Tata Steel Chess, die Langstrecke zu Beginn eines jeden Schachjahres: Auch bei der 85. Auflage des Traditionsturniers im Küstenort Wijk an Zee ab dem 14. Januar 2023 spielt ein erlesenes Feld von 14 Teilnehmern 13 Runden. Mittendrin: Vincent Keymer, der im Wettbewerb mit den Besten der Welt eine Standortbestimmung zu absolvieren hat. Im parallelen, ebenfalls veritabel besetzten “Challengers”, dem B-Turnier, ist mit Alexander Donchenko ebenfalls ein deutscher Kaderspieler mit von der Partie. Rundenbeginn täglich 14 Uhr. Mittwoch, 18. Januar, ist Ruhetag im “Masters”.
“Tag der Meisterstücke: Giri besiegt Carlsen zum 1. Mal in 12 Jahren”:
Bericht zur vierten Runde
|| Runde 4, 17. Januar
Giri! Und Donchenko!
■ Anish Giri schlägt Magnus Carlsen und übernimmt zusammen mit Nodirbek Abdusattorov die Tabellenführung. Giris Sieg über Carlsen war das alles überstrahlende Resultat der vierten Runde. Aber wir wollen darüber nicht Alexander Donchenko übersehen. Vorgestern freute er sich noch, im 15. Versuch endlich seine erste Partie in Wijk an Zee gewonnen zu haben. Heute, im 17. Versuch, gewann er mit Schwarz gegen Jergus Pechac die zweite. Auch Donchenko ist jetzt Tabellenführer, muss sich den Spitzenplatz im “Challengers” allerdings mit Velimir Ivic und Mustafa Yilmaz teilen.
“Remis?” “Ja – später!”
■ Vor zwei Jahren sorgte in Wijk die unsinnige Regel für Debatten, dass im Fall eines Gleichstands zwei Spieler einen Stichkampf um den Turniersieg austragen, auch wenn mehrere Spieler punktgleich waren. Die Regel ist (anders als bei der Rapid- und Blitz-WM der Frauen) mittlerweile abgeschafft. Jetzt ist es an der Zeit, die Remis-Paragrafen anzugehen. Richard Rapport und Fabiano Caruana einigten sich heute zum Erstaunen der Zuschauer auf Remis, obwohl Caruana am Drücker war. Hintergrund war, dass Caruana schone eine Reihe von Zügen zuvor ein Remisangebot Rapports angenommen hatte, sich dann aber beide darauf verständigten, besser doch noch einige Züge zu spielen. Gäbe es die Regel, dass etwa vor dem 30. oder 40. Zug kein Remis möglich ist, hätte das nicht passieren können. Aber in Wijk gibt es stattdessen nur eine Empfehlung an die Spieler, frühe Remisschlüsse zu vermeiden.
Ein Handslip?
■ Vincent Keymers Eröffnungswahl gibt weiterhin Rätsel auf. Sein selbst heraufbeschworenes Leiden in der Zweitrundenpartie gegen Praggnanandhaa hat der Dinslakener IM Christof Sielecki jetzt mit einem “Handslip” erklärt. Eigentlich sei in der Eröffnung …d5! geplant gewesen, wo Keymer das zurückhaltende …d6 zog. Sielecki hält das für den wahrscheinlichsten Grund. Für Keymers arg moderates Colle-System mit Le2 in der dritten Runde hat der Hamburger FM Jan Peter Schmidt einen sehr schönen, wenngleich kaum glaubwürdigen Grund gefunden: Keymer habe eine Anleihe am Bodensee genommen, vor der Partie Sisters of Mercy gehört und dann Colle gespielt.
Nix zu holen gegen Ding
■ Die Nummer eins gegen die Nummer zwei der Welt, die beiden einzigen 2800er des Planeten gegeneinander. Ding Liren versus Magnus Carlsen, das wäre ein veritables WM-Match. Und mit hoher Wahrscheinlichkeit stünde dann kaum einmal das London-System auf dem Brett, mit dem Carlsen gestern vergeblich versuchte, zum ersten Mal überhaupt eine Weißpartie gegen den Chinesen zu gewinnen – vergeblich. Ding Liren wird nun gegen Ian Nepomniachtchi um den Titel spielen. Wann und vor allem wo steht weiterhin nicht fest, aber der kriselnde Schach-Weltverband FIDE hat jetzt angekündigt, “um den Freitag herum” genaueres bekanntzugeben.
Giri und der Kampfgeist
■ Seitdem er beim Kandidatenturnier 14 von 14 Partien remisiert hat, wird Anish Giri den Ruf desjenigen nicht los, dem seine Friedfertigkeit daran hindert, noch besser zu werden. Nicht einmal seine Glanzpartie aus der zweiten Runde verschaffte dem Lokalmatador in dieser Hinsicht Ruhe. Kaum hatte er in der dritten sehr früh gegen Parham Maghsoodloo remisiert, kam Kritik auf. Warum er denn nicht noch ein wenig spiele. Auf die Frage, ob denn heute in der Weißpartie gegen Magnus Carlsen einen Kampf zu sehen gebe, sagte Giri augenzwinkernd: “Wenn einer von uns einen Kampf will, wird es ein Kampf sein. Ich denke, die Wahrscheinlichkeit, dass wir beide nicht kämpfen wollen, ist klein, vor allem, weil die Wahrscheinlichkeit, dass er nicht kämpfen will, sehr seh klein ist.”
|| Runde 3, 16. Januar
Figur einstellen, gewinnen
■ Es mehren sich die Zeichen, dass es ein ganz einfaches Rezept gibt, um Wijk an Zee Schachpartien zu gewinnen. Es ist nichts weiter zu tun als – eine Figur einzustellen! Vor fünf Jahren hat das funktioniert, als Magnus Carlsen gegen Gawain Jones eine Leichfigur abhanden kam und er die Partie trotzdem gewann. Und gestern hat es wieder funktioniert, als Amin Tabatabei mit Minusfigur nach sieben Zügen nicht verzagte, sondern Gegenspiel aufzog und am Ende ebenfalls gewann. Wir hoffen jetzt, dass es nicht wieder fünf Jahre dauert, bis weitere Daten eintreffen, anhand derer sich die Einstell-These belegen lässt.
Zeitüberschreitung
■ Übertragungsfehler sind beim Schach leider eher die Regel als die Ausnahme. Und so fragten sich Beobachter, ob denn Alexander Donchenko wirklich gewonnen hat, als im Internet 0:1 neben seiner Schwarzpartie gegen Pragg-Schwester Vaishali stand. Auf dem Brett stand nämlich keine Stellung, die sich als gewonnen für Schwarz oder gar aufgabereif identifizieren ließ. Aber es stimmt: 0:1, Donchenko hat gewonnen – durch Zeitüberschreitung. Es war ihm gelungen, seiner Gegnerin so viele Probleme zu stellen, dass sie darüber die Kontrolle über ihr Zeitmanagement verlor. Donchenko ist jetzt Teil einer Vierergruppe, die das “Challengers” mit 1,5/2 anführt.
Keymer verpasst Neujahrsempfang
■ Der bekannteste und verdienteste Sportler der rheinhessischen Gemeinde Saulheim ist – kein Schachspieler. Weltmeister, Europameister, Weltrekordler; das sind Meriten, die sich Vincent Keymer noch verdienen muss. Im sportlichen Lebenslauf des Zehnkämpfers Niklas Kaul sind sie schon aufgeführt. Umso mehr freute sich Ortsbürgermeister Martin Fölix, den erfolgreichen Sohn der Gemeinde und nicht zuletzt des TuS Saulheim und des Gymnasiums Nieder-Olm beim Neujahrsempfang im Bürgerhaus Saulheim zu begrüßen und zu ehren. Die Gemeinde hatte eine ganze Reihe erfolgreicher Sportler und verdienter Bürger eingeladen, um deren Wirken zu würdigen. Der zweiterfolgreichste Saulheimer Sportler fehlte, was mit dem unglücklich gewählten Termin zusammenhing: Sonntag, 15. Janur, 14 Uhr, genau der Zeitpunkt, zu dem knapp 500 Kilometer nordwestlich vom Bürgerhaus Vincent Keymers Partie gegen Magnus Carlsen im Dorpshuis de Moriaan zu Wijk an Zee (siehe Video oben) beginnen sollte.
|| Runde 2, 15. Januar
Giri zaubert
■ Die Jungs von ganz oben sind halt sehr, sehr gut. Gestern untermauerte Schachfreund Ding Liren diese Einschätzung, als er Gukesh ganz zauberhaft auseinanderschraubte. Heute sieht es stark aus, als bekäme Vincent Keymer von Magnus Carlsen eine Lektion erteilt. Und Gukesh bekam gar eine Watschn verabreicht, eine sehenswerte. Anish Giri im Zaubermodus:
Königsgambit, 6 Züge, aus
■ Sechs Züge Königsgambit waren zwischen den Großmeistern Jergus Pechac und Amin Tatabatabei gespielt, da stand es so:
Weiß gewinnt: 7.exd6, und dann hängt auf e7 der Läufer und auf h5 der Springer (wegen Db5+). Niemand hätte Tabatabaei vorgeworfen, an dieser Stelle aufzugeben. Aber es gelang dem Iraner tatsächlich, mit Minusfigur das Wasser so weit zu trüben, dass er nach einigem Hin und Her sogar in einem besseren Endspiel landete – und sogar die Partie gewann.
“Wir mussten etwas tun”
■ „Cheating ist eine Bedrohung für den Sport. Wir mussten etwas tun. Die Topspieler freuen sich, dass wir das ernst nehmen”, sagte Turnierdirektor Jeroen van den Berg der niederländischen Zeitung de Volkskrant, die sich nach dem großen Schachthema dieser Monate erkundigt hat. In Wijk sind die Anti-Cheating-Maßnahmen 2023 strenger denn je: Die Liveübertragung erfolgt mit 15-minütiger Verzögerung, Spieler und Spielerinnen werden vor den Partien gescannt, im Spielsaal ist ein zusätzlicher Fairplay-Schiedsrichter im Einsatz, und Zuschauer dürfen keine Handy-Fotos mehr machen.
Carlsen, Puma, Adidas
■ Allzu ernst nimmt Magnus Carlsen die ihm am heutigen Sonntag bevorstehende Partie gegen Vincent Keymer offenbar nicht. Anstatt sich in seinem Hotelzimmer einzuschließen und sich vorzubereiten, ging Carlsen Fußball gucken. Als Ehrengast von Ajax Amsterdam verfolgte er das 0:0 gegen Twente Enschede in der Eredivisie. Ajax-Geschäftsführer Edwin van der Sar überreichte Carlsen ein Trikot mit der in Amsterdam heiligen und (an Profifußballer) nicht mehr vergebenen Nummer 14, die einst der große Johan Cruijff getragen hat.
Einige Freude dürfte der Fototermin bei Alax-Ausrüster Adidas ausgelöst haben, der gestern Konkurrent Puma ein Schachschnippchen schlug. Während Carlsen-Werbepartner Puma wahrscheinlich manchen GuldenEuro springen lässt, damit Carlsen Puma-Schuhe aufs Brett stellt und an selbigem Puma trägt, hat Adidas gestern sein Carlsen-Foto gratis bekommen.
Dorpshuis de Moriaan
■ Schluss mit dem isolierten Schachbunker. Zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie ist das Tata Steel Chess wieder das, was es sein soll: ein Festival für alle Schachfreunde mit einer Reihe von Amateurturnieren und Rahmenveranstaltungen.
Zur 85. Auflage des Traditionsfestivals hat das Festival ein neues Design bekommen, zu sehen im Spielort “Dorpshuis de Moriaan”, eigentlich eine Sporthalle, der die Sporthalle nicht mehr anzusehen ist, sobald die Schachspieler mit der aufwändigen Umgestaltung fertig sind. Die Organisatoren haben ein Video veröffentlicht, das den Umbau der Sport- zur Schachhalle im Zeitraffer zeigt:
|| Runde 1, 14. Januar
Zwei halbe
■ Vincent Keymer hat die Chance verpasst, mit einem vollen Punkt ins Turnier zu starten. Mit Schwarz gegen Parham Maghsoodloo war Keymer aus der Eröffnung heraus am Drücker, ließ den Iraner jedoch entschlüpfen. Andersherum bei Alexander Donchenko: Sollte er mit einem halben Punkt davonkommen (um 17.46 Uhr zum Zeitpunkt des Schreibens dieser Zeilen sieht es danach aus), kann er heilfroh sein. In der Begegnung gegen Javokhir Sindarov war es der usbekische Olympiasieger, der den Deutschen entschlüpfen ließ.
Niemann einladen? “Dann kommt Carlsen nicht.”
■ Hans Niemann habe keine ernsthafte Chance gehabt, eingeladen zu werden, hat jetzt Turnierdirektor Jeroen van den Berg der niederländischen Zeitung De Telegraf gesagt: „Jeder junge Spieler ist für unser Turnier interessant, und Niemann ist ein junger, guter Schachspieler. Aber als der Streit um seinen angeblichen Betrug ausbrach, hatte ich das Spielerfeld fast komplettiert.“ Van den Berg sagt, er habe noch einen Topspieler gesucht, da bereits ausreichend Nachwuchsgroßmeister verpflichtet waren. “Außerdem würde eine Einladung an Niemann bedeuten, dass Magnus Carlsen nicht kommen würde. Das ist undenkbar.” Der Turnierdirektor freut sich, dass es ihm gelungen ist, als letzten Spitzenspieler Ding Liren zu verpflichten, der im vergangenen Jahr pandemiebedingt abgesagt hatte. “Zur Vorbereitung auf das WM-Match kann Ding ein Turnier gut gebrauchen, bei dem er dreizehn Partien auf höchstem Niveau bestreitet.” Ding habe einen negativen Corona-Test vorgewiesen, die Teilnahme sei kein Problem. Ein Problem ist eher das WM-Match, dessen ursprünglich geplanter Austragungsort Mexiko-City sich wohl zerschlagen hat. Keine drei Monate vor dem Match ist unklar, wo es stattfinden wird.
Vincent Keymer
■ Die “Wochen der Wahrheit” mit Rapid- und Blitz-WM, gefolgt von zwei Superturnieren, begannen für Vincent Keymer denkbar erfolgreich. Als frisch gekürter Vizeweltmeister im Schnellschach geht der 18-Jährige jetzt die Herausforderung an der niederländischen Küste an, eine Standortbestimmung in seinem ersten Profijahr im Vergleich mit den Besten der Welt und den anderen überragenden Talenten seiner Generation. Keymers Ziel: “Ich will mich behaupten.” Zum Auftakt trifft Keymer am Samstag mit Schwarz auf die iranische Nummer eins Parham Maghsoodloo.
Alexander Donchenko
■ Zwei Tage vor Turnierbeginn erreichte Alexander Donchenko 2021 die Einladung zum ersten und bis jetzt einzigen Superturnier seiner Karriere. Und er begann den Wettbewerb schon vor der ersten Partie mit einem Fehler. Donchenko begab sich allein in die coronasicher abgeschirmte Schachblase von Wijk – und litt an Einsamkeit, die zu seiner Ergebniskrise beigetragen haben mag. Anno 2023 ist Donchenko wieder dabei, im “Challengers” dieses Mal. Er wird seine Lehren aus dem 2021er-Turnier gezogen haben. Und, wenn es gut läuft, mag die Qualifikation für das zweite Superturnier seines Lebens drin sein. Der Sieger des “Challengers” 2023 spielt 2024 im “Masters”. In dieser Hinsicht beginnt Donchenkos Turnier mit einer wegweisenden Partie: Weiß gegen den bärenstarken Usbeken Javokhir Sindarov (Elo 2654), die nominelle Nummer zwei des Felds.
Wer fehlt
■ Denen, die da sind, werden wir uns an dieser Stelle in den kommenden Wochen ausgiebig widmen. Vorher sei notiert, wer fehlt. Die Liste der Abwesenden beginnt mit Hans Niemann, der in seiner Klage gegen Carlsen, Nakamura & Co. erklärt warum: Er sollte und wollte mitspielen, aber die Veranstalter hätten die Verhandlungen abgebrochen, als das Carlsen-Drama begann. Außerdem fehlt Alireza Firouzja, der sich nach seinem Wijk-Eklat vor zwei Jahren im vergangenen Jahr verzockt hat und 2023 mutmaßlich gar nicht erst eingeladen worden ist. Französische Medienanfragen zu seiner Wijk-Abwesenheit ließ Firouzja unbeantwortet. Ukrainer fehlen 2023 in Wijk vollständig, schade, Russen auch, verständlich. Außerdem fehlt im Masters Jan-Krzysztof Duda sowie im Challengers Salem Saleh. Diese beiden haben kurzfristig aus privaten Gründen abgesagt. Statt ihrer spielen Parham Maghsoodloo (zum Auftakt Weiß gegen Vincent Keymer) sowie Velimir Ivic.
Seniorenschach
■ Ob Magnus Carlsen nun 2023 gewinnt oder nicht, als Wijk-Rekordsieger mit acht Triumphen wird ihn so bald (wenn überhaupt) niemand einholen. Der Zweite in der Liste liegt drei Titel zurück. Fünffachsieger Viswanathan Anand ist zwar auch in diesem Jahr anwesend, hat aber als Ehrengast und Zuschauer keine Chance, seinen sechsten Wijk-Sieg einzufahren. Da der Inder nicht am Brett sitzt, geht die zweifelhafte Ehre, ältester Spieler des Wettbewerbs zu sein, an Levon Aronian (40). Der US-Armenier mag allerdings jugendliche Energie aus dem freudigen Umstand schöpfen, dass er Ende 2022 Vater seiner Tochter Zabelle geworden ist. Gleich zum Auftakt sitzt Aronian am Samstag der zweitälteste Spieler des Turniers gegenüber, der eingangs erwähnte Magnus Carlsen (32). Die 71. klassische Partie zwischen den beiden Turniersenioren.
Wie gesagt, Dorpshuis De Moriaan war schon seit langem der Austragungsort – jedenfalls in den vielen Jahren in denen ich in den Niederlanden lebte und selbst vor Ort war, und auch während der Pandemie. “A New Look and Feel” bezieht sich auf den Umbau der Sporthalle alle Jahre wieder, ein zumindest ähnliches Video der Veranstalter gab es auch schon früher. Diese Tiebreak-Regeln gab es vielleicht schon 2022, womöglich neu ist Non-smoking rule Smoking is not allowed while your game is in progress. Am Brett war es natürlich schon lange nicht mehr erlaubt, in der Bar im Gebäude ist es auch… Weiterlesen »
“Zur 85. Auflage des Traditionsfestivals ist das Festival umgezogen. “Dorpshuis de Moriaan” heißt der neue Spielort”. Hä? Da wird schon seit vielen Jahren gespielt.
Zu “Wer fehlt”: Firouzja fehlte ja auch bei der EM im Schnell- und Blitzschach, da lag es angeblich an Sicherheitsbedenken in Kasachstan. Er würde auch beim WR Chess Masters zum Teilnehmerfeld passen – als der Jungstar, der bisher am meisten erreicht hat (ob er diesen Status mittelfristig behält, da bin ich mir nicht sicher). Jemand schrieb mir, dass Firouzja auch in Prag (das sich ihn nun wohl ohnehin nicht mehr leisten könnte) den Organisatoren gegenüber auffiel, vielleicht spricht sich so etwas ja herum? “Van den Berg hofft, ihn (Firouzja) für künftige Auflagen des Traditionsturniers gewinnen zu können.” stammt aus dem… Weiterlesen »
Zum mittlerweile erwähnten Telegraaf-Artikel (niederländische Bild-Zeitung): Wenn Niemann in seiner Klage Interesse aus Wijk aan Zee erwähnt, dass sich dann zerschlagen hat, gab es vielleicht doch Vor-Verhandlungen. Das könnte Niemann dann auch belegen, da wohl nicht nur mündlich (telefonisch) sondern auch schriftlich (Email) und demnach dokumentiert. Jeroen van den Bergh sagt ja auch, dass “Sinquefield Cup und danach” eine zumindest potentielle Rolle spielte. Einen etwas schwer zu übersetzenden Satz hat Conrad Schormann auch nicht übersetzt: “Gezien de commotie wilde ik mijn vingers er ook niet aan branden.” – etwa: “angesichts der ganzen Aufregung wollte ich mir daran auch nicht die… Weiterlesen »
Jaja, sehr nett, diese journalistische Bereitstellung!
Ich drücke Vincent Keymer die Daumen, seine erste Partie mochte ich bereits, auch die Eröffnungsphase, so :
1. Sf3 d5 (Herr Keymer spielt die schwarzen Steine) 2. g3 Sf6 3. Lg2 c5 4. c4 d4 5. e3 Sc6 6. ed4 cd4 7. d3 e6!? 8. 0-0 h61? (und so weiter)
Mit freundlichen Grüßen
LK
Kleine Randbemerkung :
Nicht nur Hans Moke Niemann, sondern auch Magnus Carlsen ist zweifelsfrei “Hair Metal”-tauglich, vergleiche :-> https://en.wikipedia.org/wiki/Glam_metal
MFG
LK (der hier mithalten könnte, nie verglatzte)
Auch nicht schlecht :
1. d4 Sf6 2. c4 e6 3,. Sc3 Lb4 4. Dc2 0-0 (4….d5 ist wohl Remis), 5. a3 Lc3 6. Dc3 b6 7. f3 Lb7 8. e4 und nun 8… Lb7 9. Se2 (“Neuerung”) und 9…c5 10.. d5 ed5 11. ed5 Te8 !
(Vincent Kaymer, mit den schwarzen Steinen
Vely interessant, auch das Spiel von “Pragg”.
MFG
LK
Immerhin hat Tabatabaei mit Justin Tan einen großmeisterlichen Vorgänger – sowohl in Hinblick auf den Figureneinsteller als auch bezüglich des späteren Partieausgangs: https://old.chesstempo.com/gamedb/game/5298241
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[…] Chess – der Ticker zum Superturnier: bitterer Dienstag für Keymer und Donchenko (Runde 5-9)Tata Steel Chess mit Keymer und Donchenko: der Ticker zum Superturnier (Runde 1-4) 0 0 votesArticle […]