“Wie eine Maschine”: Der Junge, der Kasparow und Short schlug

Woran erinnert sich Dr. Reinhard Kappe als erstes, wenn er an den 11. September 1977 zurückdenkt, den Tag, an dem sein Bruder Markus Garri Kasparow besiegte? „Ich glaube, Kasparow hatte ein weinrotes Shirt an. Oder erinnere ich mich an ein Polaroidfoto der Partie?“

“Wenigstens leben wir noch, Garri”: Zur ersten Runde der Kadetten-WM 1977 trug Garri Kasparow ein dunkles Hemd.

Reinhard Kappe begleitete seinen zweieinhalb Jahre jüngeren Bruder Markus als Betreuer und Sekundant bei der Kadettenweltmeisterschaft 1977 in Südfrankreich. Untergebracht in einer vor Fliegen wimmelnden Jockeybox (siehe erster Bericht), analysierten die Brüder die Hängepartie gegen Kasparow. Nach Mitternacht fanden sie das entscheidende Manöver, mit dem Markus am Morgen danach den angehenden dominierenden Spieler des Weltschachs niederringen sollte.

Reinhard Kappe führte Buch über alle Resultate des Turniers. Ein handgeschriebenes Papierstück hat er aufbewahrt und für diesen Artikel zur Verfügung gestellt. Außerdem versorgte Reinhard Kappe die Presse daheim mit Informationen, sodass die deutschen Schachfreunde auf dem Laufenden waren: Markus Kappes Auftaktremis gegen den Tunesier Chazzai folgten zwei Siege. Nach 16 Zügen gab sich in Runde zwei der Portugiese Sequeria geschlagen, in Runde drei besiegte Markus den Norweger Jansson.

Wie sind diese Resultate aus heutiger Sicht einzuschätzen? Der in Runde zwei kurzzügig abgefertigte Joao Sequeria wurde später immerhin FIDE-Meister. Der Norweger Jøran Aulin-Jansson sollte als Funktionär und Organisator Karriere machen. Von 2007-15 war er Präsident des norwegischen Schachverbands, von 2013-17 Organisator des Norway Chess.  

„Obwohl es fast 44 Jahren her ist, habe ich noch einige Erinnerungen“, sagt Aulin-Jansson. „Ich war 15, und ich kam am Flughafen in Nizza an. Der Veranstalter hatte versprochen, mich abzuholen, doch das passierte nicht. Nach zweistündigem Warten nahm ich ein Taxi nach Cagnes-sur-Mer und zeigte dem Fahrer als Ziel ein Infoblatt vom Turnier. Mein Englisch war okay, doch ich konnte kein Französisch. Der Fahrer tätigte einige Anrufe und fand schließlich den ‚Stall‘, in dem wir untergebracht waren.“

Espen Agdestein
Jøran Aulin-Jansson (links) im Gespräch mit Garri Kasparow (r.) und Espen Agdestein, Manager von Magnus Carlsen. | Foto: T. Bae, sjakkhuset.no

„Das Hippodrom hatte seinen Charme“, sagt er über den Ort der Veranstaltung. „Als Unterkunft würde es aber heutzutage nicht mehr durchgehen.“ Auch an die Partie gegen Markus Kappe (sie ist weiter unten in der Partie Arnason-Kappe eingefügt, Anm. des Autors) erinnert er sich. „Eine peinliche Angelegenheit. Markus kannte die Theorie, ich nicht. Er spielte ziemlich schnell und hatte die ganze Partie über alles unter Kontrolle. Ich spielte später auch noch gegen Garri Kasparow, und der zerquetschte mich auf eine ähnliche Art und Weise wie Markus. Worüber ich mich wirklich gefreut habe, war, Jay Whitehead zu schlagen. Nicht im Schach, sondern im Tischtennis. Ich habe schöne Erinnerungen an die U17-WM 1977 und habe dort viele nette Leute kennengelernt.“

Nach vier Runden inklusive dem Sieg über Kasparow stand Markus Kappe glänzend da. Und sein Lauf ging weiter. In Runde fünf siegte er mit Weiß in 34 Zügen gegen Adnan Sednur aus der Türkei, einen späteren IM.

Markus Kappe hatte vier Partien am Stück gewonnen, dann die sechste Runde, Schwarz gegen Jón Loftur Árnason aus Island. Die Zeitung berichtete anschließend von einer „kleinen Tragödie“: Markus Kappe war in Vorteil, als die Partie unterbrochen wurde. Bei Wiederaufnahme am nächsten Morgen übersah Markus eine taktische Finesse seines Gegners, und die Partie wendete sich. Markus verlor, nachdem er ein Remisangebot des Isländers ausgeschlagen hatte.


(Klick auf einen Zug öffnet das Diagramm zum Nachspielen)


Der spätere Großmeister Jón Loftur Árnason sollte diese Kadetten-WM 1977 gewinnen. „Die Verlustpartie gegen Árnason war für uns beide am wichtigsten und emotional bedeutendsten. Hätte Markus diese Partie gewonnen, wäre er Weltmeister geworden“, sagt Reinhard Kappe.

„Die Partie hätte Markus gewinnen müssen. Arnason hatte keine Chance. Nullkommanull. Läuferpaar ist Läuferpaar“, sagt Markus Kappes einstiger Mannschaftskamerad Dieter Migl. „Markus hat Arnason völlig überspielt, dieser Ausgang ist wirklich ein Drama. Die Partie erinnert mich an eine andere Partie von Markus kurz zuvor und bei der Jugendmeisterschaft in Wallrabenstein gegen Dario Doncevic. Auch hier hat Markus den späteren Turniersieger mit Schwarz überspielt und dann einen taktischen Witz übersehen. Ich erinnere mich noch, wie enttäuscht Markus war, weil er damals in Wallrabenstein nicht gewonnen hat.“

Trotz der bitteren Niederlage gegen Arnason lag Markus Kappe mit 4,5/6 noch gut im Rennen um den WM-Titel. Dann das nächste Drama in der siebten Runde gegen den Amerikaner und späteren IM Jay Whitehed. „Markus stand bereits nach 18 Zügen auf Verlust“, berichtet Reinhard Kappe.


(Kommentare aus der Mega Database von ChessBase)


„Markus spielte auch gegen Whitehead natürlich wie immer die prinzipiellste und schärfste Variante“, erklärt Dieter Migl. „13…a5 sieht aus wie der logische Zug, ist aber taktisch voll daneben. Whitehead erreichte schnell eine Gewinnstellung. Durch planloses Spiel vergab er diese aber im Lauf der nächsten 40 Züge. Markus spielte diese Phase sehr gut. Schließlich stand er sogar auf Gewinn, später hätte es remis werden sollen. Ein neuerlicher Bock von Markus beendete die Partie. Taktisch hatte er gewisse Schwächen.“

“Wie eine Maschine”

Natürlich wurden Markus’ Partien später auch gemeinsam beim Oberkochener Vereinsabend analysiert. Mit dabei war Bernd Hierholz. Er spielte gemeinsam mit den Kappe-Brüdern und Dieter Migl in der bärenstarken Oberkochener Jugendmannschaft, von der in der Fortsetzung die Rede sein wird. Zur Partie gegen Whitehead sagt Hierholz:

„Die Partie gegen Whitehead war ein Knaller. Den spielentscheidenden Fehler beging Markus im 69. Zug (De3). Ob Markus’ Niederlage gegen Whitehead eine direkte Folge seiner Niederlage gegen Arnason war, kann ich nicht beurteilen. Einen Konditionsmangel würde ich bei Markus nicht vermuten – ich habe oft in Jugend- und Vereinsturnieren und auch in Verbandskämpfen neben Markus gesessen. Er spielte wie eine Maschine. Sein Punkt war für die Mannschaft schon vor Spielbeginn fest eingeplant.“

In der achten Runde kreuzten sich die Wege von Markus Kappe und dem heutigen FIDE-Vizepräsidenten Nigel Short, der damals als 12-Jähriger an der U17-Weltmeisterschaft teilnahm. Es wurde Markus’ dritte Hängepartie am Stück. 


(Kommentare aus der Mega Database von ChessBase)


Der Schreiber dieser Zeilen fühlte sich im siebten Schachfan-Himmel, als Short die Anfrage zur damaligen Begegnung beantwortete. An Markus Kappe erinnert sich Short leider nicht, an das Geschehen auf dem Brett sehr wohl: „Die Qualität meiner Partie gegen Markus Kappe war ziemlich schlecht, wie bereits ein flüchtiger Blick mit einer Engine offenbart. Ich erinnere mich, dass mir schon damals bewusst war, einige Chancen liegengelassen zu haben, aber es ist schockierend zu sehen, wie viele es wirklich waren. Und ich spreche noch nicht einmal von strategischen Fehlern.“

“Mein Sekundant war nutzlos”

Nicht nur Nigel Short, auch Markus Kappe hat in dieser Partie „viel ausgelassen“, erklärt Migl. „Markus’ Wissen war damals beschränkt. Vor der WM hatte er eine Handvoll halbwegs ernsthafter Turniere gespielt. Nur Jugendturniere. Er spielte immer den Zug, der in der Stellung strategisch am besten war. In diesem Fall Besetzung der a-Linie mit Ta1. Der Springer bleibt auf c3. Die Stellung kann so etwa spiegelverkehrt aus dem geschlossenen Sizilianer entstehen. Heute weiß jedes Kind, dass nach …f4 die weiße Königsstellung evtl. anfällig ist. Aus diesem Grund durfte Schwarz auch nicht …c5 spielen, da Weiß mit 17.Sd5 und evtl. Se3 die Königsstellung entscheidend sichern kann.“

“Ich war erst zwölf und wusste nicht wirklich, wie man Partien analysieren sollte”, sagt Short. “Mein Sekundant, der immerhin eine Elo von etwa 2100 hatte, verfügte auch über kein Konzept. Er war einfach ein freundlicher Erwachsener, der zu meiner Begleitung mitgeschickt worden war. In praktischer Hinsicht war er nutzlos. Das wurmt mich noch heute. Dieses waren meine prägenden Jahre, aber ich habe aus dieser Niederlage wenig bis gar nichts lernen können, und das zu einer Zeit, als ich schneller hätte vorankommen sollen.“ 

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d3/Nigel_Short_%281976%29.jpg
Prägende Jahre: Nigel Short 1976 | via Wikipedia

Trotz des turbulenten Sieges gegen Nigel Short war Markus Kappe nach dieser Partie aus dem Rennen um den WM-Titel, wie wir aus dem Zeitungsbericht von 1977 erfahren:

„Die restlichen drei Partien waren für den Ausgang der Weltmeisterschaft nicht mehr ausschlaggebend. Markus spielte in der neunten Runde gegen den späteren IM Negulescu (Rumänien) Remis, gewann anschließend gegen den Kolumbianer Lopez und einigte sich dann in der letzten Partie mit dem Kanadier Pajek auf ein Remis. Damit stand Markus als alleiniger Vierter fest. Weltmeister wurde der Isländer Arnason. Auf den Plätzen folgten der Amerikaner Whitehead, der Sowjetrusse Kasparow und Markus Kappe. Die vier Erstplatzierten lagen jeweils nur einen halben Punkt auseinander.“   

Tunierfavorit Kasparow hat also auch nicht gewonnen. Und was schreibt Kasparows damaliger Trainer Alexander Nikitin in seinem Buch „Mit Kasparow zum Schachgipfel“ über dieses Turnier? Von Garris Niederlage gegen Markus Kappe, die ihm die Goldmedaille verwehrte, kein Wort. Der Name Kappe taucht bei Nikitin nicht einmal auf:

„Von seiner erneuten Reise zur Kadettenweltmeisterschaft kehrte Garri als Dritter zurück. Dabei sah sein Spiel keineswegs schlechter aus als das des Siegers Arnason aus Island. Drei Runden vor Schluss lag Garri mit diesem sogar punktgleich an der Spitze. Das Reglement, das in elf Tagen elf Partien vorsah, wurde indes besser von Jugendlichen verkraftet, die fast 16 Jahre alt waren. Garik hatte am Schluss nicht genug Kraft. Er spielte dreimal Remis und musste auch noch den Amerikaner Whitehead vorbeiziehen lassen.“ 

1974: Der spätere Großmeister Klaus Bischoff (links) gegen Markus Kappe. | Foto: privat

Nach der Rückkehr vom Turnier gaben Markus und Reinhard Kappe in Oberkochen eine Pressekonferenz. Der damalige Vorsitzende des Schachvereins Hans Horstmann betonte, wie stolz alle Mitglieder des Clubs auf die Turnierteilname von Markus seien. Der Erfolg lasse für Markus’ schachliche Zukunft hoffen.

Allein, diese Zukunft gab es nicht.

Was der Vorsitzende des Schachvereins über seinen Nachwuchsstar nicht wusste, erzählt uns Reinhard Kappe: „Nach seiner letzten Partie bei der Schüler-Weltmeisterschaft 1977 sagte Markus mir, er wolle kein Schach mehr spielen, um sich ganz der Mathematik zu widmen. Und tatsächlich spielte er keine einzige Partie Schach mehr. Man hätte denken können, er hätte wegen der Niederlage gegen Arnason aufgehört.”

Lieber Mathematik als Schach: Markus Kappe (r.) und sein Bruder Reinhard.

Im für ihn ereignisreichen Jahr 1977 spielte Markus Kappe nicht nur die Kadetten-WM und die deutsche Jugendmeisterschaft in Wallrabendstein. Er gewann außerdem den jährlichen Bundeswettbewerb Mathematik des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft.

3124 Schüler hatten teilgenommen. In der dritten Runde, einem Kolloquium mit Mathematik-Professoren, hatte sich das Feld auf 59 reduziert. Markus Kappe setzte sich durch. Er wurde in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen und gewann einen Förderpreis, der es einem deutschen Schüler erlaubte, am mathematischen Sommerkurs der Universität Chicago teilzunehmen.

„Nach seiner Rückkehr aus Chicago sagte er mir, er würde jetzt nicht mehr verreisen“, berichtet Reinhard Kappe. „Tatsächlich reiste er nicht mehr. Nach dem Abitur studierte Markus einige Jahre Informatik an der Uni Stuttgart, gefördert durch die Studienstiftung des deutschen Volkes.“

Dieter Migl ist Markus Kappe an der Stuttgarter Uni 1980 noch einmal begegnet:

„Wir liefen aufeinander zu. Auf ein ‚Hallo, Markus‘ reagierte er nicht. Erst als er schon vorbei war, zeigte ein zweites ‚HALLO, MARKUS!‘ Wirkung. Wir unterhielten uns, auch über das Studium. Er sagte, er würde kein Schach mehr spielen, und die Professoren könnten ihm nichts Neues erzählen.“

Markus Kappe war des Schachs überdrüssig, der Mathematik – und letztlich des Lebens, aus dem er am 31. Mai 1987 freiwillig schied. Er wurde 26 Jahre alt. 

„Er war zu intelligent für diese Welt.“ (Dieter Migl)

Die von ihm besiegten Garri Kasparow und Nigel Short spielten 1993 gegeneinander um die Weltmeisterschaft.  

Am 16. Dezember 2020 wäre Markus Kappe 60 Jahre alt geworden.    


Wird fortgesetzt. Im dritten und letzten Teil unserer Markus-Kappe-Trilogie werden zahlreiche Zeitzeugen, Angehörige und schachliche Wegbegleiter ihre Erinnerungen an Markus Kappe mit uns teilen.


Unter seinem Pseudonym „Nathan Rihm“ hat Martin Hahn bereits zwei Gedichtbände veröffentlicht. Mehr über ihn auf der Nathan-Rihm-Fanpage bei Facebook. Kontakt: nathanrihm@gmx.de

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Schachtürke
Schachtürke
8 Monate zuvor

Vielen Dank für diesen gut recherchierten und faszinierenden Beitrag!

flachspieler
flachspieler
8 Monate zuvor

Ich möchte bei dieser Gelegenheit um Entschuldigung für einen Kommentar von mir zum ersten Beitrag über Markus Kapppe bitten. Ich wusste von seiner Mathematik-Begabung und dem Studium, aber nicht über seinen tragischen weiteren Lebensweg. Durch eine Google-Suche hatte ich ihn mit einem anderen Markus Kappe verwechselt, der ein erfolgreiches Software-Unternehmen hat.

Ingo Althöfer.

Tobi W
Tobi W
8 Monate zuvor

Werter Martin Hahn,

ein großes Kompliment für diesen hervorragenden Artikel

Mit freundlichen Grüßen
Tobi W.

Martin Hahn
Martin Hahn
8 Monate zuvor
Reply to  Tobi W

Vielen Dank, das geb ich gern auch weiter an den Perlen-Boss und an alle am Artikel beteiligten.

acepoint
acepoint
8 Monate zuvor

Lieber Martin Hahn,

hast Du schon einmal darüber nachgedacht, ein Buch mit solch lesenswerten Beträgen zu veröffentlichen? Ich wäre der erste Käufer ;-).

Martin Hahn
Martin Hahn
8 Monate zuvor
Reply to  acepoint

Vielen Dank für freundlichen Kommentare. Was ein Buch betrifft – klar, ich wäre sofort dabei, wenn das Verlag mit mir umsetzen will.

Thomas_Binder
8 Monate zuvor

Danke für die faszinierende Geschichte mit dem unglaublich traurigen Ende. Bei dem Satz “Die von ihm besiegten Garri Kasparow und Nigel Short spielten 1993 gegeneinander um die Weltmeisterschaft.” kommen mir die Tränen.

Stefan Speck
Stefan Speck
8 Monate zuvor

Vielen Dank für diese kurzweilige und informative Artikelserie (und überhaupt für die Perlen-Beiträge). In Ergänzung zur Nicht-Erwähnung Kappes in Nikitins “Mit Kasparow zum Schachgipfel”: Auch im 2019 bei Elk and Ruby publiziertem “Coaching Kasparov, Year by Year and Move by Move Volume 1: The Whizz-Kid 1973-1981” finde ich keinen Hinweis auf die Niederlage Kasparows. Aber Kasparow selbst schreibt zum Verlauf der Kadettenweltmeisterschaft u.a.: “I made a good start – three wins, but the American Whitehead and the Pole Weider began in similar fashion. In the 4th round I lost an undistinguished game to an opponent who was by no means… Weiterlesen »

Martin Hahn
Martin Hahn
8 Monate zuvor
Reply to  Stefan Speck

Vielen Dank – auch für die Information zum Kasparow-Buch. Im Gegensatz zu dem von Nikitin besitze ich es nicht. Diese Information werde ich im abschließenden Teil 3 einbauen.

Coach Jaxx
Coach Jaxx
8 Monate zuvor
Reply to  Martin Hahn

In die Gratulantenschlange reihe ich mich gerne ein. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass sie noch nicht in der Quellensammlung erfasst sind: Die ersten Auswertungen von Markus Kappe sieht man im Ingo-Spiegel Ausgabe März 1977 (Archiv: https://www.schachbund.de/ingo-spiegel.html)

Martin Hahn
Martin Hahn
8 Monate zuvor
Reply to  Coach Jaxx

Vielen Dank, war bisher tatsächlich nicht bei der Quellensammlung.

Hansjörg Kümmel
Hansjörg Kümmel
8 Monate zuvor

Vielen Dank für diese Artikel über Markus Kappe. Damals in einem der älteren Jahrgänge des “Randspringers” war die Partie gegen Kasparov enthalten. Ich habe mich damals schon gefragt warum man von diesem Talent nichts mehr zu hören bekam. In Zeiten von GICS habe ich als Witz öfter gepostet welcher Deutsche gegen Kasparov denn gewonnen hätte, Kappe kannte natürlich niemand. Apropos Randspringer, vielleicht wäre mal ein Artikel über diese geniale Zeitschrift und den Gründer Rainer Schlenker bei euch drin? Die dortigen Freak-Eröffnungen werden ja mittlerweile von höchster Prominenz (im Blitz) gespielt, Carlsen spielt Norwegisch (damals schon so im RS so bezeichnet)… Weiterlesen »

Martin Hahn
Martin Hahn
8 Monate zuvor

Vielen Dank für die Artikel-Anregung…mal schauen….

Conrad Schormann
Admin
7 Monate zuvor

Meines Wissens soll aus einem Best of des Randspringers sogar ein Buch werden. Die Idee, heutige Elitepartien nach Schlenker-Ideen zu durchforsten und daraus einen Beitrag zu machen, finde ich toll. Falls dir dazu mehr Beispiele einfallen und du auch noch die entsprechenden Randspringer-Passagen dazu hast – her damit!

Sven Ossenberg
Sven Ossenberg
7 Monate zuvor

Ganz lieben Dank für diesen tollen Beitrag, auch wenn er mich mit einer Träne im Auge zurücklässt. Ich nahm an, dass er noch lebt und erwartete gespannt im letzten Teil, dass er sich doch noch zu Wort meldet. Seine Wegbegleiter und Familie werden sich mit Freude an diesen Artikel an ihn erinnern. Vielen Dank an Martin, Dieter und Reinhard LG Sven

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Thomas Schumacher
Thomas Schumacher
8 Monate zuvor

“… und die Professoren könnten ihm nichts Neues erzählen.“
Einmal mehr wird das Vorurteil gefördert, bei hervorragenden Schachspielern lägen Genie und Wahnsinn dicht beieinander.

Last edited 8 Monate zuvor by Thomas Schumacher
Dieter Migl
Dieter Migl
8 Monate zuvor

Diese Aussage “die Professoren könnten ihm nichts Neues erzählen” ist ein Zitat von Markus. Bei unserer Begegnung 1980 äußerte er nicht nur dieses sondern sagte auch, dass er aus diesem Grund nicht zu den Vorlesungen gehen würde.
Das hat also mit Vorurteilen nichts zu tun.

Thomas Schumacher
Thomas Schumacher
8 Monate zuvor
Reply to  Dieter Migl

Sie sind also der Meinung, dass Markus Kappe tatsächlich wahnsinnig war?!

Last edited 8 Monate zuvor by Thomas Schumacher
Dieter Migl
Dieter Migl
8 Monate zuvor

Ich habe ihn 1980 zum letzten Mal gesehen.
Von Wahnsinn keine Spur. Über Mathematik wusste er schon alles.

Krennwurzn
Krennwurzn
8 Monate zuvor

Das Zitat deutet auf Unreife hin, nicht auf Wahnsinn!

“Meine Herren, sie müssen noch viel lernen, um zu erkennen, wie wenig sie wissen.” sagte ein alter Professor, als wir glaubten alles zu …