Lara Schulze!

Konnten wir jemals die Geschicke der deutschen Nationalmannschaft tagesaktuell aus Spielersicht verfolgen? Wahrscheinlich ist es eine Premiere, was Lara Schulze den Schachfans anlässlich der Online-Olympiade anbietet. Auf dem Blog ihrer Website lässt uns die 18-Jährige nachvollziehen, was auf den virtuellen Brettern passiert.

Das Turnier begann mit drei Erfolgsmeldungen. Drei Siege zum Auftakt der Vorrunde, zu denen Lara Schulze am ersten Frauenbrett ihren Teil beitrug (Elisabeth Pähtz setzte zum Auftakt aus). Gegnerinnen mit bemerkenswerten Geschichten saßen ihr gegenüber, allen voran diese:

Rani Hamid. | Foto: jurubdl.blogspot.com

Rani Hamid ist die Königin des Schachs in Bangladesch. Seit 1984 hat sie an jeder Schacholympiade teilgenommen. Nun lässt die 76-Jährige auch die Online-Variante des großen Nationenvergleichs nicht aus. Gegen Lara Schulze hatte sie allerdings nach einem thematischen, fürs Lehrbuch geeigneten Durchbruch der Deutschen das Nachsehen, mehr dazu auf Laras Website.

Die Deutschen spielen gemeinsam von Magdeburg aus, wo in diesen Tagen der Schachgipfel beginnt. Nur Lara Schulze und Dennis Wagner sitzen daheim am Computer. Zum Auftakt der spielschwächsten Gruppen hatte es eine Handvoll Cheating-Fälle gegeben, nun stehen über einigen Matches technische Fragezeichen.

Nicht für die deutsche Mannschaft. Lara Schulze meldet, alles sei reibungslos gelaufen. Den höchsten Sieg, 5:1, feierten die Deutschen gegen die Philippinen. Am Juniorenbrett ließ Ex-U16-Weltmeister Roven Vogel den Ehrentreffer der Gegner zu.

Vogel, Roven (2506) – Quizon, Daniel (2164)

Roven Vogel hatte einen Bauern mehr, bekam ihn aber nicht recht ans Laufen, weil er sich hartnäckigen Gegenspiels des Schwarzen erwehren musste. Mit Le4? dachte er, die Lage konsolidiert zu haben – hatte aber etwas übersehen.

Schwarz zieht und gewinnt.
(Du willst lösen? Klicks aufs Brett.)

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