Meier unterliegt Firouzja beim Banter Blitz – kommt jetzt das Traumfinale?

Das Feld fürs Traumfinale ist bereitet. Einen Widersacher müssen Magnus Carlsen und Alireza Firouzja noch aus dem Weg räumen, dann treffen sie im Endspiel des Banter-Blitz-Cups aufeinander. Und das wird knapp. Was Magnus Carlsen seinem jungen Kontrahenten schachlich noch voraus haben mag, das gleicht dieser durch Virtuosität (oder ist es Rasanz?) bei der Bedenkzeiteinteilung aus.

Davon weiß seit neuestem Georg Meier zu berichten. Der hatte im Achtelfinale des Turniers immerhin die Nummer 15 der Welt ausgeschaltet, Jan-Krzysztof Duda. Im Viertelfinale traf er auf Alireza Firouzja. Als gefürchteter „Regular“ in den Turnieren bei chess.com kennt Meier Firouzja seit langem. Der Deutsche erinnert sich heute an die Anfänge des kommenden Superstars: „Alireza war vielleicht 13, als wir die ersten Male gespielt haben. Damals war er ein Talent, dem es gelegentlich gelang, mir eine Partie abzunehmen.“

Heute sind die Vorzeichen andere. Firouzja hatte sich durchs Feld gefräst, unter anderem den deutschen Nationalspieler Matthias Blübaum mit 9:1 aus dem Turnier gekegelt. Meier erging es nicht viel besser: 2,5:8,5 hieß es am Ende, aber diese 2,5 Punkte waren mehr, als jeder Gegner bis dahin abstauben konnte. Und die Partien hatten so gar nicht nach 2,5:8,5 ausgesehen, im Gegenteil. Wäre nach 40 Zügen abgebrochen und abgeschätzt worden, Meier hätte das Match womöglich gewonnen. Nur wurde halt weitergespielt, bis die Klappe fiel, und das war in aller Regel die des Deutschen.

Carlsen und Firouzja können es übrigens kaum abwarten. Auf Lichess duellieren sich die beiden beinahe täglich im Bullet. Firouzja darf für sich in Anspruch nehmen, einer der ganz wenigen (der einzige) Spieler auf dem Planeten Erde zu sein, der im Ein-Minuten-Schach eine positive Bilanz gegen den Champion hat.

Die beiden zocken so viel, man kommt kaum mit: Der aktuelle Stand bei Erscheinen dieses Beitrags ist 101:96 zugunsten des Iraners, mag aber auch längst überholt sein.
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chesshans
chesshans
1 Monat zuvor

Interessanterweise spielt Alireza Firouzja zumindest auf lichess noch unter iranischer Flagge.
In dieser Woche gab es dann noch ein episches über 4-Stunden dauerndes Bulletmatch der beiden auf 100 Gewinnpartien. Auch hier hatte der jüngere der beiden die Nase vorn. Man darf gespannt sein, ob das bei 3+0 im Banter Blitzcup auch der Fall sein wird. Allerdings muss Alireza noch das Halbfinale überstehen… Formsache?