“Frechheit”: Michael S. Langer zur Umlage für die Schachjugend

Jedes Vereinsmitglied soll der Deutschen Schachjugend 50 Cent geben. Objektiv betrachtet, ist das natürlich viel zu wenig. Die Schachjugend entfacht Begeisterung, sie bindet hunderte ehrenamtliche Helfer, sie agiert ideenreich und offen, und in ihren Gremien geht es darum, was sich dem Schach Gutes tun lässt. Als einzige nationale Schachorganisation dieser Art ist sie viel mehr wert als 50 Cent pro Nase, sie ist ein unbezahlbarer Schatz.

Michael S. Langer würde dem wahrscheinlich zustimmen. Und doch ist der Präsident des Niedersächsischen Schachverbands so gar nicht einverstanden mit dem 50-Cent-Antrag, den beim kommenden Hauptausschuss DSB-Präsident Ullrich Krause und DSJ-Vorsitzender Malte Ibs stellen werden. Langer sagt, das sei so nicht abgesprochen gewesen. Und er wundert sich, dass die Jugend mitmacht.

Wir haben nachgefragt.

Michael, ich habe einen neuen Begriff aus der Schachverwaltung gelernt: „Grundausstattung“. Eine solche braucht die DSJ, und jeder von uns soll bezahlen, damit 45.000 Euro zusammenkommen. Eine Überraschung für dich?

Die Debatte um eine Erst- oder Grundausstattung ist durchaus geführt worden. Der DSJ e.V. muss technisch und personell ausgestattet sein, um seine Arbeit aufzunehmen. Das war bekannt, und die Einsicht, dass das Geld kostet, ist nicht vom Himmel gefallen. Aber es ist bei den Beratungen nie darum gegangen, dass zusätzliche Mittel von Beitragszahlern eingenommen werden müssen, um dieses Geld aufzubringen. Im Kongress und auch davor haben fast alle Befürworter der Loslösung unisono geradezu gebetsmühlenartig formuliert, dass sie den Anträgen der DSJ nur zustimmen, wenn für Verbände, Bezirke und Vereine keine Kosten entstehen, wenn also der DSJ e.V. für den Beitragszahler kostenneutral bleibt. Und das wurde zugesagt.

Wer hat das wem zugesagt?

Alle Verhandlungspartner aus DSB und DSJ haben immer wieder ausgeführt, dass zusätzliche Kosten für die Verbände nicht anfallen. Aber vielleicht müssen wir an der einen oder anderen Stelle auf Formulierungen achten. Zum Beispiel hieß es, dass keine Beitragserhöhung in Betracht gezogen wird!? Das umgehen Ullrich Krause und Malte Ibs jetzt, indem sie eine einmalige Umlage ins Spiel bringen.

Wenn vorher klar ist, dass eine Grundausstattung nötig ist, kann man doch nicht sagen, dass keine Kosten entstehen.

Was nötig ist, ließe sich ja leicht und ohne Not aus Mitteln des DSB finanzieren. Der ist so vermögend, da bin ich als ehemaliger Finanzer fast neidisch. Allerdings müsste auch diese Lösung transparent dargestellt werden, auch das wäre Geld der Mitglieder. Nur eben schon vorhandenes Geld.

Nochmal: Es war klar, dass Geld gebraucht wird, es war unklar, woher das kommen soll, und trotzdem wurde gesagt, dass für die Beitragszahler keine Kosten entstehen. Das passt doch nicht zusammen.

Michael S. Langer. | Foto: privat

Schon in meinem Interview bei ChessBase habe ich gesagt, dass ich genau da eine Sollbruchstelle sehe. Wichtige Fragen der Finanzen waren zum Zeitpunkt des Kompromisses ungeklärt. Insbesondere das DSB-Präsidium hat es sich einfach gemacht, indem es sich um verbindliche Aussagen gedrückt hat: Ein Kompromiss wurde herbeigeführt, die Eigenständigkeit beschlossen und die Frage der finanziellen Ausstattung auf den bevorstehenden Hauptausschuss verschoben. Die jetzt beantragte Umlagefinanzierung empfinde ich als Frechheit. So habe ich es gerade in meinem Bericht zum Kongress des Niedersächsischen Schachverbands formuliert.

Worin besteht die Frechheit?

Dass jetzt die Landesvertreter darüber entscheiden sollen, wie die DSJ ausgestattet wird. Von zwei Vertragspartnern würde ich erwarten, dass sie das untereinander klären, eine Summe X nennen und dann einen Finanzierungsvorschlag gemeinsam begründet vorstellen …

… das ist doch passiert. Wir haben zwei Partner, eine Summe und einen Finanzierungsvorschlag.

Aber keinen Vorschlag, der sich an dem orientiert, was abgesprochen war. Stattdessen haben wir diesen Antrag an den Hauptausschuss, der ja eigentlich ein Vorantrag an den nächsten Kongress ist. Und der führt bei den Ländern zu der neuerlichen Diskussion, wie sehr sie sich die Eigenständigkeit der DSJ tatsächlich wünschen. Darum bin ich überrascht, dass die DSJ den Antrag aktiv mitstellt.

Lange konnten Malte Ibs (r.) und Ullrich Krause (l.) einander nicht direkt die Hand reichen. Das scheint sich in der jüngeren Vergangenheit eingerenkt zu haben. | Foto: ChessBase

Bis vor kurzem haben Malte Ibs und Ullrich Krause nicht einmal miteinander gesprochen. Jetzt stellen sie plötzlich einen gemeinsamen Antrag. Hätte Malte nicht besser Ullrich auf den Kontostand unseres DSB verwiesen und die Hand aufgehalten?

Mich hat schon erstaunt zu sehen, dass Malte wieder an Präsidiumssitzungen teilnimmt. Das war ja lange nicht so, er war dort nicht erwünscht. Und ich bin ja eigentlich ganz gut informiert, aber dieser gemeinsame Antrag hat mich überrascht. Das Motiv, diesen Antrag mitzustellen, kenne ich nicht. Wahrscheinlich versucht die DSJ, an der Seite des DSB einen Weg zu beschreiten, der möglichst wenig Konflikte nach sich zieht. Ich bezweifle übrigens, dass es dem DSB bei der Umlage in erster Linie um die Sache geht. Jemand will der DSJ zeigen, wie es gemacht wird. Eine Machtdemonstration.

Vor der Entscheidung beim Kongress waren die Länder ob der Eigenständigkeit der DSJ gespalten. Tritt dieser Spalt jetzt angesichts der geplanten Umlage neu zutage?

Die Eigenständigkeit ist beschlossen, daran rüttelt niemand mehr. Aber jetzt geht es um Geld, das wird eine harte Debatte, die ersten Rückmeldungen zeigen das. Die lauten nämlich unisono: „Ihr habt uns doch versprochen, dass das nichts kostet.“ Und schon tritt ein Risiko zutage, dem die neue DSJ-Konstruktion meines Erachtens unterliegt: die Abhängigkeit von Beschlüssen anderer, obwohl die Jugend eigenständig ist. Es werden ja auch in den kommenden Jahren Haushalte verabschiedet, und jedes Mal wird die Bezuschussung der DSJ über Beschlussvorlagen des DSB-Präsidiums gesteuert.  Wir sind weit weg von einer auf Augenhöhe partnerschaftlich mit dem DSB agierenden Schachjugend.

Der DSB sei „vermögend“, sagtest du eben. Deine Lösung wäre, der DSB gibt der DSJ 45.000 Euro aus dem Vermögen, fertig?

Verhandeln wollen würde ich schon, es geht ja um Beitragsgeld. Ein harter Dialog, an dessen Ende vielleicht eine kleinere, aber angemessene Summe festgelegt wird, wäre angemessen. Aber prinzipiell ließe sich jede Summe X, auf die sich DSB und DSJ am Ende einigen, problemlos dem DSB-Haushalt entnehmen.

Als wir zuletzt über Geld gesprochen haben, hatte unser DSB knapp 500.000 Euro auf dem Konto, und du mahntest, der Schachbund sei keine Bank. Jetzt hat er knapp 700.000 Euro auf dem Konto. Und das, obwohl Anwälte bezahlt werden mussten, der Schachgipfel noch nicht seine Kosten einspielt oder Jörg Schulz‘ Stelle komplett aus eigenen Mitteln finanziert werden musste, weil nach der Freistellung der Zuschuss weggefallen ist. Trotzdem haben wir immer mehr Geld. Wie kommt das? Und wo endet das?

Wir erleben immer noch die Folgen der ab 2014 wirksamen Beitragserhöhung. Seitdem habe ich keinen Haushalt gesehen, der die Beitragshöhe verwertet. Ohne einzelne Posten im Detail zu kennen: Dieses Jahr war die Zahl der Präsenzaktivitäten überschaubar und deswegen wahrscheinlich auch die Reisekosten. Generell kommt der DSB seit Jahren mit weniger aus, als er einnimmt, und so wächst Jahr für Jahr die Liquidität, und sie wächst und wächst.

Natürlich hat eine großartige Veranstaltung wie der Schachgipfel das Potenzial, ihre Kosten zu decken und mehr, speziell in Jahren ohne Pandemie, und das wird umso mehr gelten, wenn unser Schachbund dereinst seiner im Leitbild festgeschriebenen Pflicht zu Verbreitung und Pflege des Ansehens unseres Spiels gerecht wird. Analog dem französischen Vorbild wolle der Schachbund seinen Gipfel als Produkt vermarkten, hat DSB-Präsident Ullrich Krause schon vor zwei Jahren erklärt. Allerdings wäre es wichtig, dass in diesem Sinne Unternehmen nicht gratis auf die Sponsorenwand kommen, wie es beim Gipfel 2020 offenbar DGT widerfahren ist. Wir kennen nicht den Denkprozess, der zu diesem kuriosen Geschenk für DGT-Chef Hans Pees führte. Ob es sich um eine Retourkutsche gegenüber DGT-Mitbewerber Millennium gehandelt hat? Der war kurz zuvor als DSAM-Sponsor ausgestiegen, und Millennium-Chef Thomas Karkosch hatte kritisiert, der Schachbund habe beim Marketing einen “brutalen Schwachpunkt”.

Damals hast du gesagt, wir brauchen dringend einen Plan, was wir im Sinne unserer gemeinsamen Sache mit all dem Geld machen wollen. Das gilt wahrscheinlich immer noch.

Es hat sich ja nichts geändert. Es hat auch keine Diskussion beim Kongress oder in anderen Gremien gegeben. Das mag ja der besonderen Situation geschuldet sein, in der wir uns befinden, aber die Debatte ist mehr als überfällig. Und das viele Geld auf dem Konto macht ja den jetzigen Antrag so paradox: Der DSB wird immer vermögender, und jetzt soll per Umlage noch mehr Geld eingenommen werden.

Per Spenden-Button wirbt der DSB außerdem aktiv um Einnahmen. Die ersten neun Spenden seien schon eingegangen, hieß es neulich. Wann ist der Punkt erreicht, an dem uns die Gemeinnützigkeit weggenommen wird?

Der DSB hat einen Steuerberater, und der wird das Präsidium schon darauf aufmerksam machen, wenn es gefährlich wird. Kritisch sehe ich eher die Unterstützung durch das Innenministerium. Auch dort werden Kapitalbestände geprüft, es gilt das Subsidiaritätsprinzip. Und wenn das Innenministerium keine Notwendigkeit mehr sieht, den DSB zu unterstützen, dann dreht es den Hahn zu.

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Daniel Hendrich
Daniel Hendrich
11 Monate zuvor

“Kritisch sehe ich eher die Unterstützung durch das Innenministerium. Auch dort werden Kapitalbestände geprüft, es gilt das Subsidiaritätsprinzip. Und wenn das Innenministerium keine Notwendigkeit mehr sieht, den DSB zu unterstützen, dann dreht es den Hahn zu.”

Diese Warnung sollte derjenige, der nächstes Jahr auf dem Ticket von Herrn Langer als Vizepräsident Finanzen kandidiert, schon mal beherzigen 🙂

Anton
Anton
11 Monate zuvor

Die Vögel zwitschern von den Bäumen, dass das DSJ Berater Honorar von Jörg Schulz 45000eur sein könnte…

Werner Berger
Werner Berger
11 Monate zuvor
Reply to  Anton

Pro Monat oder für die gesamte Restlaufzeit seiner beratenden Tätigkeit?

Anton
Anton
11 Monate zuvor
Reply to  Werner Berger

Er soll wohl noch andere Einnahmequellen haben.

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
11 Monate zuvor
Reply to  Anton

Nach Corona steigen auch die Frisörkosten um 100%.

acepoint
11 Monate zuvor

Jetzt aber mal ernsthaft: wie wollen denn DSB und DSJ bei dieser Kassenlage verkaufen, dass in Zeiten von eher brachliegenden Vereinen ein zusätzlicher Obolus erhoben werden soll? Und das auch noch mit Hilfe solcher Taschenspielertricks bzw. Wortklaubereien?

Frank Bicker
11 Monate zuvor

Warum dringen die Präsidenten der Landesverbände nicht darauf, dass der DSB einen Aktionsplan vorstellt, wofür die angesparten Beiträge in Zukunft verwendet werden sollen, wie das Image in naher Zukunft wieder aufpoliert wird, wie der Leistungssport organisiert werden soll, welchen Status die Nationalmannschaften dabei bekommen und welche Befugnisse und Budgets den Trainern der Nationalmannschaften zustehen, wie die DSJ konkret finanziert wird und langfristige Planungssicherheit erhält, wie der Schachkongress vermarktet werden soll, welches Marketingkonzept verfolgt werden soll, … Diese Macht haben die Präsidenten der Landesverbände. Michael Langer und andere Präsidenten können auf diesen Seiten berichten, was sie konkret unternahmen, um die Interessen der… Weiterlesen »

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
11 Monate zuvor
Reply to  Frank Bicker

Am besten man installiert beim DSB und LV einen Aufsichtsrat aus Vertretern der Bezirke. Wenn es die Rechtsform nicht zulässt kann man ihn auch Wirtschaftsrat nennen .

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
11 Monate zuvor

Tatsächlich meine ich den Vorschlag ernst. Der Wirtschaftrat sollte aus Fachleuten bestehen die sich mit Finanzen auskennen. Die Amtsträger sind nicht immer vom Fach welches eigentlich das Amt benötigt. Ich halte es nicht für angemessen das sich ein Präsident an dieser Aufgabe zerreibt egal auf welcher Ebene wenn der Präsident Finanzen auch nicht vom Fach ist. In den Vereinen funktioniert es wohl besser. Da hat der Vorsitzende meist einen Fachmann zur Seite. Ein Gremium das sich mit Finanzen beschäftigt in einem Bundesverband ist ein Gewinn für die Entwicklung. Und das nimmt den Amtsträger irgendwo den Druck weil Finanzen immer wohl… Weiterlesen »

Frank Bicker
11 Monate zuvor

Die Diskussion zeigt, wie komplex die Probleme sind. Eigentlich wollte ich kein weiteres Diskussionsfeld eröffnen, was ich jetzt tun werde. Die Strukturen im DSB müssen professionalisiert werden, was die Frage einschließt, welche Struktur der DSB-Vorstand haben soll. Es ist zu überlegen, ob der Präsident des DSB eine bezahlte Stelle wird, mit entsprechenden Aufgaben, Verpflichtungen und Stimmrecht im Vorstand. Die Vorlaufzeit, um rechtliche Fragen zu klären, Konsens im Vorstand und im AKLV zu erzielen, dürfte bei 2 Jahren liegen. Es ist für einen DSB-Präsidenten kaum zu stemmen, Konzepte zu erstellen, in der Geschäftstelle nach dem Rechten zu schauen, das Tagesgeschäft zu… Weiterlesen »

Werner Berger
Werner Berger
11 Monate zuvor
Reply to  Frank Bicker

Es ist wohl eher so, dass bestimmte Personen sich darin gefallen, Herrn Fenner mit unerfreulichen Entwicklungen in Zusammenhang zu bringen, und zwar auch dort, wo ein solcher Zusammenhang tatsächlich nicht besteht.

Walter Rädler
Walter Rädler
11 Monate zuvor

“Mit der DSAM und dem Gipfel hat er sich veritable Denkmäler gebaut.” Einspruch Euer Ehren, das Konzept der DSAM und des Gipfels stand schon zu 100 Prozent. dies war eine Meisterleistung! Die Umsetzung ist Handwerk. Es waren schon viele Follower bei der DSAM da, dadurch, dass Ramada nicht mehr dabei war, konnte sich das Turnier vergrößern. Die Ausführung von DSAM und Gipfel war in Ordnung, keine Frage, aber er hat nur seinen Job gemacht, nicht mehr und nicht weniger. “Fenner kann Geschäftsführersachen wahrscheinlich besser als jeder, der bislang beim DSB Geschäftsführer war.” Er ist kein Teamplayer, sondern ein absolutistischer Alleinherrscher,… Weiterlesen »

Gerhard Streich
Gerhard Streich
11 Monate zuvor
Reply to  Walter Rädler

Bekanntlich hat Walter Rädler erhebliche Zweifel am akademischen Werdegang von Dr. Marcus Fenner. Wenn man bedenkt, welch ein Bohei um Doktortitel gemacht wird (siehe aktuell Franziska Giffey), könnte er durch mehr Transparenz etwas für seine eigene Glaubwürdigkeit und die des DSB-Präsidiums tun. Im Interview auf ChessBase vom 20.11.2019 sagte er, dass er Anfang des Jahrtausends in New York promoviert hätte. Genaueres erfahren wir nicht. Normalerweise ist das nicht erforderlich, aber in diesem Fall gibt es ein öffentliches Interesse.   Wie offen z.B. eine durch und durch sympathische Person wie Dr. Helmut Reefschläger damit umgegangen ist, zeigt sein Telefonanruf vom 6.… Weiterlesen »

Walter Rädler
Walter Rädler
11 Monate zuvor

AUTSCH! AUTSCH! AUTSCH! Der Geschäftsführer des Deutschen Schachbundes bedarf nach meiner Einschätzung u.a. Eigenschaften wie Integrität, Loyalität, Zuverlässigkeit… Wenn jemand notariell mit Professor Doktor unterschreibt, und dieses Dokument existiert, zeigt dies, wenn dem nicht so wäre dass er für diesen Job nicht geeignet ist. Sorry, das ist meine Meinung und auch von vielen Bekannten von mir, mit denen ich über dieses Thema gesprochen wird, da weiche ich keinen Zentimeter von der Auffassung ab. Zudem ist eine Straftat definitiv keine Nebensächlichkeit. Der derzeitige riesige Scherbenhaufen am Boden des DSB zeigt ja, dass meine vor einem Jahr an den AKLV verfasste Botschaft,… Weiterlesen »

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
11 Monate zuvor
Reply to  Frank Bicker

Sicher ist die Strukturierung eines Spitzenverband nicht mal eben so zu diskutieren. Da stimme ich ihnen zu.
Kritisch sehe ich wenn ein Präsident das Amt in Vollzeitbeschäftigung ausübt. Hier besteht bei dem Wahlmodus (alle zwei Jahre) keine wirtschaftliche Sicherheit wenn die Amtszeit nur zwei oder vier Jahre
dauern sollte. Dafür müsste der potenzielle Amtsinhaber eine vielleicht sichere und gut bezahlte Anstellung aufgeben. Das wird keine Familie mitmachen. Eigentlich sehe ich das Amt für reine repräsentativen und diplomatischen (Extern) aufgaben. Außerdem hat unsere Organisation zwei Präsidenten DSB/DSJ das wird eine nicht günstige Kostenstelle für die Beitragszahler.

Daniel Hendrich
Daniel Hendrich
11 Monate zuvor

Sie haben natürlich insofern Recht, dass Herr Langer nur antreten wird, wenn er sich sehr sicher ist, auch gewählt zu werden. Ob das realistisch ist, vermag ich nicht zu beurteilen.

Schachfreund
Schachfreund
11 Monate zuvor

700.000 Euro Rücklage auf dem Konto des DSB? Fallen darauf eigentlich Negativzinsen an??? – Falls ja, unbedingt die 45.000 Euro aus der Rücklage nehmen und auf die Umlage i.H.v. 50 Cent pro Mitglied verzichten!

Klaus M.
Klaus M.
10 Monate zuvor

Hat die beantragte Umlagefinanzierung eine Chance?
Baden, Berlin, Schleswig-Holstein, Hamburg, DSB und DSJ Präsidium sind wahrscheinlich dafür.
Niedersachsen, Bayern und Brandneburg sind dem Vernehmen nach dagegen.

Klaus M.
Klaus M.
10 Monate zuvor

Hamburg und Schleswig-Holstein sind die Landesverbände von Kraus, Ibs und Bruhn. Baden hat immer die DSJ unterstützt. Bayern hat immer Beitragserhöhungen abgelehnt. Langer hat das im Interview abgelehnt.

Phillipp
Phillipp
10 Monate zuvor

NRW müsste doch dann auch dafür sein, schließlich telefonierten Vize-Finanzen und Vize-Finanzen in ihrer gemeinsamen Zeit im Landespräsidium nachts miteinander.

trackback

[…] „Frechheit“ sei das, hat unlängst Niedersachsens Schachpräsident Michael S. Langer im Gespräch mit […]

trackback

[…] E-Mail an führende Funktionäre geschickt, in der unter anderem steht, er könne seinen Antrag zur Umlage für den DSJ e.V. ja […]

Werner Berger
Werner Berger
10 Monate zuvor

Der Hauptausschuss hat soeben den Berliner Änderungsantrag angenommen, die 45 TEUR werden dem Vermögen des DSB entnommen, eine Umlage auf die Landesverbände wird es nicht geben. Das entspricht meinen Erwartungen. “Much Ado About Nothing” würde ich die künstliche Empörung des Sportfreundes Langer kommentieren.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
10 Monate zuvor
Reply to  Werner Berger

Irgendetwas scheinen Sie da wieder durcheinander zu bringen. Hätte Krause auf Herrn Langer gehört, hätte Krause seinen komischen Antrag auch nicht zurückziehen müssen, der sowieso nicht Satzungskonform war, wie dies auch schon im Berliner Antrag angemerkt wurde.
Und bei der Kadergeschichte war Krause auch hoffnungslos überfordert, wie er jetzt selbst eingestehen musste. Dass man so mit Kaderspielern nicht umgehen kann, hätte ich ihm auch vorher sagen können.

Werner Berger
Werner Berger
10 Monate zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Sie waren wohl bei einer anderen Veranstaltung. Krause hat seinen Antrag – der sehr wohl satzungskonform, aber nicht “komisch” war – nicht zurückgezogen, sondern abgeändert. Und mit den Kaderspielern hat dieser Beitrag nichts zu tun. Sie müssen Ihr Gift schon an anderer Stelle verspritzen.

H. Edelwein
H. Edelwein
10 Monate zuvor
Reply to  Werner Berger

Sie sind sehr in Herrn Krause verliebt, nicht wahr, Herr Berger? Runter mit der rosaroten Brille! Krause wollte 45.000 Euro von den Landesverbänden und 0 Euro aus der DSB-Kasse zahlen. Jetzt gibt es 0 Euro von den Landesverbänden und 45.000 Euro aus der DSB-Kasse. Krachend gescheitert. Ihre Nebenkriegsschauplätze sind irrelevant.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
10 Monate zuvor
Reply to  H. Edelwein

Es ist immer wieder erstaunlich wie diese Leute sich selbst belügen. 🙂

Werner Berger
Werner Berger
10 Monate zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Sie bezeichnen H. Edelwein also als Lügner. So weit würde ich mich nicht hinauslehnen, er glaubt offenbar wirklich, was er von sich gibt.

Last edited 10 Monate zuvor by Werner Berger
Werner Berger
Werner Berger
10 Monate zuvor
Reply to  H. Edelwein

Verliebt bin ich nur in meine Frau. Falls einer von uns beiden homosexuell sein sollte – ich bin es nicht. Sie haben den Verlauf der Sitzung offenbar nicht verfolgt. Krause und Ibs haben einen modifizierten Antrag zur Abstimmung gestellt, der lediglich 20 000 Euro von den Landesverbänden und 25 000 EUR aus der DSB-Kasse vorsah. In Ihrer Brille ist offensichtlich nur Blindglas. Als DSB-Präsident ist es Krauses gesetzliche Pflicht, für die DSB-Kasse so viel wie möglich herauszuholen. Die Landesverbände sehen das naturgemäß anders. Einen Nebenkriegsschauplatz habe ich nicht eröffnet, das war Herr “Zachmann”.

Last edited 10 Monate zuvor by Werner Berger
Gustaf Mossakowski
10 Monate zuvor
Reply to  Werner Berger

Es gibt keine »gesetzliche Pflicht« eines Vereinsvorstands (hier: DSB-Präsidium), von seinen Mitgliedern (hier Landes- und sonstige Verbände) soviel Geld wie möglich einzutreiben. Ganz im Gegenteil: bei gemeinnützigen Vereinen beäugt das Finanzamt große Geldansammlungen kritisch.

Aufgabe des Schachbunds ist die »Pflege und Förderung des Schachspiels«. Es gibt sicher, da an allen Stellen unterschiedliche Menschen beteiligt sind, unterschiedliche und teilweise auch gegensätzliche Auffassungen, wie man das umsetzt. Solche Gegensätze zwischen Präsidium und Mitgliedsverbänden aber als »naturgemäß« zu bezeichnen, erscheint mit extrem unpassend. Es handelt sich hier nicht um einen Kampf »Wir gegen die«, sondern um ein allgemeines Einsetzen für den Schachsport.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
10 Monate zuvor
Reply to  Werner Berger

Man muss da nicht dabei gewesen sein, nur bei Twitter lesen.
Und da können Sie auch das Kaderthema nachlesen.
Die DSB-Spitze sollte sich daran gewöhnen, dass Vertuschen nicht mehr funktioniert.
Es erstaunt mich immer wieder, wie unfähig man agiert. In jedem Kindergarten funktioniert das besser.

Stefan
Stefan
10 Monate zuvor

Wer hätte das gedacht? Wieder Drama in der deutschen Schachszene. Was für Versager.

acepoint
11 Monate zuvor

Angesichts des in der Vergangenheit doch eher «flexiblen» Umgangs mit eingehenden Anträgen lohnt vieleicht ein Nachhaken bei Malte Ibs? *duck u. wech*

Werner Berger
Werner Berger
11 Monate zuvor

Jedem einigermaßen klar Denkenden musste von vornherein klar sein, dass die Eigenständigkeit der DSJ vor allem eins mit sich bringt: höhere Kosten, die im Endeffekt der Beitragszahler, also die Einzelmitglieder der Vereine, aufzubringen hat. Wer anderslautenden Versprechungen Glauben geschenkt hat – wie der Sportsfreund Langer für sich selber vorgibt -, muss sich vorhalten lassen, reichlich naiv gewesen zu sein. Und wenn die Finanzierung auf andere Weise möglich sein sollte, möge der Sportsfreund Langer das auf dem Hauptausschuss so vortragen und für die Ablehnung der vorgeschlagenen Umlage eintreten. Für gespielte Empörung – die ja doch nur als Teil seines fortgesetzten Bashings… Weiterlesen »

Mary Napp
Mary Napp
11 Monate zuvor
Reply to  Werner Berger

Kleine Änderung am Text und auch ich stimme zu:
Jedem einigermaßen klar Denkenden ist jetzt klar, wer den Versprechungen der Führungsriege des DSB Glauben geschenkt hat, muss sich vorhalten lassen, reichlich naiv gewesen zu sein.

Werner Berger
Werner Berger
11 Monate zuvor
Reply to  Mary Napp

Nur war es nicht die Führungsriege des DSB, sondern Malte Ibs und Konsorten, die stets von der Konstenneutralität des Unternehmens “DSJ e.V.” schwadronierten.

Stefan Hütte
Stefan Hütte
11 Monate zuvor
Reply to  Werner Berger

in den 700.000 Euro Rücklage sind bestimmt auch Beiträge von Kindern und Jugendlichen enthalten, oder?

Gerhard Streich
Gerhard Streich
11 Monate zuvor
Reply to  Werner Berger

Sportsfreund Werner Berger ist ein Phänomen. Niemand kennt ihn. Er kennt sie alle. Und er versteht sich aufs klare Denken. Wenn Ullrich Krause gewusst hätte, dass er einen dermaßen kompetenten Fan hat, hätte er ihm bestimmt den Wirtschaftsdienst übertragen. Der muss nun abgewickelt werden. Shit happens. – Sportsfreund Michael S. Langer empört sich zu Recht über Fehlentwicklungen im Deutschen Schachbund. Wer daran Anstoß nimmt, benötigt Nachhilfe in Demokratie.

Peter Sargem
Peter Sargem
11 Monate zuvor
Reply to  Werner Berger

Leseschwäche? Der Vorschlag steht im Interview: Einfach aus den grotesk großen Rücklagen bezahlen.

Werner Berger
Werner Berger
11 Monate zuvor
Reply to  Peter Sargem

Leseschwäche nicht bei mir.

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
11 Monate zuvor
Reply to  Werner Berger

“Jedem einigermaßen klar Denkenden musste von vornherein klar sein, dass die Eigenständigkeit der DSJ vor allem eins mit sich bringt: höhere Kosten,, Ich denke die DSJ hat eine Geschäftsstelle in den Räumlichkeiten des DSB. Die Schreibtische ,Chefsessel, Aktenschrank, Kaffeemaschine und Wasserkocher für 11/2 Mitarbeiter sind ja auch noch vorhanden. Die technische Ausrüstung ist sicher auch noch da. Gut der Umbau für die räumliche Trennung muss gestemmt werden, da kann man den Vermieter ansprechen, mit dem Vermieter besteht hoffentlich noch ein gutes Verhältnis. Außerdem darf der neue Berater die heiligen Räume nicht betreten so das die Luft klinisch sauber ist. Der… Weiterlesen »