Grand Prix in Hamburg ab dem 5. November: Jetzt steht der Spielort fest

Der Grand Prix in Hamburg wird nach Informationen dieser Seite vom 5. bis 17. November im Theater Kehrwieder ausgespielt, eines von vier Turnieren, bei denen 16 Weltklassegroßmeister um zwei Plätze im Kandidatenturnier streiten. Übernachten werden Spieler und Offizielle teils im „Fraser Suites“-Hotel, teils im benachbarten Hotel in der Elbphilharmonie, das diese Seite vor zwei Tagen als wahrscheinlichen Spielort verkündet hat. Die Auftaktpressekonferenz soll am 4. November um 13 Uhr im Fraser Suites beginnen. Tags darauf ist die erste Runde geplant.

Hier geht’s ab 5. November zum Schach. (Fotos: Stage-Entertainment)

Die „Perlen vom Bodensee“ sind nicht das einzige Medium, das daran gescheitert ist, das Informationswirrwarr rund um den Hamburger Grand Prix zu lichten. Auch das altehrwürdige Hamburger Abendblatt lag falsch. Am Wochenende verkündete die Zeitung, der Grand Prix werde im Störtebeker-Haus in Hamburg gespielt, und das ohne Fragezeichen dahinter.

Tatsächlich stand das Störtebeker-Haus als Spielort ebenso zur Debatte wie das Westin-Hotel in der Philharmonie oder der „Kuhstall“ an der Reeperbahn (siehe unser Bericht von Freitag). Recherchierende Berichterstatter mag der Umstand auf die falsche Fährte geführt haben, dass Schachveranstalter Worldchess/Agon nicht mehrere Spielorte inspiziert und sich dann für einen entschieden hat. Stattdessen sollen sich die Moskauer vor ihrer Entscheidung alle potenziellen Spielorte vom 5. bis 17. November haben reservieren lassen, sodass die Mitarbeiter dieser Etablissements davon ausgingen, bei ihnen werde vom 5. bis 17. November Schach gespielt. „Agon hat bewusst in Kauf genommen, dass später für Stornos Kosten anfallen werden“, erklärt ein Beobachter.

Wir haben das nicht recherchiert, aber lehnen uns wahrscheinlich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn wir vorhersagen, dass dieser Saal ganz anders aussehen wird, wenn Agon damit fertig ist.

Kein Deutscher in Hamburg am Brett

Im Kampf um die zwei Grand-Prix-Plätze fürs Kandidatenturnier 2020 in Jekaterinenburg (bei dem Magnus Carlsens nächster WM-Gegner ermittelt wird) haben sich nach zwei gespielten Turnieren Ian Nepomniachtchi, Maxime Vachier-Lagrave, Shakhriyar Mamedyarov und Alexander Grischuk ein wenig vom Feld abgesetzt. Radoslaw Wojtaszek, Yu Yangyi und Wei Yi haben noch Chancen, wenn sie bei beiden noch zu spielenden Grand Prixs ganz vorne landen.

Ein Freiplatz für einen deutschen Teilnehmer stand in Hamburg nicht zur Debatte. Es gibt schlicht keinen deutschen Schachspieler, der stark genug ist (Elo 2700+), um eingeladen zu werden.

Hinterlasse hier deinen Kommentar