Richtig sitzen, eine Wissenschaft

Vor dem Fischer-Spassky-Match 1972 traten Sitzmöbel in der Schachgeschichte kaum einmal in Erscheinung, spezielle Sitz-Präferenzen von Schachspielern waren nicht bekannt. Fotos von früher zeigen die alten Meister unseres Spiels in aller Regel auf einfachen hölzernen Stühlen. Wie sie saßen und worauf, hat die Steinitzs, Tarraschs und Laskers nicht weiter interessiert – was auch damit zu … Richtig sitzen, eine Wissenschaft weiterlesen

Bobby Fischer und sein Drehstuhl

Mehr ein halbes Dutzend Stühle hatten die Organisatoren des Kandidatenfinales 1971 auf der Bühne des Theaters in Buenos Aires bereitgestellt. Bobby Fischer testete einen nach dem anderen. Fischer ging von Stuhl zu Stuhl, nahm Platz, erhob sich, schüttelte den Kopf. Würde das Match scheitern, weil sich keine passende Sitzgelegenheit für Fischer findet? Colonel Edmund Edmondson, … Bobby Fischer und sein Drehstuhl weiterlesen

Stefan Kindermann: “Ich wollte damals nichts anderes machen, als professionell Schach zu spielen”

Als Stefan Kindermann 1997 zur K.o.-Weltmeisterschaft in Groningen antrat, war er kein Vollprofi mehr. Und doch gelang es ihm, einen der Mitfavoriten aus dem Turnier zu kegeln - ein Karrierehöhepunkt in einer Phase, in der sich der Münchner Großmeister, vielfache deutsche Nationalspieler und gebürtige Österreicher schon neu orientierte. Heute ist Stefan Kindermann Geschäftsführer der Münchener … Stefan Kindermann: “Ich wollte damals nichts anderes machen, als professionell Schach zu spielen” weiterlesen

Als Wolfram Bialas Boris Spasski vom Tennisspielen abhielt

Wolfram Bialas und seine Sindelfinger Mitspieler staunten nicht schlecht, als sie während der Schachbundesliga-Saison 1987/88 den Spielsaal in Solingen betraten. Ihnen begegnete ein gut gelaunter Boris Spasski, der kein Geheimnis aus seiner Absicht machte, an diesem Tag möglichst wenig Zeit am Schachbrett zu verbringen. Der Ex-Champion in Diensten der SG Solingen trug bereits seine Tennisklamotten. Am … Als Wolfram Bialas Boris Spasski vom Tennisspielen abhielt weiterlesen

Gelbe Karte für den Iran

Die 46. Schacholympiade 2024 wird in Ungarns Hauptstadt Budapest ausgetragen. Das ist einer der Beschlüsse der 91. FIDE-Generalversammlung, die in weiten Teilen im Zeichen eines möglichen Ausschlusses des iranischen Verbands aus der weltweiten Schachgemeinschaft stand. Weitere Beschlüsse: Der Schachverband der Isle of Man ist ab sofort Teil der FIDE, und Exweltmeister Boris Spassky ist ab … Gelbe Karte für den Iran weiterlesen

Der Tag, an dem mich Alexander Aljechin bestraft hat

Mit den Partien von Alexander Aljechin setzte ich mich schon immer weniger gern auseinander als mit denen anderer Legenden wie Nimzowitsch oder Petrosjan. Trotzdem bin ich natürlich auch „sein“ Kapitel in Garri Kasparows Band 2 von „Meine großen Vorkämpfer“ durchgegangen. Als „Genie der Schachkombinationen“ wurde Aljechin gemäß Kasparow schon zu Lebzeiten bezeichnet, von vielen Weltmeistern … Der Tag, an dem mich Alexander Aljechin bestraft hat weiterlesen

Horts irische Schachgeschichten

Vlastimil Hort hat so viele Schlachten geschlagen, eine Übersicht über seine sechs Dekaden umfassende (und längst nicht beendete) Karriere als Schachmeister würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Wer Hort fragt, welche dieser ungezählten Schlachten er am liebsten vergessen würde, der bekommt unmittelbar eine Antwort. Das WM-Kandidaten-Viertelfinale 1977 in Reykjavik gegen Boris Spassky wurmt Hort bis … Horts irische Schachgeschichten weiterlesen

Ein class act: Glückwunsch, Boris!

Enttäuscht sei er nicht, sagte Boris Spassky, nachdem er das WM-Match 1972 gegen Bobby Fischer verloren hatte. Vielleicht war er sogar erleichtert? Das sagt Spassky nicht, aber zwischen den Zeilen schwingt es mit. Warum er verloren hat? Spassky könnte angesichts Fischers Eskapaden jede Menge Ausflüchte anbringen. Stattdessen sagt er: "Fischer ist der bessere Spieler." Und … Ein class act: Glückwunsch, Boris! weiterlesen

Ungarn und seine Schach-Sphinx: Erst wackelten die Sowjets, dann fielen sie

Die Dominanz des sowjetischen/russischen Schachs in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts veranschaulicht keine andere Statistik so eindrucksvoll wie die Siegerlisten der Schacholympiaden. 50 Jahre eilten die Russen von Sieg zu Sieg, von 1952 bis 2002. Ein einziges Mal gelang es einer anderen Nation, die übermächtigen Schachmeister aus dem osteuropäischen Riesenreich hinter sich zu lassen. … Ungarn und seine Schach-Sphinx: Erst wackelten die Sowjets, dann fielen sie weiterlesen