“Nicht zu kompensieren”: Innenministerium streicht DSB-Fördermittel

Das für den Sport zuständige Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) hat dem Deutschen Schachbund alle Zuschüsse für die Teilnahme deutscher Kaderspieler und -spielerinnen am WM-Zyklus und Europameisterschaften im Jahr 2023 gestrichen. Betroffen sind auch internationale Jugendturniere. Abhängig davon, welche Turniere das Ministerium in den kommenden Monaten als förderwürdig einstuft, könnte dieses Jahr im Vergleich zu 2022 ein mittlerer fünfstelliger Betrag wegbrechen. Die Spielerinnen und Spieler müssten ihn selbst aufbringen.

Hintergrund ist die Teilnahme von Russen und Weißrussen an den genannten Wettbewerben. Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine vertritt das BMI die Position, Russland und Belarus vertretende Athletinnen und Athleten sollten von internationalen Sportgroßereignissen ausgeschlossen werden. “Alle internationalen Sportverbände stehen aus Sicht des BMI in der Verantwortung, sich einheitlich und eindeutig gegen Putins Angriffskrieg zu stellen”, sagte eine BMI-Sprecherin unlängst dem Sport-Informationsdienst (sid), als sich ein Konflikt der Position des deutschen Ministeriums mit der des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) abzeichnete. Das IOC plant, die Wiedereingliederung von Russen und Weißrussen zu prüfen.

Im europäischen Vergleich benachteiligt: Vor DSB-Sportdirektor Kevin Högy hat sich zum Jahresbeginn eine internationale Baustelle aufgetan. | Foto: Paul Meyer-Dunker/DSB

Das BMI hält diesen Plan für “nicht nachvollziehbar”. Es versagt weiterhin deutschen Sportlern die Förderung für internationale Wettkämpfe, an denen Russen/Weißrussen teilnehmen. “In Einzelfällen” seien Ausnahmen möglich.

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Im europäischen Vergleich sind die deutschen Spitzenspieler jetzt benachteiligt. Andere europäische Verbände befürchten nach einer Mitteilung des DSB keine Sanktionen daheim, wenn sie ihre Spieler zu internationalen Meisterschaften entsenden, an denen Russen/Weißrussen teilnehmen. Vor diesem Hintergrund ist im November 2022 ein Vorstoß des deutschen Verbands gescheitert, Russen/Weißrussen auszuschließen. Dieser deutsche Vorschlag lief einem Beschluss der Versammlung des Europäischen Schachverbands (ECU) zuwider, Russen/Weißrussen unter neutraler Flagge mitspielen zu lassen.

Der DSB-Delegierte Marcus Fenner (links) und der englische Delegierte Malcolm Pein (vorne) bei der ECU-Versammlung im Juli 2022, die beschloss, Russen und Weißrussen unter neutraler Flagge zuzulassen. | Foto: ECU

Der DSB hatte sich gleichwohl an 15 europäische Verbände gewandt und angeregt, russische und weißrussische Spieler von den Europameisterschaften 2023 auszuschließen. “Die Schachverbände aus Tschechien, Italien, Frankreich, Litauen, Spanien, Österreich und den Niederlanden teilten uns jedoch mit, dass sowohl die nationale Politik als auch die nationalen Sportdachverbände (vergleichbar mit dem DOSB in Deutschland) kein Problem in der Teilnahme von Russen/Belarusen an europäischen Meisterschaften sehen”, schreibt der DSB auf Anfrage dieser Seite. Lediglich der Schachverband der Ukraine habe den deutschen Vorschlag unterstützt.

Nicht nur im Schach, sportartenübergreifend seien deutsche Athleten gegenüber ihren europäischen Kollegen aufgrund der BMI-Position schlecher gestellt. “Wir würden uns eine einheitliche europäische Regelung wünschen”, so der DSB.

Bislang hat der Deutsche Schachbund seinen Kaderspielerinnen und -spielern bei Europameisterschaften oder Turnieren des WM-Zyklus einen großen Teil der Kosten bezahlt. Als Fördergeld kam ein Teil dieser Mittel bislang über das Ministerium zum DSB zurück. Diese Erstattung bricht nun weg. Den Wegfall zum kompensieren, die Kosten aus Eigenmitteln zu tragen, sei “zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich”, teilt der DSB mit.

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Der Deutsche Schachbund ist nach eigenen Angaben weiterhin bemüht, doch noch eine Bewilligung der Fördermittel zu erwirken. Im Schulterschluss mit dem Verein “Athleten Deutschland”, dem Deutschen Olympischen Sportbund sowie nichtolympischen Vertretern solle der Kontakt zum BMI aufgenommen werden. “Wir befinden uns weiterhin in Gesprächen mit allen genannten Parteien.” Eine Anfrage dieser Seite beim BMI zur Verbindlichkeit der Regelung ist bislang unbeantwortet.

Mit 1000 Euro unterstützte der DSB bislang die Teilnahme von A-Kader-Spielern an der Europameisterschaft. Leider kann nicht jeder den Titel und ein erkleckliches fünfstelliges Preisgeld holen, wie es 2022 Matthias Blübaum in seinem ersten Jahr als Schachprofi gelang.

Nach der unlängst erfolgten Sabotage des DSB-Kongresses an der Deutschen Meisterschaft, die unter anderem deutsche Großmeister im internationalen Kampf um einen Platz im Kandidatenturnier benachteiligt, beginnt das neue Jahr nun mit einem weiteren Nackenschlag für heimische Spitzenspielerinnen und -spieler, der auch Nachwuchskräfte betrifft. Das erste Turnier des neuen Jahres, bei dem die gestrichene Förderung relevant ist, wird der (hinsichtlich Reisekosten übersichtliche) Frauen-Grand-Prix ab dem 1. Februar in München sein. Dort werden Dinara Wagner und Elisabeth Pähtz teilnehmen.

Betroffen ist auch der World Cup ab dem 29. Juli, dessen Austragungsort noch nicht feststeht. Bislang sind Daniel Fridman, Niclas Huschenbeth, Rasmus Svane, Vincent Keymer und Europameister Matthias Blübaum qualifiziert. Diesem Quintett und möglichen weiteren Qualifikanten von der (ebenfalls betroffenen) Europameisterschaft im März droht ein Terminkonflikt. Der Schachgipfel mit dem unverändert “Masters” genannten Turnier der besten deutschen Spielerinnen und Spieler, angesetzt bis zum 30. Juli, überschneidet sich mit der WM-Qualifikation.

Die Schachfreunde (von links) Huschenbeth, Svane, Keymer, Blübaum und Fridman sind schon für den World Cup 2023 qualifiziert. Die Kosten für die Teilnahme werden sie voraussichtlich selbst schultern müssen.
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kumagoro
kumagoro
27 Tage zuvor

für mich ein totaler Fail des DSB in Sachen Lobbyismus. Aber sie nannten ja auch Vincents 2.Platz bei der WM “knapp verpasst” statt “Sensation”.
Wenn sogar die Einschätzung von solchen Erfolgen dermassen versaut ist, wie schlecht muss dann das Selfmarketing insgesamt sein?

Last edited 27 Tage zuvor by kumagoro
Joschi
Joschi
27 Tage zuvor

Natürlich ist es nicht gut, wenn Förderungen wegfallen. Allerdings: Preisgelder fließen ja auch in die eigene Tasche. Rechnet mal nach, wieviel Vincent Keymer im letzten Jahr an Preisgeld verdient hat! Warum sollen Steuerzahler seine Spesen übernehmen? Warum bekommt Blübaum neben einem fünfstelligen Preisgeld noch zusätzlich € 1000 an Spesenersatz? – Ein Zurückzahlen des Betrags nach dem Gewinn wäre hinterher fair gewesen … Ich vergönne beiden ihren Erfolg. Aber Steuergeld zusätzlich, ist das wirklich notwendig? Das Fördersystem funktioniert im Sport nicht. Bestes Beispiel: Fußball. Die UEFA-Gelder fließen nicht in Infrastruktur, sondern haben die Gehälter und Ablösesummen der in derCL-spielenden Clubs explodieren… Weiterlesen »

Ludger Keitlinghaus
Ludger Keitlinghaus
24 Tage zuvor
Reply to  Joschi

Hab mal den Daumen nach oben gedrückt. Allerdings ist es m.E. schon so, dass wenn Steuergeld bundesdeutsch breitflächig verteilt wird, das Schachspiel aus verschiedenen Gründen Förderung verdient hat. Dort ist ja auch mit vglw. wenig Geld (oder Steuergeld – selbstverständlich ist es aus liberal-demokratischer Sicht problematisch Steuergeld so in die Hand zu nehmen) sehr viel zu machen, oder? — Dann gibt es ja noch die Repräsentanz von (auch : bundesdeutschen) Sportlern, die ja ohnehin, quasi per Staatsauftrag, zu unterstützen ist. Vincent Kaymer ist sicherlich ein außergewöhnliches Talent, aber jedem, der sich dem Spitzenschach (!) professionell widmet, könnte m.E. ein wenig… Weiterlesen »

Ludger Keitlinghaus
Ludger Keitlinghaus
24 Tage zuvor

*
Vincent Keymer (hab mich verschrieben)

Micha
Micha
23 Tage zuvor

Wenn man einen Sport nicht fördern will, dann findet man immer Argumente. Die FIDE selbst lässt als verantwortlicher Weltverband des Schachs russische Spieler weiterhin am Spielbetrieb teilnehmen. Das ist seit fast einem Jahr so, also seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine, gängige und breit akzeptierte Praxis sowohl unter den Spielern als auch unter den nationalen Schachverbänden. Die russischen Spieler selbst haben sich längst klar von diesem Krieg distanziert. Warum also Spieler in Sippenhaft nehmen für etwas, was sie selbst ablehnen? Ein Boykott trifft nicht Putin und nicht Russland, sondern nur die Spieler selbst. Dass der Schachbund mit seiner Forderung… Weiterlesen »

Last edited 23 Tage zuvor by Micha
Kommentator
Kommentator
28 Tage zuvor

Einmal mehr agieren Deutsche gegen Deutsche, das Ausland lacht sich ins Fäustchen. Was können die deutschen Sportler dafür, dass die internationalen Organisationen Russen und Weißrussen nicht ausschließen wollen? Die deutscche Politik erhöht so die Chancen der genannten Nationen, auf dem Siegertreppchen zu stehen. Vielleicht ist das im SPD-geführten Innenministerium auch genau so gewollt.

Uwe Böhm
Uwe Böhm
27 Tage zuvor
Reply to  Kommentator

Das ist aber ziemlich kurz gedacht. In vielen Sportarten gibt es den Boykott nach wie vor. Das IOC denkt im Moment nicht daran, den aufzuheben. Im Fußball ist es nicht anders. Warum sollte Schach eine Ausnahme sein?

Daniel Hendrich
Daniel Hendrich
27 Tage zuvor
Reply to  Kommentator

Wie kann er es wagen? Wir leben immerhin im regierungsamtlich verkündeten besten, wokesten, grünsten, buntesten und überhaupt tollsten Deutschland aller Zeiten!

Chris
Chris
27 Tage zuvor
Reply to  Kommentator

Ich finde es eigentlich halbwegs konsequent. Wenn die nicht boykotiert werden, muss man sie eben boykottieren und der veranstalter fragt sich vielleicht welche Gruppe er da haben will?
Gerade falls noch jemand mitmacht.

Man muss es natürlich nicht machen, aber es folgt durchaus einer Logik und das Geld ist dann nicht weg sondern fließt dann zu anderen Sportarten.

CAPTN HIRNI
CAPTN HIRNI
27 Tage zuvor

Um den politisch Verantwortlichen etwas zu schmeicheln, sollte man vielleicht vorschlagen, dass ab sofort alle Spieler die Regenbogen-Armbinde tragen und die Steine von schwarz/weiß in blau/gelb zu ersetzen. Möglicherweise gibt es dann mehr Fördergelder als je zuvor.

Thomas Richter
Thomas Richter
27 Tage zuvor

Problematisch wird es im Nachwuchsbereich. Profis sind am ehesten bei der Europameisterschaft betroffen – kein “garantiertes Preisgeld” im Schweizer System. Beim Weltcup muss man zwar Reise- und Aufenthaltskosten selbst tragen, aber schon für Ausscheiden in der ersten Runde gibt es 3000$ Preis- oder Schmerzensgeld. Das sollte wohl Kosten für ein paar Tage vor Ort (über)kompensieren.In Runde 2 sind es bereits 6000$. Voraussichtlich sind Keymer, eventuell auch Bluebaum unter den elobesten 50, die für Runde 1 ein Bye bekommen – bei Bluebaum je nachdem, wie sich seine Elozahl bis zum Turnier entwickelt und wie viele Spieler mit höherer Elo nicht teilnehmen… Weiterlesen »

Chris
Chris
27 Tage zuvor
Reply to  Thomas Richter

Denke auch die Damen leiden drunteraber ja Vincent, Blübaum und co sollten das auch ohne schaffen und trotzdem Geld verdienen wenn auch weniger.

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
27 Tage zuvor

Wenn ich mir das Leitbild der Profi-Liga anschaue denke ich ist noch nichts verloren mit den finanziellen Zuschüssen für die Berufsfortbildung von Sport-Profis in einem Profi-Verband. Es kann ja nur im eigenen Interesse liegen Vorzeige-Spieler mit Titel in den eigenen Reihen zu haben und entsprechend zu fördern. Allein die Vermarktung von Titelträger oder Teilnahmen an großen Turnieren bringt doch einiges ein. Und das Investment fließt mehrfach zurück. Zitat Auszug Leitbild Quelle: Schachbundesliga -Die Förderung des Spitzensports durch den Schachbundesliga e.V. steht  im Einklang mit den leistungssportlichen Zielen des Deutschen Schachbunds, insbesondere mit Blick auf Auswahlmannschaften und internationale Wettkämpfe Förderung von… Weiterlesen »

Uwe Böhm
Uwe Böhm
27 Tage zuvor

Welcher Profiverband? Die Mitglieder des Schachbundesliga e.V. sind Vereine und keine Spieler. Die Zusammensetzung ändert sich durch Auf- und Abstieg jedes Jahr. Welcher Vorstandsposten ist wohl im Schachbundesliga e.V. seit Jahren unbesetzt? Das steht in der Satzung. “Der Vorstand im Sinne des § 26 BGB besteht aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten, dem Schatzmeister und dem Vorstand für Marketing und Vermarktung.” Noch nicht einmal die Namensrechte an der Bundesliga werden vermarktet.

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
27 Tage zuvor
Reply to  Uwe Böhm

Ironie nicht erkannt Eben die Liga entwickelt sich nicht, Vermarktung gleich 0. Da wäre so viel Potenzial drin. Die Herren Vorstand und Herren der BL-Vereine lehnen sich zurück und halten die Hand bei den Sponsoren auf. Selbst Kapital durch die Vermarktung zu generieren besteht kein Interesse. Wenn ich mir das Leitbild ansehe ein Witz. Auch die Mitglieder vom DSB sind Vereine. Daher ist die Einzelförderung der Nationalspieler schon ein Witz. Noch Witziger wird werden wenn noch zusätzlich eine 2.Mannschaft in der neuen 2.Bundesliga spielen darf. Dann hat der betroffene Verein 40-45 Profis unter Vertrag und Blockiert plätze. Und die können… Weiterlesen »

Thomas Richter
Thomas Richter
26 Tage zuvor

Was soll die Bundesliga bitteschön genau (anders) machen? Antrittsgelder ist bei jungen Spielern auch Nachwuchsförderung – Spieler mit GM-Titel bekommen das vermutlich, keine Ahnung wie es bei z.B. Leonardo Costa oder Marius Deuer ausschaut. Die Möglichkeit, regelmäßig gegen starke Gegner zu spielen, ist Nachwuchsförderung – das sind zwangsläufig auch Ausländer, sonst gäbe es nicht so viele starke Gegner. Vielleicht werden junge Spieler von ihren Vereinen auch anderweitig gefördert, z.B. Austausch oder Training mit starken Teamkollegen oder Ausrichtung von Normturnieren. Da kümmert sich jeder Verein natürlich vorrangig um seine eigenen Spieler – in der Bundesliga sind andere Vereine ja Konkurrenten (mehr… Weiterlesen »

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
26 Tage zuvor
Reply to  Thomas Richter

Der Nachwus darf dann antreten wenn der Abstieg -oder die Meisterschaft geklärt ist oder schwache Gegner zu erwarten sind. Welche Kollegen von den man was lernen kann sollten greifbar sein. Die Kollegen kennt sicher auch kein Vereinsmitglied. Die dürfen deshalb antreten weil sie eben um ein vielfaches weniger Kosten als die Herren GM aus der Welt. Insofern eine große Lüge des eigenes Leitbildes im Bezug auf Förderung. Wenn ich mir die Kader anschaue frage ich mich wer gefördert werden soll. Die Mitglieder der DFL (Fußball) sind auch Konkurrenten werden aber durch den Verband gemeinschaftlich vermarktet und die Gelder anteilmäßig verteilt… Weiterlesen »

Thomas Richter
Thomas Richter
24 Tage zuvor

Polemik und reines Gemecker ist vielleicht populärer als eine differenzierte Betrachtungsweise, ich versuche es trotzdem nochmal: Dass “der Nachwuchs” nur sporadisch antreten darf – am ehesten zu Saisonende wenn es um nichts mehr geht – stimmt schlicht und ergreifend nicht, bzw. nur für die unten (21 und 22) hinzugefügten Jugendbretter, wenn sie eben klar schwächer sind als der Rest des Teams. Die spielen dann tatsächlich nur bei Personalnot oder vielleicht zum Saisonende mal, das wussten sie selbst und das ist nachvollziehbar. Vielleicht auch, wenn sie sich im Saisonverlauf stark verbessern und damit konkurrenzfähig(er) werden. Das weiß man ja zu Saisonbeginn… Weiterlesen »

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
24 Tage zuvor
Reply to  Thomas Richter

Quelle: WIKIPEDIA “Erst 1999 war Kerkeling mit der Sat.1-Sendung Darüber lacht die Welt wieder im Fernsehen erfolgreich. Mit einem „Knopf im Ohr“ unterstützt von Schachmeisterin Elisabeth Pähtz spielte er verkleidet als iranischer Großmeister Mehdi Mikamahdav Simultanschach gegen die Schachspieler des FC Bayern München.” Nur als kleines Beispiel positiver Schachdarstellung. Habe ich nie vergessen und immer geschaut wie es um Frau Pähtz Karriere steht. Die Sendung “Wetten Dass” mit Kandidat IM Dr. Illner,Achim unvergessen. “Schach der Großmeister” mit Dr. Pfleger und Herrn V.Hort , fast ein muss diese Sendungen gesehen zu haben. Herr Hort unübertrefflich mit seinem Humor. Schach muss eben verpackt werden um interessant für die Öffentlichkeit zu… Weiterlesen »

Thomas Richter
Thomas Richter
24 Tage zuvor

Nun ja, Klamauk mit Hape Kerkeling oder ähnliches kann man von Bundesliga e.V. oder DSB nicht erwarten oder einfordern. Ob das heutzutage aktuell produziert noch als “positive Schachdarstellung” bezeichnet würde ist zumindest unklar – es sind ja quasi Witze über Cheating. Ja, Frau Paehtz ist in Medien sehr präsent – neben “Frau” spielt da (wenn man sich Links auf Wikipedia anschaut) auch “Ostdeutsche” eine gewisse Rolle. Keymer ist nun durchaus auch präsent – für dauerhafte Präsenz braucht es wohl weitere Erfolge, mehr als Frau Paehtz vorweisen kann: Keymers zweiter, und auch Bluebaums erster Platz bei Europameisterschaften bekam kaum Resonanz. Mein… Weiterlesen »

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
24 Tage zuvor
Reply to  Thomas Richter

Hi sind Sie mal mit Frau Pähtz aneinander geraten oder warum sind Sie auf die deutsche Schachikone so schlecht zu Sprechen. Es dreht sich nicht nur um Klamauk sondern um die Präsenz mit dem Thema Schach im TV. Nochmal abschließend zur Schachbundesliga. Gab es außerhalb der Schach-Portale die nicht jeder findet öffentliche Berichte(TV ?) über den deutschen Mannschaftsmeister. Von TV oder die Wahl Mannschaft des Jahres will ich gar nicht sprechen. Habe mir mal die Seite von der Bundesliga e.V und Bayern München angeschaut und fand Bilder über Mannschaftskämpfe. Außer zwei, drei offizielle habe ich sonst keine Menschenseele gesehen (Bilder)… Weiterlesen »

Thomas Richter
Thomas Richter
23 Tage zuvor

Ja, ich war mit Frau Paehtz aneinander geraten – Auslöser, dass sie sich über eine Kleinigkeit in einem Schachticker-Artikel furchtbar aufregte, Das ist durchaus bekannt, z.B. fragte mich ein Münchner Vereinskollege “bist Du der Thomas Richter?” (es gibt ja elf in der DWZ-Liste), ich bekam auch von mehreren Leuten privat Rückendeckung. Aber es spielt aus meiner Sicht keine entscheidende Rolle. Generell kann ich den Rummel um sie nicht ganz nachvollziehen, für mich ist sie keine “Schachikone”. Ich stehe auch dazu, dass sie die Anforderungen für den GM-Titel nicht komplett erfüllt hat. “Klamauk” war nicht negativ gemeint, nur “nicht jede(r) würde… Weiterlesen »

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
23 Tage zuvor
Reply to  Thomas Richter

Ja es hat sich einiges verändert ob es Vorteilhaft für unseren Sport ist muss jeder für sich beurteilen. Je nach Generation beurteilt man manche dinge eben anders. Dispute mit den einen oder anderen sind sicherlich dem normalen Leben geschuldet. Die ergeben sich einfach wenn man so lange im Geschäft ist. Ich habe hier nichts darüber gelesen und deshalb ahnungslos. Aber am Ende sollte die Sache stehen für unseren Schachsport und Kulturgut. Immerhin sollen 10 Millionen Bürger das Schachspiel und Regeln kennen. Durch Schulschach und Faszination Schach kann ich mir vorstellen das es mit den Jahren mehr werden und die heutigen… Weiterlesen »

Peter Kalkowski
Peter Kalkowski
26 Tage zuvor
Reply to  Thomas Richter

Das nächste halbherzige Profil ist die 2.Bundesliga, die Liga läuft unter dem DSB-Logo. Eindeutig werden auch diese Spieler in der Liga entlohnt. Hier muss eine Gesamtvermarktung unter einem Dach geschehen. Welcher außenstehende soll sich zurechtfinden in den Wust der Ligen. Die 1.Liga hat nicht mal einen Link auf die Portale der 2.Liga über. Gerade die 2,Liga wäre für den Breitensport interessant, da findet man auch einheimische Spieler aus der Region. Was sich aber mit der Neuordnung sicher noch stark ändert. Auf NRW-Ebene spielt ein Verein mit einer komplt. Mannschaft mit “Gastspielern” aus dem Nachbarland mit 3GM + 8 IM Insgesamt… Weiterlesen »

Ludger Keitlinghaus
Ludger Keitlinghaus
24 Tage zuvor

Schade, das Schachspiel, das ja auch vglw. kostenschonend ist, hat eine beträchtliche integrative Wirkung.

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[…] “Nicht zu kompensieren”: Innenministerium streicht DSB-Fördermittel […]

Matthias
Matthias
27 Tage zuvor

Zeitlich eine Antwort auf den Aufstieg eines deutschen Spielers in die Weltspitze, die das deutsche Beamtentum nicht besser beschreiben könnte. Es gab hier mal einen Artikel über ein in England lebendes indisches Talent, welches der englische Schachverband unbedingt halten will. Ich schrieb darauf: Vielleicht sollte der Spieler besser nach Indien gehen, da wird er wenigstens gefördert. In Indien würde Vincent Keymer sofort einen hochdotierten Sponsorenvertrag erhalten. In Deutschland werden Profischachspieler gefragt: und wovon leben Sie? Deshalb schrieb ich auch im Kommentar zu Vincents Vizeweltmeisterschaft sinngemäß: Hoffentlich erhält er hier nun die Förderung, die er benötigt und verdient. Die Antwort kam… Weiterlesen »

Julius
Julius
26 Tage zuvor

Deutsche unter deutscher Fahne sollten auf internationalen Turnieren eh nicht mehr zugelassen werden. Nach Merkels Geständnis, dass Minker Verträge nie wirklich eingehalten werden sollten und nur Schein waren – muss man Konsequenzen ziehen