Keymers Plan: erst Abi, dann ein paar Schach-Jahre, dann mal gucken

Er hat die Gabe und das Potenzial, aber niemand weiß, wie weit ihn das tragen wird. Vincent Keymer fällt nicht nur mit außergewöhnlichen Zügen auf dem Brett auf, auch mit einer außergewöhnlich abgeklärten Sicht auf seine Perspektive.

Vielleicht wird er ein Top-50-Spieler, vielleicht ein Top-10-Spieler, vielleicht mehr. Viele Fragesteller haben schon vergeblich versucht, ihm eine Ansage in Sachen Weltmeistertitel zu entlocken. Als Keymer unlängst in Biel potenzielle Carlsen-Nachfolger aufzählen sollte, nannte er die Namen all der anderen Wunderknaben seiner Generation, seinen eigenen nicht:

Es ist eben noch nicht abzusehen, bis wohin sein schachlicher Aufstieg führen wird, und die Zahl der Mitbewerber erscheint größer als in jeder Generation vor ihm. Sicher ist, Vincent Keymer liebt das Spiel, und er setzt auf die Karte Schach, mittelfristig zumindest. Wie er sich das vorstellt, hat er jetzt in einem Gespräch mit dem Sportinformationsdienst (SID) erstmals offenbart: Erst Abitur, dann ein paar Schach-Jahre, dann mal gucken.

Wir gucken gespannt zu.

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