MVL, Rapport, Aronian, Schirow spielen mit: Ein Grenke-Platz ist noch frei – und die Virusfrage offen

Magnus Carlsen, Fabiano Caruana, Visvanathan Anand, Vincent Keymer und Daniel Fridman stehen seit einigen Wochen als Teilnehmer am Grenke Classic fest. Jetzt sind vier weitere Schachmeister dazugekommen.

Maxime Vachier-Lagrave, Levon Aronian, Richard Rapport und Alexei Schirow machen das Superturnier in Karlsruhe und Baden-Baden zu einer Vereinsmeisterschaft der OSG Baden-Baden mit Gästen aus Deizisau (Keymer) und Mülheim (Fridman). Der zehnte Teilnehmer steht noch nicht fest.

Superturnier und Vereinsmeisterschaft zugleich: Richard Rapport wird dem Grenke Classic Farbe verleihen. Wenn es denn stattfindet. | Foto: Georgios Souleidis/Schachbundesliga

Und natürlich steht nicht fest, ob das Turnier stattfindet.

Hinsichtlich des Grenke Opens ist es angesichts der sich täglich zuspitzenden Krise rund um das Coronavirus nicht allzu schwierig, die traurige Prognose zu treffen, dass es eher ausfallen wird.

Beschlossen und verkündet ist das gleichwohl noch nicht. Gestern erreichte uns aus Karlsruhe die Information, dass in der Organisation debattiert wurde, die Spielsäle in mehrere Separees zu unterteilen, um die abzusehende 1.000-Menschen-Regel zu umgehen.

Letzte Wasserstandsmeldung vom 3. März

So wird es bei der gerade laufenden Senioren-Mannschafts-WM in Prag gehandhabt, wo während des laufenden Turniers eine ähnliche Regelung in Kraft trat, wie sie bald für Baden-Württemberg erlassen werden soll. In Prag spielen die Mannschaften in Zellen, die nicht mehr als 100 Spieler fassen.

Am 3. März nach einer Anfrage dieser Seite gab es seitens der Organisation zuletzt eine Wasserstandsmeldung, siehe “Infektionsgefahr: Küssen verboten”. Seitdem gehen täglich neue Anfragen ein, unter anderem via Twitter und insbesondere von Schachfreunden aus dem Ausland, die ihre Reise mehrheitlich längst geplant und gebucht haben.

Gerade weil das Turnier ein so großes und internationales ist, wäre eine kurzfristige Absage nicht möglich. Andererseits wäre eine Absage generell bedauerlich, insofern ist es nur zu verständlich, dass die Macher des Turniers bis zuletzt darum ringen, es möglich zu machen.

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