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1996/97: Deep Blue vs. Kasparov

25 Jahre danach: Die Deep-Blue-Entwickler und Begleiter über ein Match, das das Schach erschütterte.

Die BBC über die Teilnehmer der Gesprächsrunde (darunter ChessBase-Mitgründer Frederic Friedel):

Kirsty Wark reunites the chess masters and AI pioneers who went into battle to test the limits of human and artificial intelligence - Frederic Friedel, advisor to Garry Kasparov; Malcolm Pein, Kasparov team member and IBM consultant; Murray Campbell, co-creator of Deep Blue; Joel Benjamin, IBM’s official grandmaster consultant; Maurice Ashley, Grandmaster, author and commentator, who covered the big match; and Steven Levy, Editor at Large at Wired Magazine, who scooped the front cover for Newsweek.

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https://www.bbc.co.uk/sounds/play/m001bkvt

Deep Blue schlägt Kasparow 1996 erstmals – und löst eine Debatte über Mensch und Maschine aus

Quelle: heise online – „Zahlen, bitte! Schachmatt nach 37 Zügen: Deep Blues Silizium-Sieg gegen Kasparow“, Detlef Borchers, 10.02.2026

Am 10. Februar 1996 verlor Garri Kasparow als damaliger Schachweltmeister in Philadelphia die erste Partie gegen den IBM-Computer Deep Blue – nach 37 Zügen. Das berichtet heise online in einem schachcomputer-historischen Beitrag.

Erst verloren, dann noch gewonnen – und 1997 doch unterlegen

Den Wettkampf 1996 gewann Garri Kasparow insgesamt noch mit 4:2. Ein Jahr später folgte die Revanche: Deep Blue gewann 1997 mit 3,5:2,5, nachdem Garri Kasparow angekündigt hatte, die „Ehre der Menschheit“ zu verteidigen. Der Text beschreibt diese Niederlage als den schwersten Rückschlag seiner Karriere.

Vom Uni-Projekt zum IBM-Großrechner

Die Wurzeln reichen laut Text in die 1980er zurück: Feng-hsiung Hsu entwickelte an der Carnegie Mellon University den Schachcomputer „ChipTest“. Später wechselte er mit Murray Campbell zu IBM Research, wo aus „Deep Thought“ schließlich Deep Blue wurde. Zum Team stießen unter anderem Arthur Joseph Hoane und Jerry Brody. Als Eröffnungsexperte arbeitete der Großmeister Joel Benjamin mit.

Kasparows Misstrauen nach einem irritierenden Zug

In der ersten Partie 1996 fühlte sich Garri Kasparow nach einem „zurückhaltenden“ Beginn des Computers zunächst im Vorteil. Ein Zug von Deep Blue im 23. Zug habe ihn dann so irritiert, dass er einen menschlichen Eingriff vermutete. Am Ende stand der Verlust im 37. Zug.

Aufrüstung, Vorwürfe und spätere Einordnung

Für 1997 wurde Deep Blue laut Text deutlich aufgerüstet – mit höherer Geschwindigkeit und mehr Spezialchips. Garri Kasparow warf IBM danach wiederholt Eingriffe vor und sprach von einem „Maradona-Moment der Schachgeschichte“. Später änderte er seinen Blick: In seinem Buch „Deep Thinking“ schrieb er 2017, wer seine Lage von damals verstehen wolle, solle sich „in ein autonomes Auto setzen“.

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Heute weit übertroffen

Der Text zieht eine Linie bis in die Gegenwart: Apps mit Datenbanken seien inzwischen stärker als Deep Blue; als weiterer Vergleich wird Alpha Zero genannt. Außerdem erinnert er an eine Briefmarke der Deutschen Post aus dem Jahr 2021, die auf das Thema „Schach am Smartphone“ anspielt.

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