“Gezielter, koordinierter Angriff auf mich”: Jetzt spricht Hans Moke Niemann

Acht Minuten lang hatte Hans Moke Niemann seine Partie aus der fünften Runde beleuchtet, dann sagte Alejandro Ramirez, worauf einige tausend Zuschauer gewartet hatten: „Hans, wir müssen über den Elefanten im Raum sprechen.“ Und Hans sprach, ausführlich und mit der ihm eigenen Leidenschaft.

“Hans, wir müssen über den Elefanten im Raum sprechen.”

Der 19-Jährige sieht sich als Ziel einer koordinierten Attacke der drei Großen im Schach: Magnus Carlsen, der gewusst habe, welche Dimension sein Rückzug vom Sinquefield-Cup und die damit verbundene Andeutung annehme. Hikaru Nakamura, der Niemann offen des Cheatings beschuldigt. Und nicht zuletzt chess.com, das Hans Moke Niemann nach dem Sieg über Carlsen gesperrt und von seiner “Global Championship” ausgeladen hat.

Wir haben mitgeschrieben, übersetzt, redaktionell bearbeitet und neu sortiert – das Wichtigste nach vorne. Hans Moke Niemann hat das Wort:

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Hans Moke Niemann, ein Cheater?

Als 12-Jähriger habe ich den Titled Tuesday mit einem Freund gespielt. Er hat Enginezüge angesagt, ich habe sie ausgeführt. Ich war ein Kind, ich hatte keine Vorstellung, was ich tue. Das ist einmal passiert. Vier Jahre später während meiner Streamingkarriere habe ich es nochmal getan – in freien Partien. Ich wollte ein höheres Rating, stärkere Gegner, also habe ich betrogen. Chess.com hat mich damit konfrontiert, ich habe gestanden und bin bestraft worden.

Warum Cheating?

Ich war 16, habe allein in New York gelebt, hatte meine Familie verlassen, draußen war Pandemie. Und ich musste meine Miete bezahlen. Ich hätte alles getan, um meinen Stream größer zu machen. Das war der größte Fehler meines Lebens, ich schäme mich dafür, es tut mir leid. Ich werde damit leben müssen, aber ich will damit auf eine Weise leben, dass jeder weiß, was passiert ist. Darum kann und will ich jetzt nicht schweigen.

Und am Brett?

Niemals habe ich beim Schach am Brett gecheatet und niemals bei Online-Turnieren außer jenem Titled Tuesday. Bei einem Turnier mit Preisgeld zu betrügen, schlimmer geht es nicht. Die Cheating-Sperre auf chess.com war das Ende einer potenziell lukrativen Streaming-Karriere, auch das Ende einiger Freundschaften. Chess.com hat mir die Möglichkeit gegeben zurückzukommen. Seinerzeit habe ich mich mit Daniel Rensch in Miami getroffen, wir haben die Sache im Stillen und privat geregelt, dafür war ich sehr dankbar. Danach habe ich nur noch am Brett gespielt, ich hatte mir und anderen etwas zu beweisen. Darum trainiere ich jetzt zwölf Stunden am Tag, darum lebe ich seit zwei Jahren aus dem Koffer. Ich will es jetzt besser machen als früher. Ich hoffe, dass meine Hingabe, meine Arbeit und meine Ergebnisse zeigen, dass ich meine Lektion gelernt habe.

Hans Moke Niemann gegen Magnus Carlsen. | Foto: Lennart Ootes/Grand Chess Tour

Nach dem Sieg über Carlsen

Nach der Partie gegen Magnus kamen die Anschuldigungen hoch, es wurde immer mehr, auch in den Sozialen Medien. Außerdem bekam ich eine E-Mail von chess.com, sie hätten jetzt meinen Account geschlossen und mich aus der Global Championship ausgeladen. Drei Tage vorher hatte ich mich mit jemandem von weit oben bei chess.com getroffen, wir hatten ein harmonisches Gespräch, sie freuten sich, mich in der Global Championship und ihren anderen Events spielen zu sehen. Jetzt plötzlich, nach Magnus‘ Andeutungen und Hikarus direkten Beschuldigungen, haben sie beschlossen, mich komplett von ihrer Seite zu entfernen. Warum? Chess.com hat doch die beste Cheatererkennung der Welt? Sie wissen, ich cheate nicht.

Drei Riesen gegen Hans

Die drei größten Schach-Riesen, Hikaru, Magnus und chess.com, fahren jetzt einen gezielten, koordinierten Angriff gegen mich, das ist unfair. Schaut euch doch einfach meine Partien an. Wieso sagt mir der CEO von chess.com noch vor kurzem, wir freuen uns darauf, dich bei uns zu sehen, und direkt nachdem ich Magnus geschlagen habe, sperren sie meinen Account und schließen mich aus. Was soll das?

Der Grund für die neue Sperre auf chess.com

Chess.com hat meinen Account im Stillen geschlossen, ohne mir einen Grund zu nennen. Sie wollten, dass das nicht publik wird und dachten wahrscheinlich, ich hätte Angst, die Sache öffentlich zu machen, weil ich mich für meine Fehler von früher schäme. Aber ich habe keine Angst, mich zu wehren. Ich weiß, wer ich bin, und was ich dem Schach gebe, und ich werde Verschwörung und Manipulation gegen mich nicht stillschweigend hinnehmen. Sie versuchen, meine Karriere zu zerstören.

Carlsens Rückzug

Magnus hat Dinge angedeutet, ohne sie auszusprechen. Er wusste doch, welche Anschuldigungen folgen, welche Dynamik das annimmt. Tausende Leute attackieren mich ohne jeden Beweis, darunter Hikaru, gegen den ich nie falsch gespielt habe. Ein paar verteidigen mich auch, dafür bin ich dankbar.

“Held meiner Kindheit”

Als ich acht oder neun war, hat Magnus Carlsen in Kalifornien ein Blindsimultan gegeben. Meine Mutter wollte einen Platz für mich ersteigern, aber das wurde immer teurer, 2000 Dollar etwa – zu viel für uns. Aber meine Mutter sagte, wenn ich das wirklich will, dann bietet sie weiter mit. Ich sagte, nein, Mama, eines Tages werde ich gegen ihn spielen, ohne dafür bezahlen zu müssen. An dem Tag habe ich nur eine Schachfigur mit seinem Autogramm bekommen, aber mein Traum war wahr geworden: Magnus Carlsen begegnen. Und jetzt sehe ich meinen absoluten Helden, wie er versucht, meinen Ruf und meine Karriere zu zerstören. Und das auf eine so zwielichtige Weise.

Der Sinquefield-Cup nach Carlsens Rückzug

Schwierig. Ich öffne Social Media und kann nicht meine Augen davon lösen, jeder hat eine Meinung. Aber sobald ich am Brett sitze, gibt es nur Schach in meinem Kopf. Hoffentlich bleibt das so. Die Sache gibt mir auch Extra-Antrieb, mich zu beweisen. Ich will das Turnier jetzt umso mehr gewinnen. Von mir aus können sie mich auch vorher ausziehen und durchleuchten oder in einer abgeschirmten Kiste die Partien spielen lassen. Ich bin sauber.

“Fake-Akzent”

Ich sitze jeden Tag drinnen, studiere Schach, zwei Mal täglich kommt Essen. Seit zwei Jahren lebe ich aus dem Koffer, spiele ein Turnier nach dem anderen, und die wenigen Leute, mit denen ich spreche, sind meistens solche, deren Englisch nicht perfekt ist. Das ist mein Leben, ich liebe es. Wie ich spreche, ist keine Fassade, sondern Ergebnis meines Umfelds.

Die Vorbereitung auf Carlsen

Magnus hat zuletzt oft Katalanisch gespielt. Ein Gedanke meiner Vorbereitung: Wie könnte er versuchen, mich im Katalanen zu überraschen? Darum hatte ich vor der Partie die Stellung auf dem Brett, die wir in der Partie über Zugumstellung via Nimzo-Indisch erreicht haben.  

Dg3 gegen Firouzja

Es gibt einen Weg, Firouzja zu besiegen: ihn angreifen. Er hasst es, angegriffen zu werden, die meisten seiner Verlustpartien sind Resultat solcher Angriffe. Dg3 war ein rein psychologischer Zug. In der Partie habe ich nicht viel gerechnet, weil ich dachte, er hat viel zu viel Angst, auf c4 zu nehmen.

Das Interview nach der Firouzja-Partie

Es ist ja nicht so, als würde ich voller Energie zum Interview kommen. Nach der Partie war ich extrem müde. Es ist schwierig, alle Varianten und Konzepte zu erinnern, außerdem bin ich ein sehr intuitiver Spieler. Die Unterstellung, ich könne nicht auf einem hohen Level über Schach sprechen, ist lächerlich.

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Neandertaler
Neandertaler
26 Tage zuvor

Schön, dass er Gelegenheit erhält, sich zu äußern. Und schön, dass er diese Gelegenheit ergreift. Allein die Vorstellung, dass es immer noch möglich ist, dass Niemann ehrlich spielt und in diesem Fall als junger Mann einer vom Schachweltmeister und von einem sehr großen Schach-Influencer munter losgetretenen Hexenjagd ausgesetzt ist, sollte einen doch mal innehalten lassen. Welche Indizien gibt es? Gibt es Beweise? Darum geht es, um nichts anderes. Niemanns Verfehlungen beim Online-Schach sind vielleicht keine Meisterleistungen. Das eine war mit 12: Ich denke, da können wir einen Haken dran machen, oder? Das andere war mit 16, das finde ich schon… Weiterlesen »

acepoint
acepoint
26 Tage zuvor
Reply to  Neandertaler

«Welche Indizien gibt es? Gibt es Beweise? Darum geht es, um nichts anderes.»

Gibt bzw. gab es Indizien? Ja.

Gibt es Beweise (bezogen auf die Partie Carlsen-Niemann)? Das wissen nur die Beteiligten bzw. Offiziellen, ich kenne keine.

Geht es darum (die Beweise) und um nichts anderen? Nein, hier muss leider ein radikales Umdenken stattfinden. Sonst macht Schach den gleichen Fehler, den auch andere Sportverbände gemacht haben, wenn Betrug oder Doping im Spiel war. Ignorieren, Wegducken oder Kleinreden war meiner Meinung nach schon immer die falsche Strategie.

Last edited 26 Tage zuvor by acepoint
Ludger Keitlinghaus
Ludger Keitlinghaus
26 Tage zuvor
Reply to  Neandertaler

Es gibt anscheinend Indizien, hoffentlich sind sie nicht entscheidend.
Wie bereits an anderer Stelle geschrieben, sind die Verhältnisse im Turniersaal zu beachten.

Ludger Keitlinghaus
Ludger Keitlinghaus
26 Tage zuvor

Die Übertragung von Zugvorschlägen oder den Rat vorsichtig zu sein, ist ein alter Topos, Viktor Kortschnoi hat sich bspw. unfroh geäußert wenn seinem Langzeit-Rivalen ein Joghurt zum Verzehr überreicht worden ist, seine Farbe und seine Substanz meinend, auch gibt es Gerüchte, gesicherte Gerüchte sozusagen, dass Personen sich im Umfeld eines Spielers aufhalten und sich mal hier und mal dort ins Gesicht fassen, Grimassen schneiden auch, um im Sinne des Bauernfunks (das Fachwort an dieser Stelle) zu beraten.

Tim
Tim
1 Tag zuvor
Reply to  Neandertaler

Sie schrieben: “Das andere war mit 16, das finde ich schon bedenklicher, aber er erklärt es recht offen und nachvollziehbar.”
Seine Erklärung ist:
“Ich wollte ein höheres Rating, stärkere Gegner, also habe ich betrogen.”
Also wenn er ein ausreichend guter Schachspieler ist, dann bekommt er ein höheres Rating, indem er gegen stärkere Gegner gewinnt. Wenn das nur durch Cheating möglich ist…
Das ist für mich keine offene, nachvollziehbare Erklärung, sondern offenbart einen charakterlichen Mangel, der in einem Sport, in dem ein gewisses Vertrauen in die Spieler notwendig ist, nicht geduldet werden sollte.
Ist aber nur (m)eine Meinung.

Micha
Micha
26 Tage zuvor

Jetzt wird leider dreckige Wäsche gewaschen. Das geht zu weit. Und deswegen muss ich die Seiten wechseln und Niemann auch mal in Schutz nehmen. Wo sind denn die Beweise? Hier werden Konsequenzen gezogen und die Schachwelt hat den Eindruck als reiche bereits ein Verdacht für harte Sanktionen. Wenn Betrug nicht nachweisbar ist, dann sollte man Niemann in Ruhe lassen. Persönliche Zweifel und Misstrauen sind leider keine guten Parameter für Sanktionen. Denkbar, dass Carlsen und Naka so viel Druck auf Chess.com ausgeübt haben (entweder wir oder Niemann), dass Chess.com den beiden Zugpferden der Plattform nichts entgegenstellen konnten. Die Posse produziert nur… Weiterlesen »

Neandertaler
Neandertaler
26 Tage zuvor
Reply to  Micha

Danke für diesen Beitrag, dem ich gerne mehr als nur einen “Daumen hoch” geben würde.

Dr. Ackermann
Dr. Ackermann
26 Tage zuvor

Jeder, der die Partie Carlsen gegen Niemann analysiert, wird feststellen, dass es zunächst einmal eine sehr schlechte Partie von Carlsen war, viele haarsträubende Fehler, völlig unter seinem Niveau. An Cheating ist bei den Zügen von Niemann jedenfalls in dieser Partie nichts Eindeutiges nichts zu erkennen. Carlsen erweist sich leider wieder einmal mehr als schlechter Verlierer, wie schon öfter in der Vergangenheit. Die Sache wird am Ende mehr die Reputation von Carlsen beschädigen als die von Niemann, wenn Carlsen sich nicht kurzfristig hierzu erklärt.

acepoint
acepoint
26 Tage zuvor
Reply to  Dr. Ackermann

Disclaimer: ich bewerte den Vorgang in St. Louis mit den folgenden Sätzen ausdrücklich nicht. ;-).

Aber ich finde es lustig, wie viele Poster hier bzw. in dem anderen Artikel zum Thema bei den Perlen, auf chess.com, dem Computerschachforum und wo sonst noch in der Lage sind, aufgrund einer Partie zwischen zwei Spielern mit 2700+ aus der Ferne ein mögliches Cheating zu analysieren und zu bewerten. Ich kann das nicht, und ich habe etwas Ahnung von dem Thema.

Last edited 26 Tage zuvor by acepoint
Ludger Keitlinghaus
Ludger Keitlinghaus
25 Tage zuvor
Reply to  acepoint

Wer “Ahnung” hat bewertet erst einmal nicht, blöde ist halt, dass Magnus Carlsen vermutlich nicht unbegründet den Turniersaal verlassen hat, insofern schwerste Vorwürfe im Raum stehen (bleiben), direkt, indirekt und wie auch immer.
Mein Wunsch wäre, dass alles korrekt verlaufen ist.

Matthias Hausknecht
Matthias Hausknecht
25 Tage zuvor

Das Verhalten von Magnus Carlsen ist nach meinem Verständnis das eines Rueckenschiessers und voellig inakzeptabel. Seine Staerken liegen im schachlichen Bereich. Zu Empathie scheint er nicht fähig zu sein. Mich erinnert das gemeinsame Vorgehen der drei miteinander verbandelten Personen/Firma an das der Sowjets gegen Fischer. Vielleicht geht es darum, einen moeglichen Konkurrenten aus dem Weg zu räumen, indem man ihn schaendlichst zu diskreditieren versucht. Carlsen moechte gerne der staerkste und Nakamura der coolste Spieler bleiben. Chess.com uebernimmt die Magnus Gruppe und steht somit bereit, dem Carlsen Clan gefaellig zu sein. Die schachliche Entwicklung der letzten Jahre von Hans Niemann, der… Weiterlesen »

Ludger Keitlinghaus
Ludger Keitlinghaus
25 Tage zuvor

Ich hoffe, dass Hans Moke Niemann auch im Establishment Unterstützung finden und dann die Antwort am Brett geben wird.”
Hoffe ich ebenfalls, Niemann ist schon cool, mal eben so mit 3 aus 4 in einem wichtigen Turnier am Start, ich mag auch seine Redeweise, die sicherlich ein wenig durchgeknallt ist.
MFG
LK

Sven
Sven
25 Tage zuvor

An sich mit allem d’Accord – die Vorverurteilungen gehen nicht und Carlsen kann sich – wenn er meint, es geht nicht anders – vom Turnier zurückziehen. Muss dann aber auch schnell Beweise liefern. Ansonsten steht er als schlechter Verlierer da und beschädigt den Ruf Niemanns. Nur die Theorie der gezielten Kampagne geht mir zu weit. Bzw. ist sie nur haltbar, wenn es Beweise gibt und Carlsen, Nakamura und chess.com darüber Bescheid wissen. Wenn dem nicht so ist – und das halte ich für die wahrscheinlichere Variante – dann haben wir es, wie so oft, mit menschlicher Schwäche zu tun. Carlsen… Weiterlesen »

Thomas Richter
Thomas Richter
26 Tage zuvor
Reply to  Dr. Ackermann

Ich sehe es auch so, dass eher die Reputation von Carlsen darunter leiden _sollte_ aber gehe generell nicht davon aus. Hier (jedenfalls in diesem Thread) zwar nicht aber anderswo gibt es reichlich Leute, die Carlsen verteidigen und Niemann (vor)verurteilen. Als nächstes muss wohl Wijk aan Zee entscheiden, welche(r) Junior(en) nächstes Jahr beim Tata Steel Masters mitspielt – neben Erigaisi (als souveräner Sieger der B-Gruppe 2022 qualifiziert), bzw. vielleicht ist die Entscheidung hinter den Kulissen bereits gefallen. Niemann hat nun vermutlich schlechte Karten (und wird eventuell wieder ausgeladen?): dann müssten sie wohl auf Carlsen verzichten, und ihn wollen sie unbedingt. Ein… Weiterlesen »

Ludger Keitlinghaus
Ludger Keitlinghaus
26 Tage zuvor
Reply to  Dr. Ackermann

Jeder, der die Partie Carlsen gegen Niemann analysiert, wird feststellen, dass es zunächst einmal eine sehr schlechte Partie von Carlsen war, viele haarsträubende Fehler, völlig unter seinem Niveau.”

Icke nicht, Carlsen geriet in der Eröffnung in einen sozusagen Albtraum, die Verteidigung des “Genossen” Bauer C3 ist gemeint.
13…Le6 war klug und zeigte den Weg an, die Rettung ins Endspiel misslang.

Carlsen hat dann “herumgestochert”, womöglich war er auch in puncto Präzision des Gegners vergrätzt, vermutlich auch wegen extra-gediegener Reaktion von Niemann in der Eröffnungsphase.

MFG
LK

acepoint
acepoint
26 Tage zuvor

«Außerdem bekam ich eine E-Mail von chess.com, sie hätten jetzt meinen Account geschlossen und mich aus der Global Championship ausgeladen.»

Entweder wissen «die Offiziellen» etwas, was andere nicht wissen.

Oder – und das erscheint mir wahrscheinlicher – all die Organisatoren, Funktionäre und Serverbetreiber rennen gerade wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen durch die Gegend. Befeuern mit ihrem blinden Aktionismus die Gerüchteküche und tun damit das Gegenteil von dem, was gut und richtig wäre.

George
George
26 Tage zuvor

Mir war Niemann nie sonderlich sympathisch wegen seines aus meiner Sicht arroganten Auftretens, aber was da mit ihm veranstaltet wird, geht für mich gar nicht: Carlsen sagt fast nichts, aber löst damit (meiner Meinung nach bewusst) eine Hexenjagd auf Niemann aus (ohne jegliche konkrete Anschuldigung oder gar einen Beweis). Nakamura verbreitet Tatsachenbehauptungen, für die er in Deutschland wegen Verleumdung strafrechtlich belangt werden könnte, wenn er für die Cheating-Vorwürfe keine Beweise hat. Eine zunehmend monopolistische Schachplattform sperrt Niemann in vorauseilendem Gehorsam, wiederum ohne jeglichen Beweis. Das Alles hat das Potenzial, die berufliche Lebengrundlage von Niemann zu zerstören. Dafür gibt es ohne… Weiterlesen »

Chris
Chris
25 Tage zuvor
Reply to  George

Das Nakamura strafrechtlich belangt werden würde, ist vermutlich eher eine Unterstellung deinerseits die kritisch ist.

Die “Tatsachen” die er genannt hat, waren die Sperren von Niemanns account die scheinbar stimmen, und er in konjunktiv formuliert hat.

Dazu hat er sich mit seiner komischen Begründung zur Vorbereitung und dem ziemlich miesen Postgame Interview ausgesetzt

Daniel
Daniel
26 Tage zuvor

Die schwachen Analysefähigkeiten nach einer anstrengenden Partie als mögliches Indiz heranzuziehen ist komplett verfehlt. Ich kann zwar nicht für GMs reden, aber wenn bei mir nach einer Turnierpartie die Anspannug abfällt und das Dopamin verpufft, bin ich auch erst mal für nichts zu gebrauchen. Und wenn dann auch noch von einem gerade mal 19 jährigen erwartet wird, er könne in solchen Momenten schon wie die alten Hasen Varianten raushauen, als wäre er frisch aufgestanden… Es ist, wie GM King in einem seiner Videos, wie ich finde, ganz treffend formuliert hat, hauptsächlich Confirmation Bias. Und besonders bei einem doch sehr verbal… Weiterlesen »

Friedrich Lehmann
Friedrich Lehmann
24 Tage zuvor

chess.com macht Schadensbegrenzung und erhebt neue Vorwürfe. Es is offensichtlich, dass man niemals seinen Ruf von einem Internetunternehmen abhängig machen sollte.

Das Machtsverhältnis ist asymmetrisch: Das Unternehmen hat ein riesiges Dossier über jeden einzelnen Benutzer, der Benutzer hat nichts. Das Unternehmen hat den längeren Atem, Rechtsberatung und Voodoo Algorithmen (welche natürlich nicht offengelegt werden).

Es ist unverantwortlich, dass chess.com diese Nummer während der Übernahme der Play Magnus Gruppe abzieht. Die Übernahme hängt im Wesentlichen von der Zugkraft von Carlsen ab.

Man sollte zu Schachklubs zurückkehren und das Internet vergessen.

Friedrich Lehmann
Friedrich Lehmann
24 Tage zuvor

Wenn man jedes Spiel der letzten 10 Jahre unter die Lupe nimmt, was ist hiermit?

https://www.youtube.com/watch?v=eqNUdi0uCss

“Magnus gets advise from GM David Howell on how to trap RebeccaHarris (aka GM Daniel Naroditsky) queen.”

Gerold
Gerold
26 Tage zuvor

Die Situation erinnert mich ein wenig an die Damen-WM 2015. Mihaela Sandu spielt das Turnier ihres Lebens und wird von einer Reihe von Spielerinnen des Betrugs verdächtigt. Es entsteht eine öffentliche Hetzjagd gegen sie, obwohl es überhaupt keine Indizien für Cheating gab.
Sandu kollabiert unter dem Druck und kann in den folgenden Partien ihre bisherige Spielstärke überhaupt nicht mehr abrufen…

Martin Rieger
Martin Rieger
26 Tage zuvor

Die Zeit wird es zeigen ob was an den Gerüchten dran ist. Entweder ist Carlsen ein schlechter Verlierer oder aber jemand spielt mit gezinkten Karten. Peinlich wird es so oder so.

Felix Siebler
Felix Siebler
26 Tage zuvor

Ich hätte ein paar Fragen zum Cheaten. Vielleicht kennt sich ja jemand damit gut aus und kann die netterweise beantworten(das soll keine Vorverurteilung von Hans Niemann sein, es interessiert mich einfach). 1) Wie gut sind Metalldetektoren? Können die kleinste elektronische Geräte(z.B. im Schuh, Mund/Zahnimlantat etc.), die einfach nur vibrieren und Züge per Morsecode senden, detektieren? Kann man die Detektion ggf. umgehen? 2) Wie viel bringt die 15min Delay-Regel im klassischen Schach wirklich? Wenn man aus der Theorie ist überlegt man z.B. 10 min, der Gegner vielleicht auch 2-3 min und wenn man wieder am Zug ist, bekommt man dann halt… Weiterlesen »

Ludger Keitlinghaus
Ludger Keitlinghaus
26 Tage zuvor
Reply to  Felix Siebler

Ein guter Cheater würde in der Tat möglichst menschliche Züge machen, er würde wenig Fehler machen und seinen Gegner sozusagen durch präzises Spiel erdrücken. Raj Tischbierek hat mal so einen Fall, in dem er Opfer war, geschildert.
Die 15-Minuten-Verzögerung stört den Cheater natürlich, aber er kann dennoch in kritischen Situationen von außen beraten werden.
Gute Frage mit den Metalldetektoren, Felix, interessiert mich auch, die Idee mit dem Zahnimplantat ist lustig, zumindest einen Schuh-Cheater gab es bereits.

Thomas Richter
Thomas Richter
26 Tage zuvor
Reply to  Felix Siebler

Meine Einschätzung: 1) Kann durchaus sein, vielleicht gibt es auch wie bei Doping in anderen Sportarten einen Wettkampf zwischen Sündern und ihren Helfern einerseits, und Kontrolleuren andererseits: Welche Substanz ist nicht nachweisbar oder steht (noch) nicht auf der Dopingliste? Kann man Grenzwerte, die vielleicht (in seltenen Fällen) natürliche Ursachen haben können, ausreizen ohne sie zu überschreiten? 2) Es hilft jedenfalls in (beiderseitiger) Zeitnot. Klar, man könnte auch 30 Minuten sagen oder Partien gar nicht mehr live übertragen. 3) Ja, man kann nur Schuld nachweisen, und auch das ist dann ein Indizienbeweis. Unschuld kann man nicht nachweisen, aber diese umgekehrte Beweislast… Weiterlesen »

acepoint
acepoint
26 Tage zuvor
Reply to  Thomas Richter

«Ja, man kann nur Schuld nachweisen, und auch das ist dann ein Indizienbeweis. Unschuld kann man nicht nachweisen, aber diese umgekehrte Beweislast kann es ja nicht sein.» Die Beweislastumkehr existiert bereits im Sport, wenn ich mich richtig erinnere. Bei Dopingverdachtsfällen. Ebenso müssen sich Sportler erklären, wenn sie bei Besuchen durch Dopingkontrolleure an ihren gemeldeten Trainingsorten nicht angetroffen werden. Ich wiederhole mich da: Betrug passiert, auf niedrigem und höherem Niveau. Online und Offline. Also müssen wir damit leben, dass sich Spieler unter bestimmten Umständen einem Verdacht stellen müssen. Schließlich haben wir auch akzeptiert, unsere Smartphones am Eingang zu lassen. Auch das… Weiterlesen »

Thomas Richter
Thomas Richter
25 Tage zuvor
Reply to  acepoint

Diese Vergleiche hinken ja. Dopingverdacht mit Erklärungsbedarf beruht nie nur auf verdächtig guten Leistungen, sondern auf verdächtigen Urin- oder Blutwerten = Einnahme eines generell verbotenen Medikaments. Man kann sich dann entlasten weil das Medikament für diese Person nicht verboten ist, glaubwürdig oder nicht – viele Radprofis sind Asthmatiker. Schachliches Äquivalent wäre vielleicht: eine verdächtig stark gespielte Partie beruhte auf häuslicher Vorbereitung – beim Schach ist derlei “Doping” ja nur während der Partie verboten, in anderen Sportarten auch im Training. Verpasste Dopingkontrollen haben meines Wissens erst beim dritten Mal Folgen, ansonsten ist es wie ein verweigerter Alkoholtest bei Verkehrskontrollen. Schachliches Äquivalent… Weiterlesen »

acepoint
acepoint
25 Tage zuvor
Reply to  Thomas Richter

Ja, dann lass uns doch weiter verschämt in der Ecke stehen, psst, beim Schach wird nicht betrogen, und wenn doch, dann nur mit Analperlen ;-).

acepoint
acepoint
26 Tage zuvor
Reply to  Felix Siebler

1) Ich kenne die Detektoren bei den großen Turnieren nicht, aber man bräuchte eigentlich zwei Systeme: eines für Metalle und eines für Strahlungen. Und, das ist auch eine Frage von Aufwand und Ertrag. Es gibt gute und fehleranfällige Systeme. 2) Es hilft, schließt aber Betrug nicht gänzlich aus, siehe den Beitrag von Ludger. 3) Ja, das ist exakt das, was mich belustigt, wenn ich immer wieder lese, dass Hobbyanalysten mit Hilfe von Stockfish und einer Referenzpartie zu einem unabänderlichen Urteil gelangen. Grundsätzlich sollte man sich von einem Gedanken verabschieden, mit dem Maßnahmen, nicht nur im Schach und nicht nur bezogen… Weiterlesen »

Last edited 26 Tage zuvor by acepoint
Ludger Keitlinghaus
Ludger Keitlinghaus
26 Tage zuvor
Reply to  acepoint

Strahlungsempfänger wären metallisch? Ich selbst gehe, womöglich fehlerhaft, davon aus, dass in den gemeinten Turniersaal kein metallisches Gerät eingeführt werden konnte, gehe davon aus, dass – bei Betrug (den ich nicht unterstelle, Hans Moke Niemann ist mir sympathisch, hoffentlich ist er ein großer Spieler und kein großer Betrüger, ich glaube Ersteres) – irgendwelche “Grimassenschneider”, also Hilfskräfte im für die Spieler sichtbaren Publikum am Werke gewesen sein könnten. Magnus Carlsen wird hier womöglich Verdachtsmomente parat haben, könnte so erklären (darf aber nicht, José Mourinho, lol), ansonsten hätte er sich aus diesseitiger Sicht nicht so grell von dem Turnier verabschieden können. Ischt… Weiterlesen »

Micha
Micha
25 Tage zuvor
Reply to  Felix Siebler

zu deinen Fragen: 1.) Das kann ein Riesenproblem sein im Schach sein. Implantate jeglicher Art können nur detektiert werden, wenn sie magnetisch sind. Alle nicht-magnetischen Metall (z.B. Titan oder Legierungen mit Titan) sind entsprechend nicht detektierbar. Man stelle sich mal folgende Alltagsituation vor: Zehntausende Menschen werden am Flughafen gescannt und alle Personen mit einen Implantat (egal welcher Art) wären dann regelmäßig in ernster Erklärungsnot. Implantate sind so konstruiert, dass sie nicht-magnetisch sind. Bezogen aufs Schach bedeutet das, dass die Kontrollen mit einem Detektor eine nette Routine sind, aber bei der “richtigen” Materialwahl seitens des Cheaters einfach sinnlos sind. 2.) Bringt… Weiterlesen »

Ludger Keitlinghaus
Ludger Keitlinghaus
25 Tage zuvor
Reply to  Micha

Kenne Leutz, die am Flughafen wie gemeint bearbeitet worden sind, sog. Piercings meinend, vgl. auch so :

-> https://de.wikipedia.org/wiki/Metalldetektor#Funktion

und so :

-> https://de.wikipedia.org/wiki/Röntgen

Vielen Dank für diesen Hinweis – ‘Bezogen aufs Schach bedeutet das, dass die Kontrollen mit einem Detektor eine nette Routine sind, aber bei der “richtigen” Materialwahl seitens des Cheaters einfach sinnlos sind.’ – es muss sozusagen auch im Bösen bestmöglich gedacht werden.

MFG
LK

Ludger Keitlinghaus
Ludger Keitlinghaus
25 Tage zuvor
Reply to  Micha

Ich hab hier geantwortet, oder nicht?
Gerne den noch nicht freigeschalteten Kommentar freischalten, no problemo hier.

Nossi
Nossi
13 Tage zuvor
Reply to  Micha

“Implantate jeglicher Art können nur detektiert werden, wenn sie magnetisch sind.” Das ist einfach mal falsch. Ein einfacher Metalldetektor ist in der Lage nahezu jedes Metall zu detektieren.

kumagoro
26 Tage zuvor

Ich bin gar kein Angeber. Es ist das Ergebnis meines Umfelds. 😉

Spindoc
Spindoc
26 Tage zuvor

In diesem Video (beginnend bei ca. 1:52) erklärt Daniel Naroditsky, dass es seiner Meinung nach nicht sonderlich schwierig sei, auch bei hochkarätigen Turnieren und trotz aller gegenwärtigen Gegenmaßnahmen und Kontrollen zu betrügen.

https://www.youtube.com/watch?v=cfvA8nMmqmo

Mir ist nicht klar, warum er die Öffentlichkeit nicht über die Details informiert. Wie genau wäre es möglich? Wenn die Möglichkeiten bekannt sind, kann ich doch gezielt Gegenmaßnahmen ergreifen.

acepoint
acepoint
26 Tage zuvor
Reply to  Spindoc

«Mir ist nicht klar, warum er die Öffentlichkeit nicht über die Details informiert»

Weil keiner gerne darüber redet. Man gilt dann als Nestbeschmutzer und Umsatzschädiger. Diese Mechanismen sind in jedem Sportverband, wo es um Geld und Wettbewerb geht, die gleichen. Schau Dir Schwimmen oder Radsport an. Die haben das vor 10 – 25 Jahren durchgemacht, was jetzt auch die Schachorganisatoren erleben werden. Nur diese dann in etwas kleinerem Rahmen.

Chris
Chris
26 Tage zuvor
Reply to  acepoint

In der Thematik würde ich eher Fussball nennen, bei dem es quasi keinen Betrug gibt … Aber nur minimale Ausgaben für Kontrollen.
Und wäre ich Fussballer, würde ich bei dem expontentiellen Anstieg des Gehalts eventuell auch zu Mittelchen greifen.

Beim Radsport hat heutzutage ziemlich gute Kontrollen, indem sie Blutproben nehmen und die sogar noch einfriert und nochmal innerhalb der nächsten 10 Jahre testet. Aber dann erwischt man immer wieder welche, und man hat ein dreckiges Image.

Ludger Keitlinghaus
Ludger Keitlinghaus
26 Tage zuvor
Reply to  Spindoc

Es muss halt darüber nachgedacht werden, wie genau betrogen werden könnte.
Die Angabe von Möglichkeit genügt hier nicht.
Ganz genau.
MFG
LK

Ludger Keitlinghaus
Ludger Keitlinghaus
26 Tage zuvor
Chris
Chris
24 Tage zuvor

Es muss halt darüber nachgedacht werden, wie genau betrogen werden könnte.
Die Angabe von Möglichkeit genügt hier nicht.”

Was denn nu, nachdenken wie man hätte schummeln könnte oder nicht.

Ludger Keitlinghaus
Ludger Keitlinghaus
26 Tage zuvor

Klingt sehr sympatisch, “Große” reden so, es klingt keine besondere Defensivität durch, die bei Betrügern zu erwarten wäre,.
Vielen Dank für diese d-sprachige Zusammenfassung.
MFG
LK (der zur vorgehaltenen Sache so selbstverständlich keine Meinung geäußert hat)

MartinRieger
MartinRieger
26 Tage zuvor

Ich würde gerne HMN 1Minuten Bullet gegen Nakamura spielen sehen. Da kann man nicht betrügen.

Ingo Althöfer
Ingo Althöfer
26 Tage zuvor
Reply to  MartinRieger

Das stimmt so nicht. Bei einem über kurze Leitung informiertem Helfer kann man auch da in Schlüsselstellungen helfen.

12345
12345
25 Tage zuvor
Reply to  MartinRieger

Tja, wie lange sich dieser Mythos wohl nicht halten wird..

Fernando Offermann
25 Tage zuvor
Reply to  MartinRieger

Es muss eine Zeit im Schach gegeben haben, da haben Geldgeber genau so etwas finanziert.

Martin Rieger
Martin Rieger
25 Tage zuvor
Roland Wuerl
Roland Wuerl
25 Tage zuvor

Weiß man wie die norwegische Presse die Geschichte betrachtet? Es handelt sich ja schließlich um eine Art Nationalheiligtum.

Micha
Micha
26 Tage zuvor

“Chess.com hat meinen Account im Stillen geschlossen, ohne mir einen Grund zu nennen.”

Moment mal….der Account von Niemann ist doch gar nicht geschlossen.
Was erzählt er hier?
Verstehe ich hier was nicht?

Wie ein gesperrter Account aussieht, kann man hier bei einem seiner alten Accounts sehen.

Chris
Chris
26 Tage zuvor
Reply to  Micha

Weiß jemand ob der Account geschlossen wurde? Ist chess.com tatsächlich zurückgerudert. Das würde mich jetzt tatsächlich sehr interessieren.

Chris
Chris
26 Tage zuvor

Danke sehr für die Info!

Micha
Micha
26 Tage zuvor

Meine Erstreaktion war noch anders auf Niemanns Erklärung war noch anders. Die Sache wird aber immer mysteriöser und zu einem Glaubenskrieg. Carlsen macht Andeutungen, ohne den Vorwurf auszusprechen und ohne Beweise zu liefern. Kann man glauben oder kann man nicht glauben. Jetzt sagt Niemann,dass chess.com seinem Account gesperrt hahabe. Kann man von außen nicht nachvollziehen. Kann man auch glauben oder kann man nicht glauben. Auf beiden Seiten nicht nachvollziehbare Statements. Und die besagte Allianz der großen Drei gegen Niemann ergibt auch nur Sinn, wenn das mit dem Account stimmt. Kann man glauben oder kann man nicht glauben. Alle Beteiligten sollten… Weiterlesen »

Chris
Chris
26 Tage zuvor
Reply to  Micha

Warum sollte er dort Lügen, das fällt doch gleich auf …

Und zur Allianz, nur da verschiedene Seiten äußern und in Falle von chess.com auch Handeln (und hier von deren hausrecht gebraucht macht) – ist es noch lange keine Allianz die koordiniert vorgeht.

Micha
Micha
26 Tage zuvor

Wieso sagt Niemann, dass sein Account geschlossen wurde?
Habe geguckt bei chess.com und offenkundig ist der Account nicht gesperrt.
Was erzählt Niemann denn da?
Oder überseh ich was?

Trudodyr
Trudodyr
26 Tage zuvor
Reply to  Micha

Wenn chess.com die Accounts von prominenten Spielern sperrt, geschieht das ohne öffentliche Kennzeichnung.

mapleleaf
mapleleaf
26 Tage zuvor

16 war er vor 4 Jahren, da gabs noch keine Pandemie.

mapleleaf
mapleleaf
26 Tage zuvor
Reply to  mapleleaf

Sorry es hieß immer, er sei 20 Jahre alt, aber er ist laut Wikipedia am 20. Juni 2003 geboren, ist also gerade erst 19 geworden. Dann nehme ich das natürlich zurück.

Neandertaler
Neandertaler
26 Tage zuvor
Reply to  mapleleaf

Es zeigt halt eben genau das, was jemand weiter oben mit “Confirmation Bias” bezeichnet: Man will in Niemanns Aussagen Beweise für was auch immer finden, und dann findet man auch was, so absurd es auch wäre.

Selbst wenn Niemann, was ja noch nicht mal der Fall ist, sich hier um ein Jahr vertan hätte: Ja, und? Auch ich könnte nicht aus dem Stehgreif sagen, wie alt ich im Jahr des Pandemiebeginns war, da wäre ein Irrtum jederzeit möglich. Und ich bin kein Schachgroßmeister, denen man ja traditionell eine gewisse Verpeiltheit zubilligt.

Spindoc
Spindoc
26 Tage zuvor
Reply to  mapleleaf

Für Dich eine kleine Matheaufgabe:
Herr N. wurde am 20. Juni 2003 geboren.
Eine große Pandemie begann zum Jahresanfang 2020.
Wie alt war Herr N. zu Beginn der Pandemie?

WilliSt
WilliSt
26 Tage zuvor

Bin neu hier. Habe zu Hans/Magnus recherchiert. Toll zusammengestellter, hochwertiger Beitrag. Komme wieder!

Maulwurfpauli
Maulwurfpauli
25 Tage zuvor
acepoint
25 Tage zuvor

The drama continues: https://twitter.com/chesscom/status/1568010971616100352.

Ich sehe den Punkt in «information, that contradicts his statement». Ich verstehe auch den Wunsch, solche Dinge erst mit der betroffenen Person zu klären. Aber Security by Obscurity hat in der IT selten funktioniert.

GM Patt Zer
GM Patt Zer
21 Tage zuvor

Bei diesem Komplex gibt es diverse Aspekte, die sehr absurd sind: a) Verhalten von Carlsen: Was definitiv nicht in Ordnung ist, dass man ohne KLARE Begründung sich von einem Turnier einfach zurückzieht. Rechtlich ist das natürlich möglich, nur steht bei Leuten wie Carlsen immer auch die mediale Aufmerksamkeit im Mittelpunkt und mit so einem Verhalten wird Schach als Ganzes erheblich unattraktiver für Sponsoren, Live-Fernsehübertragungen und auch potentielle Neueinsteiger im Schachsport, an denen es ja ohnehin immer mehr fehlt etc. So ein Verhalten gehört sich genauso wenig wie einfach auf den WM-Kampf zu verzichten mit der Begründung, man hat keinen Bock… Weiterlesen »

Kommentator
Kommentator
21 Tage zuvor
Reply to  GM Patt Zer

Thurau hat keine 10 Jahre Sperre bekommen – ich rege an, diese unwahre Tatsachenbehauptung zu entfernen.

tk
21 Tage zuvor
Reply to  Kommentator

Er hatte ja nicht gesagt, um welchen Thurau es geht. Björn Thurau ist (anders als seinerzeit sein Vater) tatsächlich wegen Dopings für knapp zehn Jahre gesperrt worden. (genauer: 9 Jahre und 6 Monate)

trackback

[…] Hans Niemann hat sich in den Tagen vor dem Sinquefield-Cup offenbar rasant verdüstert. In seiner emotionalen Rechtfertigung während des Wettbewerbs in St. Louis hat Niemann darauf hingewiesen, er sei kurz zuvor in guten […]

trackback

[…] most recent statements, Niemann’s reaction is not yet known. After the scandal broke he admitted in an interview, cheating in two online games, once when I was 12 and once when I was 16. “I wanted a higher […]

Friedrich Lehmann
Friedrich Lehmann
26 Tage zuvor

In der Tat sollten die Organisatoren Niemann die Gelegenheit geben, unter Hochsicherheitsbedingungen zu spielen:

Erst ein MRI Scan, um Implantate auszuschliessen. Dann direkt ein Transport zu einem geheimen Austragungsort, um Komplizen auszuschliessen. Die Schiedsrichter werden zufällig ausgewählt und nicht voher bekanntgegeben.

Es ist eine Schande, dass chess.com Niemann jetzt gesperrt hat. Seit einiger Zeit diktieren amerikanische Internetmonopolisten in allen Bereichen die öffentliche Meinung (es hat mit AOL -> Time/Warner -> CNN angefangen, und wir sind bei Facebook “fact checks” und cancel culture angelangt).

Neandertaler
Neandertaler
26 Tage zuvor

Nein, bitte nicht, nicht auch noch Verschwörungsspinner… Die ganze Angelegenheit ist auch ohne die schon unerfreulich genug.

Friedrich Lehmann
Friedrich Lehmann
26 Tage zuvor
Reply to  Neandertaler

Vielleicht sollte man Aussagen wie “diktieren amerikanische Internetmonopolisten in allen Bereichen die öffentliche Meinung” nicht 100% wörtlich nehmen?

Wie lesen Sie denn Literatur, wenn keine offensichtlichen stilistischen Übertreibungen mehr erlaubt sind?

Jochen
Jochen
26 Tage zuvor

Gedankenspiel. Die Top 20 der Weltrangliste spielen ein Turnier über 20 Partien nach Scheveninger System gegen die Top 20 der Junioren. Was wäre das Ergebnis? Mein Tipp: Das Kartell der Top 20, was sich auf Elo; Spieleinnahmen und Einfluss im Schach bezieht, wäre zumindest im Wanken. Ich erinnere noch, wie bei der Olympiade, Carlsen gegen die sehr von mir geschätzte Nummer 1 aus Moldau, einen starken jungen IM, mit Weiß nicht über ein Remis rauskam. Statistisch ist das so lange ein Ausrutscher, wie es solche Vergleiche selten gibt. Position: Spielstärke und Deutungshoheit der Top 20 Spieler werden überschätzt. Sicher sind… Weiterlesen »

Markus Stoth
Markus Stoth
18 Tage zuvor

Bitte mal den Blog von FM Andrii Punin auf Youtube anschauen. Gibt ein ziemlich klares Bild. Phasenweise kommt der Turbo und das Spiel geht für 10-20 Züge auf 3400 ELO Niveau und folgt den Engines (first or second best move). Ohne Turbo bei 2500 ELO. Manchmal auch ganze Partien im Turbo (GM Norm…)

Thomas H
Thomas H
17 Tage zuvor
Reply to  Markus Stoth

Punin hat mich nicht überzeugt. Unter anderem zeigt er ein Endspiel mit Springer gegen Läufer, wo Schwarz die Damenflügelbauern laufen lässt. Hätte ich auch gezogen, unabhängig ob es Nr.1 der Engine ist.
Das Niemann sehr wechselhaft spielt, sagt ebenfalls nichts aus. Außer, dass er kein Schieberschach wie Wesley So etwa spielt.

Thomas Richter
Thomas Richter
17 Tage zuvor
Reply to  Thomas H

Ich habe mir das Video auch angeschaut. Generell geht er “im Blitztempo” durch die Partien, so dass man (ohne ständig zu pausieren) gar nicht selbst beurteilen kann, wie viele der Engine-Züge plausibel bis offensichtlich waren. Wenn das für mich (jahrzehntelang nationale Elo 1900-2000, momentan etwas weniger) der Fall ist, ist es bei einem IM wirklich nicht verdächtig. FM Punin will sich halt profilieren, zuvor war er wohl “unbekannt”. 1 1/2 Stunden mit IM Ken Regan habe ich mir nicht angehört, aber ein Kommentator auf chess.com schrieb dazu “I listened to the entire podcast. Ken Regan came to the conclusion Hans… Weiterlesen »

Stefan Meyer
Stefan Meyer
26 Tage zuvor

“Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht.” Dieses uralte Sprichwort bedeutet fürs modere Schach: wer schonmal betrogen hat (und sei es bloß im Online-Schach), der kann nicht mehr im gleichen Umfang die Unschuldsvermutung für sich reklamieren wie ein Spieler mit einer über jeden Zweifel erhabenen Integrität. Es gibt viele GM-Einschätzungen, dass bei der Partie Carlsen-Niemann keine auffälligen Züge zu finden sind. Also nehmen wir mal an, dass alles korrekt verlief. Trotzdem muss Hans Niemann nun damit leben, dass Argwohn und Verdächtigungen hochkommen – nicht wegen dieser Partie, sondern wegen seines früheren Verhaltens. Das wird vermutlich bis zum Ende seiner Karriere… Weiterlesen »

Chris
Chris
25 Tage zuvor
Reply to  Stefan Meyer

Und was ich auch merkwürdig finde das er zweimal geschummelt hat, und beide male sofort erwischt wurde.

Roland
Roland
25 Tage zuvor
Reply to  Stefan Meyer

Das er nur zwei mal geschummelt hat, darf man wohl in Frage stellen. Er wurde zwei mal erwischt, das ist ein Unterschied denke ich.

joschi
joschi
26 Tage zuvor

Lieber Hans, eier nicht rum, lös das Problem auf die gute alte Art: fordere Nakamura zum Duell: 8 Partien, der Verlierer muss sich öffentlich entschuldigen!

Chris
Chris
25 Tage zuvor
Reply to  joschi

Bei freier Enginewahl?

Ganz ernsthaft was soll das bringen, ist Tyson Gay (100m) sprinter kein Doper wenn er die Strecke schneller läuft als ich?