Jörg Schulz’ langer Arm?

Nikola Franić ist neuer Geschäftsführer der Deutschen Schachjugend. Ende Februar gab die DSJ bekannt, es habe sich eine Vielzahl von Bewerberinnen und Bewerbern auf die seit dem unfreiwilligen Abgang von Jörg Schulz freie Stelle beworben. Am Ende eines mehrstufigen Auswahlverfahrens sei die Wahl auf den 38-Jährigen gefallen.

Franić ist in Zagreb geboren und in Lippstadt aufgewachsen, wo er erste Kontakte zum organisierten Schach knüpfte, speziell zum LSV/Turm Lippstadt. Dort, ebenso wie später beim SK Marburg, hat er sich in der Jugendarbeit eingebracht. Als Student in Marburg war Franić ehrenamtlich im Vorstand des Allgemeinen Deutschen Hochschulverbands engagiert. „Als erstes möchte ich den Verband bestmöglich kennenlernen, indem ich möglichst viele Veranstaltungen begleite und so einen guten Eindruck von der DSJ und ihren vielen Helfern bekomme“, sagte Franić in seinem Antrittsinterview auf der DSJ-Seite.

Nikola Franic, DWZ 1632, SK Marburg. | Foto via Deutsche Schachjugend

Ein Interview zum Antritt, im Prinzip ein schöner Akzent, der den neuen DSJ-Chef von seinem künftigen DSB-Pendant in der Geschäftsstelle unterscheidet: Marcus Fenner hat den Leuten drei Jahre und ungezählte Unsäglichkeiten später immer noch nicht mitgeteilt, wer er ist, wofür er steht und wohin er steuern will. Franić hat zumindest die ersten beiden Fragen beantwortet, bevor er sich ans Werk macht. Aber mit einem Passus in seinem Antrittsinterview hat er sogleich für Irritation gesorgt.

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Angesichts des gespaltenen, unverändert reparaturbedürftigen Verhältnisses zwischen Jugend und Schachbund hätte er sagen können, dass er für eine Befriedung und für konstruktive Zusammenarbeit steht, dafür, die Kräfte des deutschen Schachs zu vereinen. Damit hätte er eine wichtige Baustelle markiert und ein Zeichen in Richtung Normalität gesetzt, ein Zeichen, zu dem sich die DSB-Führung bislang nicht hat durchringen können. Stattdessen sagte Franić:

„In Jörg Schulz habe ich einen aktiven Unterstützer als Kollegen in der Geschäftsstelle an meiner Seite. Das Wissen und die geballte Erfahrung von Jörg möchte ich als Grundlage nutzen, um mit meinem frischen `Blick von außen´ und möglichst vielen Ideen zur Weiterentwicklung des Verbands beizutragen.“

Einerseits weiß der DSJ-Berater Jörg Schulz gewiss viel, kennt jede Menge Leute und hat manche Erfahrung gesammelt, von denen Franić profitieren wird. Wie wertvoll Schulz‘ Wissen ist, wäre auch so bekannt gewesen. Andererseits ist Schulz in der anderen, dem DSB zugeordneten Hälfte der Geschäftsstelle ein personifiziertes rotes Tuch.

Muss man damit sogleich wedeln? Und: „In der Geschäftsstelle an meiner Seite“? Als der erdbebenhafte Kulturkampf Fenner-Schulz eskaliert war, wurde Jörg Schulz verboten, diese Geschäftsstelle zu betreten. Seitdem ist nicht bekannt geworden, dass dieses Verbot aufgehoben ist.

Die Dauerbaustelle. | Foto: Deutscher Schachbund

Beginnt der neue DSJ-Geschäftsführer nun also mit einer Provokation, indem er sich als erste Amtshandlung öffentlich in die Tradition der DSB-Reizfigur schlechthin stellt? Eine unbedachte Aussage des Neuen in Unkenntnis der Verhältnisse war es jedenfalls nicht, dann hätte nachträglich jemand eingegriffen. Aber die oben zitierten Zeilen stehen seit dem 28. Februar unverändert auf der DSJ-Website, sie sind so gewollt. Brückenbau geht anders.

Irritation hatte vor dem Antrittsinterview schon die Personalentscheidung des DSJ-Auswahlgremiums ausgelöst: in manchen Landesverbänden des DSB ebenso wie in Landesschachjugenden, überall dort nämlich, wo die Defizite der Jugendorganisation in Sachen Buch- und Kassenführung besonders stark gewichtet werden.

Beim Kongress 2020 hatten DSB-Geschäftsführer Marcus Fenner und -Schatzmeister Hans-Jürgen Weyer unisono gefordert, die Schachjugend müsse nun in erster Linie einen veritablen Buchhalter einstellen. Seitdem läuft innerhalb der DSJ eine intensive Debatte über die Defizite und die Frage, in welchem Maße sie bestehen. Speziell die bayerische Schachjugend hält sie für eklatant. Die aktuelle DSJ-Führung sieht das anders.

Jörg Schulz. | Foto: DSJ

Bestimmt braucht das deutsche Schach keine zweite fantasie- und farblose, verschanzt-unbewegliche Organisation, deren Spitzenleute in erster Linie sehr gut Zahlen in Formulare eintragen können. Aber angesichts der Vielzahl von Leuten, die sogar innerhalb der Schachjugend anmahnen, die Ära der Bargeldkasse in der Hosentasche müsse nun enden, liegt nahe, dass in dieser Hinsicht Handlungsbedarf besteht. Allgemein war erwartet worden, dass das Profil des neuen DSJ-Geschäftsführers diesen Handlungsbedarf spiegelt.

Das Profil des einstigen Lehramtsstudenten Nikola Franić spiegelt es nicht, es steht mit seinem Fokus auf Jugendarbeit, Jugendaustausch, Jugendbegegnung in der Tradition von – Jörg Schulz. Hat der als DSJ-Berater bei der Auswahl seines Nachfolgers ein gewichtiges Wort mitgesprochen? Das entscheidende gar?

Kevin Högy zum Referenten für Leistungssport gewählt – NSV
Kevin Högy. | Foto: DSB

Während bei der DSJ das Auswahlverfahren lief, galt bei der Mehrheit der Beobachter jemand anderes als Favorit auf die freie Stelle, als gesetzt sogar: Der bisherige DSJ-Mitarbeiter Kevin Högy. Der hatte ein abgeschlossenes BWL-Masterstudium vorzuweisen und einen A-Trainerschein. Dazu der Umstand, dass im deutschen Schach außerhalb von Lippstadt und Marburg schon Leute von ihm gehört haben. Und der Umstand,. dass schon vor Monaten der DSB um Högys Dienste geworben hatte.

Diese Personalie hätte eine Brücke zwischen den Schachorganisationen sein können, auch hier liegt Schulz-Einfluss nahe. Neben seiner BWL- und Compliance-Expertise hätte der niedersächsische Leistungssportreferent Högy einen weiteren Fokus eingebracht, den auf Leistungssport. Und das wiederum ist ein Feld, für das der einstige DSJ-Geschäftsführer nie viel übrig hatte. Familie Pähtz kultiviert ihren Groll gegen Jörg Schulz deswegen seit Elisabeths Kindertagen.

Nun hat die Besetzung der DSJ-Geschäftsführerstelle dem DSB einen zusätzlichen Mitstreiter beschert. Seitdem die Entscheidung für Franić verkündet ist, firmiert Kevin Högy auf der DSB-Website als DSB-Mitarbeiter. Zuvor war er dort als DSJ-Mitarbeiter aufgeführt.

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Siegfried
Siegfried
1 Jahr zuvor

Wie kann ein gekündigter Angesteller ohne Amt so großen Einfluss auf die Auswahl seines Nachfolgers ausüben? Jörg Schulz ist die Graue Eminenz – wie Helmut Kohl – von der die Schachjugend erst noch laufen lernen muss.

Last edited 1 Jahr zuvor by Siegfried
Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Siegfried

Helmut Kohl war nie Mitglied im Schachbund.

Ein echter Holsteiner
Ein echter Holsteiner
1 Jahr zuvor

Nicht nur im DSB läuft vieles schief, die DSJ ist nicht im Ansatz besser, auch wenn sie dies in den vergangenen Jahren immer sehr gut geschafft hat zu vertuschen. Transparenz gleich null, viele noch zu junge und unerfahrene LSJ fallen leider immer wieder darauf ein. Was muss eigentlich noch alles passieren? Versuchte Manipulation von Kassenprüfern durch Herrn Schulz, keine Kontovollmacht für einen Kassenwart, fragwürdige Hotelverträge durch Herrn Schulz verhandelt, Mobbing von Andersdenkenden, selbst ein Mitglied des Vorstandes emfand in der letzten Jugendversammlung, dass der Vorwurf der Korruption im Raum steht, usw.. Die Auswahl des Geschäftsführers ist nun der absolute Gipfel.… Weiterlesen »

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Da bringen Sie ja einige Dinge durcheinander. Der DSJ-Geschäftsführer Schulz war beim DSB angestellt. Und wenn die DSB-Spitze nicht weiß was auf den Gehaltszettel der eigenen Angestellten steht, dann ist das ja noch viel schlimmer als man sich das vorstellen kann. Aber gut, dass Sie eingestehen, dass beim DSB vieles schief läuft. Und letztlich hat die DSB-Spitze entschieden Jörg Schulz unter Weiterzahlung des Gehalts freizustellen. Von daher hat die DSB-Spitze kläglich versagt. Die DSJ wollte ja, dass Jörg Schulz für die Gehaltszahlungen arbeitet. Letztlich konnten sich die beiden Vorsitzenden (DSB+DSJ => DSB-Präsidium) nicht auf eine gemeinsame Vorgehensweise einigen und waren… Weiterlesen »

Ossi Weiner
1 Jahr zuvor

@Ein echter Holsteiner schreibt: “Versuchte Manipulation von Kassenprüfern durch Herrn Schulz, keine Kontovollmacht für einen Kassenwart, fragwürdige Hotelverträge durch Herrn Schulz verhandelt, Mobbing von Andersdenkenden, selbst ein Mitglied des Vorstandes emfand in der letzten Jugendversammlung, dass der Vorwurf der Korruption im Raum steht, usw..” Alle diese Anschuldigungen waren Insidern schon seit vielen Jahren bekannt. Warum ist keiner der früheren DSB Vorstände diesen sehr ernsten Vorwürfen mit der gebotenen Ernsthaftigkeit nachgegangen? “Es wird höchste Zeit, dass die Deutsche Schachjugend endlich von Herrn Schulz befreit wird und es an der Führungsspitze neue Kräfte gibt.” Seit Monaten wird die amtierende DSB Spitze (aus… Weiterlesen »

Michael Juhnke
Michael Juhnke
1 Jahr zuvor

Seit über 20 Jahren wird die Deutsche Jugendeinzelmeisterschaft zentral ausgetragen. Die Verträge wurden auftragsgemäß durch den Geschäftsführer verhandelt, aber nie abgeschlossen. Hierzu wurden immer Entscheidungen in den Vorstandssitzungen der DSJ und häufig auch auf der DSJ-Vollversammlung getroffen. Außerdem wird die Kasse der DSJ, die bislang ja nur eine Unterkasse des DSB e.V. ist, jedes Jahr durch zwei Kassenprüfer der DSJ und durch zwei Kassenprüfer des DSB geprüft. Sollten diese vier Kassenprüfer durch J. Schulz manipuliert worden sein, wäre dies ein Armutszeugnis für diese und auch für die Finanzreferenten im DSJ bzw. DSB Vorstand, die fachlich für den Jahreshaushalt zuständig sind.… Weiterlesen »

Gustaf Mossakowski
1 Jahr zuvor
Reply to  Michael Juhnke

Danke Michael, nüchterne Fakten tun hier mal gut. Sowohl der hessische »Holsteiner« als auch Ossi Weiner sind beide lange genug im DSB tätig, dass ihnen die Fakten bekannt sein sollten. In einem Punkt stimme ich Ossi zu: Ich habe immer weniger Lust, ehrenamtlich aktiv im Schach zu bleiben. Und ich weiß von vielen anderen, dass sie diese unterirdischen Streitigkeiten auch satt sind.

Ankonfred
Ankonfred
1 Jahr zuvor

Ein wenig Sachverstand ist schon notwendig. Keine Berührungspunkte? Dann sollte man mal die DSJ-Veranstaltungen besuchen.
Ein Finanzreferent kann nur so zeitnah buchen, wie ihm die Belege vorgelegt werden. Und wenn dies der GF nicht macht…
Gerade als Verband ist man in der Pflicht ordnungs-, satzungs- und sachgemäß zu handeln. Da geht es nicht um 300 EUR. Man schaue sich den verwalteten Etat doch einmal an.

Olaf Nevermann
Olaf Nevermann
1 Jahr zuvor

Liebe Schachfreunde, ichhatte mr den Kriterienkatalog für den Geschäftsführer angesehen und mir auch ein paar eigene Gedanken gemacht. Folgende grundsaätzliche Fähigkeiten erwarte ich von einem Geschäftsführer, besonders einer Bundesorganisation: – abgeschlossenes Studium im Bereich Wirtschaft – Führungserfahrung – Erfahrung im Aushandeln von Verträgen – Erfahrung im Bereich Schach, sowohl organisatorisch als auch praktisch – umfangreiche Tätigkeiten auf Vereins-, Landes- und wünschenswerter Weise Bundesebene – eigene Ideen, diesen Verband zu führen und zu vertreten – Fähigkeit zum selbstständigen Handeln Was davon erfüllt der neue Geschäftsführer? Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich auf diesen gut dotierten Posten nicht andere und qualifiziertere… Weiterlesen »

Gustaf Mossakowski
1 Jahr zuvor
Reply to  Olaf Nevermann

Die Stelle des Geschäftsführers für einen kleinen Sportverband ist strukturell nicht mit der Stelle eines Geschäftsführers in der freien Wirtschaft vergleichbar. Es gab eine Ausschreibung. Hier wurde kein Wirtschaftsstudium gefordert. Im Übrigen haben selbst unter den 30 Konzernen im Deutschen Aktienindex (DAX) von den ca. 160 Vorstandsmitgliedern nur ungefähr die Hälfte ein Wirtschaftsstudium, daher kann ich nachvollziehen, dass es bei einem kleineren Jugend-Sportverband für nicht notwendig gehalten wurde. Ob die Stelle gut dotiert ist, ist sicherlich eine Frage des Blickwinkels. Ich denke, dass die meisten DSJ-Vorstandsmitglieder, die bereits beruflich tätig sind, in ihren Jobs mehr verdienen. Ja, die vier Leute,… Weiterlesen »

Thomas Schumacher
Thomas Schumacher
1 Jahr zuvor

Aus dem Anforderungsprofil laut Ausschreibung:
“Sie verfügen über rechtliche und kaufmännische Kenntnisse sowie über ein abgeschlossenes Studium mit Bezug zum Stellenprofil (oder eine vergleichbare Qualifikation).”
Wer ist nun besser geeignet: Der BWL-Master oder der unfertige Lehramtsstudent?

Gustaf Mossakowski
1 Jahr zuvor

Das ist einer der Punkte aus dem Anforderungsprofil. Es gibt da noch weitere. Ich kenne die Bewerbungsunterlagen nicht, daher würde ich nicht vorschnell eine Bewertung abgeben. Als Diplom-Ingenieur halte ich naturgemäß wenig von BWL oder Lehramt, insofern sind beide ungeeignet 😉 Aber um einen »unfertigen Lehramtsstudenten« geht es hier sowieso nicht. Der Mann hat Lehramt studiert und das Studium erfolgreich abgeschlossen.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Um ein paar größere Schachturniere als Geschäftsführer zu begleiten ist ein BWL-Master eher vollkommen überqualifiziert. Insbesondere weil Jörg Schulz als langjähriger Amtsinhaber weiterhin als Berater zur Verfügung steht. An der Tätigkeit hat sich in den letzten Jahrzehnten nichts grundsätzliches geändert, außer vielleicht, dass der Schriftverkehr überwiegend elektronisch abgewickelt wird. Schachturniere abzuwickeln ist jetzt wirklich kein Hexenwerk. Ich habe die Videos der DJEM in 2020 gesehen, das war sehr gut organisiert und präsentiert. Das muss man jetzt nur noch alljährlich wiederholen und für die übrigen Turniere gilt das ebenso. Die DSJ-Mannschaft steht und der neue Geschäftsführer ist offensichtlich der DSJ-Wunschkandidat. Was… Weiterlesen »

Ossi Weiner
1 Jahr zuvor

Ich empfehle ebenfalls, Niko erstmal eine Chance zu geben.
Es kann ja nur besser werden …

Daniel Hendrich
Daniel Hendrich
1 Jahr zuvor

Aus dem Artikel könnte man fast sowas wie Kritik an der DSJ herauslesen? Das kann ja aber nur ein Irrtum sein oder? 🙂

Nachgedacht
Nachgedacht
1 Jahr zuvor

Was ist in der DSJ Geschäftsstelle los? Jetzt hat offenbar der nächste Mitarbeiter gekündigt.
Die DSJ sucht nicht nur einen sondern zwei Mitarbeiter.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Nachgedacht

Was für eine Überraschung!
Wenn langjährige Mitarbeiter gekündigt werden, sollte man sich nicht wundern, wenn Mitarbeiter auch mal selbst kündigen. Vielleicht hat man zu wenig bezahlt oder der Mitarbeiter hat Bedenken öffentlich durch den Kakao gezogen zu werden. Wenn man bei der Schachorganisation die angestellten Leute so schlecht behandelt, dann muss man sich über die Folgen nicht wundern.
Und ja, richtig erkannt. Wenn Mitarbeiter kündigen, dann muss man neue Mitarbeiter suchen, sofern die Arbeit auch weiterhin ansteht und gemacht werden soll.
Wie lange haben Sie nachgedacht um diese einfachen Erkenntnisse zu gewinnen?

Schindler
Schindler
1 Jahr zuvor

Brisante Informationen enthüllt bei Paul Meyer-Dunker. Empfehlung für DSJ Mitgliederversammlung Vorsitzenden und Finanzverantwortlichen nicht zu entlasten.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Schindler

Ach, hat man jetzt endlich gemerkt, dass der Geschäftsführer doch nicht für die Kassenführung verantwortlich ist ??
Man wird doch nicht etwa die Finanzordnung gelesen und verstanden haben ?
Was da auf Bundesebene bezüglich Finanzverantwortung abgeht, ist nicht mehr zu toppen.

Daniel Hendrich
Daniel Hendrich
1 Jahr zuvor
Reply to  Schindler

Ach was? Ich dachte immer, das Finanzgebaren der DSJ wäre über jeden Zweifel erhaben?

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Nein, man hat halt immer nur den falschen angekuckt. Jörg Schulz wurde ausgetauscht, aber das Problem ist erwartungsgemäß geblieben. Das Problem bezüglich Finanzgebaren ist ja auch nicht nur auf die DSJ begrenzt, wie man dies erst vor gut 4 Monaten beobachten konnte (geplante Sonderumlage für Vereinsmitglieder). Die Frage ist auch, warum bekommen das die Landesverbände nicht in den Griff? Schließlich bestimmen die Landesverbände, wer im Vorstand ist (das gilt für den DSB- und DSJ-Vorstand). Ich bin bereit Tipps zu geben, gerne auch in Verbindung mit einem Online-Training, wie man eine Kasse rechts- und angriffssicher führt und dokumentiert. Gerade in Zeiten… Weiterlesen »

Nachgedacht
Nachgedacht
1 Jahr zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Gebe der DSJ Online-Training, wie man eine Kontovollmacht anlegt.

H. Edelwein
H. Edelwein
1 Jahr zuvor
Reply to  Nachgedacht

Warum soviel Arroganz, Herr F.? Sie wissen doch, dass es mittlerweile eine Kontovollmacht gibt. Sie sind doch Insider, immer bestens informiert, aber zu feige, unter eigenem Namen aufzutauchen.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Nachgedacht

Eine Kontovollmacht ist nicht ausreichend, man muss auch wissen wie man damit administrativ umgeht.
Und genau das scheint das Problem auf der Bundesebene zu sein. Also nicht immer “nur” auf die DSJ-Abteilung schimpfen, das Finanzgebaren der DSB-Abteilung ist mindestens ebenso fragwürdig und das nicht erst seit gestern. Die Kindergartenspielchen der Möchtegernmanager der letzten 2 Jahre waren da sicherlich nicht besonders zielführend.

Nachgedacht
Nachgedacht
1 Jahr zuvor

Die DSJ hat eine fünfstellige Summe nach eigenen Angaben für den Jugendkongress und die DLM in den Sand gesetzt. Gleichzeitig nimmt die DSJ Spenden ein und behauptet, damit das Jugendschach in Deutschland voranzutreiben. Tatsächlich wird das Geld benötigt um Löcher zu stopfen.

Last edited 1 Jahr zuvor by Nachgedacht
Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Nachgedacht

Zitat: ” … nach eigenen Angaben in den Sand gesetzt. “
Wo kann man das nachlesen ?
Oder hat da einer nur unqualifiziert nachgedacht ? 🙂

trackback

[…] Jörg Schulz steht. Högy, der allgemein als Schulz‘ Nachfolger erwartet worden war (und es dann nicht wurde), steht außerdem eher auf Seiten derjenigen, die finden, dass es in der DSJ-Buchhaltung vor der […]

Michael Juhnke
Michael Juhnke
1 Jahr zuvor

Mich interessiert, womit die im Artikel getroffene Aussage “Und der hat als DSJ-Berater bei der Auswahl seines Nachfolgers ein gewichtiges Wort mitgesprochen” belegt ist. Meinen zugegebenermaßen etwas beschränkten Informationen nach war J. Schulz weder an der Stellenausschreibung noch in irgendeiner Form an der Kandidatenauswahl beteiligt. Auch hat er den neuen GF soweit ich weiß erst nach der Anstellung kennengelernt.
Dass J. Schulz nach Einstellung eines neuen GF diesem seitens der DSJ e.V. als Berater zur Seite gestellt wird, war mit dem DSB abgestimmt und schon auf dem Kongress in Magdeburg kommuniziert worden. Angesichts des umfangreichen Aufgabengebiets macht dies auch Sinn.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Michael Juhnke

Das deckt sich auch mit meinen Informationen.
Jörg Schulz habe ich 2019 bei einer 2-tägigen Veranstaltung kennengelernt.
Ich habe nicht den Eindruck gewonnen, dass er anderen Leuten seinen Willen aufzwingen will. Das genaue Gegenteil war der Fall. Er hört sehr gut zu und greift vorgetragene Ideen auf.
Ich kann durchgehend nachvollziehen, warum der DSJ-Vorstand an ihm als Berater festhält.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Wenn die DSB-Spitze rote Tücher sieht, dann sollte man seine Sichtweise überprüfen.
Zusammenarbeiten ist immer besser als gegeneinander zu arbeiten.
Diese einfache Erkenntnis sollte man sich zu eigen machen.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Der neue DSJ-Geschäftsführer hat auch schon seine erste Infokonferenz mit den Jugendvertretern der Landesverbände durchgeführt. Und für die Geschäftsstelle wird eine personelle Unterstützung gesucht.
Die Deutschen Jugendmeisterschaften 2022-2025 werden auch schon geplant und entsprechend kommuniziert.
Es läuft also. 🙂

Gustaf Mossakowski
1 Jahr zuvor

Da sind ein paar Fehler im Artikel: – Verantwortlich für die mehrstufige Auswahl des neuen Geschäftsführers war vorab eine vierköpfige Gruppe mit aktuellen DSJ-Vorstandsmitgliedern und einem ehemaligen Vorsitzenden. Die Endauswahl fand dann zusammen mit dem Geschäftsführenden Vorstand der DSJ zusammen statt. Der ehemalige Geschäftsführer hat wie die gesamte Schachöffentlichkeit (inkl. dem restlichen DSJ-Vorstand und aktuellen und ehemaligen hauptamtlichen Mitarbeitern) erst nach Abschluss des Verfahrens mitbekommen, wer es wird. – Die Bewerber um die Stelle waren und sind außerhalb dieser Gruppe niemandem bekannt. Mir auch nicht. Daher ist es verwunderlich, dass es aus offenbar nicht informierten Kreisen einen Favoriten gegeben haben… Weiterlesen »

Gustaf Mossakowski
1 Jahr zuvor

Ja, dann schreib aber bitte hin, dass es deine eigene Spekulation ist. Die anonymen Poster springen darauf an, bei schachfeld.de hat sogar einer extra dafür einen Account erstellt (auch wenn er versucht hat, das ein bissl zu kaschieren), um die Schlagzeile weiterzutragen und die anonymen Proxy-Poster hier finden es auch ganz toll. Anderswo liest man, dass du bei dem und dem nachgefragt hast. Ich habe gerade mit einem Mitglied aus der Findungsgruppe gesprochen, ihr ist keine Anfrage bekannt, dass du wissen wolltest, wie der Bewerbungsprozess abgelaufen ist. Warum ist das nicht passiert? Also, nochmal kurz und knapp: Jörg Schulz war… Weiterlesen »

The Bavarian
The Bavarian
1 Jahr zuvor

Das ist doch journlistische Selbstaufgabe, oder? Zitat: ‘Es wäre nur natürlich, ihn (Jörg Schulz) einzubeziehen.’ Sprich: ‘ich, der Autor, hielte das für sinnvoll.’ Daraus folgt: ‘Da ich, der Autor, es so machen würde, kann ich es der DSJ nun vorwerfen, dass sie es so macht – egal, ob ich irgendetwas darüber weiß, oder nicht’. Von sich selbst auf andere schließen, um sich ernsthafte Recherche zu ersparen? Das hat ja mehr als nur einen faden Beigeschmack. Und dann natürlich noch ein ‘Schlenker’ am Ende des Textes – direkt aus dem Baukasten des Populismus; geht jemand darauf ein, verharmlost man es, ansonsten… Weiterlesen »

Daniel Hendrich
Daniel Hendrich
1 Jahr zuvor
Reply to  The Bavarian

Journalismus a la Schormann – das haben Sie sehr gut erkannt!

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Eine Brücke zwischen den Schachorganisationen hatte man sich auch davon versprochen, dass die beiden Vorsitzenden (DSB + DSJ) aus dem selben Landesverband kommen. Dass diese Annahme sich als vollkommen falsch erwiesen hat, sollte mittlerweile bekannt sein. Für die DSJ-Kasse ist auch der DSJ-Finanzreferent und nicht der DSJ-Geschäftsführer verantwortlich. Das ist selbst in den aktuellen DSJ-Ordnungen so geregelt. Und für eine Vereins- oder Verbandskasse braucht man keine Buchhaltung, dafür gibt es beim Online-Banking das runterladbare Kontojournal. In den Vereinen und Verbänden wo ich die Kasse führe, hat der Geschäftsführer mit der Kasse keinerlei Berührungspunkte und damit logischerweise auch keine Verantwortung. Von… Weiterlesen »

Georg Hagenhoff
Georg Hagenhoff
1 Jahr zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Da ist nur einer Sauer, weil sein Favorit nicht durchgekommen ist!

Nürnberger
Nürnberger
1 Jahr zuvor

Natürlich ist das kein Journalismus sondern nur wieder Pöbelismus.

Im Übrigen würden mir spontan Gründe einfallen Kevin Högy nicht als GF einzustellen…

Ossi Weiner
1 Jahr zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Seit wann hat ein Geschäftsführer keine Verantwortung für seine Finanzen? Für was ist er dann verantwortlich?

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Ossi Weiner

Weil es dafür den Schatzmeister bzw. den Finanzverwalter gibt.
Einfach in den Ordnungen nachlesen.

peters
peters
1 Jahr zuvor
Reply to  Ossi Weiner

unter deinem Klarnamen gibt es von mir ein Daumen hoch!
Natürlich sind GF mitverantwortlich für Finanzen.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  peters

In den Ordnungen der DSJ ist das so aber nicht definiert.
Aber vielleicht habe ich da etwas überlesen.
Wer kann den Abschnitt benennen, wo das so bestimmt sein soll?

peters
peters
1 Jahr zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Lieber Klaus, in den DSJ-Statuten steht auch nicht, dass 2+2 gleich 4 sind. trotzdem stimmt das. Exekutives Geschäft ohne Finanzverantwortung, wie soll das gehen? Mit dir könnte man trotzdem 25 Postings darüber austauschen, nicht wahr? Ich glaube, dass weniger manchmal mehr ist, das trifft auch für die Vielschreiber hier zu. Man verspielt sonst seine Pluspunkte.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  peters

Sie übersehen, dass in der Finanzordnung der Deutschen Schachjugend sehr genau geregelt ist, wer für die Finanzen verantwortlich ist. Einfach nur lesen. 🙂