Schachgipfel – der Ticker (bis 19. August)

Schulterschluss von Spitzen- und Vereinsschach, Begegnung von Spielern und Funktionären. Der Schachgipfel ist das große, zentrale Fest des deutschen Schachs mit 700 Spielerinnen und Spielern (plus Schiedsrichter, Organisatoren, Funktionäre), die sich anno 2022 im Maritim-Hotel in Magdeburg versammeln. An dieser Stelle begleiten wir episodenhaft vor allem das “Masters” mit Keymer, Kollars, Huschenbeth & Co. und die Grand-Prix-Qualifikation mit Heinemann, Wagner, Schneider, gucken aber auch über den Tellerrand des Spitzenschachs hinaus.

https://youtu.be/zg3bseJPsJ4
Schach, der einzige Sport, der im Sportradio Deutschland ein wöchentliches Format hat: jeden Samstag ab 9.30 Uhr. Am 20. August ging es fast ausschließlich um den Schachgipfel.

Wer bewegte Bilder vom Gipfel sehen möchte: Schachdeutschland TV überträgt. Wer mehr wissen möchte, findet auf der Website des Schachgipfels alle Infos.

Tabelle via ChessBase
Paarungen der sechsten Runde via chess-results.com

|| 19. August

Wagner, Weltklasse

Dinara Wagner. | Foto: Schachbund

■ Das Potenzial von Dinara Wagner lässt sich nur erahnen: mehrfach die russische Mädchenmeisterschaft gewonnen, Dritte bei der Weltmeisterschaft. Hätte sie statt des Studiums auf Schach gesetzt, wer weiß? Allemal setzt sie jetzt nach Abschluss ihres Studiums zumindest zeitweise auf Schach, und sie hat sich sogleich eine Gelegenheit erkämpft, im WM-Zyklus der Frauen Weltklasseluft zu schnuppern. Vorzeitig hat die 23-Jährige in Magdeburg die Grand-Prix-Qualifikation gegen Josefine Heinemann und Jana Schneider gewonnen. Jetzt wird sie bei drei der kommenden vier Grand-Prix-Turnieren mit von der Partie sein. Das lohnt sich finanziell (selbst wenn sie drei Mal letzte wird, bekommt sie drei Mal 2500 Dollar), ist aber vor allem die bestmögliche Gelegenheit auszuloten, was schachlich noch und jetzt schon drin ist. Wagners Grand-Prix-Abenteuer beginnt am 21. September in Kasachstan.

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Die “Auslosung” für die vier Grand-Prix-Turniere, die die erste Begegnung von russischen (außer Alexandra Kosteniuk) und ukranischen Spielerinnen in den März 2023 verschiebt.

Das Gambit vom U-Boot-Kapitän

■ Unter all den tollen Geschichten, die hier (noch) nicht geschrieben worden sind, ist diese vielleicht die tollste: die Lebensgeschichte von Konteradmiral Heinz von Hennig, speziell das Kapitel, in dem er als U-Boot-Kapitän 1914 in die Bucht von Scapa Flow einläuft, gerammt wird und in eine Gefangenschaft gerät, aus der er unter abenteuerlichen Umständen entkommt. Großartige Geschichte!

Was das mit Schach zu tun hat? Schachspieler Heinz von Hennig ist einer der beiden Namensgeber des Schara-Hennig-Gambits, das er beim DSB-Kongress 1929 erstmals gespielt hat. Was das mit dem Schachgipfel 2022 zu tun hat? Ganz einfach: Heute hat Niclas Huschenbeth Vincent Keymer eben dieses Gambit vorgesetzt, und zumindest dem Zeitverbrauch Keymers nach zeigt es Wirkung. Übrigens: Die Geschichte von Heinz von Hennig ist zwar (noch) nicht geschrieben, aber das Video dazu schon fertig:

Als Heinz von Hennig 1929 sein Gambit in die Turnierpraxis einführte.

Svane vs. Svane

■ Wird Frederik Svane derjenige sein, der dem Turnierfavoriten Vincent Keymer den Sieg streitig macht? Wenn das so weitergeht – ja. Gestern schlug er, etwas überraschend (?), seinen Bruder Rasmus. Im Familienduell steht es jetzt 1,5:1,5, und beim “Masters” führen Frederik Svane und Keymer mit jeweils 3/3 die Tabelle an. Wenn beide diese Schlagzahl halten, werden wir einen Showdown um den Turniersieg sehen. In der neunten Runde treffen der 18- und der 17-Jährige aufeinander.

Liberaler Katalane

■ Schmidt, von Weizsäcker, Schily, Steinbrück, Thierse, Bütikofer… alte Leute, teilweise tot. Jetzt hat sich beim Masters ein Schachfreund aus dem Bundestag offenbart, der die Schachtradition in der deutschen Politik neu beleben könnte. Der DSB hatte Philipp Hartewig, sportpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, eingeladen, um für Luis Engel den Eröffnungszug gegen Vincent Keymer auszuführen.

Das erforderte seitens des 27-Jährigen ein wenig Überwindung. Engel wies Hartewig an, den e-Bauern zwei Felder nach vorne zu ziehen, eine für Hartewig ungewohnte Eröffnung. Er sei ja eigentlich d4-Spieler, sagte der Abgeordnete anschließend. Tatsächlich: Das Mitglied des Chemnitzer SC Aufbau`95 (DWZ 1879, Tendenz steigend) hat sich im politischen Raum abseits seiner Mannschaftkämpfe in der Landesklasse schon als Katalane offenbart.

Es gibt Obst, Baby

■ Während sich in der Schachbundesliga auf dem Buffet die Kalorienbomben in Form von belegten Brötchen stapeln, nimmt beim Schachbund die Obst-Offensive mehr und mehr Form an. Einer der Köpfe dahinter: Breitenschachreferentin Sandra Schmidt, die auch als Ernährungsreferentin eine gute Figur abgäbe.

Das Publikum macht munter mit. Auf Schachdeutschland TV prangte während der dritten Runde durchgehend eine Keymersche Banane im Bild (bis selbige in Keymer verschwand), und die beschäftigte die Zuschauer zeitweise mehr als das Geschehen auf dem Brett.

Die Banane. | via Schachdeutschland TV

Womöglich auch dank der Kraft seiner Banane (und seines Müsli-Riegels, siehe unten) gelingt es Vincent Keymer bislang, seiner Favoritenrolle gerecht zu werden. Am Ende eines umkämpften Sizilianers stand ein Schwarzsieg über “Titelverteidiger” Luis Engel, der sich gewaltig wird sputen müssen (und vielleicht die Ernährung umstellen?), um “Master Luis” zu bleiben.

|| 18. August

Die Schlacht des Turniers

■ Auf dem YouTube-Kanal der Perlen vom Bodensee gibt es heute keine analysierte Partie vom “Masters” (sorry!), aber anderswo. Im Zentrum der Aufmerksamkeit der Bewegtbildproduzenten steht naturgemäß das gewaltige, 91-zügige Ringen zwischen Vincent Keymer und Arik Braun, dem sein stets heruntergeklapptes Visier jetzt die zweite Null beschert hat (und dem Publikum eine Partie, die in Erinnerung bleiben wird).

|| 17. August

Svane gegen Svane

■ Und jetzt das Familienduell. Eine Niederlage gegen den Bruder wollen beide auf jeden Fall vermeiden. Aber deswegen ist noch lange kein Remis programmiert. “Ich habe Weiß, ich spiele auf Vorteil”, sagt Frederik Svane, der nach dem heutigen Sieg das Turnier gemeinsam mit Vincent Keymer anführt. Und generell gilt unter diesen Brüdern: “Wir kämpfen alles aus”, wie Frederik und Rasmus seinerzeit im Perlen-Interview gesagt haben:

Außerdem muss Frederik aufholen. In klassischen Partien gegen seinen Bruder liegt er seit dieser Niederlage, erlitten in der Kader-Challenge 2021, 0,5:1,5 zurück:

Wie Rasmus gegen Frederik Svane die Oberhand behielt. Gibt es heute die Revanche?

Tiger gegen Trampelfant

■ Während die zweite Runde läuft, lohnt sich ein Blick zurück auf die erste. Allein anhand der Partie Kölle-Keymer lässt sich eine Menge lernen. Über Musketiere, Tiger und EleTrampelfanten zum Beispiel. Darüber, welche Bauernstruktur die Schachfreunde Fischer und Spassky 1972 ausgiebig debattiert haben. Oder wie sich frühes …h6 im Damengambit bekämpfen lässt. Zur Lektüre empfohlen sei die beim Schachbund von Kevin Högy kommentierte Partie, zum Angucken empfohlen dieses Video, in dem Vincent Keymer höchstselbst zu Wort kommt:

Besucher willkommen!

■ Vielleicht auch wegen vergangener Covid-Schachgipfel fragt sich in diesem Jahr mancher Beobachter, ob der Gipfel anno 2022 besucht werden kann, ob die Wettbewerbe zugänglich sind. Sie sind! Und der Eintritt ist frei! Wer also Keymer & Co. über die Schulter schauen und Schachluft schnuppern möchte, der begebe sich nach Magdeburg. Dort gibt es auch eine Möglichkeit, Schachdeutschland TV aus nächster Nähe zu sehen – und ohne das auf Twitch notorische Rauschen zu hören.

Garantiert rauschfrei: Hier machen Klaus Bischoff und Gerry Leusch Schachfernsehen für die Zuschauer in Magdeburg und die auf Twitch. | Foto: Paul Meyer-Dunker/Schachbund

Irritationen waren zuletzt um den Spitznamen von Gerry “Gunny” Leusch aufgekommen. Wie, bitte spricht man das aus? “Ganny” oder “Gunny”? Oder nennt sich der Mann am Ende “Günny”, auch das war schon zu hören gewesen. Unsere Umfrage in dieser Sache ergab kein eindeutiges Ergebnis, aber Schachfreunde, die ganz nahe dran sind, versichern: Es heißt “Gunny” mit gesprochenem “u”.

Ballaststoff-Bombe

■ Was Vincent Keymer zur Schwarzpartie gegen Tobias Kölle mit ans Brett brachte, sah aus wie ein Dosenöffner, war aber keiner. Das hat die deutsche Nummer eins jetzt auf Twitter klargestellt: Es habe sich um einen Müsliriegel gehandelt – wahrscheinlich das bessere Utensil, um Schachpartien zu gewinnen. Die zum Quader gepresste Ballaststoff-Bombe mag ihren Teil dazu beigetragen haben, die weiße Stellung aufzuschrauben.

Seniorenblitz

■ So viele Deutsche Meister und Meisterinnen, wer soll da den Überblick behalten? Ein Quintett gilt es nachzutragen, die Sieger und Siegerinnen bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften im Blitzschach: In den Altersklassen 50+ und 65+ holten FM Karsten Schulz und IM Yuri Boidman die Titel. Die Frauenwertungen gewannen WIM Constanze Jahn und WIM Brigitte Burchardt durch. Den Nestorenpreis für den besten Spieler 75+ holte sich IM Klaus Klundt.

Deutsche Senioren- bzw. Nestoren-Blitzschachmeister 2022: (von links) Constanze Jahn, Karsten Schulz, Klaus Klundt, Yuri Boidman, Brigitte Burchardt. | Fotos: Frank Hoppe/DSB

Schulz und Schulze

Lukas Schulz, Ritter des Königsgambits. | Foto: Frank Hoppe/DSB

Lara Schulze schickt sich bei den Deutschen Frauen-Einzelmeisterschaften an, dem Feld zu enteilen. Nach ihrem Sieg in einem scharfen Sizilianer gegen Carmen Voicu-Jagodzinsky führt die Bundesligaspielerin des SV Werder Bremen jetzt mit 4/4 einen Punkt vor einer sechsköpfigen Verfolgerinnenmeute. In der offenen Deutschen Einzelmeisterschaft führt derweil ein Trio mit 3,5/4: Lukas Schulz, Ashot Parvanyan und Alexander Krastev. Bemerkenswert an Schulz’ Lauf: Seine zwei Weißpunkte hat er geholt, nachdem er jeweils im zweiten Zug einen Bauern eingestellt und seine Königssicherheit ruiniert hatte: 1.e4 e5 2.f4.

|| 16. August

Zeig her, deine Ohren

Piepts? Schiedsrichter Michael Weber prüft Vincent Keymer auf Metall am Körper, der obligatorische Fair-Play-Check vor Beginn der Partie. Auch mit Dopingkontrollen sei während des “Masters” zu rechnen, teilt der Schachbund mit. | Foto: Paul Meyer-Dunker/Deutscher Schachbund

■ Technische Hilfsmittel waren während er ersten Runde nicht im Spiel, weder Knöpfe im Ohr noch ins Gehirn implantierte Chips oder Smartphones in der Westentasche. Dafür bürgt die Metalldetektorkontrolle, die jeder Spieler durchläuft, bevor er am Brett Platz nimmt. Dosenöffner sind zwar aus Metall, aber als rein mechanische Geräte am Brett wahrscheinlich erlaubt.

Engel ohne Druck

■ Die beiden Außenseiter Tobias Kölle und Jonas Rosner haben eine erste Ahnung davon bekommen, wie schwierig die kommenden Aufgaben werden. Favorit Vincent Keymer und “Titelverteidiger” Luis Engel starten derweil mit Siegen ins Masters. Darüber sei er froh, sagte Engel nach der Partie, wollte aber von einer Wiederholung seines Vorjahreserfolgs nichts hören. “So ein starkes Turnier, da mache ich mir keinen Druck.” In der oberen Hälfte würde er allerdings schon gerne aufschlagen. Frederik Svane deutet derweil in seinem ersten Turnier als Großmeister an, warum ihm wahrscheinlich nicht nur sein Bruder Rasmus zutraut, vorne mitzuspielen.

Schneider, Wagner oder Heinemann?

■ München könnte auf dem Weg sein, sich als eine der Schachhauptstädte Deutschlands zu etablieren. Im Februar wird das altehrwürdige Kempinski Vier Jahreszeiten Schauplatz einer Station des Frauen-WM-Zyklus sein, des Grand Prix, und, wer weiß, vielleicht ist das nur der Anfang. Indizien dafür gibt es.

Elisabeth Pähtz ist für den Grand Prix qualifiziert. Dazu bekommt der deutsche Verband als Ausrichter/Gastgeber einen Freiplatz. Wer diese Freikarte zum Weltklasseschach erhält, klären die Nationalmannschaftskolleginnen Jana Schneider, Dinara Wagner und Josefine Heinemann ab heute am Brett. Anders als beim parallel laufenden “Masters” ist in diesem Dreierwettkampf keine Favoritin zu sehen. Was die Spielerinnen dazu sagen, siehe Video ganz oben in diesem Beitrag. Dinara Wagner hat jetzt mit einem 1,5:0,5 gegen Josefine Heinemann vorgelegt. Morgen greift Jana Schneider ins Geschehen ein.

Die Nummer eins

Vincent Keymer während der Auslosung des Prager Schachfestivals. | Foto: Petr Vrabec

■ Neulich in Prag zog Vincent Keymer bei der Auslosung die begehrte Nummer eins, die ihm ein Extra-Weiß bescherte. Was dann passierte, ist bekannt:

Gestern in Magdeburg zog Tobias Kölle die Nummer eins:

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In Magdeburg sind die Nummern etwas kleiner als in Prag. | Foto: Paul Meyer-Dunker/Schachbund

Ein gutes Omen? Ob es Kölle gelingt, Keymers Nummer-eins-Beispiel aus Prag zu folgen? Gleich heute hat der vom Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler fürs Masters nominierte 17-Jährige die Gelegenheit auszuloten, wie hoch in Magdeburg die Trauben hängen. Kölle versus Keymer heißt eine der fünf Paarungen der ersten Runde, die nominelle Nummer eins gegen die nominelle Nummer zehn, und wir dürfen prognostizieren, dass Kölle sich wird strecken müssen, um am Ende eine Traube in der Hand zu halten.

|| 15. August

Master Frederik?

■ Morgen geht es los, und die Herausforderung für alle Beteiligten bis auf einen liegt auf der Hand: Vincent Keymer auf den Fersen bleiben, ihm vielleicht sogar den Turniersieg streitig machen. Ob Luis Engel, bis vor kurzem die zweitgrößte Hoffnung des deutschen Schachs, dieser Herausforderung gewachsen ist? Objektiv betrachtet: eher nein. Andererseits: Wer hätte dem Außenseiter Luis Engel vor einem Jahr zugetraut, das “Masters” zu gewinnen?

Entweder Luis Engel wiederholt seinen Coup von vor einem Jahr – oder wir werden hier in knapp zwei Wochen einen neuen Master küren.

Die zweitgrößte Hoffnung des deutschen Schachs ist jetzt jedenfalls ein anderer, Frederik Svane, der anders als Luis Engel auf die Schachprofi-Karte setzt, und dem sein Bruder Rasmus zutraut, trotz der nominellen Außenseiterrolle “die oberen Plätze anzugreifen” (siehe Video ganz oben). Der jüngere der Svane-Brüder steht jetzt vor seinem ersten Turnier als Schachgroßmeister. Der Weltverband FIDE führt den 18-Jährigen seit einigen Tagen offiziell als “GM”.

Deutschlands bester Schachkommentator

■ Manchmal bleibt er ganz nah beim Schach. Dann lernen wir, was die “Nimzowitsch-Massage” ist oder die “Capablanca-Regel”. Manchmal schweift er nimzowitschhaft ab, dann geht es um Butterbrote, Musketiere und Gitte Haenning. Stets gilt: Die Lesenden erwartet unterhaltsamer, einprägsamer Erkenntnisgewinn. Niemand im deutschsprachigen Raum kommentiert Schachpartien so geschmeidig wie Kevin Högy – der dafür als Sportdirektor des DSB leider zu selten Zeit findet. Und so entdecken wir eine der besten Nachrichten des Gipfels 2022 schon im ersten Rundenbericht zur “Deutschen Meisterschaft”: Högy kommentiert mal wieder, und damit steht am Bodensee fest, wie hier die kommenden Tage beginnen: Kaffee aufbrühen, Butterbrot schmieren und zu diesem ersten Mahl des Tages eine von Högy erklärte Schachpartie nachspielen.

Wer kennt den Caro weiter? Theorieduell zwischen Hagen Pötsch und Leonardo Costa, besprochen auf Basis von Kevin Högys Kommentaren beim Schachbund.

Nils Richter!

■ Als Deutsche Meisterschaft ist die Deutsche Meisterschaft ein Witz, aber als B-Turnier aufstrebender Spieler aus der zweiten Reihe wird sie spannend zu verfolgen sein. Und es winkt ja ein gewaltiger Hauptpreis: die Qualifikation für die eigentliche Deutsche Meisterschaft, die 2023 hoffentlich so heißen wird.

31…c5 war ein Fehler, der sehenswert die Partie verlor: 32.Lg6!

Bis dahin behilft sich Schach-Branchenprimus chess.com mit dem Konstrukt “Deutsche Masters-Meisterschaft”, um dem eigentlichen nationalen Championat einen Namen zu geben. Einer von denen, die darauf spekulieren werden, sich für diesen Wettbewerb der besten deutschen Spieler zu qualifizieren, ist Nils Richter. Der Deutsche A-Jugendmeister 2021 begann den Wettbewerb mit einem Paukenschlag. Er besiegte Großmeister Vitaly Kunin, die deutsche Nummer 27 und als solche bei der “Deutschen Meisterschaft” an eins gesetzt. Für Richter und die anderen starken Junioren im Feld steht neben dem Turniersieg eine weitere Tür ins “Masters” 2023 offen: vom Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler nominiert werden. Auf diesem Weg hat es Tobias Kölle ins Turnier der Besten geschafft.

Tatjana Melamed!

■ Als Deutsche Meisterin im Blitzschach trägt sich Tatjana Melamed als erste Siegerin und Deutsche Meisterin in die Reihe der Sieger und Siegerinnen ein, die in Magdeburg gekürt werden. Mit Elisabeth Pähtz lieferte sich die gebürtige Ukrainerin und ehemalige Nationalspielerin einen Zweikampf bis zur letzten Runde – den die spätere Zweitplatzierte leicht hätte vermeiden können. Nach dem Turniersieg erklärte Melamed, dass Pähtz diejenige gewesen sei, die dafür gesorgt hat, dass sie mitspielt.

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Higamato
Higamato
1 Monat zuvor

Links aktualisieren, beide (“Masters” und “Livepartien…”)

Der Link unter “Alle Turniere” geht seit Anbeginn ins Leere, weil “championshipss” mit 2 s geschrieben ist

Last edited 1 Monat zuvor by Higamato
Higamato
Higamato
1 Monat zuvor
Reply to  Higamato

Du hast – vermutlich aus Versehen – in “Masters:Livepartien, Ergebnisse, Tabelle (chess24)” zwei unabhängige Links gesetzt, einmal nur in der oberen Zeile “Masters:”, und dann in den folgenden Zeilen nochmal einen. Den unteren aktualisierst du, der obere (“Masters:”) zeigt nach wie vor auf 1/1/1. Und wenn du /en/ durch /de/ ersetzt, wird gleich die deutsche Version aufgerufen.

Higamato
Higamato
1 Monat zuvor

Wie auch schon bei Olympia würde ich anregen, die Links bei Chess24 täglich zu aktualisieren (heute also /2/1/1) und dann auch gleich auf die deutsche Version zu setzen, also /de/ statt /en/.

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Higamato
Higamato
1 Monat zuvor

Hier ist Ihr Weckdienst -> Links!

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