegseinsätzen weltweit politisch immer auf der sicheren Seite :-).

Silvio
Silvio
6 Monate zuvor

Beschämend. In Europa ist Krieg. Putins Russland bedroht uns mit Atomwaffen. In der Ukraine werden Menschen getötet (gleich welcher Nationalität). Und für den DSB ist auf einmal wieder alles wie immer??? Während andere Sportverbände keine Wettkämpfe mit Russen und Weissrussen austragen, suchen wir (DSB und Schachspieler/Kommentatoren usw.) uns in Belgrad (ausgerechnet im russophilen Serbien) und nun sogar in Berlin die moralisch guten und die vielleicht guten und vielleicht weniger guten russischen Schachspieler aus und tun so, als wäre das ein Standpunkt gegen den Krieg. Wer es an seinem Schachbrett oder PC noch nicht gemerkt haben sollte: Die Nachkriegszeit ist seit… Weiterlesen »

Verena Meier
Verena Meier
6 Monate zuvor

Mindestens so lange Ukrainer aus offensichtlichen Gründen nicht an Wettbewerben teilnehmen können, sollten Russen und Weißrussen auch nicht teilnehmen können. So hält es fast der gesamte internationale Sport.

Ja, und wenn man bedenkt, dass selbst China (!) russische und weißrussische Sportler von den Paralympics ausgeschlossen hat, kann man über das Verhalten des DSB nur den Kopf schütteln.

Und die Begründung Aber die Bedeutung des russischen Nationalsports Schach … lässt einen gar am Verstand der Verantwortlichen zweifeln.
EBEN DESWEGEN

Von der ‘Bundesliga’, dem Wasserkopf des Deutschen Schachs, will ich erst gar nicht reden.

Thomas Richter
Thomas Richter
6 Monate zuvor
Reply to  Verena Meier

Nicht China hat russische und weißrussische Spieler ausgeschlossen, sondern – “im zweiten Versuch” – das Internationale Olympische Kommittee.

Auch wenn es im gegebenen Fall angebracht erscheinen mag und auch international akzeptiert würde: Generell stellt sich auch die Frage, ob ein gastgebendes Land eigentlich Sportler eines anderen Landes ausschließen kann, ohne entsprechende Entscheidung des den Gastgeber beauftragenden Dachverbands.Der Grand Prix in Berlin ist dabei wohl auch keine deutsche Veranstaltung mit deutschen Sponsoren, sondern eine internationale Veranstaltung auf deutschem Boden.

Kritik also eher an FIDE als an den DSB?

Verena Meier
Verena Meier
6 Monate zuvor
Reply to  Thomas Richter

Nicht China hat russische und weißrussische Spieler ausgeschlossen, sondern – “im zweiten Versuch” – das Internationale Olympische Kommittee.

Na, wenn man es ganz genau nehmen will, dann war es wohl der Druck nicht weniger NOCs, welche genug Arsch in der Hose hatten, andernfalls die Spiele boykottieren zu wollen.


Kritik also eher an FIDE als an den DSB?

Immer schön den Dienstweg einhalten, verantwortlich ist immer die übergeordnete Ebene … … Schreibtischtäter-Mentalität in reinster Form.

Thomas Richter
Thomas Richter
6 Monate zuvor
Reply to  Verena Meier

Wie auch immer die Entscheidung des IOC zustande kam: Jedenfalls hat China sie wohl nicht befürwortet und wäre selbst gar nicht auf die Idee gekommen. Ich stelle eben eine prinzipielle Frage: Darf die Türkei als Ausrichter eines offiziellen internationalen Turniers, egal in welcher Sportart, Griechenland von der Teilnahme ausschließen – oder umgekehrt? Ähnlich für Armenien und Aserbaidschan, und es gibt wohl noch mehr denkbare Beispiele. Dass die Schuldfrage im Russland-Ukraine Konflikt aus breiter internationaler Sicht eindeutig geklärt ist (jedenfalls für die momentane Eskalation, nicht zwingend für den gesamten seit Jahren andauernden Konflikt) ist dabei sekundär. Man könnte in Deutschland eher… Weiterlesen »

Verena Meier
Verena Meier
6 Monate zuvor
Reply to  Thomas Richter

Du wirst ja wohl nicht z.B. die nicht gerade freundschaftlichen Beziehungen zwischen Griechenland und der Türkei mit den gegenwärtigen Ereignissen in der Ukraine vergleichen wollen?!?

Da muss man gar nicht emotional werden … was (neben dem Zusehen) der zivilisierten Welt lediglich bleibt: es darf kein business as usual geben, insbesondere auch nicht auf kultureller oder sportlicher Ebene.

Und weil Du ja bei prinzipiellen Fragen bist: Wenn die FIDE dazu nicht in der Lage ist, dann dürfte der DSB das nicht nur dürfen … er müsste es sogar müssen.

Silvio
Silvio
6 Monate zuvor

Es ist eine Schande für alle Schachspieler, wie windelweich sich in dieser existentiellen Situation der DSB, seine Apparatschiks, Chessbase, die Kommentatoren (wie in Belgrad) usw. positionieren. Dass wir (bestenfalls) in einer Vorkriegszeit leben, dass mehr als 70 Jahre Frieden in Europa vorüber sind. dass Putins Russland uns alle massiv bedroht – alles ncht so schlimm? Ich finde dieses Verhalten der Schach-Akteure skandalös. Deshalb bin ich aus meinem Schachverein ausgetreten – ich bin nicht bereit, diese scheinheiligen Positionen (“dann spielen Russen halt unter der FIDE-Fahne”) auch nur einen Tag länger mit zu finanzieren. Statt dem “Mutterland des Schachs der letzten 100… Weiterlesen »

Jens Hohmeister
Jens Hohmeister
6 Monate zuvor
Reply to  Silvio

Aber bitte nicht ins Internet ausweichen. Bei chess.com und Lichess spielen die (bela)russischen Spieler wie gewohnt unter ihrer Flagge und in der Lichess-Liga (ex Quarantäne-Liga) auch wie gewohnt als (bela)russische Mannschaften.
Schade, ich hatte immer gern in der Liga mitgespielt…

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
6 Monate zuvor

So ein Kreuz wie eine mutige Aktivistin die ihr Plakat vor den Kameras im TV-Studie gehalten hat hat nicht jeder. Man muss als Verantwortlicher Funktionär eben einige Interessen beachten, wer weiss welchen Druck man nachgeben musste. Mit diesem Rückzieher unter vorherige Solidaritätsbekundungen unter der Ukrainischen Nationalflagge kann einem außenstehenden das Herz bluten. Nicht wenige setzten mit Hilfsgütern – Konvois ihr Leben auf dem Spiel mit ihren Einsatz. Irgendwie vermisse ich die konsequente Umsetzung an Solidarität mit einem Land was überfallen wurde und Berlin schon in der Ukraine verteidigt. Verbandsinteressen sollten doch ganz am ende stehen und einen Beitrag für EU-Europa… Weiterlesen »

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[…] Warum schreiben wir Ihnen das? Ihr Schachverein spielt wie 118 weitere deutsche Vereine (von insgesamt 450 Mannschaften) in der Quarantäne-Liga auf Lichess. Der Organisator, Jens Hirneise, Chefredakteur der Zeitschrift Rochade Europa, hat sich 2020 mit der Organisation dieses internationalen Mannschaftsturniers in Zeiten von Corona große Verdienste um den Schachsport erworben. Auf die Bitte, sich dem Aufruf des IOC anzuschließen, und russische und belarussische Mannschaften von der Liga auszuschließen, reagiert er nicht. Er verweist lediglich auf das von Lichess veröffentlichte Memorandum, in dem der Krieg verurteilt wird. Dies ist in der Welt des Schachs kein Einzelfall. Auch unser Weltverband, die… Weiterlesen »

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[…] Ullrich Krause hat den Sinneswandel und die Erklärung dafür in einem Gespräch mit TV ChessBase versteckt. | via Deutscher […]

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[…] kein Richtig oder Falsch: Michael S. Langer im InterviewWM-Kandidat Richard Rapport (so gut wie)Ein bisschen solidarischKeine Russen in Berlin? 0 0 votesArticle […]

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[…] Konflikt mit der FIDE zu riskieren – und sich Meyer-Dunkers Berliner Schachverband sogleich dem Schlingerkurs des DSB […]

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[…] jetzt in Berlin hatte der Deutsche Schachbund so agiert, wie sich die FIDE das wünscht, indem er eine Kehrtwende in der Haltung gegenüber russischen Sportlern vollzog und damit einem Konflikt mit dem Weltverband […]

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[…] von Ullrich Krause anlässlich seines Russland-Kurswechsels angeführten “Vorbildfunktion” ist Yakovich nie gerecht geworden. Wo steht Yakovich? […]

Ingo Althöfer
Ingo Althöfer
6 Monate zuvor

Ich glaube, Ullrich Kraus hat es nicht verdient, dass so auf ihm herumgehackt wird. Man kann in Momenten des Zorns so viel mehr kaputt machen, als man in Monaten wieder heilen kann. In der europäischen Go-Szene gibt es seit fast zwanzig Jahren einen Vorsitzenden aus Deutschland, Martin Stiassny. Martin hat so viel für die Entwicklung des Go-Spiels in unserem Kontinent getan (inclusive Russlands). Er wird dieses Jahr 79 und schrieb vier Tage nach Beginn des Kriegs: “Ich sehe mein Lebenswerk in Trümmern.” **************************************** Auch wenn es nicht direkt passt, ist mir eine Sache aufgefallen: Seit zehn Tagen habe ich keine… Weiterlesen »

acepoint
acepoint
6 Monate zuvor
Reply to  Ingo Althöfer

Karjakin twittert immer noch, zuletzt gestern. Am 10. März hat er folgendes auf Englisch gepostet: «1/2 Many people ask if I regret my public support of the special operation? After all, I have already lost invitations to Western tournaments and may lose an invitation to the candidates tournament. 2/2 My answer is simple. I am on the side of Russia and my President. No matter what happens, I will support my country in any situation without thinking for a second!» Er scheint also auch noch immer Kontakt und Zugang zum Rest der Welt zu haben. Was auch bedeutet, dass er… Weiterlesen »

Verena Meier
Verena Meier
6 Monate zuvor
Reply to  Ingo Althöfer

Dein zitierttes “Ich sehe mein Lebenswerk in Trümmern” ist doch wohl ein Ausdruck der Verzweiflung ob der Rückkehr der Barbarei nach Europa und nicht etwa als Warnung vor irgendwelchen Reaktionen ‘im Zorn’ zu verstehen.

Und wen interessiert schon die Inselbegabung Karjakin … wahrscheinlich liegt er an seinem Strand 🙂

Ingo Althöfer
Ingo Althöfer
6 Monate zuvor
Reply to  Verena Meier

>>>  “Ich sehe mein Lebenswerk in Trümmern” ist doch
>>> wohl ein Ausdruck der Verzweiflung ob der Rückkehr
>>> der Barbarei nach Europa und nicht etwa als Warnung
>>> vor irgendwelchen Reaktionen ‘im Zorn’ zu verstehen.

Nein! Details gehören nicht in dieses Schachforum.

Ingo Althöfer.

Verena Meier
Verena Meier
6 Monate zuvor
Reply to  Ingo Althöfer

Dann musst Du hier auch nicht herumgackern.

acepoint
acepoint
6 Monate zuvor
Reply to  Verena Meier

Schon traurig, dass ein in der gesamten Spieleszene seit Jahrzehnten bekannter und beliebter Professor und Publizist solche Pöbeleien über sich ergehen lassen muss.