Das WM-Team 2023

Die deutsche Nationalmannschaft der Frauen wird zur Mannschaftsweltmeisterschaft ab dem 5. September in Polen in derselben Besetzung antreten wie im vergangenen Jahr bei der Schacholympiade. Das hat jetzt Jana Schneider am Rande der bayerischen Meisterschaften durchblicken lassen.

Das deutsche Team in Chennai 2022. | Foto: Paul Meyer-Dunker/Deutscher Schachbund

Damit dürfte feststehen: Elisabeth Pähtz, Dinara Wagner, Josefine Heinemann, Hanna Marie Klek und Jana Schneider werden in Bydgoszcz/Polen um WM-Ehren spielen. Bei der Schacholympiade 2022 hatte diese Mannschaft mit 16:6 Punkten und einer Top-Ten-Platzierung nicht überragend, aber sehr ordentlich abgeschnitten. Insbesondere Schneider glänzte mit 9 Punkten aus 10 Partien und einer Goldmedaille für ihre individuelle Brettperformance.

Zu diesen fünf wird sich Fiona Sieber gesellen, wie Josefine Heinemann auf Twitter angemerkt hat. Anders als bei der Schacholympiade können die Teams bei der Mannschafts-WM mit zwei Reservespielerinnen antreten.

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https://youtu.be/0l9CBfir5QU
Unwiderstehlich: Jana Schneider bei der Schacholympiade 2022.

Bulgarien, China, Ägypten, Frankreich, Georgien, Indien, Kasachstan, Polen, Ukraine, die USA und ein noch nicht benanntes, von FIDE-Präsident Arkady Dvorkovich nominiertes Team werden sich in Polen miteinander messen. Die deutsche Mannschaft wird es besser machen wollen als 2021. Seinerzeit schied sie nach unglücklichem Turnierverlauf nach der Vorrunde aus.

Die neunte Ausgabe der FIDE-Team-Weltmeisterschaft 2023 wird in einem ähnlichen Format wie die achte 2021 in Sitges ausgetragen: erst Rundenturnier, dann K.o. Bedenkzeit: 45 Minuten für die gesamte Partie, 10 Sekunden Increment.

Zwölf Teams mit jeweils vier Spielerinnen (plus zwei Reservespielerinnen) werden entsprechend der durchschnittlichen Elobewertung des Teams in zwei ungefähr gleichstarke Pools aufgeteilt. Diese Sechserpools spielen ein Rundenturnier. Die jeweils vier Erstplatzierten kommen ins Viertelfinale der doppelrundig gespielten K.o.-Phase.

In der Gruppenphase gelten die Brettpunkte als Wertung. Sollte es in der K.o.-Phase nach zwei Matches unentschieden stehen, wird geblitzt.

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Peter Teuschel
Peter Teuschel
7 Monate zuvor

Da drücke ich unseren tollen Spielerinnen die Daumen!
Auf das ungewöhnliche Format von 45 Minuten müsste ich mich erstmal einstellen.

Markus
Markus
7 Monate zuvor

Ich wünsche dem Team alles Gute. Schade, dass Kateryna Dolzhykova nicht dabei ist.

CoachJaxx
CoachJaxx
7 Monate zuvor

Das mit den Brettpunkten in der Gruppenphase muss wohl korrigiert werden. Sie sind gemäß 4.2.1.1.5 in den Regulations der erste Tiebreaker bei Gleichstand nach Mannschaftspunkten. Das war ja 2021 bei dem fehlenden halben Brettpunkt zum Weiterkommen auch schon so.

Thomas Richter
Thomas Richter
7 Monate zuvor

Ein Ergebnis wie bei der Olympiade kann man wohl diesmal nicht, auch nicht annähernd erwarten. Damals hatte sie nur eine Gegnerin mit Elo über 2200, 8/10 wäre das “Elo-normale” Ergebnis gewesen, also “nur” oder immerhin 1 Punkt über dem Soll – wobei man nominell unterlegene Gegnerinnen auch nicht unbedingt reihenweise besiegt. Nun wird sie auch an Brett 4 wohl durchgehend gleichwertige bis stärkere Gegnerinnen bekommen – außer wenn das schwache aber halt afrikanische Ägypten in der deutschen Gruppe landet. Brettreihenfolge muss man erst vor Ort entscheiden. Bei der Olympiade waren Brett 2-5 etwa gleichwertig – die nominell schwächste Josefine Heinemann… Weiterlesen »