Michael S. Langer zum Spielbetrieb: “Weigere mich zu resignieren.”

Den Spielbetrieb unterbrechen? Und falls nicht: Maskenpflicht am Brett? Mit der vierten Welle stehen solche Themen wieder ganz oben auf der Agenda, teilweise ruht der traditionelle Spielbetrieb schon. In Niedersachsen zum Beispiel. Wir haben mit Michael S. Langer, Präsident des Niedersächsischen Schachverbands, über die Entscheidung gesprochen, die gerade begonnene Saison auf Eis zu legen.

Michael, Niedersachsen hat den Spielbetrieb unterbrochen.

Ja, das hatten wir für den Fall angekündigt, dass in Niedersachsen die Warnstufe 2 in Kraft tritt. Und das ist jetzt zum 1.12. passiert.

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Deine Position war bislang, den Spielbetrieb trotz Pandemie laufen zu lassen: Diejenigen, die spielen wollen, sollen spielen, und alle anderen bleiben zu Hause. Was ist jetzt anders?

Michael S. Langer. | Foto: CSA

Meine Aufgabe als Präsident des Landesverbands ist, denjenigen, die spielen wollen, Angebote zu machen, so lange das irgendwie geht. Aber wir können ja nicht ignorieren, was das mit Warnstufe 2 einhergehende 2G+ bedeutet: Tests am Spielort, Tests maximal 24 Stunden alt, besondere und nicht abschließend klare Verfahren für Jugendliche und so weiter. Das überfordert den Amateursport, nicht nur im Schach.

Was ist mit eurer Landeseinzelmeisterschaft?

Unser jährlicher Höhepunkt sollte nach der Unterbrechung 2021 im Januar wieder in Verden stattfinden. Aufgrund der aktuellen Situation haben wir das Turnier auf unbestimmte Zeit verschoben.

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Beim Spielbetrieb redet Ihr wahrscheinlich sehr bewusst von „unterbrechen“, nicht „abbrechen“?

Wir haben auch 2020 unterbrochen und im Spätsommer beendet. Die geplante Überbrückung 2020/21 musste gänzlich ausfallen. Einen Abbruch möchten wir unbedingt vermeiden, um den Schaden zu begrenzen bzw. zu verhindern.

Schaden?

Eigentlich bräuchten die Vereine seit Monaten kontinuierliche Wiederaufbauarbeit. Aber ohne Spielbetrieb ist das schwierig.

Nicht nur Wiederaufbauarbeit. Auch Integrationsarbeit. Es stehen ja jede Menge neue Leute vor den Türen. Wenn diese Türen jetzt geschlossen bleiben, das wäre bitter.

Ein zu langes Aussetzen des Spielbetriebs wird in unserer Vereinslandschaft dazu führen, dass sich noch mehr die Spreu vom Weizen trennt. Einige Vereine, die jetzt schon kriseln, werden nicht mehr in die Spur kommen. Dort steht das Vereinsleben bereits kurz vor dem Erliegen. Andere werden auch eine weitere Auszeit überstehen, vielleicht wachsen sie sogar. Wir haben ja schon in den vergangenen Monaten erlebt, dass Vereine unterschiedlich gut zurück zu ihren Abläufen gefunden oder sich neu erfunden haben. Das wird sich nach meiner Einschätzung so fortsetzen.

Wie sind die Mitgliederzahlen im Land?

Die aktuellsten Zahlen sind die aus dem Sommer, die traditionell eher Zuwächse abbilden. Aber darauf kann man sich schlecht verlassen, weil Neuzugänge zu diesem Zeitpunkt noch nicht beitragspflichtig sind. Der Beitrag wird mit den Zahlen Anfang 2022 ermittelt. Ich schaue derzeit weniger auf Gesamtstatistiken, mehr auf einzelne Vereine, meinen zum Beispiel. Der ist mit 79 Mitgliedern in die Pandemie gegangen und steht jetzt bei 104. Es gibt aber auch Gegenbeispiele, Vereine, die deutlich kleiner geworden sind. Das ist sehr unterschiedlich, und es hängt in den meisten Fällen damit zusammen, ob der Verein während der Pandemie online und kommunikativ unterwegs war oder nicht. Diejenigen, die wachsen, haben einen enormen Zulauf im Bereich des Breitenschachs. Mehrheitlich Leute, die aus dem Onlineschach zum Verein gefunden haben. Als Verband wollen wir die Mitgliederzahl so stabil wie in diesen Zeiten möglich halten.

Gerade jetzt wäre es toll, den neuen Leuten etwas anbieten zu können, sie einzubinden. Vielleicht haben wir beim Ausmalen künftiger Szenarien alle nicht verstanden, dass das Virus nicht weggeht? Vielleicht haben wir uns etwas vorgemacht? Es war immer von „nach der Pandemie die Rede“, obwohl ein „Danach“ nie abzusehen war.

Unabhängig vom Schach müssen wir uns gesellschaftspolitisch eingestehen: Wir befinden uns in der Pandemie, und das wahrscheinlich noch lange. Damit müssen wir arbeiten. Als normaler Bürger würde ich keinem Virologen widersprechen, der jetzt einen Lockdown einfordert, aber als Sportfunktionär, der ich nun einmal bin, weiß ich um die Auswirkungen. Nach einem Lockdown ab März, April, wenn es automatisch besser wird, wieder aufzubauen, wird unfassbar schwierig. Mittlerweile beziehe ich mich ja auf einen Erfahrungswert.

Auf Bundes- und Landesebene gab es zahlreiche Angebote, den Vereinen zu zeigen, wie sie die gegenwärtige Chance nutzen können. Hast du den Eindruck, dass die Zahl der sich gegen die Krise stemmenden und die Chance suchenden Vereine steigt?

Es gab nicht nur Fortbildungen und Angebote, auch Mittel. Wir in Niedersachsen haben 8.000 Euro Aufbauhilfe zur Verfügung gestellt. Darum haben sich Vereine beworben. Aber das Ausgeben des beantragten und dann zumindest anteilig bewilligten Geldes wird schwieriger als erhofft. Trotzdem, ich nutze mal die Gelegenheit: Mittel zu beantragen, ist weiterhin möglich und erwünscht.

Eine steigende Zahl von Vereinen, die sich neu erfinden wollen, sehe ich noch nicht. Die, die sich beworben haben, waren aktive Vereine, die ohnehin als rührig und innovativ bekannt waren. Die wollen die Mittel einsetzen, um Trainings zu organisieren, Werbemittel zu gestalten, online besser zu werden, solche Sachen. Bei den anderen, da muss ich der Realität ins Auge sehen, wird sich ohne einen Ruck der Niedergang fortsetzen. Dieser Niedergang wäre in den meisten Fällen die Folge einer Entwicklung, die lange vor der Pandemie begonnen hatte.

https://twitter.com/Bodenseeperlen/status/1458700932833849349
ZZ Minden, ein Beispiel für das Sterben von Vereinen, deren Vereinsleben nicht auf Nachhaltigkeit ausgerichtet aus.

Die Pandemie war nur ein Beschleuniger des Vereinssterbens bzw. der Vereinskonzentration?

Ja. Vereine, deren einziger Zweck im Mannschaftskampf besteht, die gibt es nun einmal. Das ist ja auch in Ordnung. Aber gerade jetzt bedürfte es in solchen Vereinen Menschen, die darüber hinaus und perspektivisch denken. Und das wiederum ist fordernd, sogar ermüdend in der gegenwärtigen Lage. Ich erlebe an mir selbst, wie es nervt, wie es an mir nagt, dass wir unsere Landeseinzelmeisterschaft absagen mussten. Ähnlich empfinden die Leute in Vereinen, mit denen ich spreche. Die fühlen sich in einer schlechten Dauerschleife gefangen.

Lass uns trotzdem versuchen, perspektivisch zu denken. Wenn du betonst „Unterbrechen“, wie ist der Plan fürs Wiederaufnehmen?

Wir haben einen Spielausschuss, und dem obliegt jetzt die Aufgabe, alles Weitere so zu planen, dass wir diese Saison erfolgreich beenden können. Genauso wollen wir den Ausfall der Landesmeisterschaft als Verschiebung betrachten. Wir müssen einfach schauen, was möglich ist und unser Handeln daran ausrichten. Einen fertigen Plan gibt es noch nicht. Für mich habe ich eine Grundeinstellung: Ich weigere mich, zu resignieren. Sobald es geht, werden wir Angebote unterbreiten. Das ist unser Job.

Geht es weiter? Und wenn ja, wie? Debatte zum Spielbetrieb mit Michael S. Langer, Andreas Jagodzinsky, Achim Müller, Christof Sielecki und dem Schreiber dieser Zeilen.

Was ist mit neuen Angeboten? Bislang redest du nur über den Spielbetrieb, wie es ihn immer gab, obwohl dem erkennbar die Akzeptanz eines Teils der Spieler fehlt. Wir waren uns ja schon vor Monaten einig, dass die Verbände ihre Angebote diversifizieren müssen.

Ich gehöre zur Arbeitsgruppe, die in Niedersachsen zusammen mit Bremen Hybridangebote entwickelt. Leider helfen im ländlichen Niedersachsen Angebote, die eine stabile Internetverbindung erfordern, vielen Vereinen herzlich wenig. Damit können wir diese Vereine jetzt noch nicht flächendeckend abholen.

Sind das nicht die Vereine, die eh sterben? Die anderen, die seit Monaten wachsen, haben offenbar eine Internetverbindung. Und das sind diejenigen, die ihren neuen Mitgliedern jetzt Angebote machen müssen. Ich registriere mit Erstaunen, dass seitens der Verbände keine Euphorie wahrnehmbar ist, nachdem eine Schachfirma angeboten hat, eine Hybrid-Liga einzurichten und zu begleiten, und Vereinen zu helfen, ihren Mitgliedern neue Angebote zu machen. Das organisierte Schach bekommt einen Elfmeter aufgelegt, aber keiner will ihn reinmachen.

Nein, es gibt Kontakt, wir sind interessiert einzusteigen, uns vielleicht an einem Leuchtturmprojekt zu beteiligen. Nach meiner Wahrnehmung sind wir in Niedersachsen generell digital deutlich besser aufgestellt als andere Verbände. Bei uns sind auch außerhalb des Vorstands sechs, sieben Schachfreunde damit beschäftigt, regelmäßig Angebote zu unterbreiten, derzeit noch ausschließlich online. Diese Gruppe lotet zum Beispiel gemeinsam mit Tornelo aus, was wir darüber hinaus machen können. Ich sehe alle möglichen Zusatzangebote aber als Ergänzung zum traditionellen Spielbetrieb, so lange nicht die, die sich etwas anderes wünschen, in der Mehrheit sind. Neues muss gut dosiert und durchdacht eingetütet werden, aber wir verschließen uns bestimmt nicht. Im Hier und Jetzt ist jedoch unser regulärer Spielbetrieb unsere Hauptaufgabe.

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Gerhard Lorscheid
Gerhard Lorscheid
11 Monate zuvor

Interessant! Die Antwort auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen ist ein Einzelbeispiel. Wenn sie auch nur um einen Schachspieler gestiegen wären, wäre es sicher erwähnt worden. Wie stark sind sie also gesunken?
Württemberg hat einen sehr guten Weg gefunden für den Fortgang der Saison. Eine Mannschaft kann einseitig einen Kampf verlegen. Wollen beide Mannschaften spielen, so dürfen sie das. Dies verlangt allerdings, dass ein Verbandspräsident sich selbst zurücknehmen kann.

Michael S. Langer
Michael S. Langer
11 Monate zuvor

Hallo Herr Lorscheid,   zu den Zahlen haben wir uns als Verband sehr ausführlich vor und in unserem Kongress geäußert. Zum Jahreswechsel 20/21 hatten wir einen Rückgang von 346 Mitgliedern (ist hier https://nsv-online.de/2021/07/kongress-2021/ nachzulesen, Den Link auf die Broschüre finden Sie im Text) Ich bin in meiner Antwort bewusst auf ein Einzelbeispiel “ausgewichen”. Die elementare Veränderung in unserer gesamten Mitgliederstruktur (die, welche jetzt dazu kommen, sind oft so ganz “anders” im Zugang zu unserem Hobby als unsere bisherige Stammkundschaft) ist ein Thema, dem sich Verbände und Vereine stellen müssen. Ein reines Darstellen von plus vs minus führt nur bedingt zu… Weiterlesen »

Gerhard Lorscheid
Gerhard Lorscheid
11 Monate zuvor

Hallo Herr Langer; bekannterweise ist es wesentlich teurer einen neuen Kunden zu gewinnen als einen bestehenden zu halten. Konzentration auf die neuen hilft nicht weiter. Einfaches Beispiel aus BW. Man veranstaltet die Schnellschach Meisterschaft online und trotz riesigem Preisgeld spielen 30 Spieler mit (30% zu Vor-Corona). Eine Woche später wird ein Offline-Schnellturnier überlaufen. Die wenigen Open, die in Deutschland stattfinden sind ruckzuck ausverkauft. Die alte Klientel will am Brett spielen gegen Gegner, die und deren Reaktionen man sehen kann. Kein Angebot doch ins Internet zu wechseln wird helfen. Wenn nun Vereine und Verbände stattdessen proaktiv ohne gesetzlichen Zwang die letzten… Weiterlesen »

Eumelgnub
Eumelgnub
11 Monate zuvor

Letztlich müssen die Schachfunktionäre den Mitgliedern, aber auch sich selbst, zwei Dinge klarmachen: Erstens: SARS-CoV-2 geht nicht mehr weg, wir werden immer Infektionen haben, und mittelfristig oder vielleicht auch langfristig infiziert sich eh jeder. Darauf zu warten, dass es “vorbei” ist, ist vollkommen naiv. Zweitens: es gibt (derzeit) nur EINE EINZIGE Möglichkeit, die Situation zumindest zu verbessern: die Impfung plus notwendiger Boosterung. Erst wenn der weit überwiegende Teil der Mitglieder diese beiden Tatsachen akzeptiert haben, kann man wirklich lösungsorientiert arbeiten. Nach meiner Einschätzung folgt daraus, so viel wie möglich unter 2G-Bedingungen zu spielen, und wer darauf wartet, bis er/sie sich… Weiterlesen »

acepoint
acepoint
11 Monate zuvor

«proaktiv ohne gesetzlichen Zwang die letzten Möglichkeiten offline zu spielen abwürgen» Das mag für die Einzelperson, die unbedingt spielen möchte, so erscheinen. Die Praxis über ganze Verbände sieht aber völlig anders aus. Bei uns gab es die erste Spielabsage eines Vereins/Teams *wegen* der vierten Welle bereits Mitte November. Diese Mannschaft bekam nicht genügend «Sorglose» an das Brett, Restriktionen waren zu dem Zeitpunkt einzig 3G und Maske außerhalb des Bretts. In unserem Verband, ca 1.800 Mitglieder, sind knapp 40% im Alter 50+. Als wir entschieden haben, die Saison im Seniorenbereich zu unterbrechen – 8-1 Stimmen im Verbandsspielauschuss, also ziemlich eindeutig –… Weiterlesen »

Michael S. Langer
Michael S. Langer
11 Monate zuvor

Hallo Herr Lorscheid,
 
Sobald es geht (mit 2 G Plus geht es aus vielfältigem Grund nicht oder sportartübergreifend nur unter extremen Schwierigkeiten), gehe ich/gehen wir an den Start und unterbreite(n) Angebote (wie bisher auch). Gedanklich “passiert” das bereits jetzt fortlaufend. Wir haben uns mit o.g. Motiv bewusst für eine kürzestmögliche Unterbrechung entschieden.
 
Zum Thema Illusion: Unser Zuwachs in Braunschweig resultiert im hohen Maß aus Onlinespieler*innen. Dass Mitgliedergewinnung auf diesem Terrain kein Selbstläufer ist, weiß ich. Aber eben eine zusätzliche Möglichkeit.
 
Viele Grüße! msl
 

Gerhard Lorscheid
Gerhard Lorscheid
11 Monate zuvor

Naja, wenn die Kunden in der Coronazeit schon gewonnen sind, dann haben sie wenigstens dazu beigetragen, dass der Mitgliederverlust von 5% noch harmlos ausfiel.

Michael S. Langer
Michael S. Langer
11 Monate zuvor

Ergänzung zum vorigen Kommentar: Die von uns vorzuhaltenden bzw. dann vorgehaltenen Angebote müssen und werden der jeweiligen Situation entsprechend angemessen und verantwortungsvoll sein…

Klaus Zachmann
11 Monate zuvor

«proaktiv ohne gesetzlichen Zwang die letzten Möglichkeiten offline zu spielen abwürgen» 
Vielleicht denkt man auch an die Menschen, die Ihre eigentlich notwendigen Operationen verschieben müssen, weil die Intensivstationen überfüllt sind.
Ich habe jedenfalls kein Problem damit meine Mannschaftsspiele im Frühjahr nachzuholen, wenn die Gesamtsituation besser ist. 🙂

Eumelgnub
Eumelgnub
11 Monate zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Dann können wir die nächsten zehn Jahre, wenn wir Pech haben, auch dauerhaft, nur noch im Sommer oder Frühjahr spielen?

Klaus Zachmann
11 Monate zuvor
Reply to  Eumelgnub

Das denke ich eher nicht, weil in den nächsten Monaten fast jeder geimpft sein wird. Entweder durch den Arzt oder durch das Virus.
Bis zum nächsten Herbst sollte die Herdenimmunität geschafft sein.
Dass jemand nach einem Kreislaufkollaps oder Herzinfarkt möglichst schnell in die rettende Klinik kommt und nicht 2-3 Stationen weiter gefahren werden muss, sollte wichtiger als Schachspielen sein.
Noch 2-3 Monate, dann ist alles wieder gut. 🙂

Eumelgnub
Eumelgnub
11 Monate zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Da wette ich ne Kiste besten Whisky dagegen.

Wir tun ja gerade wieder alles, damit eben NICHT jeder in den nächsten Wochen infiziert wird – was derzeit leider natürlich notwendig ist.

Und ohne Impfpflicht wird sich hinsichtlich der Durchimpfung auch nicht mehr wirklich viel tun.

Herr Lauterbach hat Recht, wenn er sagt, es wird noch länger dauern.

Klaus Zachmann
11 Monate zuvor
Reply to  Eumelgnub

Wir tun ja gerade wieder alles, damit eben NICHT jeder in den nächsten Wochen infiziert wird”
Das ist ja auch vollkommen richtig, weil das Gesundheitssystem überlastet ist und die Impfung durch den Arzt natürlich die bessere Variante für alle ist.

Gerhard Lorscheid
Gerhard Lorscheid
11 Monate zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Schach ist im Moment 2G. Dieser Personenkreis hält sich kaum in Intensivstationen auf. Ihr Kommentar geht an der Realität vorbei…

Klaus Zachmann
11 Monate zuvor

Die Realität ist, dass 2G-Nachweise recht leicht gefälscht werden können.
Warum sind denn die Corona-Zahlen aktuell so hoch wie nie zuvor?
Von daher ist es vollkommen richtig, dass die Mannschaftskämpfe zumindest bei uns erst mal ausgesetzt wurden.

acepoint
acepoint
11 Monate zuvor

Fakt ist leider, dass ein zwar nicht großer, aber auch nicht unerheblicher Teil der organisiert Schachspielenden Impf- oder Maskenverweigerer (am Brett) ist. Zum Glück gibt es diesbezüglich seit gestern endlich Klarheit. Das NRW-Gesundheitsministerium hat nach Information des SBNRW die Maskenpflicht bestätigt.

Ebenso sind – zumindest hier im Münsterland – für den Dezember so ziemlich alle Indoorveranstaltungen abgesagt, meist auf freiwilliger Basis. Aus gutem Grund.

Klaus Zachmann
11 Monate zuvor
Reply to  acepoint

Wir hier in Rheinhessen haben die Indoor-Veranstaltungen in weiser Voraussicht schon vor 2 Wochen abgesagt, auch für unsere Schachabteilungen. Vorerst bis Ende des Jahres, im Januar müssen wir dann sehen wie sich die Situation verändert hat.
Bis dahin helfen wir uns mit Zoom/Skype und Lichess weiter.

acepoint
acepoint
11 Monate zuvor

«Das überfordert den Amateursport, nicht nur im Schach.» Sehe ich genauso, erst recht, wenn von weiter oben eine klare Linie fehlt. Wir (SV Münsterland, dem SBNRW untergeordnet) haben auch letzte Woche die Reißleine gezogen. Den Spagat zwischen den Sorglosen und den Besorgten – wie formuliert man das möglichst wertneutral? – bekommt man irgendwann nicht mehr hin. Als Vorstand/Spielausschuss/Funktionär trägt man meines Erachtens nicht nur eine Verantwortung für die Gesundheit der SpielerInnen. Und die Verordnungslage ist mittlerweile sogar schon für Juristen nicht immer eindeutig. Was aktuell bei den überlasteten Behörden gar nicht geht: die Verantwortung einfach auf Ausrichter bzw. bei Ligaspielen… Weiterlesen »

acepoint
acepoint
11 Monate zuvor
Reply to  acepoint

Der SBNRW hat anlässlich der Pandemie und des Mitgliederschwunds übrigens auch Geld für die Bezirke bereitgestellt.

Der NSV bietet im Dezember ein Online-Seminar zum Thema «Training im Internet an».

Und, der oben im Artikel erwähnte «Maskenartikel» hat ein Update im November erfahren: https://www.rochade-emsdetten.de/2021/11/corona-schach-und-das-leidige-ffp2-maskenthema/

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
11 Monate zuvor
Reply to  acepoint

“Der SBNRW hat anlässlich der Pandemie und des Mitgliederschwunds übrigens auch Geld für die Bezirke bereitgestellt.” Aber mit Bedingungen wenn du dieses Geld in Anspruch nehmen willst musst du investieren und bekommst etwas anteilig zurück. Allerdings musst du bei Antragstellung schon wissen welche Projekte du machst. Somit entfällt die Option was unangemeldetes zu Unternehmen und zu Finanzieren. Da investierst du (Kasse dann fast leer) und NRW sagt sorry tut uns leid. Wann soll man sinnvolle Projekte durchführen bis zum Abrechnungstermin Oktober (?) 22, jetzt haben wir die 4.Welle(bis März/April 22 (?) und die 5.folgt nach den großen Ferien , da… Weiterlesen »

acepoint
acepoint
11 Monate zuvor

Sorry, aber mich beschleicht ein wenig der Eindruck, dass Du hier Argumente vorschiebst, und die Gründe für das Nichtabrufen eigentlich woanders liegen. Es sollte sich ja mittlerweile herumgesprochen haben, dass ich mit vielen Entscheidungen des SBNRW hadere. Aber an dieser Stelle kann man ihm meines Erachtens überhaupt keinen Vorwurf machen. Der SBNRW hat einen Topf aufgestellt, der 50% der Beiträge der Bezirke an ihn beinhaltet. Die soll(t)en zurückfließen. Für den Antrag reicht zunächst ein formloser Zweizeiler des Vereins an den eigenen Bezirk mit ungefähren Angaben. Komplette Unterlagen muss der Verein erst bis zum 31.10.22 vorlegen. Vereinsfeiern und -ausflüge, Infoveranstaltungen, Erwerb… Weiterlesen »

Last edited 11 Monate zuvor by acepoint
Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
11 Monate zuvor
Reply to  acepoint

Wo habe ich geschrieben das wir es nicht abgerufen haben. Es wird schwierig es zweckgebunden zu belegen. Wir haben es erstmal auf die Seite gepackt. Der Zweck dieses Geld soll ja der Mitgliedergewinnung dienen und nicht Vereinslustfahrten oder Feiern. Geld für Schachmaterial gibt es auch nicht. Geld für Faszination Schach sehe ich kritisch angeblich hat die Firma Faszination Schach 60.000 Kinder erreicht und ist nicht selbstlos tätig im sinn von e.V, wo sind diese Kinder/Mehr Mitglieder. Hier sehe ich das Geld eher falsch und ideenlos angelegt. Ob es dann auch Satzung konform angelegt ist (Honorar) ist mir noch nicht schlüssig.… Weiterlesen »

acepoint
acepoint
11 Monate zuvor

«Ich habe die Ausschreibung mehrmals gelesen und denke einer von uns beiden ist auf dem Holzweg was dem zweck der Aktion betrifft.»

Das denke ich auch. Im PDF selbst steht ganz oben in der Überschrift dick und eigentlich unübersehbar «Mitgliederbindung und Mitgliedergewinnung».

acepoint
acepoint
11 Monate zuvor

«Aber mit Bedingungen wenn du dieses Geld in Anspruch nehmen willst musst du investieren und bekommst etwas anteilig zurück

Ich bin schon heute Morgen darüber gestolpert, wollte aber erst sichergehen. Möglicherweise verwechselst Du da Förderungen aus Bundes- und Landesmitteln, die in einem anderen Beitrag des SBNRW am 12.08.21 vorgestellt wurden, mit dem von mir erwähnten Programm, welches am 15.07.21 veröffentlicht wurde.

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
11 Monate zuvor
Reply to  acepoint

“Das denke ich auch. Im PDF selbst steht ganz oben in der Überschrift dick und eigentlich unübersehbar «Mitgliederbindung und Mitgliedergewinnung”.
Bin gespannt, wie das Gremium das sieht. Oder gibt es noch eine zweite Ausschreibung nach der ersten.

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[…] dem Hintergrund des unlängst von Michael S. Langer angesprochenen Vereinssterbens und der Vereinskonzentration, überdies vor dem Hintergrund eines neuerlichen pandemiebedingten Erliegens des Spielbetriebs, ist […]

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[…] Michael S. Langer zum Spielbetrieb: “Weigere mich zu resignieren.”Nicht nur in Augsburg, auch in Niedersachsen ist der Spielbetrieb unterbrochen. Darüber, und was das für die Vereine bedeutet, haben wir mit Michael S. Langer, Präsident des Schachverbands Niedersachsen, ausführlich gesprochen. […]