Olympia-Rückblick: Jan Gustafsson und die Frage, woran es gelegen hat

Woran hat es gelegen?

Ja, das fragste dich hinterher immer, woran es gelegen hat. Is so.

Jan Gustafsson, dem Bundestrainer für vier Wochen, geht es nach der Schacholympiade nicht anders als Torsten Knippertz im Video oben. Er fragt sich, woran es gelegen hat, und findet keine rechte Antwort. Sicher ist nur: Gustafsson ist enttäuscht. Nicht wegen der Platzierung, sondern wegen der Performance.

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Mehr als eine Stunde lang berichtet Jan Gustafsson aus Chennai. Und fragt sich hinterher immer noch, woran es gelegen hat.

An schlechter Stimmung kann es nicht gelegen haben. An fehlender Vorbereitung auch nicht. An mangelndem Ehrgeiz erst recht nicht. Außerdem: Hotel, Organisation, alles super.

Nur eines hat Gustafsson entsetzt: Wie schlecht die Schachnationalspieler beim Kartenspiel sind, speziell beim “Wizard“, das die Mannschaft spielte, während sie auf die Auslosung wartete. “Schockierend schlecht” sei speziell Rasmus Svane gewesen.

Aber auch am Frust übers schlechte Kartenspiel kann es ncht gelegen haben. Gustafsson erklärt, er habe seine Jungs absichtlich gewinnen lassen: “Wenn sie schon beim Schach nicht gewinnen, dann sollen sie wenigstens…”

(Titelfoto: Paul Meyer-Dunker/Schachbund)

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