Ian Nepomniachtchi
Zitat von Conrad Schormann am 26. November 2022, 9:50 Uhr"Ich bleibe in Russland", sagt Ian Nepomniachtchi in einem russischen Interview, geführt in der Türkei (mit englischen Untertiteln). Seine Unzufriedenheit mit den bestehenden Verhältnissen lässt der angehende WM-Finalist allenfalls andeutungsweise durchblicken. Ein Zeichen, dass er bleiben will, hat Nepo unlängst schon gesetzt, als er gemeinsam mit seiner Managerin den World Chess Club in Moskau vom Unternehmen "World Chess" übernommen hat.
Zum anstehenden WM-Kampf gegen Ding Liren: Ihn ärgere vor allem, dass er nicht gegen Magnus Carlsen spielt. Die Chancen beziffert Nepo auf 50:50.
https://youtu.be/_8rBWqaImPE
"Ich bleibe in Russland", sagt Ian Nepomniachtchi in einem russischen Interview, geführt in der Türkei (mit englischen Untertiteln). Seine Unzufriedenheit mit den bestehenden Verhältnissen lässt der angehende WM-Finalist allenfalls andeutungsweise durchblicken. Ein Zeichen, dass er bleiben will, hat Nepo unlängst schon gesetzt, als er gemeinsam mit seiner Managerin den World Chess Club in Moskau vom Unternehmen "World Chess" übernommen hat.
Zum anstehenden WM-Kampf gegen Ding Liren: Ihn ärgere vor allem, dass er nicht gegen Magnus Carlsen spielt. Die Chancen beziffert Nepo auf 50:50.
Zitat von Conrad Schormann am 26. April 2023, 13:59 UhrAuf Distanz zu den Kremltürmen
Ein Schach-Held, der Putin nichts nützt
https://www.n-tv.de/sport/Jan-Nepomnjaschtschi-Ein-Schach-Held-der-Putin-nichts-nuetzt-article24077126.html
Auf Distanz zu den Kremltürmen
Ein Schach-Held, der Putin nichts nützt
Zitat von Conrad Schormann am 10. Juni 2023, 20:28 Uhr„Mir brannte das Gehirn“
„Mir brannte das Gehirn“
Zitat von Conrad Schormann am 7. November 2025, 14:17 Uhrhttps://youtu.be/G2Nrqm5MGKU
WerbungIan Nepomniachtchi hat in einem Video ausführlich über die schwierigen Rahmenbedingungen beim World Cup in Goa geklagt. Der russische Großmeister beschreibt das Turnierhotel als eines der schlechtesten, das er in seiner langen Karriere erlebt habe – ein angebliches Fünf-Sterne-Haus, das in Wirklichkeit „vielleicht drei“ verdient habe. Das Zimmer sei laut, stickig und von Baustellen umgeben gewesen, Alternativunterkünfte litten unter Stromausfällen.
Nepomniachtchi berichtet von schlechten klimatischen und kulinarischen Bedingungen: über 30 Grad und extreme Luftfeuchtigkeit, kaum funktionierende Klimaanlage, und fast ausschließlich scharf gewürztes, fleischarmes Essen. „Ich lebte im Grunde von Reis und Fladenbrot“, sagte er, Frühstück mit Omelett sei schon ein Luxus gewesen.
Laut Nepomniachtchi habe die FIDE das Hotel gewählt, weil es als einziges in Goa über einen Konferenzsaal verfügte – doch selbst dort sei der Weg zur Toilette nur über die Hitze im Freien möglich gewesen. Schlafmangel, Jetlag, Hitze, Mücken und schlechte Ernährung hätten die Leistungen beeinträchtigt. Wer an indisches Klima und Lebensrhythmus gewöhnt war, hatte klare Vorteile.
Ian Nepomniachtchi hat in einem Video ausführlich über die schwierigen Rahmenbedingungen beim World Cup in Goa geklagt. Der russische Großmeister beschreibt das Turnierhotel als eines der schlechtesten, das er in seiner langen Karriere erlebt habe – ein angebliches Fünf-Sterne-Haus, das in Wirklichkeit „vielleicht drei“ verdient habe. Das Zimmer sei laut, stickig und von Baustellen umgeben gewesen, Alternativunterkünfte litten unter Stromausfällen.
Nepomniachtchi berichtet von schlechten klimatischen und kulinarischen Bedingungen: über 30 Grad und extreme Luftfeuchtigkeit, kaum funktionierende Klimaanlage, und fast ausschließlich scharf gewürztes, fleischarmes Essen. „Ich lebte im Grunde von Reis und Fladenbrot“, sagte er, Frühstück mit Omelett sei schon ein Luxus gewesen.
Laut Nepomniachtchi habe die FIDE das Hotel gewählt, weil es als einziges in Goa über einen Konferenzsaal verfügte – doch selbst dort sei der Weg zur Toilette nur über die Hitze im Freien möglich gewesen. Schlafmangel, Jetlag, Hitze, Mücken und schlechte Ernährung hätten die Leistungen beeinträchtigt. Wer an indisches Klima und Lebensrhythmus gewöhnt war, hatte klare Vorteile.
Zitat von Conrad Schormann am 3. Februar 2026, 22:51 Uhrhttps://youtu.be/QidD4xY8uAY
Ian Nepomniachtchi im Interview: Zwischen Neuanfang und beredetem Schweigen
Ian Nepomniachtchi hat sich in einem ausführlichen Interview mit Greg Mustreader zu seiner sportlichen Zukunft geäußert. Mindestens ebenso aufschlussreich wie seine Aussagen ist das, worüber der russische Großmeister schweigt.
Die neue Ära: "Straßenkämpfe" statt klassischer Eröffnungstheorie
Nepomniachtchi beschreibt einen fundamentalen Wandel im Spitzenschach. Durch die massive Rechnerleistung moderner Schachengines und die damit verbundene Theorie-Dichte sei es praktisch unmöglich geworden, Gegner in der Eröffnung noch echte Probleme zu bereiten. Die Folge: "Frustierende Remis" in klassischen Partien.
Seine Lösung? Eine Umstellung auf "Straßenkampf"-Schach – unkonventionelle Spielstile, die bewusst die ausgetretenen theoretischen Pfade verlassen. Als Beispiel nennt er die Berliner Verteidigung, über die sich die Schachwelt seit dem legendären Match Kasparow-Kramnik im Jahr 2000 – also seit über 20 Jahren – den Kopf zerbreche.
Skeptisch gegenüber Gukesh
Besonders interessant sind Nepomnjaschtschis Aussagen zum frisch gekürten Weltmeister Gukesh Dommaraju. Der russische Großmeister zeigt sich skeptisch hinsichtlich der Beständigkeit des 18-jährigen Inders. Diese Skepsis mag überraschen, ist aber möglicherweise auch der Tatsache geschuldet, dass Gukesh genau die WM-Krone trägt, die Nepomniachtchi selbst zweimal knapp verfehlte.
Kritisch äußert er sich auch zu den Rahmenbedingungen vergangener Turniere in Indien, insbesondere beim Weltcup in Goa.
Pläne für 2025: Zurück in die Elite
Nach einem "aus allen Blickwinkeln schwierigen" Jahr 2023 plant Nepomniachtchi eine sportliche Neuausrichtung:
- Rating-Ziel: Mindestens 2760 Punkte, um wieder leichter Einladungen zu Elite-Turnieren zu erhalten
- Turnierpläne: Zahlreiche Open-Turniere zwischen Mai und September, darunter das Aeroflot Open in Moskau
- Neuer Trainer: Die Suche nach einem Assistenten läuft, nachdem die Zusammenarbeit mit früheren Trainern wie Wladimir Potkin und Ildar Khairullin endete
- Physische Form: Verstärkter Fokus auf Gesundheit und Fitness
Interessant: Nepomniachtchi ist mittlerweile als E-Sportler für Aurora Gaming tätig und plant regelmäßige Streams. Er bezeichnet den Weg als Vollzeit-Streamer als "Weg des geringsten Widerstands" – eine bemerkenswerte Aussage für einen der besten 10 Spieler der Welt.
WerbungDas beredte Schweigen
Mindestens ebenso bemerkenswert wie Nepomnjaschtschis Aussagen ist das, was er nicht sagt:
Keine Erwähnung finden:
- Die Ukraine: Kein einziges Wort zum Krieg
- Putin und Peskow: Völlige Funkstille
- Der russische Schachverband und Filatow: Keine Kommentare
- Sergei Karjakin: Der kontroverse Landsmann wird komplett ausgespart
Vage Andeutungen:
- Zur Schacholympiade merkt er lediglich an, es wäre "toll" zu spielen, "falls die russische Nationalmannschaft zugelassen wird" – ein indirekter Verweis auf die sportpolitischen Sanktionen, ohne die Hintergründe zu kommentieren
- Das Jahr 2023 sei "aus allen Blickwinkeln schwierig" gewesen – ob damit nur seine sportlichen Niederlagen oder auch die politische Situation gemeint ist, lässt er offen
Ian Nepomniachtchi im Interview: Zwischen Neuanfang und beredetem Schweigen
Ian Nepomniachtchi hat sich in einem ausführlichen Interview mit Greg Mustreader zu seiner sportlichen Zukunft geäußert. Mindestens ebenso aufschlussreich wie seine Aussagen ist das, worüber der russische Großmeister schweigt.
Die neue Ära: "Straßenkämpfe" statt klassischer Eröffnungstheorie
Nepomniachtchi beschreibt einen fundamentalen Wandel im Spitzenschach. Durch die massive Rechnerleistung moderner Schachengines und die damit verbundene Theorie-Dichte sei es praktisch unmöglich geworden, Gegner in der Eröffnung noch echte Probleme zu bereiten. Die Folge: "Frustierende Remis" in klassischen Partien.
Seine Lösung? Eine Umstellung auf "Straßenkampf"-Schach – unkonventionelle Spielstile, die bewusst die ausgetretenen theoretischen Pfade verlassen. Als Beispiel nennt er die Berliner Verteidigung, über die sich die Schachwelt seit dem legendären Match Kasparow-Kramnik im Jahr 2000 – also seit über 20 Jahren – den Kopf zerbreche.
Skeptisch gegenüber Gukesh
Besonders interessant sind Nepomnjaschtschis Aussagen zum frisch gekürten Weltmeister Gukesh Dommaraju. Der russische Großmeister zeigt sich skeptisch hinsichtlich der Beständigkeit des 18-jährigen Inders. Diese Skepsis mag überraschen, ist aber möglicherweise auch der Tatsache geschuldet, dass Gukesh genau die WM-Krone trägt, die Nepomniachtchi selbst zweimal knapp verfehlte.
Kritisch äußert er sich auch zu den Rahmenbedingungen vergangener Turniere in Indien, insbesondere beim Weltcup in Goa.
Pläne für 2025: Zurück in die Elite
Nach einem "aus allen Blickwinkeln schwierigen" Jahr 2023 plant Nepomniachtchi eine sportliche Neuausrichtung:
- Rating-Ziel: Mindestens 2760 Punkte, um wieder leichter Einladungen zu Elite-Turnieren zu erhalten
- Turnierpläne: Zahlreiche Open-Turniere zwischen Mai und September, darunter das Aeroflot Open in Moskau
- Neuer Trainer: Die Suche nach einem Assistenten läuft, nachdem die Zusammenarbeit mit früheren Trainern wie Wladimir Potkin und Ildar Khairullin endete
- Physische Form: Verstärkter Fokus auf Gesundheit und Fitness
Interessant: Nepomniachtchi ist mittlerweile als E-Sportler für Aurora Gaming tätig und plant regelmäßige Streams. Er bezeichnet den Weg als Vollzeit-Streamer als "Weg des geringsten Widerstands" – eine bemerkenswerte Aussage für einen der besten 10 Spieler der Welt.
Das beredte Schweigen
Mindestens ebenso bemerkenswert wie Nepomnjaschtschis Aussagen ist das, was er nicht sagt:
Keine Erwähnung finden:
- Die Ukraine: Kein einziges Wort zum Krieg
- Putin und Peskow: Völlige Funkstille
- Der russische Schachverband und Filatow: Keine Kommentare
- Sergei Karjakin: Der kontroverse Landsmann wird komplett ausgespart
Vage Andeutungen:
- Zur Schacholympiade merkt er lediglich an, es wäre "toll" zu spielen, "falls die russische Nationalmannschaft zugelassen wird" – ein indirekter Verweis auf die sportpolitischen Sanktionen, ohne die Hintergründe zu kommentieren
- Das Jahr 2023 sei "aus allen Blickwinkeln schwierig" gewesen – ob damit nur seine sportlichen Niederlagen oder auch die politische Situation gemeint ist, lässt er offen