Schacholympiade 2022 – der Ticker (bis Runde 8)

186 Länder, 1733 Spieler und Spielerinnen, 250 Großmeister. Endlich, nach vier Jahren, ist wieder Schacholympiade. Deutschland ist in Chennai mit jeweils einer Herren- und einer Frauenmannschaft am Start, die Herren an neun, die Frauen an acht gesetzt, beide jung und mit Perspektive nach oben. Die Runden beginnen ab Freitag, 29. Juli, täglich um 11.30 Uhr. Schachdeutschland TV überträgt live. Der 4. August markiert den einzigen Ruhetag des Turniers.

Die vermeintliche Übermannschaft aus den USA tut sich schwer. | Foto: Maria Emelianova/chess.com
“Armenien bleibt vorne, Indien baut im Frauenturnier die Führung aus”:
Bericht zur siebten Runde

|| Runde 8, 6. August

Sieg und Niederlage im Windschatten der Spitze

■ Zwischenzeitlich sah es nach einer Klatsche aus, dann wurde es knapp – aber letztlich doch eine Niederlage, eine verdiente. Angefangen hatte es sehr gut. Nachdem die Debatte über das Eröffnungsrepertoire von Liviu Dieter Nisipeanu nun auch bei Peter Leko und Peter Svidler geführt worden war, gab der Rumäne im Deutschen Team eine überzeugende Antwort: Im einer forcierten Variante des Mikenas-Systems mit Schwarz klar ausgeglichen, sogar einen kleinen Vorteil herausgespielt. Nisipeanu sagte anschließend, die Eröffnung sei das Ergebnis seiner eigenen Arbeit gewesen, Arbeit, die schon einige Zeit zurückliegt. Die Variante sei Teil seiner Dateien, er habe sie sich vor der Partie nur neu einprägen müssen. “Leider war dann nicht mehr drin als ein Remis.”

Der 46-Jährige musste dann zusehen, wie seine Kollegen die Vorlage nicht verwerten konnten. Allzu betrübt sei die Mannschaft deswegen aber nicht. “Drei Runden noch zu spielen, wir haben alle Chancen.” Und so lange die Chancen intakt seien, werde gekämpft. Gegen Usbekistan sah es zeitweise nach einem 1:3 aus. Vincent Keymer geriet mit Weiß schon in der (von Nodirbek Abdusattorov offenbar vorbereiteten und im Alpha-Zero-Stil vorgetragenen) Eröffnung aus der Spur, “minus 5” zeigte das Engine-Barometer.

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Matthias Blübaum geriet im Russen, neu in seinem Schwarz-Repertoire, ausgangs der Eröffnung unter Druck, nachdem er den theoretischen Part eigentlich sehr ordentlich absolviert hatte. Und in Rasmus Svanes Weißpartie war von Vorteil nichts zu sehen. Dann schien sich doch das erforderliche Wunder einzustellen. Abdusattorov geriet ins Trudeln, und Keymer packte die Gelegenheit beim Schopfe, zurück in die Partie zu kommen. Svanes Gegner leistete sich einen Überseher, der ihn einen Bauern und potenziell die Partie hätte kosten können/sollen. Und, “minus 3” hin oder her, kann sich Matthias Blübaum womöglich eine Festung bauen?

Konnte er nicht, ebensowenig wie Svane noch zum Sieg kam. Das Wunder hatte sich nur angedeutet und dann doch dem deutschen Zugriff entzogen. Morgen gegen Litauen geht’s weiter.

Sieg und Niederlage im Windschatten der Spitze

■ Die Herren verlieren knapp, aber verdient 1,5:2,5 gegen Usbekistan. Die Frauen besiegen Vietnam mit demselben Ergebnis. Beide Teams jetzt mit jeweils 12:4 Punkten im Windschatten der Spitze. Beide werden morgen Favorit sein: die Herren gegen Litauen, die Frauen gegen England. Mehr in Kürze hier.

Keymer, Carlsen, Public Viewing

■ Schacholympiade im Sportradio Deutschland, das seit Beginn des Kandidatenturniers jeden Samstag eine halbe Stunde des Programms für Schach freiräumt (manchmal sogar mehr). Mit Moderator Oliver Faßnacht spricht der Schreiber dieser Zeilen über die Schachbegeisterung in Indien, den Hang von Funktionären, das Spiel abzuschotten, das Schicksal von Magnus Carlsens Norwegern. Aber vor allem geht es natürlich um die deutschen Teams und ihre Chancen.

Die besten 17-Jährigen der Welt

via chess-results.com

■ Neulich in Prag saßen sie einander gegenüber, dann in Biel, nun in Chennai. Vincent Keymer vs. Nodirbek Abdusattorov, mit Sicherheit eine der Partien, die heute im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit steht.

Mamma Mia? Keymer wird heute nicht wie neulich in Prag ein italienisches Experiment gegen den amtierenden Schnellschachweltmeister wagen. Heute führt der Deutsche die weißen Steine.

Souverän und superintensiv

■ 2,5:1,5. Das Ergebnis gegen Serbien war das gleiche wie gegen Italien. Und doch: was für ein Unterschied. Nach dem Rumpelschachnachmittag mit glücklichem Ende in der siebten Runde legten die Deutschen in der achten ein überlegen geführtes Match hin. Dmitrij Kollars zeigte genau das, worauf Kapitän Jan Gustafsson gesetzt hat: “Gegen 2500er punktet er gnadenlos.” Und es war ja noch mehr drin. Liviu Dieter Nisipeanus couragierter Schwarzvortrag mit dem Springer- gegen das Läuferpaar führte ihn in die Nähe eines vollen Punkts. Auch Matthias Blübaum hatte einigen Druck, bevor sich die Angelegenheit auflöste. Schade, dass hier jeweils nur halbe Punkte heraussprangen, aber vor allem drohte zu keinem Zeitpunkt eine Null.

Spitz auf Knopf stand es lange am ersten Brett, an dem sich Vincent Keymer ausgangs einer englischen Eröffnung für die schwierige statt der einfachen Lösung entschied:

Mit 12…Sxc3 kann Keymer das weiße Läuferpaar rausknipsen, die einfach Lösung, nach der er zumindest nicht allzu weit entfernt von Ausgleich sein sollte. Stattdessen: 12…Lg4 nebst 13…Sg5, eine garstige Idee, die der weißen unrochierten Fianchettokonstruktion unangenehme Fragen stellt. Aber Weiß hat eine überraschende Ausrede: Aleksandar Indjic zog 14.Sg1! (“Den hatte ich übersehen”, Keymer), befreite sich, beginnend mit 15.h3, vom schwarzen Druck und stand bald stabil besser. Keymer stand derweil vor einer weiteren Wegscheide: Den Laden zusammenhalten und irgendwie überleben oder Gegenchancen suchen?

17…Sb8 oder 17…Scd8 wäre die möglichst solide Lösung. Weiß wird dank Läuferpaar und Raum anhaltenden Vorteil verwalten, aber Schwarz fällt noch lange nicht um und kann ja immerhin mit dem Springerstützpunkt c5 arbeiten. Keymer entschied sich für das Bauernopfer 17…Se5. Nach 18.Sxe5 dxe5 19.Lxb7 Tad8 20.Ld5 Sd4 würde es einem Menschen gegen eine kühl kalkulierende Maschine schwerfallen, volle Kompensation nachzuweisen. Aber in der menschlichen Praxis muss Weiß eine ganze Reihe Baustellen bedienen: die Fesselung auf der d-Linie, die schweizerkäsehafte Königsstellung, und nicht zuletzt hängt auf a3 ein Bauer.

Das folgende Hauen und Stechen führte nicht nur zu einem Endspiel mit Läuferpaar plus Freibauern versus Dame. Es führte, weil es so inhaltsreich war, auch zu einem der längsten Partievideos in der Geschichte der Perlen vom Bodensee:

Superintensiv: Aleksandar Indjic vs. Vincent Keymer.

|| Runde 7, 5. August

Zwei Siege!

■ 3,5:0,5 schlagen die Frauen die Türkei, damit halten sie Anschluss nach oben. Besser noch: die Männer. Das umkämpfte Match gegen Serbien endet mit einem hochverdienten 2,5:1,5. Mit 12:2 Punkten haben sich Keymer&Co. jetzt erstmal ganz oben festgebissen. Mehr in Kürze hier.

https://twitter.com/Bodenseeperlen/status/1555566880772988929

0,5:0,5, alles noch drin

Dieter Nisipeanu kann einem Dauerschach nicht ausweichen, Remis. Eigentlich ein gutes Ergebnis mit Schwarz, aber nach einem couragierten Vortrag mit Springer- gegen Läuferpaar wäre sogar mehr drin gewesen. Superintensives Match der Deutschen gegen Serbien, das nach 3,5 Stunden speziell am ersten Brett auf des Messers Schneide steht. Alles noch drin.

Mit Bundestrainer gegen die Türkinnen

■ Ob er überhaupt dabei ist? Diese Frage ist jetzt beantwortet. Zum Match gegen die Türkei verstärkte erstmals Bundestrainer Yuri Yakovich sein Quartett. Bislang sei er angeschlagen gewesen, meldet der Schachbund.

Sri Lanka, ein Drama

■ Der Staat bankrott, viele Menschen mittellos – und auf den Barrikaden. Der Inselstaat Sri Lanka im indischen Ozean durchleidet eine beispiellose Wirtschaftskrise. Wer kann, geht ins Ausland, um dort Arbeit zu finden. Weil Sportlerinnen und Sportler aus Sri Lanka in internationalen Wettbewerben diese Gelegenheit nutzen, mussten die Athleten aus Sri Lanka bei den gerade laufenden Commonwealth Games jetzt ihre Pässe beim Teamchef abgeben, nachdem ein Ringer, ein Judoka und ein Offizieller sich abgesetzt hatten. Derweil bei der Schacholympiade sind die Teams aus Sri Lanka anscheinend noch vollzählig. Der mehrfache Landesmeister Isuru Alahakoon hat jetzt dem Indian Express einen Einblick in die abenteuerliche, dramatische Geschichte der Schachteams gewährt, bevor diese in Chennai an den Brettern saßen.

https://twitter.com/ChessSri/status/1552182659518189568

Die achtjährige Nationalspielerin

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Randa Sedar, kniend. | Foto: Sanjay, DC

■ Ganz schön hoch, diese Stühle. Randa Sedar, geschätzte 1,20 Meter groß, hat ein Rezept gefunden, wie sie trotzdem ihre Partien bei der Schacholympiade absolvieren kann: Sie erklimmt das Sitzmöbel, dann kniet sie darauf, und schon hat sie das Brett im Blick und erreicht sogar die gegenüberliegende Grundreihe. Die achtjährige palästinensiche Nationalspielerin ist die jüngste Teilnehmerin der Schacholympiade. Schach gelernt hat sie mit fünf, in diesem Jahr wurde sie Zweite bei der palästinensischen Meisterschaft. Die Vizemeisterschaft bescherte ihr einen Platz im Nationalteam.

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Altersdifferenz 70 Jahre, das gibt es nur beim Schach: Die 1944 geborene Julia Lebel-Arias spielt für das Frauenteam von Monaco. Sie ist die älteste Teilnehmerin der Schacholympiade. | Foto: David Llada/FIDE

Der schon wieder

via chess-results.com

■ Ein unsichtbares Band verbindet den Serben Velimir Ivic und den Deutschen Matthias Blübaum. Immer wieder begegnen sie einander, und das war seit Beginn ihrer Verbindung (World Cup 2021) Matthias Blübaum ein Graus, denn Partie um Partie sah er schlecht aus gegen das größte Talent des serbischen Schachs.

Velimir Ivic. | Foto: Eric Rosen/FIDE

Bei der Europameisterschaft im April (die Blübaum vor dutzenden starken Großmeistern gewann) gelang es ihm endlich, den Ivic-Fluch zu besiegen – und das spektakulär. Blübaums vermeintlich auf h8 eingesperrter Läufer entpuppte sich als Teil eines vor der Partie ausgeklügelten, auf Ivic zugeschnittenen Konzepts. Die Partie wurde zum Teil eines historischen Laufs. Zwischenzeitlich stand der Blübaum-EM-Express bei 6,5 Punkten aus 7 Partien. Heute hat Blübaum wieder Weiß, und wir können prognostizieren, dass die beiden die Debatte um den Läufer auf h8 nicht fortsetzen werden. In der Zwischenzeit dürfte sich Ivic von Schachfreund Engine gezeigt haben lassen, wie sich die schwarze Stellung halten lässt.

Eingesperrt auf h8? Wie Matthias Blübaum bei der Europameisterschaft den Ivic-Fluch besiegte.

Olympia-Taktiken

■ Eine Auswahl der schönsten Kombinationen (und verpassten Gelegenheiten) von der 44. Schacholympiade mit Magnus Carlsen, Vincent Keymer, Dina Belenkaya und vielen anderen:

|| Ruhetag, 4. August

Aronian vs. Armenien?

Levon Aronian fühlte sich in Armenien nicht ausreichend gefördert – einerseits. Andererseits dürfte in der Geschichte des armenischen Schachs kein Spieler so sehr unterstützt worden sein wie der Ausnahmegroßmeister aus Jerewan. Vor dem Siebtrundenmatch seiner USA gegen seine Armenier steht Aronian vor einer Gewissensfrage: Spielt er gegen die Mannschaft, die er in den vergangenen Jahren dreimal zum Sieg bei der Schacholympade und einmal zur Mannschaftsweltmeisterschaft geführt hat? (Nachtrag, 5. August: Er spielt nicht.)

Levon Aronian, photo: David Llada/FIDE
Gegen Armenien spielen oder nicht? Levon Aronian. | Foto: David Llada/FIDE
Am 25. Februar 2021 war es offiziell: Levon Aronian lebt künftig in und spielt für die USA, mit deren Team er jetzt seine erste Schacholympiade absolviert.

Immer diese Öffentlichkeit

■ Einen solchen Rummel rund um ein Schachturnier hat es in der Geschichte des Sports wahrscheinlich nie gegeben. Als zu Beginn der sechsten Runde Armeniens Gabriel Sargissian und der indische Wunderknabe Gukesh am ersten Brett ihrer Nationalmannschaften Platz nahmen, …

Gukesh vs. Sargissian, die meistbeachtete Partie der sechsten Runde, in deren Verlauf Gukesh den Zug der Runde (des Turniers?) aufs Brett stellte.

… fanden sie sich von mehr Fotografen und Kameraleuten umringt als Magnus Carlsen und Ian Nepomniachtchi beim WM-Match. Nicht nur die FIDE findet fantastisch, in welchem Maße Schach öffentlich wahrgenommen wird.

Klaus Deventer, gestikulierend. | Foto: Paul Meyer-Dunker/Schachbund

Allerdings hat sich am Rande der Bermuda-Party vor dem Ruhetag eine Stimme aus dem Lager der Schachverstecker und -unzugänglichmacher erhoben. Laut dem Olympia-Blog von DSB-Präsident Ullrich Krause findet dessen ehemaliger Steuermann Klaus Deventer, zu viele Personen hätten Zugang zum Spielsaal. Das erschwere die Arbeit des Fair-Play-Teams. Einerseits ein bedenkenswerter Einwurf. Der ordentliche Ablauf des sportlichen Geschehens darf nicht beeinträchtigt werden. Andererseits könnten wir jetzt auf die ausführliche Schelte der Arbeit des Fair-Play-Teams von DSB-Sportdirektor Kevin Högy verweisen. Oder auf die anderen vom Bodensee aus sichtbaren Spitzen des Eisbergs: die Schiedsrichter-Fehler, die die Mongolei gegen Norwegen einen Punkt gekostet haben, und die Posse um die Zutrittsberechtigung von DSB-Reporter Paul Meyer-Dunker. Möge sich jeder an den eigenen Metalldetektor fassen, bevor er auf andere zeigt.

Kevin Högy und seine Erfahrungen mit dem Fair-Play-Team.

Schachfreund Modi

■ Passend zur Schacholympiade hat Arte jetzt ein sehenswertes Porträt von Schachfreund Narendra Modi veröffentlicht: ein Nationalist, religiöser Fundamentalist und Spalter, der sich als Mann des Friedens inszeniert. Um sich auf Indien als Gegengewicht zu China stützen zu können, schaut der Westen stillschweigend zu, wie das Oberhaupt der 1,3-Milliarden-Einwohner-Supermacht Indiens Demokratie in ein autoritäres Unrechtssystem umbaut.

“Daran müssen wir arbeiten”

■ Ob Jan Gustafsson den Perlen-YouTube-Kanal verfolgt? Jedenfalls bestätigte er nach dem Zitterkrimi gegen Italien, was unsere Zuschauer schon wussten: Liviu Dieter Nisipeanu, Sieger des Tages, war mit seinem Anti-Nimzo-Eigenbau geradewegs in die Computervorbereitung seines italienischen Gegenspielers gerasselt.

Wie Dieter Nisipeanu nach misslungener Eröffnung das Blatt wendete.

Und so durfte sich speziell der Sieger des Tages kritische Worte des Coaches anhören: Auf seinen Eröffnungsnebengleisen riskiere Nisipeanu Szenarien wie das gegen Italien: Der Gegner weiß, was kommt, und ist bestens präpariert. “Daran müssen wir arbeiten”, mahnt Gustafsson, der, Spekulation, Nisipeanu die Teilnahme an der Bermuda-Party verboten hat, um sich mit ihm wegzuschließen und bei Curry und Lassi Eröffnungs-Hauptvarianten zu studieren.

Jan Gustafsson, Dmitrij Kollars und Matchwinner Rasmus Svane

Die anderen Spieler, Dmitrij Kollars und Rasmus Svane, gaben sich derweil selbstkritisch ob des neuerlichen Dramas gegen einen nominellen Außenseiter. Was wiederum eine exzellente Ausgangsposition sein könnte: Die Mannschaft ist mit 10:2 Punkten ganz oben dabei – und trotzdem unzufrieden mit ihrer Leistung. Genau das könnte der Stoff sein, aus dem ein erfolgreiches Turnier geschneidert ist.

Rasmus Svane kämpft mehr als 100 Züge lang und letztlich erfolgreich ums Überleben, beobachtet von den Kapitänen Loek van Wely und Jan Gustafsson. Der deutsche Teamchef bleibt jetzt doch gelegentlich bis zum Ende, er hat einen positiven Aspekt seiner Anwesenheit gefunden: moralischer Support für die Jungs am Brett. | Foto: Stev Bonhage/FIDE

|| Was bisher geschah

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Kommentator
Kommentator
6 Tage zuvor

“Die Runden beginnen ab Freitag, 29. Juli, täglich um 11.30 Uhr.” ist nicht ganz korrekt – die letzte Runde am 9.8. beginnt bereits um 6.30 Uhr MESZ.

Thomas Richter
Thomas Richter
5 Tage zuvor

Auslosung ist raus: weder die USA noch Indien (oder Indien) sondern Usbekistan. Nach Eloschnitt ist Deutschland leicht favorisiert – wäre gegen Indien 2 auch der Fall und muss jeweils nichts heißen.

Österreich hat übrigens gegen Ungarn 0-4 verloren, so wird man kein Lieblingsnachbar?

Daniel
Daniel
4 Tage zuvor

Kollars für Runde 8 auf die Bank zu setzen, finde ich echt dämlich. Auch wenn es von offizieller Seite heißt, dass er besonders zum Punkten gegen schwächere Gegner eingesetzt wird, so zeigt er dennoch als einziger im deutschen Team konstant gute Leistungen.
Keymer verpasst öfters gute Chancen und scheint sich in dem Turnier immer noch nicht ganz eingefunden zu haben und die anderen drei verwickeln sich viel zu oft in seltsame Varianten und unangenehme Stellungen.
Kollars rausnehmen nimmt ihm gleichzeitig den aktuellen Siegerwind aus den Segeln und dem Team das stabilste und souveränste Brett.

Kommentator
Kommentator
4 Tage zuvor
Reply to  Daniel

Wie Thomas Richter schon an anderer Stelle schrieb – ob man die richtigen Leute aufgestellt hat, weiß man meistens erst hinterher… Im konkreten Fall hat natürlich Kollars auch als einziger die ersten 7 Runde durchgespielt und wäre damit tendenziell derjenige, der am ehesten eine Pause benötigte. (OK, es gab vorgestern einen Ruhetag für alle, aber trotzdem…)

Thomas Richter
Thomas Richter
3 Tage zuvor
Reply to  Kommentator

Dass Kollars (nominell Brett 5) zuvor durchgespielt hatte zeigt vielleicht, dass Jan Gustafsson die Einschätzung von Daniel teilt. Aber wer hätte dann pausieren sollen? Svane- zweimal hintereinander pausieren nur in Ausnahmefällen? Nisipeanu – da gab es bereits diesen Ausnahmefall. Keymer ging eigentlich auch nicht – dann würde man ihm unterstellen, dass er vor Abdusattorov kneift. Bleibt Bluebaum – wäre im Nachhinein vielleicht die richtige Entscheidung, da er verloren hat. Und dann müsste man den (anderen) Spielern, der Öffentlichkeit und Conrad Schormann erklären, warum Brett 5 durchspielt. Nur ein offensichtlich formschwacher Spieler landet dauernd auf der Ersatzbank, z.B. bei den Niederlanden… Weiterlesen »

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