DSB-Rechtsberater: DSJ-Anträge unzulässig / “Müssen das Thema verschieben”

Der außerordentlichen Kongress des Schachbunds am Samstag ist ausschließlich aus dem Grund einberufen worden, um die Deutsche Schachjugend in einen e.V. verwandeln zu können. “Wir kommen nicht umhin, dieses Thema auf den nächsten ordentlichen Kongress zu verschieben”, stellt DSB-Rechtsberater Thomas Strobl wenige Tage vor der Abstimmung fest. Nach seiner Auffassung sind die Anträge der Schachjugend formal nicht zulässig.

Zu dieser Auffassung war Strobl gelangt, nachdem er die Kongressbroschüre studiert hatte, in der sich ausgerechnet in die DSJ-Anträge ein weiterer “redaktioneller Fehler” der DSB-Geschäftsstelle eingeschlichen hatte. Aber auch nach Studium der DSJ-Original-Anträge ohne DSB-Bearbeitung bleibt Strobl dabei: Das drängendste, ressourcenbindendste Thema des deutschen Schachs muss ein Jahr warten. Begründung: Nur der DSJ-Vorsitzende und sein Stellvertreter dürfen laut DSB-Satzung Anträge beim Kongress stellen, nicht die DSJ als Organisation.

Das Papier unten fehlt aufgrund des redaktionellen Fehlers in der Kongressbroschüre. Strobl liegt es jetzt vor, aber er kann ihm nicht entnehmen, dass es sich um Anträge des 1. Vorsitzenden der DSJ handelt:

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DSJ-Rechtsberater Jacob Roggon hatte am 12. August darauf aufmerksam gemacht, dass das Anschreiben seines 1. Vorsitzenden in der Kongressbroschüre fehlt. Nun kann Roggon Strobls Sichtweise “nicht nachvollziehen. Dass Malte Ibs als DSJ-Vorsitzender den Antrag in den Kongress einbringt, geht aus diesem Schreiben deutlich hervor.”

Das Strobl- und Roggon-Zitat entnehmen wir dem aufgeregten E-Mail-Verkehr zur Sache aus der Schachverwaltung, der dieser Seite vorliegt. Zitiert sei daraus noch André Martin, Schachpräsident in Sachsen-Anhalt: “Ich bin sprachlos und das bin ich selten. Die am Wochenende zu treffende Entscheidung ist eine der Weitreichendsten, die der DSB seit der Vereinigung zu treffen hat, und die Aufbereitung der Kongressunterlagen ist vermutlich die amateurhafteste, die es seit der Wende gab.”

Random Inspection in der Kongressbroschüre? DSB-Rechtsberater Thomas Strobl bei einem Einsatz als Schach-Schiedsrichter. | Foto: Bernd Vökler

Angesichts des offensichtlichen Musters fragt sich mancher Funktionär: Ist das noch amateurhaft? Sehen wir tatsächlich Dilettantismus – oder Manipulation? Ist Strobl aus eigenem Antrieb unterwegs, meint er, was er mitteilt, oder ist sein Vorstoß ein weiterer gesteuerter Winkelzug, den DSJ e.V. zu verhindern?

Vor Erscheinen der Kongressbroschüre hatten Fenner/Krause den vom Hauptausschuss in Gang gesetzten e.V.-Prozess nur still behindert. Jetzt torpedieren sie ihn offen, siehe die beiden jüngsten Krause-Interviews. Der vom DSB eingesetzte Verhandlungsführer Ingo Thorn, Vizepräsident des Bayerischen Schachbunds, musste zur Kenntnis nehmen, dass Ullrich Krause den Delegierten empfiehlt, die von Thorn miterarbeiteten Anträge abzulehnen.

Stattdessen haben Fenner/Krause eigene Vorstellungen, und denen kann jeder entnehmen, wie unser Führungsduo seine Schachjugend gerne hätte: als fremdbestimmtes Anhängsel, das vor dem Erwerb von jedem Satz Stappenhefte beim DSB-Kassenwart um Erlaubnis bitten muss.

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Gustaf Mossakowski
1 Jahr zuvor

Faszinierend. Dieses Blog bekommt nie eine Antwort vom hauptamtlichen Pressesprecher des Deutschen Schachbunds, aber das wird nicht als Arbeitsverweigerung oder schlechte Führung in der Geschäftsstelle angesehen, sondern sogar positiv gedeutet. Der Redakteur des Blog würde sich schließlich zu oft zu negativ äußern. Die Presse darf bitte nicht zu kritisch sein, wo kommen wir denn sonst hin? Stattdessen druckt der Pressesprecher die Anträge in der Kongressbroschüre geändert ab – ein Anschreiben fehlt, über den Anträgen des DSJ-Vorsitzenden wird überall ein »Antragsteller: DSJ-Vorstand« eingebaut. Das wird dann hier in den Kommentarspalten als Problem formuliert – als Fehler der DSJ. Der DSJ-Rechtsberater wird… Weiterlesen »

Gustaf Mossakowski
1 Jahr zuvor

Die Geschäftsstelle in Person des Pressesprechers, ja. Links das Original (ist auf der DSJ-Website zu finden), rechts die »Korrektur«.

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Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Und was sagt der DSB-Rechtsberater zu diesem Vorgang, dass Anträge vor der Veröffentlichung manipuliert werden?
Ist das normal?

Balduin
Balduin
1 Jahr zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Der DSB Rechtsberater ist kein Rechtsanwalt. Seine Meinung ist daher irrelevant.

Werner Berger
Werner Berger
1 Jahr zuvor

Das bedeutet also, dass der Antrag im Original überhaupt nicht erkennen lässt, wer Verfasser des Textes und/oder Antragsteller im Sinne der DSB-Satzung ist, enthält er doch weder Kopf noch Unterschrift. Herr Ibs will Vorsitzender eines DSJ e.V, werden, ist aber nicht in der Lage, einfachste Formalien zu beachten. Das Anschreiben kann diesen Mangel nicht heilen, heisst es dort doch:

“die Deutsche Schachjugend wird beim außerordentlichen Kongress beantragen, …”,

und die Deutsche Schachjugend ist eben nicht antragsberechtigt. Herr Ibs allein trägt die Verantwortung für dieses Desaster und niemand anders.

Gustaf Mossakowski
1 Jahr zuvor
Reply to  Werner Berger

Das ist komplett falsch.

Der Antrag besteht aus Anschreiben und weiteren Seiten. Hier ist deutlich erkennbar, dass der Antrag mit Briefpapier DSJ vom DSJ-Vorsitzenden gestellt wurde. Es ist nicht notwendig, auf jeder Folgeseite zu unterschreiben.

Was mich schon seit längerer Zeit wundert: warum sind Sie so involviert in DSB-Themen? Sie tauchen überhaupt nicht in der DWZ-Liste auf, sind also gar kein Mitglied eines dem DSB angeschlossenen Schachvereins.

Werner Berger
Werner Berger
1 Jahr zuvor

Der Antrag ist der Antrag, das Anschreiben ist das Anschreiben. Niemand hat behauptet, dass auf jeder Folgesete unterschrieben werden müsste, es müsste wenigstens einmal zweifelsfrei mtgeteilt werden, wer Antragsteller ist. Ein immer wiederkehrendes Muster: dem anderen werden irgendwelche Behauptungen untergeschoben, die dann wirkungsvoll widerlegt werden, das nennt man “Schein-Dementi”.

Gustaf Mossakowski
1 Jahr zuvor
Reply to  Werner Berger

Der Einwand vom DSB-Bundesrechtsberater bezog sich ausschließlich auf das Anschreiben, das Bestandteil der Anträge ist. Es wurde nicht in Zweifel gezogen, dass das Anschreiben nichtig ist, es ging lediglich um eine Formulierung im Anschreiben. Ihre Argumentationstechnik nennt man »Whataboutism«.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Werner Berger

Wenn Sie Anschreiben und den Antrag nicht verstehen, dann ist das doch Ihr Problem.
Ich habe jedenfalls (wie viele andere auch) kein Problem die vorgelegten Dokumente zu verstehen.
Probleme habe ich eher damit, dass die Dokumente vor der Verteilung geändert wurden oder erst gar nicht verteilt wurden.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Werner Berger

Sie vergessen, dass man das Anschreiben auch unterschlagen hat.
Aber mal sehen, ob sich der DSB morgen tatsächlich selbst zerlegt.
Bisher dachte ich, es kann nur noch besser werden, aber es kam anders.

Werner Berger
Werner Berger
1 Jahr zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Ich habe das Anschreiben nicht vergessen, ich habe es ausdrücklich erwähnt. Sie sind offensichtlich nicht in der Lage, meinen Beitrag inhaltlich vollständig zu erfassen.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Werner Berger

Sie sollten meinen Text noch mal lesen, ich habe nicht geschrieben, dass Sie das Anschreiben vergessen haben, sondern dass man das Anschreiben unterschlagen hat.
Erkennen Sie den Unterschied?

Balduin
Balduin
1 Jahr zuvor
Reply to  Werner Berger

Ihr Schreibstil erinnert sehr stark an diesen Mephisto Onkel, der mal Uwe Pfenning versucht hat niederzumachen.

Falco
Falco
1 Jahr zuvor
Reply to  Werner Berger

Die Anträge 1 bis 4 werden allesamt im Begleitschreiben aufgeführt, das vom 1. Vorsitzenden der DSJ unterschrieben ist, der wiederum qua Amt Präsidiumsmitglied und antragsberechtigt ist. Das “Antragsteller: DSJ” hat der DSB in den Kongressunterlagen selbst ergänzt. Er hätte auch einfach die Absendermailadresse wählen können, dann wäre der geäußerte Zweifel gar nicht aufgekommen. Obwohl zusammen mit dem Begleitschreiben eigentlich auch schon klar wird, wer Antragsteller im Sinne der DSB-Satzung ist. Aber um mal einen Schritt zurück zu gehen: Der DSB halt also kein Problem damit, die Anträge zweier Landesverbände eigenmächtig zu einem Antrag zweier Einzelpersonen abzuändern, die als solche allein… Weiterlesen »

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Falco

Dazu hat sich der DSB-Rechtsberater wohl nicht geäußert.
Er sucht in den Krümeln übersieht aber die Felsbrocken.
Sehr merkwürdig.

Eberhard Schabel
1 Jahr zuvor
Reply to  Falco

Hallo!
Ich habe da jetzt nicht so die Ahnung, aber ich könnte mir vorstellen, das folgender Satz im Anschreiben schon etwas verwirrend ist:
…die Deutsche Schachjugend wird beim außerordentlichen Kongress beantragen, die satzungsmäßigen Voraussetzungen für ihre Umgründung in einen eingetragenen Verein zu schaffen….
Wäre es da nicht geschickter gewesen anstatt “die Deutsche Schachjugend” eben “Ich Malte Ibs, 1. Vorsitzender der DSJ” zu schreiben (oder so in der Art auf Malte bezogen)?

Last edited 1 Jahr zuvor by Eberhard Schabel
Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Egal wie er es formuliert hätte, man hätte auf jeden Fall irgendetwas bemängelt.
Dieses Possenspiel war zu erwarten, ich bin aber dennoch überrascht wie niedrig das Niveau ist.

Gustaf Mossakowski
1 Jahr zuvor

Genau, darum geht es in der ganzen Diskussion: dass dieser Satz mißverständlich aufgefasst werden kann. Die eine Seite sagt: ist nicht so problematisch, geht aus dem Kontext deutlich hervor (von Malte Ibs gesendet und unterschrieben), letztlich muss der DSB-Kongress entscheiden, ob er den Antrag zulässt. Die andere Seite sagt: Nein, das geht überhaupt nicht, da die DSJ keinen Antrag stellen darf, nur der Vorsitzende. Es ist eine sehr formaljuristische Diskussion, die dann noch durch ein paar unwissende Einrufe von links und rechts gestört wird. Pikant wird die Geschichte, da in der DSB-Geschäftsstelle (absichtlich oder unabsichtlich, das sei dahingestellt) Einfluß darauf… Weiterlesen »

Eberhard Schabel
1 Jahr zuvor

Man darf also gespannt sein wie der Kongreß am Samstag läuft und ob man einen Weg dahin findet, sich wieder mit Schach zu beschäftigen. Denn da gibt es gerade in der derzeitigen Situation ja einige Themen (Corona bedingt) die einen starken DSB und eine starke DSJ im Handeln brauchen.

Werner Berger
Werner Berger
1 Jahr zuvor

Ja, Herr Schabel, Sie sind dem Problem auf der Spur. Optimal wäre gewesen, zu schreiben: “Ich, Malte Ibs, Angehöriger des Präsidiums des DSB, stelle die als Anlage beigefügten Anträge” usw.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Werner Berger

Und selbst wenn er das geschrieben hätte, hätte man andere Gründe erfunden.
Dann hätte man nach Tippfehlern geschaut oder sich sonst was einfallen lassen. Es hätte jedenfalls nicht an geistiger Armut gemangelt.

Gustaf Mossakowski
1 Jahr zuvor

Noch ein Nachtrag für die juristisch Interessierten hier. Der Bundeskongress entscheidet bei einem Antrag, ob er ihn für zulässig hält. Dort kann darüber diskutiert werden, ob der Antrag vom DSJ-Vorsitzenden auf DSJ-Briefkopf inkl. Unterschrift vom DSJ-Vorsitzenden kommt oder nicht. Oder ob er vom in Persona identischen DSB-Präsidiumsmitglied hätte kommen müssen (ergo der Briefkopf falsch gewählt wurde). Für die Eintragung in das Vereinsregister werden nur das Protokoll und die Satzung an das Amtsgericht Charlottenburg – dort ist der Deutsche Schachbund e. V. eingetragen – weitergeleitet. Auf dessen Website gibt es Hinweise zum Verfahren. Unter anderem Links zum Bürgerlichen Gesetzbuch, Zitat aus… Weiterlesen »

Last edited 1 Jahr zuvor by gustafm
Werner Berger
Werner Berger
1 Jahr zuvor

Natürlich kann der Bundeskongress nicht in eigener Sache entscheiden; die Rechtmäßigkeit seines Tuns kann auf Antrag vom Schiedsgericht des DSB überprüft werden. Wenn der Satzungsänderungsantrag der Deutschen Schachjugend/ des DSJ-Vorsitzenden oder von wem auch immer behandelt wird und die erforderliche qualifizierte Mehrheit findet, kann jeder dazu Berechtigte das Schiedsgericht anrufen, das sehr wohl überprüfen würde, ob der Antrag überhaupt formwirksam gestellt worden war.

Gustaf Mossakowski
1 Jahr zuvor
Reply to  Werner Berger

Der Bundeskongress ist das oberste Organ des Bundes.

Die Anrufung des Schiedsgerichts ist nur zulässig, wenn der Antragsteller geltend macht, in seinen berechtigten Interessen nachteilig betroffen zu sein.

Werner Berger
Werner Berger
1 Jahr zuvor

Was bei einer Satzungsänderung, die der Antragsteller für unwirksam hält, offensichtlich der Fall ist. “Oberstes Organ” zu sein, schützt nicht davor, dass eine Entscheidung vom Schiedsgericht kassiert wird.

Balduin
Balduin
1 Jahr zuvor

ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄH! Nach meinen Infos hat Thomas Strobl nicht ein Semester Jura studiert!

Gustaf Mossakowski
1 Jahr zuvor
Reply to  Balduin
Werner Berger
Werner Berger
1 Jahr zuvor
Reply to  Balduin

Spricht nicht für den Blog und seinen Betreiber, dass Verleumdungen wie diese stehenbleiben.

Walter Rädler
1 Jahr zuvor

André Martin, Schachpräsident in Sachsen-Anhalt: „Ich bin sprachlos und das bin ich selten …. die Aufbereitung der Kongressunterlagen ist vermutlich die amateurhafteste, die es seit der Wende gab. Sorry, Herr Martin, um den Jahreswechsel habe ich sie als Mitglied des AKLV in einem Rundbrief auf Schwächen im DSB hingewiesen, die sich allesamt bewahrheiten. Meine Devise lautet: “Mach aus große Probleme kleine, aus kleine Probleme keine!” Dies bedarf aber schnelles, rechtzeitiges Eingreifen und das haben sie leider verpasst! Ich habe damals geschrieben, schreibe jetzt und werde immer schreiben, dass die Besetzung des Geschäftsführer des DSB mit “Professor” “Doktor” Marcus Fenner ein… Weiterlesen »

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Walter Rädler

Das sehe ich auch so.
Allerdings hat der Geschäftsführer offensichtlich einen großen Rückhalt, sonst wäre er schon längst ausgetauscht worden.
Von daher muss man sich über nichts mehr wundern.
Bei einem Turnier wird der kleinste Regelverstoß geahndet und wenn dies nur versehentlich passiert.
Bei der Aufbereitung der Kongressunterlagen werden selbst grobe Fehler einfach hingenommen.
Das ist mir vollkommen unverständlich.

Balduin
Balduin
1 Jahr zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Der Rückhalt begründet sich alle darauf, daß praktisch jeder im Präsidium irgendwelche Leichen im Keller hat und wenn einer von denen meint gegen Fenner vorzugehen, hätte Fenner genug Pulver um alle um ihn herum mit in den Untergang zu ziehen. Jemand mit weiser Weste ist im Präsidium unerwünscht. Deswegen ist ja auch Fenner GF geworden. Dreck hält zusammen.

Achim Mueller
Achim Mueller
1 Jahr zuvor

Muss man verstehen, dass zwei (gleichlautende) Anträge zweier Landesverbände (NDS,Baden, iirc) seitens des DSB/der Geschäftsstelle/der Redaktion der Kongressbroschüre in einen (gemeinsamen) Antrag zweier natürlicher Personen gewandelt und inhaltlich editiert werden? Und das ohne Rücksprache mit diesen zwei Personen? Und das anschließend mit «redaktioneller Fehler» erklärt? Ein weiterer Antrag (Nr. 6, aus Württemberg, iirc) aber im Original des Verbands als Verbandsantrag abgedruckt wird? Und der DSB/die Geschäftsstelle/die Redaktion der Kongressbroschüre einen Antrag der DSJ/von Malte Ibs ebenfalls ohne Rücksprache mit dem Verband oder der Person in einen Antrag eines Verbandes umwandelt? Ein Antrag, der offenbar ebenfalls nachträglich inhaltlich editiert wurde? Und… Weiterlesen »

Last edited 1 Jahr zuvor by acepoint
Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Achim Mueller

An diesen Umgangsstil wird man sich gewöhnen müssen.

Silvio
Silvio
1 Jahr zuvor

Alles wirklich nicht überraschend… Die DSJ hat sich die Butter vom Brot nehmen lassen und die große öffentliche Unterstützung seinerzeit nicht genutzt. Jetzt sitzen die bezahlten und unbezahlten Köpfe der DSB Spitze das Thema wieder bequem aus, wie eh und je als einige, beharrungsstarke “Schachfreunde”… Zickelbein, Kadesreuther und die weiteren “Väter der Schach Jugend” und ihre Macher seit 1970 wenden sich mit Grausen von diesen Laien auf beiden Seiten. Kein Moderator, kein Rücktritt, keine rettende Insel in Sicht

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Silvio

Zumindest wurde dem DSJ-Rechtsberater recht gegeben, der Antrag auf Nichtbefassung wurde mit überwältigender Mehrheit abgeschmettert

Werner Berger
Werner Berger
1 Jahr zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Heisst also, der Kongress nimmt es billigend in Kauf, sehenden Auges einen anfechtbaren Beschluss zu fassen?

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Werner Berger

Nein, der DSJ-RA konnte überzeugen und der DSB-RA hat kläglich versagt. Seine Begründung war nicht nachvollziehbar.
Dem kann ich nur zustimmen.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Werner Berger

Die MV hat entschieden, die DSJ wird eigenständig.
Das ist eine sehr gute Entscheidung.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Silvio

Strobls Antrag wurde fast einstimmig abgelehnt.

Tullius
Tullius
1 Jahr zuvor

Das Problem ist nicht Thomas Strobl, sondern sind die Vereinsregister im Amtsgericht, die jede Satzungsänderung auf ihre formelle Zulässigkeit prüfen. Hintergrund ist, dass Satzungsänderungen hohen formellen Anforderungen unterworfen sind. Das ist nun mal die Rechtslage. Der Kreis der Teilnehmer an der Bundesversammlung und die Antragsberechtigung sind in der DSB-Satzung festgelegt. Danach kann die DSJ kein Antragsteller sein. Da sich die DSJ nicht mit dem DSB hat einigen können, hätte der erste Vorsitzende der DSJ in seiner Eigenschaft als Mitglied des Vorstandes des DSB die Anträge selbst einbringen müssen. Um derartige Formalien hat man sich aber bei der DSJ anscheinend nicht… Weiterlesen »

Falco
Falco
1 Jahr zuvor
Reply to  Tullius

Schön, dass Du schon auf die DSB-Satzung verweist. Ich zitiere mal § 18 Absatz 1 Satz 1: »Anträge können von Mitgliedsorganisationen, von Mitgliedern des Präsidiums gemäß § 25 Abs. 1 Nr. 1–5, sowie vom Präsidium, den Funktionsträgern gemäß § 14 Abs. 1 Nr. 4 – 16, (…) gestellt werden.« Dem Präsidium gehört gemäß § 25 Absatz 1 der 1. Vorsitzende der DSJ an. Und dieser steht im oben verlinkten Begleitschreiben im Briefkopf sowie unten mit Unterschrift. Auch die Mail an die DSB-Geschäftsstelle wurde von ihm verschickt. Wo ist also das Problem?

Tullius
Tullius
1 Jahr zuvor
Reply to  Falco

Ja er gehört ihm an. Aber in dem Antrag hat die DSJ vertreten und nicht als Präsidiumsmitglied gehandelt. In dem auf der Internetseite des DSJ veröffentlichten Schreiben heißt es ” die Deutsche Schachjugend wird beim außerordentlichen Kongreß beantragen …” Auch aus allen sonstigen öffentlichen Verlautbarungen ist klar, da der DSJ Vorstand Anträge gestellt hat. Malte Ibs hat hier zwei Funktionen, einmal als Mitglied des Präsidiums des DSB und dann als Vorsitzender der DSJ. Nur die erste Funktion berechtigt ihm zum Einreichen von Anträgen, daß er im Vorstand des DSB ist, weil Vorsitzender des DSJ berechtigt diese nicht zum eigenständigen Agieren.… Weiterlesen »

Falco
Falco
1 Jahr zuvor
Reply to  Tullius

»Aber in dem Antrag hat [er] die DSJ vertreten und nicht als Präsidiumsmitglied gehandelt.« – Ich würde ja sagen, dass es die ureigene Aufgabe des 1. Vorsitzenden der DSJ ist, im DSB-Präsidium eben diese zu vertreten, und entsprechend sein Handeln als Präsidiumsmitglied auszurichten. Es gibt nur diese eine Person “1. Vorsitzender der DSJ”, die eben laut § 25 der DSB-Satzung immer zugleich Mitglied des DSB-Präsidiums ist. Und selbst wenn man sich eine Aufteilung in zwei Einzelfunktionen “DSB-Präsidiumsmitglied” und “1. Vorsitzender DSJ” ausmalt, die in Personalunion übernommen werden, muss man dann nicht interpretieren, in welcher Funktion der Antrag gestellt wird? Dass… Weiterlesen »

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Falco

Das ist vollkommen richtig.
Wenn man aber sieht welche Probleme das einfache Zusammenstellen von Unterlagen bei der DSB-Geschäftsführung verursacht, da kann man erst recht nicht verlangen, dass die DSB-Geschäftsführung einfache rechtliche Zusammenhänge versteht. Das funktioniert in jedem Provinz-Schachverein besser. Und da wird das ehrenamtlich gemacht und nicht durch einen bezahlten Geschäftsführer.

Tullius
Tullius
1 Jahr zuvor
Reply to  Falco

Diese Fragen kann man stellen. Es ist sicherlich nicht ausgeschlossen, dass ein Gericht zu dieser Auffassung kommt. Aber es ist nicht sicher, da die Anträge unnötigerweise Anlass zu Interpretationen geben. Das Problem ist, dass in den Anträgen (Kongreßbroschüre und DSJ-Homepage) immer wieder “Antragsteller: DSJ Jugend” explizit genannt wird. Besser wäre es gewesen einfach zu schreiben: “Antragsteller: Malte Ibs (1. Vorsitzender der DSJ)”.. Mit dieser klaren Formulierung wäre diese Diskussion niemals entstanden. Nunmehr ist folgendes Szenario nicht unwahrscheinlich: Am Samstag bekommen die Anträge die notwendigen Stimmen, die Satzungsänderung wird beim Vereinsgericht eingereicht und nach einigen Wochen kommt von dort der Hinweis,… Weiterlesen »

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Tullius

Da muss man nur den gesunden Menschenverstand einschalten. In einem richtigen Verein funktioniert das so.
Die Versammlung berät dies und stellt klar, dass das als Antrag vom DSJ-Vorsitzenden zu verstehen ist, so wie dies aus dem Anschreiben sowieso hervor geht.
Kein Vereinsgericht würde das beanstanden, dort sitzen nämlich Leute mit gesunden Menschenverstand, die auch das Versammlungsprotokoll lesen.
Aber offensichtlich herrscht bei der deutschen Schachführung Krieg, dann machen solche Winkelzüge natürlich Sinn.
Dass die Arbeit vieler Basisfunktionäre damit mit Füßen getreten wird, interessiert da oben offensichtlich niemanden.

Tullius
Tullius
1 Jahr zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Ich werde zukünftig hier nichts weiter schreiben. Ihre Behauptung “Kein Vereinsgericht ..” zeigt, dass Sie die Materie nicht verstehen und auch keine Erfahrung im Umgang mit Rechtspflegern haben. Sie habe natürlich das Recht eine Meinung zu haben.

Normalerweise halte mich in diesen Angelegenheiten zurück (und es wäre auch besser gewesen), aber ich finde es bedauerlich, wenn fundierte Argumente des Bundesrechtsberaters einfach als persönliche Eitelkeiten abgetan und er als Person lächerlich gemacht wird.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Tullius

Auch da irren Sie sich, ich habe sehr viel mit Juristen zu tun.
Natürlich wird das jetzt von einer Seite aufgebauscht (man würde ja gerne, aber leider hat die andere Seite versagt).
Das was aktuell passiert, ist in einem Verein kein normaler Umgang. Man bekämpft sich wo es nur geht und offensichtlich sind alle Mittel erlaubt.
Und finanziert wird das von unseren Beitragsgeldern.
Was da vor sich geht, das ist eine Schande.

Laus Flachmann
Laus Flachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Durch die Wiederholung wird dummes Zeug nicht weniger dumm.
Wieso sind sie so stur? Egal was gesagt wird und was passiert ist immer der dsb schuld und nie die dsj? Dh bei der dsj arbeiten nur perfekte Menschen? Und der Rechtsberater der dsj hat immer recht? Auch wenn er sagt die Erde ist eine Scheibe? Machen sie mal die Augen auf!

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Laus Flachmann

Nein, nicht der DSB ist schuld, Fenner und Krause sind es.
Die sind nicht in der Lage mit der DSJ-Vorstand vernünftig zusammenzuarbeiten und führen stattdessen einen Privatkrieg auf Kosten aller Schachspieler.
Mal sehen ob sich die Landesverbände das morgen gefallen lassen.

Balduin
Balduin
1 Jahr zuvor
Reply to  Tullius

Fundierte Argumente? Habe ich was verpasst?

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
1 Jahr zuvor

Habe mir gestern Nacht /Morgen den Wust von Anträgen und Papier mal versucht an zu schauen. Nach einer gewissen Zeit verlor ich die Konzentration und wusste nicht was paar Seiten da vor inhaltlich stand. Gut mag an meinem Jahrgang liegen. Aber wenn ich mir die Landespräsidenten anschaue sind die Herren auch so mein Jahrgang. Ich hoffe jedem Delegierten ist bewusst worüber abgestimmt wird oder wird es ein Durchwinken. Das einzige was ich so in Bildersprache verstehe man Amputiert ein Bein vom DSB und näht es an dem neuen Verband DSJ e.V wieder an. Die Anträge zweier LV sind ganz der… Weiterlesen »

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Die Sache ist recht einfach, man will aus nachvollziehbaren Gründen die erfolgreiche Struktur aus Bayern realisieren.
Das hat mit Bein amputieren oder annähen recht wenig zu tun.
Aber Fenner un Co. sehen das natürlich anders und da ist jedes Mittel recht, wie man nun feststellen muss.

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
1 Jahr zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Ach so nur das Bayern model einführen, warum hat sich die Jugend nicht mit den Bayern getroffen um zu lernen wie es geht. Ich befürchtete schon man macht den Aufwand um Herrn Jörg Schulz weiter zu Beschäftigen,wie es auch gelegentlich zu lesen war.
Welche Variante ist denn nun richtig. Jeder Kommentator denkt sich einen anderen Trennungsgrund aus. Anscheinend hat die Jugend große Panik das es ohne Herrn Schulz nicht weiter gehen könnte.
Vielleicht fehlt der DSJ möglicherweise ein Bein ohne seinen Geschäftsführer.
Schauen sie sich den Wust von Papieren an und dann sprechen wir weiter.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Ich hatte keinen konkreten Grund genannt (Zitat:” … aus nachvollziehbaren Gründen … “).
Von daher weiß ich nicht auf was Sie anspielen (Zitat:” … Jeder Kommentator denkt sich einen anderen Trennungsgrund aus … “).
Vielleicht bringen Sie da etwas durcheinander.

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
1 Jahr zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Zitat :
Die Sache ist recht einfach, man will aus nachvollziehbaren Gründen “die erfolgreiche Struktur aus Bayern realisieren”.

Können sie sich noch erinnern ?Ich habe mir erlaubt ihr Zitat vollständig dar zu stellen.

Halbe Zitate bringen die Sache schon durcheinander.
Beispiel: Tochter ruft Mutter an und sagt. Herbert konnte heuten nicht Fernsehen gucken, der Strom war weg.
Mutter ruft die Schwester von Herbert an und sagt: Herbert konnte heute Abend nicht.
Hier bleibt dann der Raum für Spekulationen was er nicht konnte.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Nein, das haben Sie falsch verstanden. Das sind nicht die Gründe.
Aber jetzt sind wir einen Schritt weiter, die DSJ e. V. wurde jetzt auf beiden Versammlungen beschlossen und Krause und Fenner haben sich nicht durchsetzen können, obwohl man ganz tief (auch moralisch ganz tief) in die Trick-Kiste gegriffen hat.

Gerhard Streich
Gerhard Streich
1 Jahr zuvor

In der Bundeskongressbroschüre ist ein Bericht (Seite 86/87) von RA Thomas Strobl in Sachen Spielervereinbarungen enthalten. Der Inhalt ist dermaßen peinlich, dass ich der DSJ rate, sich vom Rechtsberater des DSB nicht ins Bockshorn jagen zu lassen.

Eberhard Schabel
1 Jahr zuvor

Hallo! Wenn ich den Artikel richtig lese, dann wurden ein weiteres Mal wichtige Unterlagen zum auserord. Kongress den Deligierten in der Kongressbroschüre und auf der WEB nicht zugänglich gemacht, da sie in der Broschüre vergessen wurden. Dieser Fakt allein kann nun dazu führen, dass über die Anträge bzw deren Zulässigkeit garnicht erst gesprochen wird. Ist das so richtig? Falls ja, gibt es sicher Seitens der Verantwortlichen eine gute Erklärung, warum man das Anschreiben der DSJ (von Malte) nicht mit in die Broschüre gepackt hat und diese Erklärung kann dann sicher weiter helfen. Auf ein Versehen kann man sich dann aus… Weiterlesen »

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Das ist ja schon interessant. Auf der einen Seite bekommt man es nicht gebacken Papiere vollständig zusammenzuführen (Das ist eigentlich Büroarbeit für eine Aushilfskraft) und auf der anderen Seite glaubt man juristisch beurteilen zu können, ob ein Antrag zur Satzung gültig ist. Werden die Unterlagen nicht vom DSB-GF geprüft? Oder hat er geprüft und hat es nicht gemerkt? Und wenn schon so einfache Dinge schief gehen, was geht da noch alles schief und wird verheimlicht? Die ganze Sache im Streit mit DSB/DSJ ist ja sehr undurchsichtig, nachvollziehbare Gründe wurden jedenfalls nicht genannt. Der neutrale Betrachter von außen kann das nur… Weiterlesen »

Bernd Schneider
Bernd Schneider
1 Jahr zuvor

Respekt, da kann man die Uhr drauf setzen. Man wird hier, beim offiziellen Verbandsorgan der DSJ, immer aktuell informiert. Ob man immer objektiv informiert wird, ist eine andere Angelegenheit. Erneut gab es kräftige Hiebe gegen alle, die den DSB vertreten. Dabei ist die “Formalie” doch viel zu knifflig, als dass man sich ohne entsprechende, juristische Ausbildung ein Urteil darüber erlauben kann, wie denn ein Rechtspfleger beim zuständigen Amtsgericht einen solchen Antrag behandeln würde / müsste. Der Rechtsberater des DSB hat ein abgeschlossenes Jurastudium, er sollte sich also eine fundierte Fachmeinung bilden können. Laut Defintion soll er den Deutschen Schachbund rechtlich… Weiterlesen »

Falco
Falco
1 Jahr zuvor

Auch die DSJ hat übrigens einen Rechtsberater. »Beauftragter für Rechtsfragen« heißt es bei ihr, und den gab es auch schon lange vor dieser ganzen Ausgründungsgeschichte. Der DSJ-Rechtsberater hat übrigens auch ein abgeschlossenes Jurastudium — und wurde sogar im Artikel oben schon zitiert. Statt also hier zu fordern, dass die DSJ bis zum Kongress juristisches Fachwissen vermitteln und eine fundierte Gegenargumentation liefern solle, könnte man auch einfach jetzt schon zuhören, warum der DSJ-Beauftragte für Rechtsfragen eine andere Ansicht vertritt und die Anträge sehr wohl für satzungsgemäß hält.

Last edited 1 Jahr zuvor by Falco
Bernd Schneider
Bernd Schneider
1 Jahr zuvor
Reply to  Falco

Das die DSJ ebenfalls einen Rechtsberater beschäftigt, ist mir natürlich bekannt. Nun scheint der Rechtsberater der DSJ eine komplett gegenteilige Rechtsauffassung zu den formaljuristischen Anforderungenzu haben, die für eine Satzungsänderung im Vereinsregister vonnöten sind, als der DSB Rechtsberater. Dies kann er dem Kongreß am Wochenende vortragen und dann sicherlich fundiert und rechtssicher begründen. Sollte der DSJ-Antrag satzungsgemäß sein, so kann er dann sicherlich auch dem Kongreß dafür entsprechende Garantien abgeben. Als Außenstehender, der sich eigentlich nur über die langanhaltende, tendenziöse Berichterstattung auf dieser Seite aufregt, kann ich dem DSJ-Rechtsberater nicht “jetzt schon einfach zuhören” (so wie Sie es vorschlagen), da… Weiterlesen »

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Als Außenstehender mit gesunden Menschenverstand kann ich es nicht für gut halten, dass man sich über RA unterhält.
Da läuft doch etwas grundsätzlich schief.
Selbst das einfache Zusammenstellen von Kongressunterlagen funktioniert nicht ohne eklatante Fehler.

Bernd Schneider
Bernd Schneider
1 Jahr zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Wir sind uns absolut einig. Als Außenstehende können wir es beide “nicht für gut halten, dass man sich über RA unterhält”. In der Tat läuft da grundsätzlich etwas schief, in der Berichterstattung auf dieser Seite. Ich zitiere aus obenstehendem Artikel wörtlich: “…Sehen wir tatsächlich Dilettantismus – oder Manipulation? Ist Strobl aus eigenem Antrieb unterwegs, meint er, was er mitteilt, oder ist sein Vorstoß ein weiterer gesteuerter Winkelzug, den DSJ e.V. zu verhindern?” Herr Schormann schreibt bezugnehmend auf den RA Strobl / zugleich Rechtsberater des DSB von: Diletantismus, Manipulation, gesteuertem Winkelzug. Nein, so sollte man in der Tat nicht über einen… Weiterlesen »

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Das sehe ich anders.
Natürlich darf man Fragen stellen.
Wie konnte die Situation entstehen, dass man solche Fragen stellen kann?
Wie kann es sein, dass Unterlagen verändert werden?
In jedem Kleinverein läuft das besser, da wird einfach das Original beigelegt.
Warum schafft man das nicht auf Bundesebene?
Wozu bezahlen wir den Geschäftsführer mit unseren Beiträgen, wenn dabei solche Sachen rauskommen?

Balduin
Balduin
1 Jahr zuvor

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Last edited 1 Jahr zuvor by Balduin
Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Die Sache ist überhaupt nicht knifflig, dazu braucht es nur gesunden Menschenverstand.
Und was ist das ein Umgang, da bekämpft man sich bis zum geht nicht mehr.
Das kann doch gar nicht funktionieren.
Offensichtlich ist da an vielen Stellen der gesunde Menschenverstand verloren gegangen. Selbst das einfache Zusammenstellen von Kongressunterlagen funktioniert nicht ohne eklatante Fehler.
Erschreckend hoch ist auch die Zahl derer, die das nicht kritisieren.

acepoint
acepoint
1 Jahr zuvor

Es ist echt erstaunlich und statistisch nicht zu erklären, wie extrem ausgeglichen – man könnte auch sagen: konträr – hier die Bewertungen bei bzw. Meinungen zu den TLK, und nicht nur da sogar im hohen 20er-Bereich sind: 29-29, 27-27 22-22, 21-21…

Selbst das sachlichste Zusammentragen von Fakten (z.B. Tullius) und im Gegensatz dazu eine pure Polemik erfahren jeweils Gleichstand auf den Punkt genau. Man könnte fast meinen, dass da entweder «Armeen» aktiviert werden oder ein Troll sein Unwesen treibt.

Balduin
Balduin
1 Jahr zuvor
Reply to  acepoint

Es könnten aber auch einfach nur Bots sein, die die Seite scannen und jeden Link verfolgen, auch die Votinglinks. Auf den Schwachsinn mit den Votes würde ich an deiner Stelle nix geben.

acepoint
acepoint
1 Jahr zuvor

Ehrlich? Auch in den anderen, teils «unverfänglichen» Artikeln von Dir? Oh man, wie krank muss man sein…

uwontlose
uwontlose
1 Jahr zuvor

Als Laie habe ich nach mehrfachem Lesen der Satzung folgende Ansicht: Die Deutsche Schachjugend ist eine “bundesweit tätige sonstige gemeinnützige Schachorganisation” und erfüllt alle Voraussetzungen und ist somit eine “Mitgliedsorganisation” und darf damit Anträge stellen (§ 18 Anträge). Wahrscheinlich liege ich mit meiner Ansicht allerdings völlig falsch, freue mich also besonders auf Widerspruch. Ach, und noch eine Frage, da auf die Schnelle nicht gefunden: Gibt es schon einen konkreten Termin für den 2021er Bundeskongress und wenn ja, sind bis dahin weniger als 6 Monate? Wäre bei Scheitern des morgigen ausserordentlichen Kongresses noch genügend Zeit für Beantragen eines weiteren ausserordentlichen Kongress????.… Weiterlesen »

Werner Berger
Werner Berger
1 Jahr zuvor
Reply to  uwontlose

Sie liegen in der Tat völlig falsch. Die Deutsche Schachjugend ist keine Mitgliedsorganisation im Sinne der §§ 4 Abs. 1 Nr. 1, 18 Abs. 1 S. 1 der DSB-Satzung.

uwontlose
uwontlose
1 Jahr zuvor
Reply to  Werner Berger

Danke für die schnelle Antwort, bekommt einen Daumen hoch.
Ich kann aber leider mit Ihrer Angabe §§ 4 Abs. 1 Nr. 1, 18 Abs. 1 S. 1 nichts anfangen- um genau zu sein, mit “18″. Können Sie oder jemand anders bitte den genauen Wortlaut zitieren (und ggf. die Quelle-ich schaue hier- https://www.schachbund.de/downloads.html?file=files/dsb/ordnung/Satzung_20190601.pdf&cid=11684).
Dankeschön.

uwontlose
uwontlose
1 Jahr zuvor
Reply to  Werner Berger

sehr geehrter Schachfreund Berger, jetzt bin ich wach und verstehe: Zwei Paragraphen sind zusammengefasst durch doppeltes “$”. § 4 Abs. 1 Nr. 1 und $18 Abs. 1 S. 1 der DSB-Satzung.Dankeschön nochmals.
Juriestisch ist die Aussage “im Sinne von” Paragraph xyz aber so eine Sache, oder??
An alle:Sind die Begriffe “Schachorganisation” und “sonstige Schachorganisation” juristisch genau definiert, so daß sie nicht auf die DSJ zutreffen?

trackback

[…] dass das Verhindern unliebsamer Anträge mit redaktionellen Bearbeitungen und juristischen Winkelzügen nicht als Prinzip etabliert werden, sondern ein Ausrutscher gewesen sein […]

trackback

[…] „Nachgelagerte Gespräche“ in Gremien seien erforderlich, heißt es im Beamtendeutsch, wenn etwas möglichst klein- und totgeredet werden soll. Genau so steht es zur digitalen Mitgliedschaft jetzt bei DSB wie DSJ ganz unten auf der gemeinsamen Agenda. Bezeichnend: Ganz oben auf dieser Agenda steht der Bundesnichtbefasser. […]

Werner Berger
Werner Berger
1 Jahr zuvor

“Ist Strobl aus eigenem Antrieb unterwegs, meint er, was er mitteilt, oder ist sein Vorstoß ein weiterer gesteuerter Winkelzug, den DSJ e.V. zu verhindern?”

Werter Herr Schormann, da Unterstellungen wie diese fortwährend Bestandteil Ihrer Veröffentlichungen sind, sollten Sie sich nicht darüber wundern, dass Sie auf Anfragen an die “Schachverwaltung” keine Antwort bekommen.

Daniel Hendrich
Daniel Hendrich
1 Jahr zuvor

Genau…. wenn man davon ausgeht, dass Sie „die Leute“ sind.

Daniel Hendrich
Daniel Hendrich
1 Jahr zuvor
Reply to  Werner Berger

Sehr gut formuliert Herr Berger!
In der Regel bekommz jeder das, was er verdient. Und Herr Schormann verdient auf seine unsägliche Hetzkampagne gegen den DSB am besten gar keine Antwort.

Der Tiger von Meppen
Der Tiger von Meppen
1 Jahr zuvor

Die Perlen sind nicht das Pflichtorgan des Deutschen Schachbundes. Man muss hier also nicht mitlesen, und erst recht nicht kommentieren! 😉

Ansonsten muss ich mich beschweren, es fehlt der Satz: eine Anfrage an den Pressereferenten blieb leider bis zum Erscheinen des Artikels unbeantwortet.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Ich verweise auf den Plan B: Die DSJ e. V. wird außerhalb des DSB gegründet. Dazu braucht man zunächst nur 7 Mitglieder, eine Satzung, eine Gründungsversammlung und schon kann man den Eintrag ins Vereinsregister beantragen. Das ist also nicht besonders schwer, zumal die Vorarbeit schon geleistet wurde. Der geht immer und ist vom DSB vollkommen unabhängig. Unabhängig davon muss man sich mittlerweile Gedanken machen. Als offizielles Mitglied bei einem Schachverein ist man ja auch automatisch Mitglied beim DSB. Kann man diese Mitgliedschaft noch mit dem Gewissen vereinbaren, wenn das jetzt so gehandhabt wird, wie es angedeutet wurde? Der Antrag kommt… Weiterlesen »

Falco
Falco
1 Jahr zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Niemand wird einen DSJ e.V. außerhalb des DSB gründen. Das stand nie zur Debatte, würde keine Probleme lösen, aber viele neue schaffen. Wenn das Votum beim Bundeskongress gegen die e.V.-Umgründung und für die DSB-Alternativanträge ausfällt, wird der DSJ-Vorstand das akzeptieren — und größtenteils zurücktreten, vermute ich einmal. Und ehe dieser angekündigte Rücktritt jetzt wieder als Drohgebärde umgedeutet wird: Durch die Kündigung des DSJ-Geschäftsführers hat sich die Arbeit der DSJ-Vorstandsmitglieder bereits wesentlich geändert, durch die DSB-Anträge würde das nochmal weitergehen. Wenn dann manch Ehrenamtliche:r zur Erkenntnis kommt, dass sie/er in dieser Konstellation gar nicht erst für das Vorstandsamt kandidiert hätte, ist… Weiterlesen »

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Falco

Das würde ich so laut nicht sagen (Niemand wird einen DSJ e.V. außerhalb des DSB gründen.), ich hatte ja geschrieben wie einfach das geht.
Und natürlich verstehe ich die DSJ-Funktionäre vollkommen, wenn man unter diesen DSB-Bedingungen nicht arbeiten will.
Von daher bin ich gespannt, wie die Landesverbände morgen abstimmen werden und ob die tatsächlich die Selbstzerlegung des DSB beschließen werden, in dem man alle DSJ-Anträge ablehnt.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Falco

Zur Aussage “würde keine Probleme lösen, aber viele neue schaffen”
Noch mehr Probleme wie jetzt geht wohl kaum noch.
Aber mal sehen, ob sich der DSB morgen selbst zerlegt. Dann gibt es natürlich noch mehr Probleme.

Maximilian Rützler
Maximilian Rützler
1 Jahr zuvor
Reply to  Klaus Zachmann

Naja ein wesentliches Problem würde darin bestehen, dass der DSB per Recht dazu verpflichtet ist eine eigenständige Jugendorganisation zu haben. Würde sich jetzt die DSJ als e.V. völlig vom DSB abspalten, würde es ab diesem Zeitpunkt zwei Jugendschachorganisationen in Deutschland geben und die Probleme die damit einhergehen sind kaum greifbar.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Ich sehe da kein einziges Problem.
Und eine komplett eigenständige DSJ muss sich auch nicht um irgendwelche Probleme eines anderen Vereins kümmern.
Und der DSB muss auch keine Jugendorganisation haben. Das ist kompletter Unsinn.

Klaus Zachmann
Klaus Zachmann
1 Jahr zuvor

Der Antrag auf Nichtbefassung wurde mit überwältigender Mehrheit abgeschmettert.