Rogozenco ist nicht mehr Bundestrainer

Der Deutsche Schachbund löst das Arbeitsverhältnis mit Bundestrainer Dorian Rogozenco auf. Das teilte der Verband am Montagabend auf seiner Website mit. Die Trennung ist Folge eines anhaltenden Konfliktes, der zum Rücktritt des Leistungssportreferenten, des Kapitäns der Frauen-Mannschaft und schließlich einem Nationalmannschafts-Boykott von zwölf Kaderspielern und -spielerinnen geführt hatte (wir berichteten ausführlich). Über die genauen Umstände der Trennung hüllt sich der DSB in Schweigen.

Angestrebt wird offenbar eine Neuausrichtung des Leistungssports, bei der sich die Spieler einbringen sollen. Am kommenden Wochenende werden laut DSB die Kaderspieler und die Funktionäre bei einer Videokonferenz alles Weitere besprechen.

Rogozenco war seit Anfang 2014 Bundestrainer. Seitdem hat er die Nationalmannschaft bei drei Schacholympiaden und drei Europameisterschaften betreut. Bei der Schacholympiade 2018 glänzte die von ihm betreute Herren-Mannschaft, indem sie als einziges von 184 Teams ungeschlagen blieb.

Werbung

Zu seinem Abschied sagt Rogozenco: „Die Arbeit als Bundestrainer hat mich mit Stolz erfüllt und mir die Gelegenheit gegeben, mit den besten Schachspielerinnen und -spielern Deutschlands zu arbeiten. Auch wenn es am Ende zu manchen Konflikten kam, wünsche ich allen nur das Beste für ihre weitere schachliche Entwicklung.“

(Titelfoto: Deutscher Schachbund)

2.3 19 votes
Article Rating
Werbung

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest

65 Comments
Most Voted
Newest Oldest
Inline Feedbacks
View all comments
Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Erstaunlich, endlich macht man mal etwas richtig.
Es besteht also Hoffnung.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Natürlich ist klar, wenn man vorher die Fehler nicht gemacht hätte, hätte man jetzt nichts korrigieren müssen.
Was auf jeden Fall richtig ist, dass man mit den Spielern sprechen möchte. Aber ob man das richtig macht, weiß ich auch nicht (Es kommt ja auch darauf an wie man das angeht). Und ob man sich auf das Gesagte verlassen kann, ist wegen der negativen Erfahrungen aus der Vergangenheit sehr fraglich.
Vielleicht tut man auch nur so, dass man das jetzt besser machen will, weil man ja schon bald Rechenschaft ablege muss.

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
1 Jahr zuvor

Man muss nicht immer sofort das schlechteste annehmen. Das Ultimatum war sehr Zeiteingeschränkt gestellt. Zu dem Thema sollte als verantwortlicher ersatz zuständiger der amtierende Sportdirektor ein Statement geben können. In Corona-Zeiten ist ein Schnellschuss nicht notwendig. Man kann besonnen und zielorientiert handeln. Eine Konferenz mit dem Kader ist auch schon organsiert. Also im Ergebnis alles Supi.

Werner Berger
Werner Berger
1 Jahr zuvor

Das DSB-Präsidium hat den Gordischen Knoten durchschlagen. Ein Befreiungsschlag, der die Grundlage für eine Neuausrichtung des Leistungssports nach sich ziehen wird. Die Nationalspieler werden es mit entsprechenden Leistungen und Top-Platzierungen in den kommenden Wettbewerben zu danken wissen.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Werner Berger

Sagen wir mal so, die Kaderspieler haben der DSB-Führung keine andere Wahl gelassen.
Besser wäre es gewesen, wenn man sich an die schriftlich fixierten Absprachen gehalten hätte.

Chris
Chris
1 Jahr zuvor
Reply to  Werner Berger

Der Fisch stinkt vom Kopf. Da sollte man mal ansetzen. Das war ja (mal wieder) mehr als peinlich, was der DSB da abliefert.

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
1 Jahr zuvor
Reply to  Chris

Na ja bin nicht so involviert aber peinlich finde ich das teils Anonyme Kesseltreiben im Netz auf eine bestimmte Person seit der Causa Jordan. Könnte für einen Außenstehenden so aus sehen als ob der ein oder andere was dagegen hat das Details auf dem Tisch kommen. Auffällig ist das ehemals dem Präsidium nahstehende Personen sich dabei besonders hervorheben.

Walter Rädler
Walter Rädler
1 Jahr zuvor

Das ist kein anonymes Kesseltreiben von mir, sondern ein öffentliches. Ich habe meine Meinung erst im Dezember 2019 beim DSB intern und dann auch öffentlich geäußert. Wenn du einen Unfall siehst und nicht hilfst, ist es unterlassene Hilfeleistung und strafbar. Ich kenne Hintergründe aus New York und aus Berlin und da gibt es nur eine Reaktion: die Notbremse! An dem derzeitigen Dilemma im DSB trage ich keine Schuld. Ich habe das Präsidium und den AKLV gewarnt, ich wasche meine Hände in Unschuld. Was nicht jeder weiß: Professor Doktor Marcus Fenner hat im Marshall Club ein Schlachtfest hinterlassen und jetzt ist… Weiterlesen »

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
1 Jahr zuvor
Reply to  Walter Rädler

Sorry Herr Rädler wenn sie sich angesprochen fühlen. Ich habe meinen Kommentar unter dem Kommentator Chris ? geschrieben. Das Problem des Bashing ist allerdings nicht neu auch der Vorgänger des jetzigem Ehrenamt- Präsidenten hat Bashing in form von offenen Briefen und Interviews genießen dürfen. Ich verstehe das ganze nicht es ist doch ganz einfach alle zwei Jahre sind Neuwahlen und Gelegenheit der LV- Präsidenten die Angelegenheit sauber und sachlich zu lösen. Persönlich bin ich mir nicht sicher wer für manche Angelegenheit die Verantwortung trägt. Jedes Resorts hat einen Verantwortlichen die wenn es Knallt einfach den Hut nehmen. Der Präsident (der… Weiterlesen »

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Zitat ” … als mit öffentlichen Kampanien den Schachsport durch den Kakao zu ziehen … “
Aber genau das wird doch durch die merkwürdigen Präsidiumsentscheidungen gemacht. Erst untätig aussitzen, die eigene Presseerklärung ignorieren, dann so tun als wäre es ein Missverständnis auf der anderen Seite, dann unnachgiebig zeigen, dann doch nachgeben.
Damit kann man problemlos auf jeder Karnevalsveranstaltung auftreten.
🙂

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
1 Jahr zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Wenn man die Spree mit Kakao füllen würde , würde der Strom nicht ausreichen die Externen offenen Briefe und Interviews über die Jahre fort zu spülen . So lange wird das jeweilige Präsidium seit Internet Zeiten schon mit dem selbigen überzogen. Was das jetzige Präsidium aktuell verschüttet oder wir meinen zu verschütten ist dagegen nur ein Tässchen ohne Sahne. Aber ich habe Verständnis man muss die Gunst der Stunde nutzen, jetzt mit voll Speed.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Die DSB-Spitze hat es selbst in der Hand. Etwas weiter unten hatte ich geschrieben wie einfach man das ändern kann. Nach einigen schwerwiegenden Fehlern im letzten Jahr hatte man sogar zumindest scheinbar die Kurve noch hinbekommen und sogar Einsicht gezeigt (siehe Bericht vom 24.11.2019 – ein sehr langer Bericht, wenn man nach dem Stichwort “Erklärung” suchen lässt, kommt man schnell an die richtige Stelle). Leider hat man sich nicht an die eigene Erklärung gehalten und ist schon bald in alte Verhaltensmuster zurückgefallen. Der Höhepunkt war der Versuch die DSJ-Anträge durch dilettantische Tricks nicht behandeln zu müssen. In solche Leute kann… Weiterlesen »

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Okay, dann habe ich die Fähigkeiten der handelnden Personen überschätzt. Schade.
Aber wenigstens haben es uns die jungen Kaderspieler gezeigt wie man das macht. 🙂
Ob die DSB-Spitze jetzt wenigstens daraus gelernt hat ??

vielleicht Werner Berger
vielleicht Werner Berger
1 Jahr zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Stimmt das haben sie toll gemacht: den Wunsch des Präsidenten nach ausreichend Zeit, die Sache intern zu klären, haben sie einfach ignoriert und ihren offenen Brief rausgehauen. Die DSB-Spitze sollte in der Tat daraus lernen, dass die Kaderspieler scheinbar nicht kompromissbereit sind.

Gerhard Streich
Gerhard Streich
1 Jahr zuvor

Der Wunsch des Präsidenten bestand aus einer Präjudizierung, die am 11.11.2020 auf der DSB-Webseite veröffentlicht wurde: „Wir können allerdings schon jetzt sagen, dass der Bundestrainer die relevanten Ordnungen aus unserer Sicht vollständig befolgt hat und dass wir an der Professionalität und Objektivität des Bundestrainers keine Zweifel haben. Wir weisen außerdem den verschiedentlich erhobenen Vorwurf finanzieller Unregelmäßigkeiten entschieden zurück.“ Zuvor hatte Ullrich Krause im selben Statement verkündet: „Wir werden außerdem den Ergebnissen der Prüfung durch die beiden Kassenprüfer nicht vorgreifen und warten den Bericht von Dennis Bastian und Dirk Rütemann selbstverständlich ab, bevor wir uns ein endgültiges Urteil erlauben.“  Widersprüchlicher… Weiterlesen »

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Daran kann man erkennen, wie die DSB-Spitze die Fakten ständig verdreht, wenn deren Sprecher so einen Unsinn schreibt.
Aber vielleicht wird auch absichtlich gelogen, oder kann man sich glaubhaft so oft versehentlich vertun?

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
1 Jahr zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Was ist so falsch wenn man für seine Überzeugung den Laden zu samen zu halten mit allen mitteln versucht die Trennung zu vermeiden. Oder sind sie überzeugt das die Geschichte ein anderes Zeugnis ausschreiben wird.
Dilettantisch fand ich eher die Anträge(andere Bezeichnen die zwei Zeiler als Dokument) für die Abwahl eines Präsidiumsmitglied.
Antragsteller war ein ehemaliger Professor und der fachlich einzigartige Präsident eines LV.

Gerhard Streich
Gerhard Streich
1 Jahr zuvor

Dass ausgerechnet diejenigen in der Lage sind, den Laden zusammenzuhalten, die ihn durch Missmanagement erodieren lassen, ist ein frommer Wunsch. – Der hämische Hinweis auf einen ehemaligen Professor und einen fachlich einzigartigen Präsidenten geht ins Leere. Die Anträge wurden von den Landesverbänden gestellt. Dafür hatten sie ihre legitimen Gründe. Das Präsidium ist in dieser Besetzung eine Belastung für den Deutschen Schachbund. Überall brennt die Luft; siehe die Aufzählung eines ehemaligen Präsidiumsmitglieds: Fiasko, Fiasko, Fiasko.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Wenn er den Laden zusammenhalten will, dann sollte er das tun, was er vor seiner Wahl versprochen hat, moderieren. Aktuell versucht er seine falschen Entscheidungen anderen Leuten aufzuzwingen. Dass das schief gehen muss, ist jedem normaldenkenden Menschen klar.
Und respektloser Umgang mit Schachspielerinnen, das geht schon mal überhaupt nicht. So etwas zu tolerieren ist unanständig. Die deutlich jüngeren Kaderspieler haben das deutlich besser gemacht.

Chris
Chris
1 Jahr zuvor

Hach ja, die Verschwörungstheoretiker. Die Erde ist eine Scheibe, Bill Gates will uns alle mit Corona töten und ich stehe dem ehemaligen Präsidium nahe. Habe ich etwas vergessen?
Wenn man nicht komplett blind ist und mal die Dinge der letzten Zeit Revue passieren läßt, muss einem doch etwas auffallen? Jordan, Schulz, Naumann, Cieslik, Rogozenco, …

Thomas Richter
Thomas Richter
1 Jahr zuvor

Meine Standardfrage als Schachschreiberling ist “Wie geht es weiter?” – manchmal habe ich darauf eine Antwort, manchmal nicht, diesmal nicht. Wer wird Nachfolger von Rogozenco – als festangestellter Bundestrainer oder, wie im Spiegel-Artikel von Georg Meier vorgeschlagen, als Freelancer “nur für Trainingslager und Turniere”? Das gab es ja auch bereits – Eröffnungstrainer für Mannschaftsturniere, darunter Hochkaräter wie Peter Heine Nielsen und Kasimdzhanov (Sakaev war wohl “auch nicht schlecht”). Aber alle machten es anscheinend einmal und dann nie wieder, Gustafsson machte es stattdessen für Nachbarländer (Dänemark und Niederlande). Es ist wohl national und auch international bekannt, dass die Zusammenarbeit mit deutschen… Weiterlesen »

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Thomas Richter

Wie geht es weiter?
Das ist eine gute Frage.
Mein Ratschlag:
Alle an einen Tisch und eingestehen, dass niemand fehlerfrei ist und dass man künftig nicht mehr gegeneinander arbeitet. Alle wichtige Entscheidungen werden künftig einvernehmlich getroffen.
Und dann muss man sich nur noch daran halten.
So einfach ist das.

Thomas Richter
Thomas Richter
1 Jahr zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Klingt gut, aber – auch wenn “einvernehmlich” nicht unbedingt einstimmig bedeutet – wird das gehen? Auch die Spieler/innen sind sich untereinander offenbar nicht einig: 12 von 19 aus dem B-Kader haben den offenen Brief unterschrieben, demnach wurden 7 vermutlich gefragt aber haben nicht unterschrieben. Das bedeutet zwar nicht unbedingt Unterstützung für Rogozenco, nur kein Verzicht auf Nationalmannschaft und kein Ultimatum – da hätte man dann den offenen Brief auch anders formulieren oder zwei Versionen aufstellen können. Die beiden aus dem A-Kader, offenbar Mit-Ursache der Probleme, wurden vielleicht gar nicht gefragt. Und manchmal muss ein Trainer – oder ein Funktionär –… Weiterlesen »

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Thomas Richter

Die Sache ist recht einfach, es wird solange verhandelt, bis man eine gemeinsame Lösung hat. Das sollte zumindest für die Abstimmungskreise gelten, die direkt betroffen sind, beispielsweise Kaderspieler und Entscheidungsträger oder wie im Fall Jörg Schulz, das DSB-Präsidium, wo auch die DSJ vertreten ist. Hätte man diese einfache Vorgehensweise befolgt, wären die ganzen Unstimmigkeiten und deren Folgen nicht passiert. Leider liegt es in der Natur der Sache, dass sich in solchen Gremien, wie beispielsweise das DSB-Präsidium, nicht überwiegend die Supermanager einfinden werden, weil dort die Vorgehensweise eher wenig professionell ist, wie man dies nun fast wöchentlich vorgeführt bekommt. Das schreckt… Weiterlesen »

Gustaf Mossakowski
1 Jahr zuvor
Reply to  Thomas Richter

So geht es auf jeden Fall nicht weiter: dieses seltsame Denken in »Lagern« muss überwunden werden. Niemand ist unfehlbar. Wir machen alle hin und wieder Fehler. Die Frage ist viel mehr, wie damit umgegangen wird. Wenig hilfreich ist es, auf andere aus dem vermeintlich gegnerischen Lager zu zeigen und zu sagen, »Hey, die andere Seite hat aber doch viel schlimmere Fehler gemacht«, wie es hier und anderswo in Diskussionen mit fast schon kindlicher Freude regelmäßig getan wird. Das löst kein einziges Problem.

Walter Rädler
Walter Rädler
1 Jahr zuvor
Reply to  Thomas Richter

Ich habe leider nicht immer Recht, damals bei der Auswahl vom Geschäftsführer des DSB habe ich mich leider auch blenden lassen. Der Fehler hängt mir leider nach.

Thomas Richter
Thomas Richter
1 Jahr zuvor

Kommt mir ja alles bekannt vor:
https://www.chess.com/news/view/the-german-aftermath-of-the-european-team-championship (ursprünglich auf Chessvibes veröffentlicht, hinter inselschaker verbirgt sich Thomas Richter)
Nun fast neun Jahre her, viele Links sind nun 404, einige Namen nicht mehr aktuell (Bönsch, Naiditsch, Gustafsson, Bastian und aus einem anderen Grund Ohme), andere immer noch.

trackback

[…] Ein fester Trainer für die Damen, der Kontinuität herstellt, würde dem Wunsch der Spielerinnen entsprechen, ihn wird es aller Voraussicht nach geben. Wenn die Herren, wie gewünscht, statt eines Bundestrainers wechselnde Honorartrainer bekommen, bliebe in der jetzigen Struktur das eine oder andere Organisatorische liegen, das bislang Bundestrainer Dorian Rogozenco abgedeckt hat. Und von dem hat sich der Schachbund nun getrennt. […]

trackback

[…] der zweijährige Konflikt um den im November entlassenen Bundestrainer Dorian Rogozenco belastet Elisabeth Pähtz immer noch. Die Entlassung war die Folge […]

trackback

[…] Aus Liviu Dieter Nisipeanus Sicht ist Meier derjenige, der seinen Freund Dorian Rogozenco um dessen Arbeitsplatz gebracht hat. Das Verhältnis Nisipeanus und Meiers ist seit der Leistungssport-Affäre vergiftet, ein […]

trackback

[…] Bundestrainer Ende 2020 unter anderem wegen seines Fehlverhaltens gegenüber Kaderspielerinnen schließlich doch hatte gehen müssen, erklärte DSB-Präsident Ullrich Krause allen Ernstes öffentlich, er habe von den verbalen […]

Stefan
Stefan
1 Jahr zuvor

Super Leistung! Einfach beeindruckend! Echt vorbildhaft! Die tuen echt alles für den Schachsport.

acepoint
1 Jahr zuvor

Und nun auch der Spiegel (sehr langer Artikel):

«Schach scheint tatsächlich ein Gewinner der Krise zu sein – nur in Deutschland verschläft man den Boom, zumindest beim Verband.Der Deutsche Schachbund (DSB) ist mit sich selbst beschäftigt, Ärger in den eigenen Reihen sorgte in den vergangenen Monaten für mehrere Rücktritte von Funktionären. Im Zentrum der Kritik: Bundestrainer Dorian Rogozenco.»

https://www.spiegel.de/sport/dorian-rogozenco-in-der-kritik-schach-dem-bundestrainer-a-a2d26d0e-ecbe-435e-a051-1d98f3e082a2

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Schachfreund

Zitat aus dem Artikel ” … und werfen ihm einen respektlosen Umgang insbesondere mit Kaderspielerinnen vor.”
Das geht schon mal gar nicht.
Wieso müssen die Spielerinnen erst mit Konsequenzen drohen, bis das Präsidium handelt?

acepoint
1 Jahr zuvor
Reply to  acepoint

Und nun auch die sz mit einem individuellen Bericht:

«Präsident Krause reichte die Anfrage der SZ an seinen Geschäftsführer weiter»

https://www.sueddeutsche.de/sport/schach-bundestrainer-trennung-1.5125991-0

Last edited 1 Jahr zuvor by acepoint
Werner Berger
Werner Berger
1 Jahr zuvor
Reply to  acepoint

Schön, dass auch die Süddeutsche zu dem Ergebnis gelangt ist, dass alles korrekt abgelaufen ist, Qualitätsjournalismus eben.

Last edited 1 Jahr zuvor by Werner Berger
acepoint
1 Jahr zuvor
Reply to  Werner Berger

Und das steht genau wo in dem Artikel? 🙂 🙂 🙂

Ich finde es immer wieder schön, solche Kommentare zu lesen. Weiß man doch danach, dass es Leuten wie Ihnen an nachvollziehbaren Argumenten fehlt.

Gerhard Streich
Gerhard Streich
1 Jahr zuvor
Reply to  Werner Berger

Qualitätsjournalismus beruht auf Gegenseitigkeit. Wenn der Leser indoktriniert ist, liest er das, was er lesen will. Die Süddeutsche hat nicht festgestellt, dass alles korrekt abgelaufen sei, sondern sich auf den Geschäftsführer des DSB, Herrn Dr. Marcus Fenner, berufen. Manche, die sich hier äußern, bevorzugen die Hofberichterstattung. Die gibt’s auf der DSB-Webseite. Bei Conrad Schormann gibt’s echten Journalismus. Dafür sollten wir ihm danken.

acepoint
1 Jahr zuvor

Ich versuche eh schon verzweifelt, mir vorzustellen, was in Gehirnen von Menschen los sein muss, die allein die wertungsfreien Hinweise (URL) zu einem Artikel einer angesehenen Tageszeitung prompt mit dem Daumen runter bewerten.

Aber das wird mir wahrscheinlich nie gelingen, auch bei den Quarkdenkern schaffe ich es nicht.

Walter Rädler
Walter Rädler
1 Jahr zuvor

https://www.sueddeutsche.de/sport/schach-bundestrainer-trennung-1.5125991 Das war wahrscheinlich nicht der letzte Bericht über diesen Fall, tippe ich mal.

René Kellner
1 Jahr zuvor

So ungeschickt und mauschelnd wie die DSB Spitze erst in der Causa Deutsche Schachjugend und Jörg Schulz, dann beim Pressereferenten und nun beim Thema Leistungssport reagiert hat, sollte eher die DSB Spitze zurück treten. Ein Geschaftsführer sollte den Sport fördern, ausgleichend führen und transparent informieren. Er sollte die Anliegen seiner Spieler ernst nehmen und nicht unter den Teppich kehren. Ein Neuanfang kann nur geschehen, wenn Herr Krause als Geschäftsführer den DSB verlässt.

Last edited 1 Jahr zuvor by René Kellner
Daniel Hendrich
Daniel Hendrich
1 Jahr zuvor
Reply to  René Kellner

Herr Krause ist zwar Präsident und nicht Geschäftsführer, aber mit solchen Kleinigkeiten wollen wir uns beim Bashing ja nicht aufhalten 🙂

Gerhard Streich
Gerhard Streich
1 Jahr zuvor

Zwischen Bashing und Nibelungentreue gibt es eine nüchterne Bilanz: Ullrich Krause hat während seiner Amtszeit nahezu alles „verkackt“.

acepoint
1 Jahr zuvor

«Rogozenco war für eine Stellungnahme bislang ebenso nicht erreichbar wie der Präsident des Deutschen Schachbundes, Ullrich Krause.» (dpa)

Es sind also nicht nur die Bodenseeperlen, die von den Funktionären des DSB ignoriert werden. Geht überhaupt nicht, gerade in einem offensichtlichen Krisenmodus muss ein Ansprechpartner für Medien existieren.

Manchmal wünsche ich mir, dass die DSB-Spitze einfach durch die DSJ ersetzt wird. Wird dann zwar auch hier und da mal rumpeln, aber die zeigen wenigstens Initiative und kreative Ideen und könnten mit dem Geld des DSB etwas Sinnvolles anstellen.

Daniel Hendrich
Daniel Hendrich
1 Jahr zuvor
Reply to  acepoint

Das stimmt, in Sachen Geldausgeben ist die DSJ an Kreativität schwerlich zu überbieten. Ob das dann alles rechtens und/oder mit den geltenden Ordnungen vereinbar ist, stört anscheinend ja nur diese nörgeligen Kassenprüfer 🙂

acepoint
1 Jahr zuvor

So ich das richtig in Erinnerung habe, wurde die Kasse bzw. der Vorstand der DSJ in allen offiziellen Versammlungen der vergangenen Jahre entlastet, es war also anscheinend mit den «geltenden Ordnungen» vereinbar. Ich lasse mich aber gerne durch Angabe einer seriösen Quelle (z.B. Protokolle der Sitzungen) eines besseren belehren.

Netter Versuch, wieder einmal mittels Andeutungen und Gerüchten Sand ins Getriebe zu streuen.

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
1 Jahr zuvor
Reply to  acepoint

Tatsächlich ist die Kasse durch Entlastung durchgewunken worden. Aber die Ellen langen Verbesserungsvorschläge der Kassenprüfer unter dem Bericht zeigen das es durchaus bessere transparente Möglichkeiten gibt die Kasse zu führen. Im nachhinein sieht man über den Antrag Umlagen abgaben wie seriös die Jugend arbeitet. Im Vorfeld wurde gesagt keine Änderungen und so bald das Ziel erreicht ist wird nach Geld gerufen ( von dem Einzelmitglied).

acepoint
1 Jahr zuvor

«Aber die Ellen langen Verbesserungsvorschläge der Kassenprüfer unter dem Bericht zeigen das es durchaus bessere transparente Möglichkeiten gibt die Kasse zu führen» Ja, mag sein. Aber genau das verstehe ich unter «Rumpeln.» Man kann sich natürlich mit preußischer Genauigkeit so sehr an Regeln halten, dass auch der letzte Rabulist nichts mehr im Bereich über 50 Cent finden wird. Ebenso kann man aber auch mal Innovationsfreude der Jugend gewinnbringend nutzen. Bzw., man könnte oder hätte gekonnt. Die DSJ wollte z.B. vor mehr als einem Jahr eine auf das (Vereins-/Verbands-)Schach maßgeschneiderte Android-App ins Leben rufen, die es für andere Sportarten in zigfachen… Weiterlesen »

Last edited 1 Jahr zuvor by acepoint
Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
1 Jahr zuvor
Reply to  acepoint

Das Rumpeln hat einen Namen “Satzung”.
Und jeder muss sich daran halten sonst gibt es Ohrfeigen. ;-(.

Schachfreund
Schachfreund
1 Jahr zuvor

Hier über die Kassenführung der DSJ zu diskutieren, ist m.E. ein Ablenkungsmanöver.
(Es gab lt. Kassenprüfer Beanstandungen, aber keine schwerwiegenden Verstöße. Entlastung wurde erteilt. PUNKT)
Hier geht es um den Rücktritt des Bundestrainers und um den DSB. Hätte das Präsidium schon vorher eingreifen müssen, d.h. bevor die Kaderspieler angekündigt haben, nicht mehr für Deutschland zu spielen solange Dorian Rogozenco Bundestrainer ist? Hätten die Rücktritte des Leistungssportreferenten Andreas Jagodzinsky und des Kapitäns der Frauenmannschaft Alexander Naumann verhindert werden können? – Das sind doch die entscheidenden Fragen.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Schachfreund

Ja, vollkommen richtig. 🙂

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
1 Jahr zuvor
Reply to  Schachfreund

“Schachfreund” auch ein anonymer Kommentator aus Niedersachsen ? Bin nur auf dem Kommentar eines Mitschreibers eingegangen. Das mit den Rücktritten verweise ich auf meinem letzten Kommentar. Bei Rücktritten weiss ich nie ob es ein weiterer Beitrag zum Stuhlsägen ist. Herr AJ wird schon wieder auftauchen. Man will nur immer eine Seite beleuchten die Intuition des anderen aber nicht rauskitzeln. Außerdem ist Herr AJ nicht sofort zurück getreten er will noch weiter offiziell hinter verschlossene Türen was kund geben. Warum hätte man ihn am Rücktritt hindern sollen, er hat seinen Laden nicht im Griff gehabt. Und wer Rücktreten will kann man… Weiterlesen »

Daniel Hendrich
Daniel Hendrich
1 Jahr zuvor
Reply to  acepoint

Ich sags mal so: Dass bei den letzten Kongressen der TOP “Bericht der Kassenprüfer” länger dauerte als jeder andere, lag bestimmt nicht daran, dass alle Anwesenden nacheinander einzeln die DSJ für ihre Finanzpolitik gelobt haben 😉

acepoint
1 Jahr zuvor

Und ich argumentiere dann nochmals mit Deinen selbst formulierten Kriterien: die von Dir gewünschte «geltende Ordnung» wurde anscheinend eingehalten, sonst hättest Du bestimmt schon einen Beleg für Deine Unterstellung geliefert. Da aber – wie hier in den Kommentarspalten schon häufiger passiert, ich erinnere nur an die unsäglichen Manipulationen offizieller Anträge zum Kongress – außer Wiederholung und «Daumen runter» nichts kommt… Es ist kein Wunder, dass der DSB in einem so desolaten Zustand ist. Das war schon immer so, das haben wir noch nie anders gemacht, da könnte ja jeder kommen. Ich bin schon auf den von Conrad angedrohten Artikel zu… Weiterlesen »

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  acepoint

Wie man auf die Idee kommen kann fremde Dokumente zu ändern, ist mir vollkommen unverständlich.
Und dann auch noch die Nichtbehandlung zu versuchen.
Schlimmer geht es nimmer.
Ein Skandal nach dem anderen.
Wann hört das eigentlich mal auf?
Oder ist das jetzt der Normalzustand?
Es ist nur gut, dass der Turnierbereich in sehr guten Händen ist. 🙂

Harry
Harry
1 Jahr zuvor
Reply to  acepoint

Der DSB Kongress konnte nie über die DSJ Entlastung abstimmen. Wäre das der Fall gewesen wer weis wie die Delegierten abgestimmt hätten

acepoint
1 Jahr zuvor
Reply to  Harry

«Der DSB Kongress konnte nie…»

Das habe ich auch nirgendwo behauptet. Von daher ist Dein Einwurf bestenfalls überflüssig, möglicherweise aber auch ein eher ungeschickter Aufhänger für Deinen Konjunktiv im zweiten Satz, der wieder etwas mehr Mißtrauen platzieren soll. Warum?

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Für die Kasse beim Schachbund ist der DSB-Vizepräsident für Finanzen verantwortlich.

Wie man eine Kassenprüfung organisiert, ist hier ganz gut beschrieben Link

Aber wenn man hört, dass selbst die eventuell gemeinsame Nutzung der Toilette der Geschäftsstelle diskutiert wurde, kann man sich vorstellen wie gut diese MV vorbereitet war.

Auf den laienhaften Versuch die DSJ-Anträge nicht behandeln zu müssen, will ich erst gar nicht eingehen.

Hat mal jemand ermittelt, was die merkwürdigen Entscheidungen der DSB-Spitze gekostet haben (Freistellung Jörg Schulz, Rücktritt DSB-Leistungssportreferent Andreas Jagodzinsky, Auflösung Arbeitsverhältnis mit Bundestrainer Dorian Rogozenco, Außerordentlicher DSB Bundeskongress inkl. aller Folgekosten und vieles mehr)?

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
1 Jahr zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Das mit den Rücktritten da wäre ich im Urteil vorsichtig. Bin mal gespannt wer bei dem nächsten Kongress als Kandidat wieder auftaucht. Rücktritte sind durchaus willkommene Gelegenheiten für Taktische und Strategische Maßnahmen. Warum konnte ein Anwalt sich in seinem Resort nicht durchsetzen und muss die Brocken schmeißen. Anwälte sind doch eigentlich sehr geschickt in Darstellungen und verdrehen der Tatsachen. Der ehemalige Sportdirektor ist ein gesetztes Mitglied für ein Präsidium bei Neuwahlen eines LV in Februar. Ich frage mich immer warum sich einige mit Ehrenämter vollstopfen anstatt sich auf eines oder zwei richtig zu Konzentrieren. Ich frage mich nur wie ein… Weiterlesen »