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Ian Nepomniachtchi

"Ich bleibe in Russland", sagt Ian Nepomniachtchi in einem russischen Interview, geführt in der Türkei (mit englischen Untertiteln). Seine Unzufriedenheit mit den bestehenden Verhältnissen lässt der angehende WM-Finalist allenfalls andeutungsweise durchblicken. Ein Zeichen, dass er bleiben will, hat Nepo unlängst schon gesetzt, als er gemeinsam mit seiner Managerin den World Chess Club in Moskau vom Unternehmen "World Chess" übernommen hat.

Zum anstehenden WM-Kampf gegen Ding Liren: Ihn ärgere vor allem, dass er nicht gegen Magnus Carlsen spielt. Die Chancen beziffert Nepo auf 50:50.

Auf Distanz zu den Kremltürmen

Ein Schach-Held, der Putin nichts nützt

https://www.n-tv.de/sport/Jan-Nepomnjaschtschi-Ein-Schach-Held-der-Putin-nichts-nuetzt-article24077126.html

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„Mir brannte das Gehirn“

Jan Nepomnjaschtschi spielt gegen den Chinesen Ding Liren um die WM-Krone im Schach. Ein Gespräch über körperliche Schmerzen am Brett, den Verzicht von Magnus Carlsen auf die Titelverteidigung – und die Frage, wie ein russischer Weltmeister von Moskaus Propaganda ausgenutzt würde.

 Zum Interview in der SZ (hinter der Aboschranke)

Ian Nepomniachtchi hat in einem Video ausführlich über die schwierigen Rahmenbedingungen beim World Cup in Goa geklagt. Der russische Großmeister beschreibt das Turnierhotel als eines der schlechtesten, das er in seiner langen Karriere erlebt habe – ein angebliches Fünf-Sterne-Haus, das in Wirklichkeit „vielleicht drei“ verdient habe. Das Zimmer sei laut, stickig und von Baustellen umgeben gewesen, Alternativunterkünfte litten unter Stromausfällen.

Nepomniachtchi berichtet von schlechten klimatischen und kulinarischen Bedingungen: über 30 Grad und extreme Luftfeuchtigkeit, kaum funktionierende Klimaanlage, und fast ausschließlich scharf gewürztes, fleischarmes Essen. „Ich lebte im Grunde von Reis und Fladenbrot“, sagte er, Frühstück mit Omelett sei schon ein Luxus gewesen. 

Laut Nepomniachtchi habe die FIDE das Hotel gewählt, weil es als einziges in Goa über einen Konferenzsaal verfügte – doch selbst dort sei der Weg zur Toilette nur über die Hitze im Freien möglich gewesen. Schlafmangel, Jetlag, Hitze, Mücken und schlechte Ernährung hätten die Leistungen beeinträchtigt. Wer an indisches Klima und Lebensrhythmus gewöhnt war, hatte klare Vorteile.

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