“Millennium Masters Arena”: das Vorspiel auf Lichess

Das Vorspiel zu den German Masters beginnt am Freitag, 8. Dezember, um 19 Uhr auf Lichess. Bei der “Millennium German Masters Arena” winken unter anderem zwei Hauptpreise: Ein Millennium-Turnierbrett im Wert von 799 Euro, wie es beim Masters auf den Tischen steht, sowie eine (virtuelle) Begegnung mit Frederik Svane inklusive einer Trainingspartie gegen den 19-Jährigen, der jetzt bis auf den dritten Platz der deutschen Rangliste vorgerückt ist.

Allzu viel Zeit für Besuche des Christkindlmarkts wird Frederik Svane während seines Aufenthalts in Rosenheim vom 11. bis 19. Dezember wahrscheinlich nicht haben. | Fotos: Maria Emelianova/chess.com, Stefan Schweihofer

Das Münchner Unternehmen ist Sponsor und Ausstatter der beiden Turniere der besten deutschen Schachspielerinnen und Schachspieler. Daher sei die Lichess-Arena vor dem Masters-Auftakt am Montag, 11. Dezember, in Rosenheim dem wichtigsten deutschen Turnier gewidmet, teilt Millennium mit.

Die Teilnahme ist kostenlos. Einzige Bedingung ist die Mitgliedschaft in der Millennium-Lichess-Gruppe, der sich schon mehr als 10.000 Menschen angeschlossen haben. Das Turnier im Arena-Modus ist bis 22 Uhr angesetzt. Gespielt wird langsames Blitz bzw. schnelles Rapid, Bedenkzeit 8+0. Wer am E-Brett spielen möchte, kann das machen, aber auch eine “normale” Teilnahme mit der Maus in der Hand und dem Kopf vor dem Bildschirm ist möglich.

Die Siegerin oder der Sieger gewinnt das “Supreme Tournament“, das als edles Turnierbrett ebenso taugt wie als Trainingswerkzeug in Verbindung etwa mit ChessBase oder als E-Brett, um Online-Partien darauf zu spielen anstatt am Bildschirm. Im vergangenen Jahr hat Millennium auf den Supreme-Brettern eine Hybrid-Liga mit deutschen Vereinsteams organisiert, auch einen Benefiz-Wettkampf zwischen Berlin und Lwiw in der Westukraine. Eigens für dieses Match hatten die Münchner vier Supreme-Bretter in die Ukraine liefern lassen.

Exweltmeister Rustam Kasimdzhanov war der elostärkste Teilnehmer der Hybrid-Liga. Im Perlen-Gespräch berichtet er, wie es sich anfühlt, am Brett eine Turnierpartie gegen einen anderen Großmeister zu spielen, der sich nicht gegenüber, sondern 300 Kilometer entfernt befindet.

Der oder die Zweitplatzierte gewinnt 300 Euro, für Platz drei gibt es 100 Euro. Dem oder der Bestplatzierten aus einem deutschsprachigen Land winkt außerdem eine Begegnung mit und eine Partie gegen Frederik Svane. Der hat sich gerne zur Verfügung gestellt, aber angesichts der sportlichen Herausforderung in Rosenheim darum gebeten, die “Auszahlung” dieses Preises auf die Tage nach dem Masters zu verschieben.

Gut möglich also, dass sogar eine Trainingspartie gegen den Masters-Sieger zu gewinnen ist. Im vergangenen Jahr war der jüngere Svane-Bruder der Einzige, der mit dem Sieger Vincent Keymer (diesmal nicht am Start) Schritt hielt und bis zur letzten Runde die Chance wahrte, den Wettbewerb zu gewinnen.

Die Endgegner unter sich: Keymer vs. Svane, die Entscheidungspartie in der letzten Runde des German Masters 2022, nach der etwas ganz Erstaunliches passierte (“Play” drücken).

Nach Silber im Vorjahr wolle er jetzt “um den Sieg mitspielen”, sagte Frederik Svane den Lübecker Nachrichten. Mit seinem Bruder Rasmus wird Frederik am Samstag, 9. Dezember, in ihrer Heimatstadt Lübeck ein Simultan an 40 Brettern geben. Dann werden beide die Reise nach Rosenheim antreten, um dort im Wettbewerb unter anderem mit ihren Nationalmannschaftskollegen das klassische Turnierjahr abzuschließen.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags sind für die “Millennium Masters Arena” schon eine ganze Reihe Titelträger:innen angemeldet, darunter drei Großmeister. Unter den etlichen IM im Feld findet sich mit Georgios Souleidis Deutschlands größter Schach-YouTuber.

Zur Masters-Arena kommt ein Tipp- und Gewinnspiel. Wer Siegerin und Sieger der German Masters richtig tippt, hat die Chance, ein eOne oder einen von zwei 50-Euro-Gutscheinen für den Millennium-Shop zu gewinnen:

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Mulde
Mulde
6 Monate zuvor

Wie sagte schon der große Engländer (nein, nicht Howie Staunton, der übersetzte ihn nur): Viel Lärm um nichts. LiChess hat eine Menge Nachteile, aber der Leere-Taschen-DSB setzt ja schon seit Jahrzehnten auf dubiose elektr. Lösungen. Wie machen das denn andere? Frankreich, Schweden, Italien, …? Oder messen wir uns – auch gesamtstaatlich – eher an Andorra, Mali, Haiti?