Carlsen vs. Kasparov: Revanche missglückt

Auf dem Brett war nichts los. Aber immerhin gab es abseits davon einen kleinen Schlagabtausch. Nachdem Garry Kasparov seine Partie gegen Magnus Carlsen gerettet hatte, zeigte er ein Abspiel und sagte: „So hätte er spielen müssen, ich hätte sofort aufgegeben.“ „Das wäre ziemlich dumm gewesen“, entgegnete Carlsen – und zeigte, wie Kasparov weiteren Widerstand hätte leisten können.

Die Revanche für die 16 Jahre zuvor erlittene Niederlage ist Carlsen missglückt. Beim Schach960-Turnier ins Saint Louis trafen die beiden schon in der zweiten Runde aufeinander, beide mit einem Auftaktsieg im Rücken. Speziell Kasparovs Erfolg gegen das 40 Jahre jüngere Supertalent Alireza Firouzja ließ auf einen großen Kampf hoffen.

Kasparov unterlief gleich zu Beginn eine Ungenauigkeit, der schematische Entwicklungszug 5.Sc3, als mit 5.Dc2 ein wenig Finesse gefragt war. Von seinem Fehler frustriert, versuchte der Russe sogleich, die Luft aus der dem angenommenen Damengambit verwandten Stellung zu lassen. Doch das führte letztlich zu einem angenehmen Endspiel für den Weltmeister – das dieser verdarb.

Bericht vom ersten Tag des 960-Turniers mit Stimmen der Spieler und kommentierten Partien:

Der Wendepunkt: Kasparov zieht Te3 und ist wieder in der Partie, Carlsen ärgert sich.
3.7 3 votes
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments