Die Saison 2019-21 der Schachbundesliga soll im August zu Ende gespielt werden – wenn überhaupt. „Sollten wir das nicht schaffen, schaffen wir es gar nicht mehr“, sagte jetzt Bundesliga-Turnierleiter Jürgen Kohlstädt am Rande der Kader-Challenge in Magdeburg.
Geplant sei ein siebenrundiger Wettkampf in Berlin, um die noch offene Saison zu beenden. Diese sieben Runden sollten binnen fünf Tagen gespielt werden. Nach Möglichkeit soll auch die Frauenbundesliga integriert werden. Die Frauen hätten Interesse signalisiert, Teil der Veranstaltung zu sein, sagte Kohlstädt.

Sollte das Pandemiegeschehen eine Endrunde im August nicht möglich machen, „werden wir uns damit anfreunden müssen, dass irgendwann Schluss ist“, so Kohlstädt. Irgendwann sei der Punkt erreicht, an dem Bundesliga und die zweiten Bundesligen abgebrochen werden müssten.
Auf- und Abstiege würden dann womöglich anhand des jetzigen Tabellenstands vollzogen. „Etwas anderes fällt mir dazu nicht ein“, sagt Kohlstädt. Allerdings habe die Bundesspielkommission dieses Thema (inklusive der für die Bundesligen relevanten internationalen Reisesituation) noch gar nicht behandelt. Die Kommission gehe bis auf weiteres davon aus, dass im August gespielt werden kann.
Patrick Bittner, Vorsitzender des Deutschen Serienmeisters OSG Baden-Baden, geht davon eher nicht aus. „Ich bin skeptisch, ob die Endrunde überhaupt noch stattfindet“, sagte Bittner jetzt im Gespräch mit den Badischen Neuesten Nachrichten.
Muss es überhaupt Auf- und Absteiger geben, wenn die Saison abgebrochen werden muss? Ich finde, dann wäre die Annullierung der ganzen Saison bessert.
[…] Mitgliederversammlung beschlossen. Ein Abbruch der Saison, wie ihn unlängst Jürgen Kohlstädt angeregt hatte, steht offenbar nicht mehr zur […]