Großschraubstelle DSB-Satzung

Den Beschluss, in diesem Jahr die Satzung des DSB “grundlegend zu reformieren”, sieht Ullrich Krause als eine der wichtigsten Weichenstellungen der jüngeren Vergangenheit. Das sagte der DSB-Präsident jetzt in einem Interview mit dem Blog “Schachwelten”. Krause sieht “etliche Stellschrauben”, an denen es zu drehen gilt. Als Stichwörter nannte er: Anzahl und Zuständigkeiten der Vizepräsidenten, Verhältnis zwischen Präsidium und Referenten, Rolle des AKLV, Dauer der Wahlperiode, Beschränkung der Amtszeiten.

Am Umstand, dass die besten deutschen Spieler nicht Deutscher Meister werden können, weil die Deutsche Meisterschaft das nationale B-Turnier ist, hat Krause weniger auszusetzen als an seiner Satzung.

Der Berliner Antrag für den Hauptausschuss, das Masters zur Deutschen Meisterschaft und die Deutsche Meisterschaft zum Kandidatenturnier zu machen, löst bei bei Krause keine Euphorie aus. Handlungsbedarf sieht er eher nicht, bislang habe sich noch kein Sponsor beschwert.

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Ullrich Krause. | Foto: Louisa Nitsche/DSB

Wer auch? Zu den üblichen Verdächtigen, die weniger wegen eines Gegenwerts, mehr aus alter Verbundenheit oder Goodwill das “Masters” unterstützen (wie zuletzt Nothelfer UKA), hat sich in der Krause-Fenner-Ära kein neuer Sponsor gesellt.

Jetzt soll Vincent Keymer die Akquise ankurbeln. Die Teilnahme des 17-Jährigen am Grand Prix ab dem 3. Februar in Berlin werde “das notwendige Interesse der Medien und der Öffentlichkeit auslösen”. Der DSB plant laut Krause während des Grand Prix einige Veranstaltungen mit potenziellen Sponsoren.

Von den vier Frauen, die Mitte 2021 angetreten sind, die Männerbastion Schachbund mitzugestalten, ist ein halbes Jahr später noch eine übrig. Krause sieht keinen Zusammenhang zwischen den drei Rücktritten.

Der der Vizepräsidentin Gulsana Barpiyeva habe ihn “aus heiterem Himmel sechs Wochen nach dem Kongress” erreicht. Barpiyeva habe ihm auf Nachfrage bestätigt, dass keine Konflikte im Präsidium den Rücktritt ausgelöst haben. Sie sei aus persönlichen Gründen zurückgetreten und bedauere das.

Der Rücktritt der Vizepräsidentin Verbandsentwicklung Olga Birkholz sei ebenso überraschend gekommen. Die Gründe liegen nach Krauses Darstellung im Dunkeln. Beim Hauptausschuss im Mai soll ein:e Nachfolger:in gewählt werden.

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Keine Sponsoren?
Keine Sponsoren?
8 Monate zuvor

Wer auch? Zu den üblichen Verdächtigen, die weniger wegen eines Gegenwerts, mehr aus alter Verbundenheit oder Goodwill den Gipfel unterstützen (wie zuletzt Nothelfer UKA), hat sich in der Krause-Fenner-Ära kein neuer Sponsor gesellt.

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Keine Sponsoren?
Keine Sponsoren?
8 Monate zuvor

In beiden Absätzen davor, die hast du leider nicht zitiert, geht es konkret um Masters//Meisterschaft. Ich dachte, dieser Kontext sollte allen Lesenden klar sein.

Den Lesenden vielleicht, dem Schreiber naja?!

Masters.JPG
trackback

[…] Nachdem Ullrich Krause Ende 2021 in einem Interview noch gesagt hatte, er sehe in dieser Sache keinen Handlungsbedarf, hat er jetzt seine Meinung geändert. Unlängst in der Bundesspielkommission ließ Krause […]

felixkayser
felixkayser
14 Tage zuvor

Vielleicht interessant: Kongreßbroschüre ist raus https://www.schachbund.de/bundeskongress-2022.html