Kein Online-Finale in der Bundesliga / Kniest: „Missverständnis“

Am Sonntag will die Schachbundesliga darüber entscheiden, wie sie die Saison beendet. Der jüngste Bericht im Solinger Tageblatt, der suggeriert, notfalls sei ein online bzw. hybrid ausgespieltes Saisonfinale denkbar, beruht laut Oliver Kniest, Vorsitzender der SG Solingen, auf einem Missverständnis. „Nach meinem Kenntnisstand geht es am Sonntag ausschließlich um die Optionen zentrales Abschlussevent oder Saisonverlängerung“, sagt Kniest.

Bei seinem Gespräch mit der Tageszeitung sei es in allererster Linie um Online-Schach gegangen, um die Bundesliga nur am Rande. Kniest hatte erwähnt, dass bei einer zentralen Schlussrunde (die wahrscheinlich in Karlsruhe gespielt würde) die Spieler notfalls am Bildschirm sitzen könnten, wenn behördliche Auflagen eine Begegnung am Brett unmöglich machen.

Die Anmerkung des Redakteurs, das Bildschirm-Modell sei auch ohne Reise nach Karlsruhe möglich, hat Kniest mit „Theoretisch ja“ beantwortet, aber das habe keinen Bezug zur aktuellen Bundesligasaison gehabt. Aus diesem Missverständnis sei dann in der Zeitung die Dachzeile „Bundesliga könnte an Bildschirmen zum Abschluss kommen“ sowie die entsprechende Passage im Text geworden.

Heimkämpfe für alle? Nicht dieses Jahr: Ob eine online ausgespielte Liga eine Notlösung wäre oder womöglich ökonomischer und besser vermarktbar als eine Liga mit reisenden Mannschaften, das müsste ausprobiert werden. Aktuell geht es laut Kniest erstmal um die Frage „zentrale Endrunde“ oder „Saisonverlängerung“.
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