Mitropa-Cup: Es ist angerichtet

Der Mitropa-Cup, die “kleine Europameisterschaft”, beginnt am heutigen Dienstag. Während die Herren mit zwei Spielertrainern und drei Nachwuchkräften in erster Linie werden Spielpraxis sammeln wollen, könnte für die Frauen sportlich etwas drin sein. Ohne Elisabeth Pähtz, aber mit den vielversprechendsten Perspektivspielerinnen an den Brettern könnte die deutsche Frauschaft in einem nominell ausgeglichenen Feld nach einer Medaille greifen. Liveübertragung hier.

Gespielt wird im Hybrid-Format, aber noch in einer provisorischen Form: Die Bretter werden nicht direkt mit der Plattform verbunden sein. Zwar hat Tornelo jetzt, wie von Hybrid-Schiedsrichter Bernhard Riess im Gesrpäch mt dieser Seite vorhergesagt, eine DGT-Unterstützung implementiert, aber die ist noch nicht ausreichend getestet.

Ziel für künftige Hybrid-Wettkämpfe via Tornelo wird sein, dass der vom Spieler auf dem elektronischen Brett ausgeführte Zug automatisch übertragen wird. Damit würde für die Spieler die Ablenkung entfallen, ihre Züge zwei Mal ausführen zu müssen: am Brett und per Maus am Laptop. Seine Tests seien “vielversprechend” verlaufen, sagt Riess.

Für den Moment muss es noch so gehen. Die Franzosen und Französinnen etwa werden ihre Wettkämpfe hier bestreiten:

https://twitter.com/andy_rekt_chess/status/1389477416800866306

Die Deutschen spielen vom Maritim-Hotel in Magdeburg aus. Bei den Damen sowie im offenen Turnier spielen jeweils zehn Teams bis zum 12.Mai ein Rundenturnier.

Masters-Siegerin Fiona Sieber, die deutschen U18-Meisterin und Kader-Challenge-Siegerin Jana Schneider, Annmarie Mütsch, Hanna Marie Klek und Melanie Lubbe bilden das Frauen-Team, betreut von Daniel Fridman. Der ist auch bei den Herren gemeldet – und wird sich dort nach Möglichkeit das erste Brett mit Spielertrainer Michael Prusikin teilen. Außerdem im Team: Ashot Parvanian, Ruben Gideon Köllner und Alexander Krastev.

Auf Schachdeutschland TV kommentiert Klaus Bischoff live und erwartet die Spieler:innen nach den Partien vor der Kamera.

Für Annmarie Mütsch (l.) und Jana Schneider ist der Mitteleuropa-Cup eine schöne Gelegenheit, den nächsten schachlichen Schritt zu machen. Vielleicht reicht es ja für eine Medaille. | Foto: Bernd Vökler/Schachbund
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