Marius’ erster GM-Skalp

Alexander Donchenko ist nach Live-Elo wieder die deutsche Nummer eins, er hat beim Open in Krakau mit seinem dritten Sieg in Folge Matthias Blübaum überholt. Normalerweise wäre das die Nachricht an dieser Stelle. Aber heute stellt Marius Deuer unsere beiden 2670-GM in den Schatten.

Donchenko vor Blübaum: Nach seinem schwer herausgekneteten Sieg in Runde drei beim Open in Krakau liegt Donchenko wieder knapp vorn. | Screenshot via 2700chess

Der 12-Jährige vom SC Weiße Dame Ulm hat, so weit wir das anhand der MegaBase beurteilen können, jetzt zum ersten Mal in einer Turnierpartie einen leibhaftigen Großmeister besiegt, den Ukrainer Petro Golubka. Der ist auch in deutschen Turniersälen kein Unbekannter. 2019 hat er (noch als IM Golubka) das Rhein-Main-Open in Bad Homburg gewonnen.

“Und dann auch noch mit Schwarz! Das Glücksgefühl war sehr groß”, teilt uns Marius’ Mutter Almut Steinbach mit, die ihren Sprössling zum Wettkampf nach Krakau begleitet hat.

Deuer steht jetzt bei 2/3 und darf sich in Runde vier auf ein weiteres schachliches Schwergewicht auf der anderen Seite des Brettes freuen. An der Tabellenspitze sind derweil nur noch zwei Spieler verlustpunktfrei: Alexander Donchenko und Mateusz Bartel, die einzigen beiden 2600er im Feld. Voraussichtlich werden diese beiden es am heutigen Mittwoch miteinander zu tun bekommen.

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