Moskau 1925
Zitat von Conrad Schormann am 10. Juni 2024, 9:45 UhrZusammenfassung (AI):
Der Artikel "A Century of Chess: Moscow 1925" von Sam Kahn beleuchtet das bedeutende Schachturnier von 1925 in Moskau, das als eines der wichtigsten Turniere der Schachgeschichte gilt. Es war maßgeblich für die Entwicklung des sowjetischen Schachsystems, das in den folgenden Jahrzehnten dominierte.
Hintergrund und Kontext
Im Jahr 1925 versammelte das Turnier in Moskau elf internationale Meister, darunter berühmte Namen wie José Raúl Capablanca und Emanuel Lasker. Es war ein Beweis für die Fähigkeit der Sowjetunion, eine Veranstaltung von internationalem Rang zu organisieren und zu nutzen, um die Überlegenheit des sozialistischen Systems zu demonstrieren.
Organisation und Publikumsinteresse
Die Organisation des Turniers war ein großes Unterfangen für die sowjetischen Schachfunktionäre, angeführt von Nikolai Krylenko. Die Begeisterung der Zuschauer war enorm, so dass die Menschenmengen oft die Veranstaltungsorte überfüllten und den Verkehr in der Nähe des Spielsaals lahmlegten. Spieler wie Capablanca wurden wie Stars gefeiert, und die Atmosphäre war geprägt von Applaus und Begeisterung.
Hauptakteure und Ergebnisse
- Efim Bogoljubow: Der gebürtige Ukrainer, der in Deutschland lebte, kehrte für das Turnier in die Sowjetunion zurück und gewann überraschend den ersten Platz, was seine Karriere auf den Höhepunkt brachte. Dies stärkte das Ansehen der Sowjetunion als aufstrebende Schachmacht.
- Emanuel Lasker: Der ehemalige Weltmeister zeigte trotz seines Alters herausragende Leistungen und belegte den zweiten Platz, was erneut seine Klasse unter Beweis stellte.
- José Raúl Capablanca: Der amtierende Weltmeister hatte einen schwierigen Start und unterschätzte möglicherweise die Konkurrenz. Er belegte schließlich den dritten Platz, was für ihn eine Enttäuschung war.
- Carlos Torre: Das junge Talent aus Mexiko erlebte seinen Höhepunkt in diesem Turnier, konnte jedoch das hohe Niveau nicht durchgängig halten und landete auf dem fünften Platz.
Bedeutung und Vermächtnis
Das Turnier 1925 in Moskau markierte einen Wendepunkt im internationalen Schach. Es zeigte, dass die Sowjetunion in der Lage war, nicht nur einzelne starke Spieler hervorzubringen, sondern auch eine breite Basis talentierter Schachspieler zu entwickeln. Dies legte den Grundstein für die Dominanz des sowjetischen Schachs in den kommenden Jahrzehnten.
Zusammenfassung (AI):
Der Artikel "A Century of Chess: Moscow 1925" von Sam Kahn beleuchtet das bedeutende Schachturnier von 1925 in Moskau, das als eines der wichtigsten Turniere der Schachgeschichte gilt. Es war maßgeblich für die Entwicklung des sowjetischen Schachsystems, das in den folgenden Jahrzehnten dominierte.
Hintergrund und Kontext
Im Jahr 1925 versammelte das Turnier in Moskau elf internationale Meister, darunter berühmte Namen wie José Raúl Capablanca und Emanuel Lasker. Es war ein Beweis für die Fähigkeit der Sowjetunion, eine Veranstaltung von internationalem Rang zu organisieren und zu nutzen, um die Überlegenheit des sozialistischen Systems zu demonstrieren.
Organisation und Publikumsinteresse
Die Organisation des Turniers war ein großes Unterfangen für die sowjetischen Schachfunktionäre, angeführt von Nikolai Krylenko. Die Begeisterung der Zuschauer war enorm, so dass die Menschenmengen oft die Veranstaltungsorte überfüllten und den Verkehr in der Nähe des Spielsaals lahmlegten. Spieler wie Capablanca wurden wie Stars gefeiert, und die Atmosphäre war geprägt von Applaus und Begeisterung.
Hauptakteure und Ergebnisse
- Efim Bogoljubow: Der gebürtige Ukrainer, der in Deutschland lebte, kehrte für das Turnier in die Sowjetunion zurück und gewann überraschend den ersten Platz, was seine Karriere auf den Höhepunkt brachte. Dies stärkte das Ansehen der Sowjetunion als aufstrebende Schachmacht.
- Emanuel Lasker: Der ehemalige Weltmeister zeigte trotz seines Alters herausragende Leistungen und belegte den zweiten Platz, was erneut seine Klasse unter Beweis stellte.
- José Raúl Capablanca: Der amtierende Weltmeister hatte einen schwierigen Start und unterschätzte möglicherweise die Konkurrenz. Er belegte schließlich den dritten Platz, was für ihn eine Enttäuschung war.
- Carlos Torre: Das junge Talent aus Mexiko erlebte seinen Höhepunkt in diesem Turnier, konnte jedoch das hohe Niveau nicht durchgängig halten und landete auf dem fünften Platz.
Bedeutung und Vermächtnis
Das Turnier 1925 in Moskau markierte einen Wendepunkt im internationalen Schach. Es zeigte, dass die Sowjetunion in der Lage war, nicht nur einzelne starke Spieler hervorzubringen, sondern auch eine breite Basis talentierter Schachspieler zu entwickeln. Dies legte den Grundstein für die Dominanz des sowjetischen Schachs in den kommenden Jahrzehnten.
Zitat von Conrad Schormann am 14. April 2025, 13:25 UhrAls Moskau zur Schach-Hauptstadt wurde
Schach für alle – mitten in Moskau 1925
Basierend auf einem Beitrag von Frederic Friedel/Chessbase
Vor der Turnhalle in Moskau stehen sie dicht an dicht. Arbeiter, Studenten, Kinder. Alle warten, dass die Türen aufgehen. Drinnen sitzen die besten Schachspieler der Welt. Capablanca ist da, Lasker auch. Und Bogoljubow, der Außenseiter.
So beginnt das erste staatlich organisierte Schachturnier der Geschichte. Es ist ein Schachereignis, wie es die Welt noch nicht gesehen hat.
Politik trifft Schachbrett
Moskau 1925. Ein Schachturnier im Herzen der jungen Sowjetunion. Bezahlt vom Staat, geplant als Prestigeprojekt. Elf internationale Stars reisen an. Dazu zehn sowjetische Meister. Der Plan ist klar: Der Westen soll sehen, was der Osten kann.
Über allem steht Capablanca, der Weltmeister aus Kuba. Elegant, cool, fast unantastbar. Neben ihm Emanuel Lasker, der ewige Kämpfer, lange selbst Weltmeister. Und irgendwo dazwischen: Efim Bogoljubow. Deutscher Staatsbürger, aber geboren in der Ukraine, lange aktiv in Russland. Ein Spieler, den viele nicht auf der Rechnung haben.
Der Außenseiter rückt nach vorn
Es wird ein Turnier voller Geschichten.
Capablanca wankt. Schon früh verliert er gegen Außenseiter wie Ilyin-Genevsky und Verlinsky. Lasker bleibt stabil. Doch Bogoljubow wächst über sich hinaus. Runde für Runde sammelt er Punkte. Als es in die entscheidende Phase geht, liegt er vorne.
Scan von Edward Winter aus Tartakowers Shakhmatnaja pravda (Leningrad, 1926)
Das Duell: Capablanca gegen Bogoljubow
Dann kommt Runde 19.
Capablanca gegen Bogoljubow. Der Champion gegen den Herausforderer. Es ist vielleicht die berühmteste Partie des Turniers — und eine der am meisten diskutierten in der Schachgeschichte. Das schreibt Frederic Friedel in seinem Rückblick auf der Website von ChessBase, meiner Quelle für diese Geschichte.
Die Ausgangslage ist klar: Bogoljubow führt mit 14,5 Punkten. Lasker liegt zwei Punkte zurück. Capablanca muss gewinnen, um noch eine Chance auf den Turniersieg zu haben.
Doch es kommt anders.
Bogoljubow verteidigt sich zäh. Capablanca sucht sein Heil im Angriff, aber der Außenseiter hält dagegen. Am Ende steht eine wilde, hochkomplexe Stellung auf dem Brett. Diese Partie haben später viele kommentiert: Lasker, Alekhine, Euwe, Spielmann, Tartakower. Und immer wieder gibt es Streit: Wer stand besser? Wo lag der Fehler? Bis heute ist nichts endgültig geklärt.
Bogoljubow gewinnt. Und mit diesem Sieg ist das Turnier entschieden.
WerbungEin Sieg für die Geschichte
Er lässt sich nicht mehr einholen. Nach 21 Runden steht fest: Efim Bogoljubow hat Capablanca und Lasker hinter sich gelassen. Ein Triumph, der ihn endgültig in den Kreis der Weltklassespieler hebt.
Für Bogoljubow ist 1925 ein Ausnahmejahr. Er gewinnt auch die sowjetische Meisterschaft und wird Deutscher Meister. Damit ist er der einzige Spieler, der beide Titel im selben Jahr hält. Moskau 1925 macht ihn zur Schach-Legende.
Mehr als ein Turnier
Aber das Turnier ist mehr als nur ein sportlicher Wettkampf.
Es ist ein politisches Signal. Die Sowjetunion zeigt sich offen und gastfreundlich. Zehntausende verfolgen die Partien. Zeitungen berichten täglich. Und es entsteht sogar ein Film: Schachfieber. Eine Stummfilm-Komödie, in der reale Aufnahmen vom Turnier mit Spielfilm-Szenen vermischt werden. Capablanca spielt sich selbst. Ein Stück Schachgeschichte auf Zelluloid.
https://youtu.be/NdXmtc56rsM
Der Beginn einer Schach-Macht
Für das sowjetische Schach beginnt mit Moskau 1925 eine neue Zeit. Staatliche Förderung, große Turniere, systematische Ausbildung. Der Grundstein für Jahrzehnte sowjetischer Dominanz ist gelegt.
Und Efim Bogoljubow? Für ihn war Moskau 1925 der größte Sieg seiner Karriere — größer noch als seine späteren WM-Kämpfe gegen Aljechin. In Moskau besiegte er Capablanca. Und die ganze Schachwelt schaute zu.
Als Moskau zur Schach-Hauptstadt wurde
Schach für alle – mitten in Moskau 1925
Basierend auf einem Beitrag von Frederic Friedel/Chessbase
Vor der Turnhalle in Moskau stehen sie dicht an dicht. Arbeiter, Studenten, Kinder. Alle warten, dass die Türen aufgehen. Drinnen sitzen die besten Schachspieler der Welt. Capablanca ist da, Lasker auch. Und Bogoljubow, der Außenseiter.
So beginnt das erste staatlich organisierte Schachturnier der Geschichte. Es ist ein Schachereignis, wie es die Welt noch nicht gesehen hat.
Politik trifft Schachbrett
Moskau 1925. Ein Schachturnier im Herzen der jungen Sowjetunion. Bezahlt vom Staat, geplant als Prestigeprojekt. Elf internationale Stars reisen an. Dazu zehn sowjetische Meister. Der Plan ist klar: Der Westen soll sehen, was der Osten kann.
Über allem steht Capablanca, der Weltmeister aus Kuba. Elegant, cool, fast unantastbar. Neben ihm Emanuel Lasker, der ewige Kämpfer, lange selbst Weltmeister. Und irgendwo dazwischen: Efim Bogoljubow. Deutscher Staatsbürger, aber geboren in der Ukraine, lange aktiv in Russland. Ein Spieler, den viele nicht auf der Rechnung haben.
Der Außenseiter rückt nach vorn
Es wird ein Turnier voller Geschichten.
Capablanca wankt. Schon früh verliert er gegen Außenseiter wie Ilyin-Genevsky und Verlinsky. Lasker bleibt stabil. Doch Bogoljubow wächst über sich hinaus. Runde für Runde sammelt er Punkte. Als es in die entscheidende Phase geht, liegt er vorne.

Scan von Edward Winter aus Tartakowers Shakhmatnaja pravda (Leningrad, 1926)
Das Duell: Capablanca gegen Bogoljubow
Dann kommt Runde 19.
Capablanca gegen Bogoljubow. Der Champion gegen den Herausforderer. Es ist vielleicht die berühmteste Partie des Turniers — und eine der am meisten diskutierten in der Schachgeschichte. Das schreibt Frederic Friedel in seinem Rückblick auf der Website von ChessBase, meiner Quelle für diese Geschichte.
Die Ausgangslage ist klar: Bogoljubow führt mit 14,5 Punkten. Lasker liegt zwei Punkte zurück. Capablanca muss gewinnen, um noch eine Chance auf den Turniersieg zu haben.
Doch es kommt anders.
Bogoljubow verteidigt sich zäh. Capablanca sucht sein Heil im Angriff, aber der Außenseiter hält dagegen. Am Ende steht eine wilde, hochkomplexe Stellung auf dem Brett. Diese Partie haben später viele kommentiert: Lasker, Alekhine, Euwe, Spielmann, Tartakower. Und immer wieder gibt es Streit: Wer stand besser? Wo lag der Fehler? Bis heute ist nichts endgültig geklärt.
Bogoljubow gewinnt. Und mit diesem Sieg ist das Turnier entschieden.
Ein Sieg für die Geschichte
Er lässt sich nicht mehr einholen. Nach 21 Runden steht fest: Efim Bogoljubow hat Capablanca und Lasker hinter sich gelassen. Ein Triumph, der ihn endgültig in den Kreis der Weltklassespieler hebt.
Für Bogoljubow ist 1925 ein Ausnahmejahr. Er gewinnt auch die sowjetische Meisterschaft und wird Deutscher Meister. Damit ist er der einzige Spieler, der beide Titel im selben Jahr hält. Moskau 1925 macht ihn zur Schach-Legende.
Mehr als ein Turnier
Aber das Turnier ist mehr als nur ein sportlicher Wettkampf.
Es ist ein politisches Signal. Die Sowjetunion zeigt sich offen und gastfreundlich. Zehntausende verfolgen die Partien. Zeitungen berichten täglich. Und es entsteht sogar ein Film: Schachfieber. Eine Stummfilm-Komödie, in der reale Aufnahmen vom Turnier mit Spielfilm-Szenen vermischt werden. Capablanca spielt sich selbst. Ein Stück Schachgeschichte auf Zelluloid.
Der Beginn einer Schach-Macht
Für das sowjetische Schach beginnt mit Moskau 1925 eine neue Zeit. Staatliche Förderung, große Turniere, systematische Ausbildung. Der Grundstein für Jahrzehnte sowjetischer Dominanz ist gelegt.
Und Efim Bogoljubow? Für ihn war Moskau 1925 der größte Sieg seiner Karriere — größer noch als seine späteren WM-Kämpfe gegen Aljechin. In Moskau besiegte er Capablanca. Und die ganze Schachwelt schaute zu.
Zitat von Conrad Schormann am 5. Oktober 2025, 16:00 Uhrhttps://twitter.com/lea20180113/status/1974759080695877853
Tras él todos los demás fuertes maestros invitados aceptaron presurosos. Capablanca contribuyó así a romper el bloqueo Cultural a la que era sometido el joven poder soviético. Posteriormente jugaría en los fuertes torneos de Moscú en 1935 y 1936.
2/2 pic.twitter.com/dquDLA47yd— Leandro (@lea20180113) October 5, 2025
Zitat von Conrad Schormann am 28. November 2025, 13:34 Uhrhttps://twitter.com/zneroleahcim/status/1479814637696819203
Originaltext aus der Kronen-Zeitung:
Die Schachsensation in Moskau.
Weltmeister Capablanca geschlagen.
In Moskau, wo gegenwärtig ein internationales Schachturnier ausgetragen wird, hat sich eine Sensation ereignet, die wohl in der ganzen Welt von allen Schachfreunden besprochen werden wird. Weltmeister Capablanca hat eine Partie gegen den fast ganz unbekannten Iljin-Genewski verloren und damit eine Schlappe erlitten, die seine Chancen auf das Erstlingsturnier schwer trübt.
Es ist dies eine Sensation, die sich nach glaubhaften Kundgebungen, Parlaments und Zeitungsberichten äußert, die aber bereits eine entsprechende Bewegung in allen Schachkreisen hervorruft. In den großen städtischen Schachvereinen, die über den ganzen Verband verbreitet sind, wird das Ereignis lebhaft besprochen und man zerbricht sich den Kopf darüber, wer dieser junge russische Held ist, dem es gelungen, den unantastbaren Riesen Capablanca zu besiegen. An dem Weltmeister, der nur eine unerwartete Niederlage erlitten hat, scheint sich nun dasselbe Schicksal erfüllen zu wollen, das er seinerzeit dem Altmeister Emanuel Lasker bereitete.
Capablancas Aufstieg.
In jenen Kreisen, in denen Schachbrett eine Welt für sich bedeutet, wird die letzte Niederlage Capablancas mit steigendem Interesse verfolgt, da sie bereits seine Niederlage aufgenommen wurde. Schon von seinem frühesten Kindesalter an hat der junge Genar Iljin-Genewski, der erst im Jahre 1889 geboren, hat er schon als zehnjähriger Knabe in Wettbewerb seine spätere Laufbahn als Schachmeister annehmen lassen. Nachdem er sich in Schweden und Prag zu einem der bedeutendsten Spieler einen Namen gemacht hatte, trat er in einem Wettkampf gegen Schachmeister Tartakower ebenbürtig auf und gewann die Partie gegen eine Berufspartei. Im Jahre 1921 gewann der international berühmte Schachspieler C. Capablanca den ersten Preis; bei dem Turnier wiederum den ersten Preis; bei dem Turnier, bei dem er zusammen mit dem Weltmeister Dr. Emanuel Lasker und der späteren Turnier teilzunehmen.
Die Rivalität Capablanca–Lasker.
Erst im Jahre 1914 trat Capablanca in Petersburg mit Lasker zusammen. Und bei jenem Turnier trat der größte Schachkünstler auf den Plan. Emanuel Lasker schrieb seine erste „Schach“-Großleistung in jenem Preise errang. Capablanca erwarb den ersten Preis und blieb bis zum zweiten Platz hinter Lasker zurück und mußte sich mit seinem zweiten Siege begnügen.
Von dieser Gelegenheit muß nun ein Schachliebhaber des Weltmeisters erzählen. Dr. Emanuel Lasker wurde am 24. Dezember 1868 geboren. Nachdem er seine philosophischen Studien, durch die er den Doktorgrad erlangte, widmete er sich dem Schachspiele, in dem er schon im jungen Alter zu Meisterkraft gebracht wurde. Im Jahre 1889 also zu einer Zeit, da der spätere Rivalität des Weltmeisters Capablanca begründet wurde. Jahre später wurde Lasker Champion von England, einige Jahre später (1892) errang Dr. Lasker durch Eroberung des Weltmeisterfestes den Titel der Weltmeisterschaft, die er durch fast zwei Jahrzehnte unangefochten behaupten sollte.
Es war im Jahre 1921, als in Havanna Lasker auf Capablanca den Weltmeisterschaftskampf annahm. Was er aus der gewonnene Festlegung sah – wie es sonst bei Lasker nach der üblichen Nerodität der Aufgabe des Weltmeisters der Fall war. Capablanca gewann vier Partien, machte sechs Remis und verlor keine einzige. „Es erweckt meinen trübenen Sieg“, triumphierte Capablanca deren Ritterliches Schach gestillt.
Diese Gefühle wurden auch nicht durch den Umstand getrübt, daß Lasker bei diesem Turnier in New York mehr geschafft hatte als sein Nachfolger in der Weltmeisterschaft. Capablanca war seine Größe bewußt; jedoch schien Lasker wiederum willens, damit schließen, daß Capablanca wohl im Kampfe gegen den früheren Heimdominierten schlecht abgeschnitten hatte, aber trotz der beiden Partien, die er gegen Lasker selbst spielte, eine gewonnen und eine verloren hatte.
In dem Moskauer Turnier, das gegenwärtig ausgespielt wird, hat Emanuel Lasker, der in wenigen Wochen 57 Jahre alt wird, noch keine Partie verloren. Capablanca erreichte am 19. November, also gerade an seinem 37. Geburtstage gegen den bisher fast unbekannten Iljin-Genewski eine Partie verloren.
Wer ist der neue Mann?
Von Genewski wußte man nur, daß er seit einigen Monaten auf allrussischen Turnieren einer der sieben Vorkämpfer gewesen sei und dadurch die Berechtigung erwarb, an dem internationalen Schachturnier teilzunehmen. Iljin-Genewski Leste gehört zu den Schachspielern, die mit voller Popularität, seine spielt der Genesewki, Genewski, Genewski! Aber der Schachwert, der so glücklich an dem Spiel beteiligt ist und mit Vorbegriffen geachtet wird, weil er verdient in Moskau und Leningrad erlernt. Desweiteren wurde bekannt, daß Iljin-Genewski philosophische Fachprüfungen abgelegt hatte. Er sei gleich Capablanca gegen Lasker angetreten und sei gegen jenen in Moskau eine schwere Niederlage erlitten.
When in 1925 in Moscow Alexander Ilyin-Genevsky defeated Capablanca with a queen sacrifice, the Illustrierte Kronen-Zeitung reported the event thusly. #chess #chesshistory pic.twitter.com/we8ObsbULA
— Michael Lorenz 🇺🇦 (@zneroleahcim) January 8, 2022
Originaltext aus der Kronen-Zeitung:
Die Schachsensation in Moskau.
Weltmeister Capablanca geschlagen.
In Moskau, wo gegenwärtig ein internationales Schachturnier ausgetragen wird, hat sich eine Sensation ereignet, die wohl in der ganzen Welt von allen Schachfreunden besprochen werden wird. Weltmeister Capablanca hat eine Partie gegen den fast ganz unbekannten Iljin-Genewski verloren und damit eine Schlappe erlitten, die seine Chancen auf das Erstlingsturnier schwer trübt.
Es ist dies eine Sensation, die sich nach glaubhaften Kundgebungen, Parlaments und Zeitungsberichten äußert, die aber bereits eine entsprechende Bewegung in allen Schachkreisen hervorruft. In den großen städtischen Schachvereinen, die über den ganzen Verband verbreitet sind, wird das Ereignis lebhaft besprochen und man zerbricht sich den Kopf darüber, wer dieser junge russische Held ist, dem es gelungen, den unantastbaren Riesen Capablanca zu besiegen. An dem Weltmeister, der nur eine unerwartete Niederlage erlitten hat, scheint sich nun dasselbe Schicksal erfüllen zu wollen, das er seinerzeit dem Altmeister Emanuel Lasker bereitete.
Capablancas Aufstieg.
In jenen Kreisen, in denen Schachbrett eine Welt für sich bedeutet, wird die letzte Niederlage Capablancas mit steigendem Interesse verfolgt, da sie bereits seine Niederlage aufgenommen wurde. Schon von seinem frühesten Kindesalter an hat der junge Genar Iljin-Genewski, der erst im Jahre 1889 geboren, hat er schon als zehnjähriger Knabe in Wettbewerb seine spätere Laufbahn als Schachmeister annehmen lassen. Nachdem er sich in Schweden und Prag zu einem der bedeutendsten Spieler einen Namen gemacht hatte, trat er in einem Wettkampf gegen Schachmeister Tartakower ebenbürtig auf und gewann die Partie gegen eine Berufspartei. Im Jahre 1921 gewann der international berühmte Schachspieler C. Capablanca den ersten Preis; bei dem Turnier wiederum den ersten Preis; bei dem Turnier, bei dem er zusammen mit dem Weltmeister Dr. Emanuel Lasker und der späteren Turnier teilzunehmen.
Die Rivalität Capablanca–Lasker.
Erst im Jahre 1914 trat Capablanca in Petersburg mit Lasker zusammen. Und bei jenem Turnier trat der größte Schachkünstler auf den Plan. Emanuel Lasker schrieb seine erste „Schach“-Großleistung in jenem Preise errang. Capablanca erwarb den ersten Preis und blieb bis zum zweiten Platz hinter Lasker zurück und mußte sich mit seinem zweiten Siege begnügen.
Von dieser Gelegenheit muß nun ein Schachliebhaber des Weltmeisters erzählen. Dr. Emanuel Lasker wurde am 24. Dezember 1868 geboren. Nachdem er seine philosophischen Studien, durch die er den Doktorgrad erlangte, widmete er sich dem Schachspiele, in dem er schon im jungen Alter zu Meisterkraft gebracht wurde. Im Jahre 1889 also zu einer Zeit, da der spätere Rivalität des Weltmeisters Capablanca begründet wurde. Jahre später wurde Lasker Champion von England, einige Jahre später (1892) errang Dr. Lasker durch Eroberung des Weltmeisterfestes den Titel der Weltmeisterschaft, die er durch fast zwei Jahrzehnte unangefochten behaupten sollte.
Es war im Jahre 1921, als in Havanna Lasker auf Capablanca den Weltmeisterschaftskampf annahm. Was er aus der gewonnene Festlegung sah – wie es sonst bei Lasker nach der üblichen Nerodität der Aufgabe des Weltmeisters der Fall war. Capablanca gewann vier Partien, machte sechs Remis und verlor keine einzige. „Es erweckt meinen trübenen Sieg“, triumphierte Capablanca deren Ritterliches Schach gestillt.
Diese Gefühle wurden auch nicht durch den Umstand getrübt, daß Lasker bei diesem Turnier in New York mehr geschafft hatte als sein Nachfolger in der Weltmeisterschaft. Capablanca war seine Größe bewußt; jedoch schien Lasker wiederum willens, damit schließen, daß Capablanca wohl im Kampfe gegen den früheren Heimdominierten schlecht abgeschnitten hatte, aber trotz der beiden Partien, die er gegen Lasker selbst spielte, eine gewonnen und eine verloren hatte.
In dem Moskauer Turnier, das gegenwärtig ausgespielt wird, hat Emanuel Lasker, der in wenigen Wochen 57 Jahre alt wird, noch keine Partie verloren. Capablanca erreichte am 19. November, also gerade an seinem 37. Geburtstage gegen den bisher fast unbekannten Iljin-Genewski eine Partie verloren.
Wer ist der neue Mann?
Von Genewski wußte man nur, daß er seit einigen Monaten auf allrussischen Turnieren einer der sieben Vorkämpfer gewesen sei und dadurch die Berechtigung erwarb, an dem internationalen Schachturnier teilzunehmen. Iljin-Genewski Leste gehört zu den Schachspielern, die mit voller Popularität, seine spielt der Genesewki, Genewski, Genewski! Aber der Schachwert, der so glücklich an dem Spiel beteiligt ist und mit Vorbegriffen geachtet wird, weil er verdient in Moskau und Leningrad erlernt. Desweiteren wurde bekannt, daß Iljin-Genewski philosophische Fachprüfungen abgelegt hatte. Er sei gleich Capablanca gegen Lasker angetreten und sei gegen jenen in Moskau eine schwere Niederlage erlitten.
Zitat von Conrad Schormann am 1. Dezember 2025, 20:48 Uhrhttps://perlenvombodensee.de/2025/11/28/schachfieber-das-superturnier-moskau-1925/
https://bsky.app/profile/chessolympus.bsky.social/post/3m6woju2nms2q
Ein Land im Schachfieber und ein wackelnder Weltmeister: Das Superturnier Moskau 1925
Akiba Rubinstein, one of the best players who never got a world title shot, was born December 1, 1880. Here he is competing with Bogolyubov in Moscow, 1925.
— Chess Olympus (@chessolympus.bsky.social) 2025-12-01T14:52:09.063Z
