Jana Schneider
Zitat von Conrad Schormann am 29. Mai 2024, 14:55 Uhrhttps://www.youtube.com/watch?v=AHgzeyuBdI0
WGM Jana Schneider wurde in ihrer Jugend mehrfach Deutsche Meisterin und möchte nun ein wenig an ihren Landesverband zurückgeben. Im Interview mit DSB-Mitarbeiterin Katharina Reinecke erzählt sie von ihrer Arbeit als Trainerin in Willingen, wo sie Teilnehmer:innen der deutschen Jugendmeisterschaft unterstützt.
„Ich betreue fünf Schüler gleichzeitig und versuche, ihnen meine Erfahrung weiterzugeben.“ Schneider legt besonderen Wert auf die Entwicklung des strategischen Denkens und die mentale Stärke der jungen Spieler. Sie betonte: „Es ist wichtig, dass die Kinder lernen, ihre Partien kritisch zu analysieren und aus ihren Fehlern zu lernen.“
Während des Turniers steht Schneider den Jugendlichen nicht nur als Trainerin zur Seite, sondern fungiert auch als Mentorin. Ihre langjährige Erfahrung als Schachspielerin und Trainerin ermöglicht es ihr, wertvolle Einblicke und Techniken zu vermitteln, die den jungen Talenten helfen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. „Die Freude am Spiel und die kontinuierliche Verbesserung sind das Wichtigste“, sagt Schneider. Sie motiviert die Jugendlichen, sich nicht nur auf das Gewinnen zu konzentrieren, sondern auch den Prozess und das Lernen zu schätzen. (AI)
WGM Jana Schneider wurde in ihrer Jugend mehrfach Deutsche Meisterin und möchte nun ein wenig an ihren Landesverband zurückgeben. Im Interview mit DSB-Mitarbeiterin Katharina Reinecke erzählt sie von ihrer Arbeit als Trainerin in Willingen, wo sie Teilnehmer:innen der deutschen Jugendmeisterschaft unterstützt.
„Ich betreue fünf Schüler gleichzeitig und versuche, ihnen meine Erfahrung weiterzugeben.“ Schneider legt besonderen Wert auf die Entwicklung des strategischen Denkens und die mentale Stärke der jungen Spieler. Sie betonte: „Es ist wichtig, dass die Kinder lernen, ihre Partien kritisch zu analysieren und aus ihren Fehlern zu lernen.“
Während des Turniers steht Schneider den Jugendlichen nicht nur als Trainerin zur Seite, sondern fungiert auch als Mentorin. Ihre langjährige Erfahrung als Schachspielerin und Trainerin ermöglicht es ihr, wertvolle Einblicke und Techniken zu vermitteln, die den jungen Talenten helfen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. „Die Freude am Spiel und die kontinuierliche Verbesserung sind das Wichtigste“, sagt Schneider. Sie motiviert die Jugendlichen, sich nicht nur auf das Gewinnen zu konzentrieren, sondern auch den Prozess und das Lernen zu schätzen. (AI)
Zitat von Conrad Schormann am 14. März 2025, 16:54 Uhrhttps://www.schachbund.de/bericht-frauen/blickpunkt-frauenschach-i-jana-schneider-will-mit-bad-koenigshofen-den-dritten-deutschen-meistertitel.html
Jana Schneider: Ein halbes Jahr für Schach – und eine große Entscheidung
Jana Schneider nimmt sich ein Semester lang nur für Schach Zeit. Nach ihrem Psychologie-Praktikum in Regensburg will sie herausfinden, ob sie sich künftig voll auf den Schachsport konzentrieren oder eine Karriere als Psychologin einschlagen soll. „Dieses halbe Jahr soll mir bei der Entscheidung helfen, ob ich als Psychologin arbeite – oder als Schachspielerin", sagte sie jetzt im Gespräch mit dem DSB.
Der Zeitpunkt für diese Entscheidung könnte kaum passender sein, denn die 22-Jährige steht mit dem SC 1957 Bad Königshofen kurz vor dem Gewinn ihres dritten deutschen Meistertitels. Nach den Erfolgen 2019 und 2021 könnte das Team aus Unterfranken erneut triumphieren – und selbst Elisabeth Pähtz, die mit Baden-Baden um den Titel kämpft, meint: „Ich wüsste nicht, wer Bad Königshofen jetzt noch aufhalten soll.“
Ein Schlüsselspiel auf dem Weg zur Meisterschaft war der 3,5:2,5-Sieg gegen Schwäbisch Hall in Runde sechs, bei dem Schneider gegen GM Bela Khotenashvili – eine Spielerin mit 200 Elo-Punkten mehr – ein Remis erkämpfte. Doch für Schneider sind individuelle Erfolge nur ein Teil der Geschichte. „Unsere Stärke ist seit Jahren der Teamgeist“, sagt sie. „Den brauchen wir, um mithalten zu können.“
Zwischen Bundesliga-Titelkampf und Nationalteam-Rückkehr
Dass Bad Königshofen nicht nur wegen seiner Neuzugänge IM Karina Cyfka und IM Klaudia Kulon an der Spitze der Tabelle steht, zeigt sich in der sorgfältigen Vorbereitung: Vor dem wichtigen Match gegen Baden-Baden absolvierte das Team ein einwöchiges Trainingslager, um sich perfekt einzustellen. Schneider hebt hervor, dass freundschaftlicher Teamgeist entscheidend ist: „Wir haben zusammen gegessen, gespielt, Filme geschaut – und natürlich hart trainiert.“
Doch nicht nur in der Bundesliga hat Schneider ehrgeizige Ziele. Nachdem sie den Sprung ins deutsche Olympiateam 2024 verpasst hat, will sie sich nun für die Europameisterschaft und kommende internationale Einsätze empfehlen. Beim Trainingslager der Kaderspielerinnen in Oberhaching spürte sie die hohe Leistungsdichte – und weiß, dass der Kampf um die wenigen Plätze im Nationalteam hart wird. Ein Schlüsselturnier dafür wird die Deutsche Meisterschaft im Mai in München, bei der sich entscheiden könnte, wer das Ticket zur EM nach Georgien löst.
Jana Schneider: Ein halbes Jahr für Schach – und eine große Entscheidung
Jana Schneider nimmt sich ein Semester lang nur für Schach Zeit. Nach ihrem Psychologie-Praktikum in Regensburg will sie herausfinden, ob sie sich künftig voll auf den Schachsport konzentrieren oder eine Karriere als Psychologin einschlagen soll. „Dieses halbe Jahr soll mir bei der Entscheidung helfen, ob ich als Psychologin arbeite – oder als Schachspielerin", sagte sie jetzt im Gespräch mit dem DSB.
Der Zeitpunkt für diese Entscheidung könnte kaum passender sein, denn die 22-Jährige steht mit dem SC 1957 Bad Königshofen kurz vor dem Gewinn ihres dritten deutschen Meistertitels. Nach den Erfolgen 2019 und 2021 könnte das Team aus Unterfranken erneut triumphieren – und selbst Elisabeth Pähtz, die mit Baden-Baden um den Titel kämpft, meint: „Ich wüsste nicht, wer Bad Königshofen jetzt noch aufhalten soll.“
Ein Schlüsselspiel auf dem Weg zur Meisterschaft war der 3,5:2,5-Sieg gegen Schwäbisch Hall in Runde sechs, bei dem Schneider gegen GM Bela Khotenashvili – eine Spielerin mit 200 Elo-Punkten mehr – ein Remis erkämpfte. Doch für Schneider sind individuelle Erfolge nur ein Teil der Geschichte. „Unsere Stärke ist seit Jahren der Teamgeist“, sagt sie. „Den brauchen wir, um mithalten zu können.“
Zwischen Bundesliga-Titelkampf und Nationalteam-Rückkehr
Dass Bad Königshofen nicht nur wegen seiner Neuzugänge IM Karina Cyfka und IM Klaudia Kulon an der Spitze der Tabelle steht, zeigt sich in der sorgfältigen Vorbereitung: Vor dem wichtigen Match gegen Baden-Baden absolvierte das Team ein einwöchiges Trainingslager, um sich perfekt einzustellen. Schneider hebt hervor, dass freundschaftlicher Teamgeist entscheidend ist: „Wir haben zusammen gegessen, gespielt, Filme geschaut – und natürlich hart trainiert.“
Doch nicht nur in der Bundesliga hat Schneider ehrgeizige Ziele. Nachdem sie den Sprung ins deutsche Olympiateam 2024 verpasst hat, will sie sich nun für die Europameisterschaft und kommende internationale Einsätze empfehlen. Beim Trainingslager der Kaderspielerinnen in Oberhaching spürte sie die hohe Leistungsdichte – und weiß, dass der Kampf um die wenigen Plätze im Nationalteam hart wird. Ein Schlüsselturnier dafür wird die Deutsche Meisterschaft im Mai in München, bei der sich entscheiden könnte, wer das Ticket zur EM nach Georgien löst.
Zitat von Conrad Schormann am 24. November 2025, 16:12 UhrJana Schneider fürchtet um ihre Zukunft in der Nationalmannschaft
Quelle: Chess Tigers Podcast – „Nur noch Medaillen zählen“Jana Schneider hat im Chess-Tigers-Podcast ungewöhnlich klar gesagt, was ihr bevorsteht: Sie könnte 2025 aus dem Nationalkader fallen. Der Grund ist eine neue Kaderstruktur, vorgegeben vom Deutschen Olympischen Sportbund, die auf Medaillen ausgerichtet ist.
https://youtu.be/AySUTBddGxI
Die alte ABC-Kaderlogik ist Schneiders Ausführungen zufolge abgeschafft. Jetzt gibt es zwei Ebenen: einen Leistungskader und einen Potentialkader. In den Leistungskader kommt nur, wer bei EM oder WM eine Medaille gewonnen hat. Einzel oder Team, anders zählt nichts. Schneider hat 2022 zwar EM-Gold im Team geholt, aber das reicht ihr nicht, weil es für den Leistungskader nicht erneut gewertet wird – entscheidend ist, was 2024 passiert ist. Und dieses Jahr gab es keine deutsche Medaille.
Bleibt der Potentialkader. Der hat eine harte Schwelle: eine festgelegte Elo-Zahl, altersabhängig. Für Spielerinnen ab 23 liegt sie bei 2350. Schneider hat sie 2024 knapp verfehlt. Die Pointe: Die konkrete Zahl wurde laut Schneider erst vor wenigen Wochen "veröffentlicht" (wo sie tatsächlich öffentlich einsehbar könnte, ist zumindest für diese Seite nicht zu finden, Anm.d.Red.). Zu spät, um noch zu reagieren. Die Frist endet am 1. Dezember. Für sie ist klar: Wenn 2350 "die harte Grenze" wird, ist sie nächstes Jahr nicht mehr im Kader.
https://twitter.com/Bodenseeperlen/status/1993062091671142729
Nach Schneiders Ausführungen verliert der Bundestrainer ohne Kaderstatus seiner besten Spielerinnen Flexibilität. Eine Nominierung wäre zwar möglich, würde aber Fördergeld kosten. In der Praxis würden Bundestrainer deshalb wahrscheinlich fast ausschließlich Spielerinnen aus dem Kader nominieren. Schneider sieht das als faktische Sperre.
Sie kritisiert die neue Logik hart: Eine starre Zahl fördert taktisches Verhalten. Wer seine Grenze schafft, nimmt keine Risiken mehr. Genau das habe ihr Umfeld bereits befürchtet. Und das widerspricht dem, was junge Spielerinnen früher gelernt haben: Elo nicht überbewerten, Spielstärke entwickeln, nicht rechnen.
Schneider sieht Folgen über ihre Person hinaus. Für die Nationalmannschaft: Wenn erfahrene Spielerinnen herausfallen, weil sie knapp an einer Zahl scheitern, entsteht ein Loch. Für Jugendarbeit und Breite: Kinder rutschen in den Kader, weil sie jung genug sind, um die Zahl zu erreichen – aber sie sind sportlich noch nicht bereit.
Im Anhang: DOSB-Kaderstrukturen/Kaderdefinitionen
Jana Schneider fürchtet um ihre Zukunft in der Nationalmannschaft
Quelle: Chess Tigers Podcast – „Nur noch Medaillen zählen“
Jana Schneider hat im Chess-Tigers-Podcast ungewöhnlich klar gesagt, was ihr bevorsteht: Sie könnte 2025 aus dem Nationalkader fallen. Der Grund ist eine neue Kaderstruktur, vorgegeben vom Deutschen Olympischen Sportbund, die auf Medaillen ausgerichtet ist.
Die alte ABC-Kaderlogik ist Schneiders Ausführungen zufolge abgeschafft. Jetzt gibt es zwei Ebenen: einen Leistungskader und einen Potentialkader. In den Leistungskader kommt nur, wer bei EM oder WM eine Medaille gewonnen hat. Einzel oder Team, anders zählt nichts. Schneider hat 2022 zwar EM-Gold im Team geholt, aber das reicht ihr nicht, weil es für den Leistungskader nicht erneut gewertet wird – entscheidend ist, was 2024 passiert ist. Und dieses Jahr gab es keine deutsche Medaille.
Bleibt der Potentialkader. Der hat eine harte Schwelle: eine festgelegte Elo-Zahl, altersabhängig. Für Spielerinnen ab 23 liegt sie bei 2350. Schneider hat sie 2024 knapp verfehlt. Die Pointe: Die konkrete Zahl wurde laut Schneider erst vor wenigen Wochen "veröffentlicht" (wo sie tatsächlich öffentlich einsehbar könnte, ist zumindest für diese Seite nicht zu finden, Anm.d.Red.). Zu spät, um noch zu reagieren. Die Frist endet am 1. Dezember. Für sie ist klar: Wenn 2350 "die harte Grenze" wird, ist sie nächstes Jahr nicht mehr im Kader.
Jana Schneider ist ein Kapitel, die ganze Geschichte und zu was sie führt ist spannend. Künftig schlankere Kader, mehr Fokus auf Talent und Leistung. Gut für die einen, problematisch für andere, zB Jana Schneider. https://t.co/XTcPTAzMM2
— Perlen vom Bodensee (@Bodenseeperlen) November 24, 2025
Nach Schneiders Ausführungen verliert der Bundestrainer ohne Kaderstatus seiner besten Spielerinnen Flexibilität. Eine Nominierung wäre zwar möglich, würde aber Fördergeld kosten. In der Praxis würden Bundestrainer deshalb wahrscheinlich fast ausschließlich Spielerinnen aus dem Kader nominieren. Schneider sieht das als faktische Sperre.
Sie kritisiert die neue Logik hart: Eine starre Zahl fördert taktisches Verhalten. Wer seine Grenze schafft, nimmt keine Risiken mehr. Genau das habe ihr Umfeld bereits befürchtet. Und das widerspricht dem, was junge Spielerinnen früher gelernt haben: Elo nicht überbewerten, Spielstärke entwickeln, nicht rechnen.
Schneider sieht Folgen über ihre Person hinaus. Für die Nationalmannschaft: Wenn erfahrene Spielerinnen herausfallen, weil sie knapp an einer Zahl scheitern, entsteht ein Loch. Für Jugendarbeit und Breite: Kinder rutschen in den Kader, weil sie jung genug sind, um die Zahl zu erreichen – aber sie sind sportlich noch nicht bereit.
Im Anhang: DOSB-Kaderstrukturen/Kaderdefinitionen
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