Frederik Svane
Zitat von Conrad Schormann am 29. November 2023, 14:16 UhrEM-Geheimwaffe:
https://youtu.be/nTf_QixK8LI
EM-Geheimwaffe:
Zitat von Conrad Schormann am 5. März 2025, 11:31 UhrFrederik Svane im Schachgeflüster-Podcast:
https://youtu.be/NgAbHO90Dqg
Zusammenfassung
Frederik Svane über seine Karriere, Freestyle Chess und Zukunftspläne
„Ich mache einfach mein Ding und habe nie wirklich großen Wert auf irgendwelche Titel gelegt.“ So beschreibt Frederik Svane, Deutschlands Nummer zwei, seine Herangehensweise an das Schach. Im Schachgeflüster-Podcast spricht der 21-jährige Großmeister über seine Ambitionen, seine Entwicklung in der Nationalmannschaft, seine Sicht auf Freestyle Chess und das wirtschaftliche Potenzial dieser neuen Variante.
„Schach sollte ein intellektueller Sport sein“ – Svane über Freestyle Chess
Besonders begeistert zeigt sich Svane von Freestyle Chess, auch bekannt als Chess960. „Ich finde es sehr, sehr gut.“ Für ihn ist es eine der spannendsten Entwicklungen im Schach: „Schach sollte ein intellektueller Sport sein, bei dem es nicht darum geht, Eröffnungen auswendig zu lernen.“ Er sieht in Freestyle Chess eine Befreiung von der Eröffnungstheorie und einen Weg, das kreative Denken stärker in den Fokus zu rücken.
„Heutzutage hat man einen großen Vorteil, wenn man den Gegner in die eigene Computeranalyse locken kann. Freestyle nimmt das aus dem Spiel – das macht es für mich als Profi sehr reizvoll.“
„Für Anfänger ist es schwerer zu greifen, weil die typischen Muster fehlen.“ Dennoch glaubt er an das langfristige Potenzial: „Mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Anfangs ist es schwerer zu verstehen, aber wenn man sich darauf einlässt, ist es spannend – auch für Amateure.“
Freestyle Chess beim GRENKE Open – Svane könnte dabei sein
Das GRENKE Chess Open bietet 2025 erstmals die Möglichkeit, zwischen klassischem Schach und Freestyle Chess zu wechseln. Svane findet dieses Konzept interessant und hält eine Teilnahme für möglich: „Ich habe letztes Jahr im A-Open lange vorne mitgespielt, aber am Ende gegen Hans Niemann verloren. Ich würde dieses Jahr gerne wieder dabei sein, bin aber noch nicht angemeldet. Die Chancen stehen aber gut.“
Von der Nationalmannschaft bis zum Bundesliga-Sieg gegen Vincent Keymer
Svane fühlt sich in der deutschen Nationalmannschaft mittlerweile voll integriert. Er gehört zur neuen Prinzen-Generation um Vincent Keymer, Matthias Blübaum, Alexander Donchenko und Dimitrij Kollars.
Sein jüngster Bundesliga-Sieg gegen Vincent Keymer war für ihn ein besonderes Highlight: „Ich kam gut aus der Eröffnung und habe ihn unter Druck gesetzt. Vincent hat nicht sein bestes Spiel gezeigt, aber es war natürlich schön, ihn zu besiegen.“
In der Nationalmannschaft übernimmt Svane mittlerweile auch Sekundanten-Rollen. Bei der Team-Europameisterschaft 2023 unterstützte er mehrere Spieler als Eröffnungsspezialist. „Ich habe mich wahrscheinlich überarbeitet – von 10 Uhr morgens bis 5 Uhr nachts Eröffnungen geprüft. Das würde ich heute anders machen.“
Seine Entwicklung, sein Training und die Zukunft
Svane trainiert derzeit ohne festen Trainer, nimmt aber regelmäßig an Trainingslagern des Deutschen Schachbundes teil und arbeitet mit Peter Leko, Rustam Kasimjanov und Ramesh zusammen.
Ramesh äußerte sich besonders lobend über Svane: „Frederik ist ein außergewöhnliches Talent. Aber was noch wichtiger ist: Er ist bereit, sich harten Trainingsmethoden zu unterziehen. Ich denke, er hat eine glänzende Zukunft vor sich.“
Sein Trainingsalltag ist intensiv: „Zu Hause trainiere ich sieben Stunden am Tag, in Trainingslagern sind es manchmal zwölf.“ Körperliche Fitness hält er ebenfalls für entscheidend: „Ich gehe ins Gym, weil ich gemerkt habe, dass es für das Schach hilft.“
Die nächste große Hürde? Der World Cup 2025, die Team-Europameisterschaft und das GRENKE Open. Sein nächstes großes Ziel? „Nicht einfach nur 2700 Elo erreichen, sondern mich in der Weltspitze etablieren und gegen die Besten spielen.“
Frederik Svane im Schachgeflüster-Podcast:
Zusammenfassung
Frederik Svane über seine Karriere, Freestyle Chess und Zukunftspläne
„Ich mache einfach mein Ding und habe nie wirklich großen Wert auf irgendwelche Titel gelegt.“ So beschreibt Frederik Svane, Deutschlands Nummer zwei, seine Herangehensweise an das Schach. Im Schachgeflüster-Podcast spricht der 21-jährige Großmeister über seine Ambitionen, seine Entwicklung in der Nationalmannschaft, seine Sicht auf Freestyle Chess und das wirtschaftliche Potenzial dieser neuen Variante.
„Schach sollte ein intellektueller Sport sein“ – Svane über Freestyle Chess
Besonders begeistert zeigt sich Svane von Freestyle Chess, auch bekannt als Chess960. „Ich finde es sehr, sehr gut.“ Für ihn ist es eine der spannendsten Entwicklungen im Schach: „Schach sollte ein intellektueller Sport sein, bei dem es nicht darum geht, Eröffnungen auswendig zu lernen.“ Er sieht in Freestyle Chess eine Befreiung von der Eröffnungstheorie und einen Weg, das kreative Denken stärker in den Fokus zu rücken.
„Heutzutage hat man einen großen Vorteil, wenn man den Gegner in die eigene Computeranalyse locken kann. Freestyle nimmt das aus dem Spiel – das macht es für mich als Profi sehr reizvoll.“
„Für Anfänger ist es schwerer zu greifen, weil die typischen Muster fehlen.“ Dennoch glaubt er an das langfristige Potenzial: „Mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Anfangs ist es schwerer zu verstehen, aber wenn man sich darauf einlässt, ist es spannend – auch für Amateure.“
Freestyle Chess beim GRENKE Open – Svane könnte dabei sein
Das GRENKE Chess Open bietet 2025 erstmals die Möglichkeit, zwischen klassischem Schach und Freestyle Chess zu wechseln. Svane findet dieses Konzept interessant und hält eine Teilnahme für möglich: „Ich habe letztes Jahr im A-Open lange vorne mitgespielt, aber am Ende gegen Hans Niemann verloren. Ich würde dieses Jahr gerne wieder dabei sein, bin aber noch nicht angemeldet. Die Chancen stehen aber gut.“
Von der Nationalmannschaft bis zum Bundesliga-Sieg gegen Vincent Keymer
Svane fühlt sich in der deutschen Nationalmannschaft mittlerweile voll integriert. Er gehört zur neuen Prinzen-Generation um Vincent Keymer, Matthias Blübaum, Alexander Donchenko und Dimitrij Kollars.
Sein jüngster Bundesliga-Sieg gegen Vincent Keymer war für ihn ein besonderes Highlight: „Ich kam gut aus der Eröffnung und habe ihn unter Druck gesetzt. Vincent hat nicht sein bestes Spiel gezeigt, aber es war natürlich schön, ihn zu besiegen.“
In der Nationalmannschaft übernimmt Svane mittlerweile auch Sekundanten-Rollen. Bei der Team-Europameisterschaft 2023 unterstützte er mehrere Spieler als Eröffnungsspezialist. „Ich habe mich wahrscheinlich überarbeitet – von 10 Uhr morgens bis 5 Uhr nachts Eröffnungen geprüft. Das würde ich heute anders machen.“
Seine Entwicklung, sein Training und die Zukunft
Svane trainiert derzeit ohne festen Trainer, nimmt aber regelmäßig an Trainingslagern des Deutschen Schachbundes teil und arbeitet mit Peter Leko, Rustam Kasimjanov und Ramesh zusammen.
Ramesh äußerte sich besonders lobend über Svane: „Frederik ist ein außergewöhnliches Talent. Aber was noch wichtiger ist: Er ist bereit, sich harten Trainingsmethoden zu unterziehen. Ich denke, er hat eine glänzende Zukunft vor sich.“
Sein Trainingsalltag ist intensiv: „Zu Hause trainiere ich sieben Stunden am Tag, in Trainingslagern sind es manchmal zwölf.“ Körperliche Fitness hält er ebenfalls für entscheidend: „Ich gehe ins Gym, weil ich gemerkt habe, dass es für das Schach hilft.“
Die nächste große Hürde? Der World Cup 2025, die Team-Europameisterschaft und das GRENKE Open. Sein nächstes großes Ziel? „Nicht einfach nur 2700 Elo erreichen, sondern mich in der Weltspitze etablieren und gegen die Besten spielen.“
Zitat von Conrad Schormann am 14. November 2025, 21:16 UhrFrederik Svane sorgt in Goa für eine Sensation
Quelle: Lübecker Nachrichten – „Nach Sieg über Schach-Weltmeister Gukesh: Rasmus Svane über den Erfolg seines Bruders Frederik“, (für Abonnenten)Frederik Svane hat beim Weltcup in Goa den größten Sieg seiner bisherigen Laufbahn gelandet: Der 21-Jährige warf Weltmeister Dommaraju Gukesh in zwei klassischen Partien aus dem Turnier – ausgerechnet in Indien, wo Gukesh als Nationalheld gilt. Der Erfolg löste dort sofort große mediale Aufmerksamkeit aus.
Frederik beschreibt seinen Sieg schlicht: Er habe seiner Intuition vertraut und nie erwartet, Gukesh im klassischen Format schlagen zu können. „Ich bin einfach nur glücklich“, sagt er. Rasmus Svane nennt den Coup eine „große Überraschung“ und betont, welche Wucht das Ergebnis im schachbegeisterten Indien hatte: Autogrammjäger, volle Spielsäle, ein Land im Schachrausch.
Nach EM-Silber im März setzt Frederik mit dem Erfolg seine schnelle Entwicklung fort. Er steht nun in Runde vier des Weltcups. Gegen Schant Sargsjan geht es um das Achtelfinale. Rasmus bewertet Frederiks Chancen auf das Weiterkommen als „fifty-fifty“ – und hält fest, dass sein Bruder schon jetzt mehr erreicht hat, als viele ihm zutrauten.
Während Rasmus bald zur Rapid- und Blitz-EM sowie zur WM nach Doha reist, schlägt Frederik einen anderen Weg ein: Er verzichtet auf diese Turniere und startet stattdessen bei einem hochkarätigen Einladungsturnier in Usbekistan.
Frederik Svane sorgt in Goa für eine Sensation
Quelle: Lübecker Nachrichten – „Nach Sieg über Schach-Weltmeister Gukesh: Rasmus Svane über den Erfolg seines Bruders Frederik“, (für Abonnenten)
Frederik Svane hat beim Weltcup in Goa den größten Sieg seiner bisherigen Laufbahn gelandet: Der 21-Jährige warf Weltmeister Dommaraju Gukesh in zwei klassischen Partien aus dem Turnier – ausgerechnet in Indien, wo Gukesh als Nationalheld gilt. Der Erfolg löste dort sofort große mediale Aufmerksamkeit aus.
Frederik beschreibt seinen Sieg schlicht: Er habe seiner Intuition vertraut und nie erwartet, Gukesh im klassischen Format schlagen zu können. „Ich bin einfach nur glücklich“, sagt er. Rasmus Svane nennt den Coup eine „große Überraschung“ und betont, welche Wucht das Ergebnis im schachbegeisterten Indien hatte: Autogrammjäger, volle Spielsäle, ein Land im Schachrausch.
Nach EM-Silber im März setzt Frederik mit dem Erfolg seine schnelle Entwicklung fort. Er steht nun in Runde vier des Weltcups. Gegen Schant Sargsjan geht es um das Achtelfinale. Rasmus bewertet Frederiks Chancen auf das Weiterkommen als „fifty-fifty“ – und hält fest, dass sein Bruder schon jetzt mehr erreicht hat, als viele ihm zutrauten.
Während Rasmus bald zur Rapid- und Blitz-EM sowie zur WM nach Doha reist, schlägt Frederik einen anderen Weg ein: Er verzichtet auf diese Turniere und startet stattdessen bei einem hochkarätigen Einladungsturnier in Usbekistan.