Allein unter WM-Kandidaten

Der chinesische Großmeister Wang Hao wird ohne Sekundanten zum Kandidatenturnier in Jekaterinenburg reisen. Das hat der 30-Jährige jetzt der „Times of India“ erzählt. Zwar habe er Helfer, aber die müssten aus China anreisen und sich in Russland einer 14-tägigen Quarantäne unterziehen. „Das wäre ihnen nicht zuzumuten. Sie haben so eine Prozedur ja schon in ihrer Heimat hinter sich gebracht“, sagte die Nummer zwölf der Weltrangliste.

Wang Hao, Nummer zwölf der Welt, muss beim Kandidatenturnier in Jekaterinenburg allein zurechtkommen. | Foto: Maria Emelianova/chess.com

Wang Hao hat sich in den vergangenen Wochen in Japan auf das Kandidatenturnier vorbereitet. Weil er von Japan aus in Russland einreisen wird, entfällt für ihn die Quarantäne – anders als für seinen Landsmann Ding Liren, der schon seit einer Woche in der Nähe von Moskau seine Quarantäne absitzt und sich vorbereitet. Anders als Wang Hao hat Ding Liren sein Team mit in die Isolation genommen. Für beide Chinesen gilt, dass die Viruskrise ihre Vorbereitung erheblich beeinflusst hat.

Noch ein Appell an die FIDE

Wie Teimour Radjabov hat jetzt Wang Hao gegenüber der „Times of India“ angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus noch einmal an die FIDE appelliert, das Kandidatenturnier zu verschieben: „Wir haben es hier mit einer weltweiten Krise zu tun. Unter diesen Umständen sollte das Kandidatenturnier nicht stattfinden.“ Die FIDE ist allerdings entschlossen, die Sache durchzuziehen, und hält sich dafür gerüstet.

In seinem Quarantänequartier bei Moskau unterbrach Ding Liren seine Vorbereitung aufs Kandidatenturnier, um die deutsche Mannschaft aus der „Pro Chess League“ zu kegeln.

Zum Auftakt des Kandidatenturniers am 17. März werden die beiden Chinesen aufeinandertreffen. Wang Hao plant, am 13. März anzureisen.

Die Reisepläne von Turnierfavorit Fabiano Caruana haben sich derweil unvorhergesehen geändert. Er wird später ankommen, als er dachte:

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