KugelBuch, ein 1900er

Großmeister Matthias Blübaum hat im Gespräch mit dieser Seite gesagt: “Ziel ist immer der nächste Hunderter.” Was für die deutsche Nummer eins gilt, gilt auch für den Ottonormalschachspieler. KugelBuch, der Inbegriff des Ottonormalschachspielers, hatte sich auf seiner schachlichen Entdeckungsreise ebenfalls den nächsten Hunderter zum Ziel gesetzt: 1900 beim Lichess Rapid erreichen. Das hat er jetzt geschafft.

Eigentlich ist es dieser Seite keine Notiz wert, wenn ein durchschnittlich begabter Schachspieler ein Online-Rating erreicht, das vielleicht einer DWZ von 1600 entspricht, also etwa der eines durchschnittlichen Vereinsspielers. Nur ist Kugelbuch eben mehr als. Wahrscheinlich gibt es keinen anderen Spieler, an dessen schachlicher Entdeckungsreise mehr Fans Anteil nehmen. Und darum soll hier die entscheidende Partie dokumentiert sein, die Begegnung, die aus dem 1800er einen 1900er machte:

Warum so viele Menschen KugelBuch beim Schachspielen zuschauen, hat unser Autor Franz-Jürgen Schell in seinem lesenswerten KugelBuch-Porträt erklärt:

“Er ist der Typ von nebenan, der Normalo, das Gegenteil jegliches Elitären, das dem Schach, wenn wir ehrlich sind, manchmal anhaftet. KugelBuch ist weder ein Wunderkind noch ein herausragendes Talent oder ein jahrelang gereifter Meister. Aber der Boy Next Door ist authentisch: ein Simplizissimus des 21. Jahrhunderts, ein Jedermann, der hinauszieht in die Welt der 64 Felder, sie ohne Verein oder Trainer entdecken will und neugierig ist, wie weit ihn sein Ehrgeiz und sein starkes Selbstvertrauen tragen.”

Jetzt hat ihn sein Ehrgeiz über 1900 getragen. Wir melden uns an dieser Stelle wieder, sobald die “2” vorne steht.

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