Personalien

NBA-Star Victor Wembanyama hat jetzt zum zweiten Mal in Folge sein "Hoop Gambit Festival" organisiert, das seine Leidenschaften Basketball und Schach verbindet. Basketball, Schnellschachturniere und Nebenveranstaltungen mit Streamern wie Levy Rozman und Julien Song standen auf dem Programm. Mittendrin: "Wemby", der beim Basketball etwas besser aussah als beim Schach.

Sie ist nicht nur der Motor, auch das Gesicht ihres Vereins. Aber nach 15 Jahren als 1. Vorsitzende gibt Brigitte Große-Honebrink jetzt ihr Amt beim SC Kreuzberg auf. Weg ist sie deswegen nicht. Sie wolle sich künftig auf ihr Engagement für die Jugend sowie auf Schiedsrichterei und Organisatorin konzentrieren. Neuer 1. Vorsitzender und zugleich Schatzmeister ist Georg Adelberger.

Eigentlich ist Jacques Mieses seit 72 Jahren tot, aber im Internet, genauer: auf Twitter, lebt er munter weiter. Dort beantwortet der Twitter-Mieses historische Fragen, als sei er es selbst. In Wirklichkeit dürfte sich hinter dem Twitter-Mieses sein Groß-Großneffe Johannes Geppert verbergen. Der hat eine Mieses-Website ins Netz gestellt und arbeitet an einer Biografie über seinen Verwandten.

Jetzt gilt's für Vincent Keymer. Erreicht er bei seiner ersten Grand Chess Tour sogleich das Finale? In der Gesamtwertung liegt er vor dem Sinquefield Cup auf dem vierten Platz, der dafür reichen würde. Allerdings stehen dahinter die Verfolger Schlange, allen voran WM-Herausforderer Javokhir Sindarov mit einem halben Punkt Abstand. Fürs Finale braucht Keymer jetzt noch einmal ein gutes Ergebnis.

Über einen außergewöhnlichen Besucher freuten sich jetzt die Teilnemer eines Schachturniers im englischen Bewdly. Robert Plant, bekannt vor allem als Sänger der Rockband Led Zeppelin, hat beim "Mayor of Bewdley's Charity Junior Chess Tournament" und den "Worcestershire Junior Rapid-Play Championships" nicht nur reingeschaut. Fotos zeigen, dass er auch selbst einige Partien gespielt hat.

Paula Czäczine hat in Dresden das Kandidatinnenturnier gewonnen, 63 Elo noch dazu, und damit ist sie jetzt Mitglied der deutschen Top Ten. Was sie mit den 2000 Euro Preisgeld macht, weiß sie schon: ein neues Teleobjektiv anschaffen. Fotografie ist eine weitere Leidenschaft der 15-jährigen Schachmeisterin, bei weitem nicht die einzige. Czäczine spielt Fagott, Klavier, sie klettert, läuft und kocht.

Ding Liren kennen wir. Wei Yi auch. Aber Kong Xiangrui? Der 17-Jährige, gerade Großmeister geworden, wird bei Schacholympia in Chinas Nationalmannschaft debütieren. Das verdankt er seinem jüngsten Höhenflug. Im Mai wurde Kong Xiangrui Zweiter bei der chinesischen Meisterschaft, und im Juni wurde er gar Asienmeister. Mit diesem Sieg kam der GM-Titel - und die Nominierung.

Bis auf Rang vier der Weltrangliste kletterte Ulf Andersson in seiner Blütezeit, den 70er- und 1980er-Jahren. Wie er das gemacht hat? Indem er fast nie verlor und aus zahllosen vermeintlich blutleeren Stellungen den vollen Punkt herausknetete. Umso überraschender seine andere, wenig bekannte Seite: Andersson war ein begnadeter Angreifer. Ein Buch spürt jetzt dem Killer in ihm nach.

Jetzt aber schnell. Der Doppelbelastung Masterarbeit und Schacholympiade will sich Nationalspielerin Jana Schneider möglichst bald entledigen. Noch im August wolle sie ihre Masterarbeit abgeben, um danach den Kopf frei zu haben, sagte sie jetzt im Gespräch mit Arne Kähler. Bis zur Olympiade will sie keine neuen Schachschüler mehr annehmen, um sich auf ihr eigenes Spiel zu konzentrieren.

Füher wäre es eine Sensation gewesen. Heute ist es immerhin noch eine notierenswerte Episode, wenn ein Elfjähriger einem 2600-Großmeister einen halben Punkt abnimmt - wie es jetzt beim Auftakt in Dortmund Nurali Bolashakov gegen Dmitrij Kollars geschafft hat. Mit einem Minusbauern im Endspiel musste der junge Kasache lange leiden, aber letztlich hielt er den halben Punkt fest.

Er war eher Pakistani als Inder, und vieles, was über ihn geschrieben steht, ist beeinflusst von Klischees und Vorurteilen. Bis 2024 dauerte es, dass der große Sultan Khan nachträglich zum Großmeister ernannt wurde. Arne Moll und Peter Doggers widmen sich in ihrem Schachgeschichte-Podcast jetzt dem kaum fassbaren Naturtalent, das Ende der 1920er fast aus dem Stand in die Weltklasse aufstieg.

Schachlich läuft es gerade nicht überragend, aber die Kasse klingelt. 2025 war ein Rekordjahr für das Unternehmen von Magnus Carlsen: Seine Firma Magnuschess AS erzielte einen Umsatz von 61,2 Millionen Kronen (etwa 5,5 Millionen Euro) – mehr als das Dreifache des Vorjahreswerts von 18,7 Millionen Kronen. Der Jahresgewinn lag bei 34,7 Millionen Kronen, doppelt hoch wie 2024.

Wundermädchen Bodhana Sivanandan hat jetzt beim Dole Open ihrer Liste von Altersrekorden zwei weitere hinzugefügt. Unter anderem ist die Elfjährige nun die jüngste Nationalspielerin Englands jemals, die jüngste Spielerin, die je einen GM besiegt oder eine IM-Norm erreicht hat. Chronisten zählen acht Altersrekorde, und wir dürfen davon ausgehen, dass bald weitere hinzukommen.

Als Wiener hat Großmeister Valentin Dragnev eine besondere Beziehung zu Schachcafés. Und als Schachprofi fehlte ihm ein Werkzeug, um Training, Partien, Bücher an einem Ort zu überblicken, wo er sich zudem mit anderen austauschen kann. Daraus ist jetzt Chessivity entstanden, ein "Facebook für Schachspieler:innen", das alles kann, was dieser speziellen Spezies bislang fehlte.

Niemand zweifelt daran, dass Christian Glöckler Großmeister wird. Er selbst wahrscheinlich auch nicht - und darum peilt er nun höhere Ziele an. Supergroßmeister will der 14-Jährige werden, seine Elo über 2700 liften. Knapp 200 Punkte fehlen noch. Dass das nicht ganz einfach wird, ist Glöckler klar. Aber unrealistisch erscheint dieses ambitionierte Vorhaben auch nicht.

Ob er die Wette als verloren oder gewonnen betrachtet? Jedenfalls war es eine Wette, über die Matthias Blübaum zum Streaming kam. Er versprach, mit dem Streamen zu beginnen, sollte er den nächsten Title Tuesday gewinnen – den wöchentlichen Online-Blitz. Der Sieg gelang ihm tatsächlich, und seitdem dürfen wir Matthias live zuschauen und -hören.

Kann Daniil Dubov 100 Bullet-Partien am Stück gegen einen Vereinsspieler gewinnen? Am 7. November wird er es in einem Match gegen den titellosen Josh Smith versuchen. Gewinnt er, winkt ihm ein Bonus von 10.000 Dollar zusätzlich zur Startgage von 10.000 Dollar. Das Match geht auf eine Idee Smiths zurück, der sich in seiner Spezialdisziplin mit einem Spitzengroßmeister messen wollte.

Elisabeth Pähtz führt ihre Schwangerschaft mit 41 Jahren auf einen medizinischen Hinweis aus Kasachstan zurück: Ein dortiger Arzt entdeckte ein Schilddrüsenproblem, das deutsche Mediziner jahrelang übersehen hatten. Pähtz vermutet, man habe ihr die Information in Deutschland vorenthalten, um sie zur künstlichen Befruchtung zu bewegen: "Das bringt natürlich Geld."

Bei der Deutschen Meisterschaft ist Bennet Hagner drauf und dran, eine außergewöhnliche Geschichte zu schreiben. Nach 5 Runden führt der 18-Jährige mit 4 Punkten das Feld an - vor den favorisierten Großmeistern. Eine GM-Norm wird langsam greifbar, der deutsche Meistertitel auch. Jetzt war die Hessenschau in Dresden, um dem Ausnahmetalent über die Schulter zu schauen.

Schachgroßmeister und Unternehmer Niclas Huschenbeth bietet während der laufenden Deutschen Meisterschaft (an der er teilnimmt) eine Gratis-Woche in seiner Schachschule Chessence an, der größten Schachschule im deutschsprachigen Raum. Noch dazu kommt ein Rabatt-Angebot: Während der Deutschen Meisterschaft gibt es bei Chessence 20 Prozent auf alle Bestellungen.

„Ich wollte einfach mehr Zeit zu Hause verbringen." So hat der 15. Weltmeister Viswanathan Anand jetzt erklärt, warum er im September nicht zur Wiederwahl als stellvertretender FIDE-Präsident antreten wird: Mein Sohn wird wahrscheinlich in drei Jahren an die Universität gehen. Deshalb dachte ich, dass dies die Jahre sind, in denen ich hier sein sollte." Anand war seit 2022 FIDE-Vize.

Matthias Blübaum ist beim Schachfestival Biel ausgeschieden. Bei den Blitzturnieren als Abschluss der Qualifikation für die Endrunde gelang es dem Großmeister aus Bielefeld nicht, noch zum Teil des Quartetts zu werden, das weiterkommt. Die vier Finalisten werden nun ein klassisches Rundenturnier spielen. Derweil spielt im Meister-Open Christian Glöckler ganz vorne mit.

Wenn Marco Bode Schachveranstaltungen besucht, geschieht das in aller Regel in seiner Heimtatstadt Bremen, in erster Linie bei "Schach macht schlau", dem Bremer Innenstadt-Schachfest. Jetzt fährt Bode zum Schach nach Dortmund. Am 4. August im Fußballmuseum wird er über Gemeinsamkeiten und Unterschiede seiner beiden Lieblingsspiele sprechen. Der Eintritt ist frei.

Marcel Duchamp (1887-1968) ist wohl der einzige Künstler, dessen Ansehen zunahm, als er verkündete, die Kunst aufzugeben. Er zog es vor, seine Zeit mit Schach zu verbringen, studierte Eröffnungen mit Hingabe und trat bei Profiturnieren an. Am 28. Juli, zu Duchamps 139. Geburtstag, richtet das Museum of Modern Art in New York ein jetzt Schachspektakel zu Duchamps Ehren aus.

Die 125.000 Euro Strafe aus dem Rechtsstreit mit Dirk Jordan seien auf dem DSB-Konto eingegangen, hat DSB-Präsident Paul-Meyer Dunker jetzt im Gespräch mit DieSachsen.de offenbart. Das DSB-Präsidium hat demnach schon Pläne, was mit dem Geld geschehen soll, aber noch keinen Beschluss gefasst. Meyer-Dunker glaubt, dass das anhaltende DSB-Theater nun vorbei ist.

Konzentration ist wie ein Muskel, der sich trainieren lässt, etwa durch gezieltes Üben unter Störfaktoren. Das hat jetzt Schachgroßmeister, Schach- und Mentaltrainer Rainer Buhmann in einem Podcast erklärt. Laut Buhmann ist Konzentrationsfähigkeit im Schach wichtiger als Fachwissen, da ohne Konzentration das gesamte Wissen gar nicht abrufbar ist.

Warum nicht neue Schnellturniere schaffen, anstatt klassische Turniere schneller zu machen? Supertrainer Ramesh hat die angekündigten Formatänderungen beim World Cup scharf kritisiert. Ramesh sieht in den Neuerungen den Versuch, tiefes Denken zu verdrängen, und Schach auf Instinkt und Reflex zu reduzieren. Tiefe Ideen zu entwickeln, sei so unmöglich.

Tobias Kügel hat die polnische Frauennationalmannschaft zur Team-Europameisterschaft gecoacht und bereitet Spitzenspielerin Klaudia Kulon auf ihre Turniere vor. Während er anderen den Weg weist, kämpft er selbst mit Zeitnot, Selbstzweifeln und Entscheidungsangst. Vor der Deutschen Meisterschaft soll nun ein Mental-Coach das Problem abstellen.

Ob sie noch Frauenbotschafterin des Deutschen Schachbundes ist, weiß Anita Stangl nicht genau. Eines aber weiß sie: Schach und Tango gehören zusammen. Bei der Schnellschach-EM in Monaco sucht sie jedes Jahr neben dem Schach eine Tangoschule auf. Auch beim Gedenkturnier für ihren gestorbenen Mann Markus Stangl kombinierte sie Sportarten: Schach und Badminton.

Wer neuer FIDE-Präsident wird? Levon Aronian hat zu allen drei Kandidaten ein gutes Verhältnis. Sein Anliegen, egal, wer es wird: Das Ratingsystem reformieren. Dass Spieler sich auf ihrem Rating ausruhen können, hält Aronian für falsch. "Das ist nicht gut für den Sport." Und es schade jungen Spielern, die sich nach oben kämpfen wollen. Wer nicht spielt, solle Elo verlieren, findet Aronian.



