22 Jahre bis zum Titel

Nun ist es offiziell. Luis Engel und Vincent Keymer sind Großmeister, Adrian Gschnitzer und Uwe Kersten Internationale Meister, und Filiz Osmanodja ist Frauen-Großmeisterin. Bei ihrem Kongress in Abu Dhabi hat die FIDE diesen fünf den Titel verliehen. Fünf Mal herzlichen Glückwunsch!

Mehr als eineinhalb Jahre lagen zwischen Vincent Keymers erster GM-Norm beim Grenke-Open 2018 in Karlsruhe und der dritten beim Grand Swiss 2019 auf der Isle of Man. Während dieser Zeitspanne gingen Luis Engel seine drei Normen viel leichter von der Hand. Weil ein Vergleich der beiden überragenden Jugendlichen des deutschen Schachs nahe liegt, waren die eigentlich übersichtlichen eineinhalb Jahre Zeit genug, um eine Debatte über den für einige Monate stockenden sportlichen Fortschritt Keymers auszulösen.

Uwe Kersten aus Kassel wird das emotionslos verfolgt haben. 1996 hat der FIDE-Meister und A-Trainer (einer seiner Schützlinge war Dennis Wagner) die erste IM-Norm abgeliefert, 1997 die zweite. Wahrscheinlich hätte er selbst nicht gedacht, dass danach 22 Jahre vergehen, bis er sich die dritte Norm und den Titel holt. Im Oktober 2019 bei einem Normturnier in Mukachevo (Ukraine) hat es endlich geklappt.

GM Luis Engel

Alle Screenshots via FIDE

GM Vincent Keymer

IM Adrian Gschnitzer

Adrian Geschnitzer. | Foto: Georgios Souleidis/Grenke Chess

IM Uwe Kersten

Uwe Kersten. | Foto: Georgios Souleidis/Grenke Chess

WGM Filiz Osmanodja

Beim Länderkampf der deutschen Frauen gegen Aserbaidschan 2019 hatte jemand voreilig „WGM“ auf das Shirt von Filiz Osmanodja gestickt. Den Titel brachte sie erst Anfang 2020 in Schwäbisch-Gmünd unter Dach und Fach. | Foto: Klaus Steffan
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