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Paul Meyer-Dunker

„Wenn die Leute Schachverband hören, sind sie skeptisch“: Paul Meyer-Dunker und was das Schach vom eSport lernen kann

„Reformwillen nicht an der Mannschaftsmeisterschaft auslassen“: Paul Meyer-Dunker im Gespräch

Die Reizfigur

Paul Meyer-Dunker, der erste eSport-Beauftragte des DSB

Zum Rücktritt von DSB-Finanzchef Alexander von Gleich teilt Paul Meyer-Dunker auf Anfrage dieser Seite mit:

"Der Rücktritt von Alexander von Gleich ist höchst bedauerlich und ein schwerer Verlust für den Deutschen Schachbund. Alexander ist in der gesamten Schachszene respektiert, seine Kompetenz steht außer Frage und seine Arbeit wurde und wird von allen Seiten als hervorragend anerkannt.

Was wir sehen, ist die Implosion einer Führung, die es nicht schafft, Konflikte gemeinschaftlich auszutragen und zu lösen. Der Rücktritt von Alexander von Gleich ist der Höhepunkt dieser traurigen Entwicklung.

- Die Entlassung der Geschäftsführerin
- Die Kündigung durch zwei Leiter Öffentlichkeitsarbeit in knapp zwei Jahren
- Das Überwerfen mit einem Vizepräsidenten Verbandsentwicklung
- Der Rücktritt nun zweier Vizepräsidenten Finanzen.
- Das medienöffentliche Abkanzeln der eigenen Ehrenamtlichen.
- Diverse Referenten die nicht mehr bereit waren, ihre Arbeit fortzuführen, teils mit explizitem Verweis auf die Führung
- Offene Referentenpositionen die nur besetzt werden konnten, weil Jannik Kiesel und ich diverse neue Menschen von außen motiviert hatten. Etwas, was dem bisherigen Präsidium offensichtlich nur unzureichend gelang.

Nicht umsonst stand meine Präsidentschaftskandidatur im Mai letzten Jahres unter dem Leitspruch, dass ich dafür arbeiten wollte, dass Ehren- und Hauptamt wieder Freude an der Arbeit im DSB finden. Offensichtlich ist dies leider nicht mehr gelungen, der Frust ist bei vielen immer noch der selbe oder teilweise noch schlimmer geworden.

Das restliche Präsidium sollte erkennen, dass ein Neuanfang dringend überfällig ist, den Weg für Neuwahlen freimachen und den Hauptausschuss im Mai in einen außerordentlichen Bundeskongress umwandeln.

Schach-Funktionär kritisiert Einzelformat beim E-Sports Nations Cup

Quelle: Deutscher Schachbund – „Ein Teamwettbewerb hätte viel mehr Identifikation ausgelöst.", veröffentlicht am 18. März 2026

Schach debütiert beim E-Sports Nations Cup – doch das Turnierformat enttäuscht zumindest einen der Beteiligten. Das berichtet der Deutsche Schachbund. Paul Meyer-Dunker, scheidender E-Sport-Beauftragter des Deutschen Schachbundes (DSB), zeigt sich von der Entscheidung der Veranstalter, keinen Mannschaftswettbewerb auszurichten, enttäuscht: „So ein Mannschaftswettbewerb hätte natürlich viel mehr Identifikation ausgelöst. Wenn es um Teamplay geht, hat das die Schach-Fans schon immer fasziniert." Stattdessen treten beim E-Sports Nations Cup (ENC), der vom 2. bis 8. November 2026 in Riad, Saudi-Arabien, stattfindet, einzelne Spieler gegeneinander an.

Veranstalter des ENC ist die E-Sports World Cup Foundation (EWCF). Meyer-Dunker nimmt die Entscheidung pragmatisch hin: „Es ist das Privileg der Organisatoren, den Modus festzulegen." Für den DSB bedeutet das Einzelformat zugleich eine organisatorische Entlastung. „Wir müssen kein Team zusammenstellen, der DSB ist damit quasi in weiten Teilen organisatorisch raus", so Meyer-Dunker. Die Spieler sind selbst verantwortlich für ihre Qualifikation über die Champions Chess Tour (CCT) sowie regionale Qualifikationsturniere.

Turniermodus und Qualifikation

128 Spieler nehmen an der Gruppenphase teil, die in 16 Rundenturniere mit je acht Teilnehmern unterteilt ist. Die vier besten Spieler jeder Gruppe erreichen die K.-o.-Runde. Ab dem Viertelfinale werden Vier-Partien-Matches ausgetragen, Stichkämpfe erfolgen im Armageddon-Format. Das gesamte Turnier wird im Rapid-Format mit einer Bedenkzeit von 10+0 gespielt. 64 Spieler aus ebenso vielen Nationen werden direkt über die CCT-Rangliste eingeladen, 56 weitere qualifizieren sich über regionale Turniere, acht erhalten Wildcards. Schach ist beim ENC eine von insgesamt 16 Disziplinen.

Meyer-Dunker selbst legt sein Amt als E-Sport-Beauftragter des DSB zum 27. April nieder – zeitgleich mit seinem Rücktritt als Präsident des Berliner Schachverbandes. Dass deutsche Spieler am Turnier teilnehmen werden, erwartet er dennoch: „Es wird sicherlich eine Menge Geld im Spiel sein."

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Schach beim E-Sports Nations Cup nur als Einzelwettbewerb

Quelle: Deutscher Schachbund – „Ein Teamwettbewerb hätte viel mehr Identifikation ausgelöst.", veröffentlicht am 18. März 2026

Schach wird beim E-Sports Nations Cup (ENC) vom 2. bis 8. November 2026 in Riad, Saudi-Arabien, nicht als Mannschaftswettbewerb, sondern als Einzelwettbewerb ausgetragen. Das berichtet Deutscher Schachbund. Damit weicht das Format von dem ab, was der Name des Turniers und frühere Erwartungen nahegelegt hatten. Paul Meyer-Dunker, bisheriger E-Sport-Beauftragter des Deutschen Schachbundes (DSB), äußerte sich dazu mit Bedauern: „So ein Mannschaftswettbewerb hätte natürlich viel mehr Identifikation ausgelöst." Den Entscheid der Veranstalter akzeptierte er gleichwohl: „Es ist das Privileg der Organisatoren, den Modus festzulegen."

Für den DSB hat die Formatwahl eine praktische Konsequenz: Der Verband muss kein Team zusammenstellen und ist nach Meyer-Dunkers Worten „in weiten Teilen organisatorisch raus". Die Qualifikation liegt bei den Spielerinnen und Spielern selbst, die sich über die Champions Chess Tour sowie regionale Qualifikationsturniere für das Turnier berechtigen können. Meyer-Dunker geht davon aus, dass die Beteiligung hoch sein wird: „Es wird sicherlich eine Menge Geld im Spiel sein."

Meyer-Dunker legt Amt nieder – DSB sucht Nachfolger

Zum 27. April 2026 gibt Meyer-Dunker sein Amt als E-Sport-Beauftragter des DSB ab. Der Termin fällt zeitgleich mit seinem Rücktritt als Präsident des Berliner Schachverbandes auf dessen Verbandstag. Kurz zuvor richtet er mit dem Berliner Schachverband noch die Bundesliga-Endrunde im Berliner Willy-Brandt-Haus aus.

Schach ist beim ENC eine von 16 Disziplinen und gibt dort sein Debüt als E-Sport. Das Turnier beginnt mit einer Gruppenphase, an der 128 Spieler aus 16 Achtergruppen teilnehmen. Die vier Besten jeder Gruppe ziehen in die K.-o.-Runde ein. Ab dem Viertelfinale werden Vier-Partien-Matches ausgetragen, Stichkämpfe erfolgen im Armageddon-Modus. Gespielt wird im Rapid-Format mit zehn Minuten Bedenkzeit. 64 Spieler aus 64 Nationen werden auf Basis der Champions-Chess-Tour-Rangliste direkt eingeladen, weitere 56 qualifizieren sich über regionale Turniere, acht erhalten Wildcards. Stichtag für die direkten Einladungen ist der 26. Mai 2026.

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Antrittsinterview (mit den eigenen Leuten) als DSB-Präsident:

Schachgipfel in Dresden soll DSB-Streit beenden

Quelle: DieSachsen.de – „Wiedervereinigung in Dresden? Was der Schachgipfel in Dresden für den Verband bedeutet", veröffentlicht am 17. Juli 2026

Der Deutsche Schachbund (DSB) war bis zuletzt durch interne Streitigkeiten, gegenseitige Vorwürfe und Eifersüchteleien aufgefallen. Der Deutsche Schachgipfel, der seit Ende Juli im Dresdner Congress Center ausgetragen wird, soll daran einiges ändern. Das berichtet DieSachsen.de. Große Hoffnungen setzt darauf der neue DSB-Präsident Paul Meyer-Dunker, der am 16. Mai mit 116 zu 114 Stimmen knapp gewählt worden war.

Der 34-jährige Politikwissenschaftler sieht die internen Konflikte als personengebunden an und glaubt, dass sie mit dem Führungswechsel weitgehend der Vergangenheit angehören. Auf der Bundesvereinskonferenz am 25. und 26. Juli will der Dachverband gemeinsam mit der Deutschen Schachjugend und Vereinsvertretern über Probleme an der Basis sprechen sowie Strategien für mehr Zusammenhalt entwickeln. Zudem sollen in Dresden zwei neue Fördervereine gegründet werden: der „Förderkreis Inklusion im DSB" sowie ein Förderverein für Frauen- und Mädchenschach.

Dresden als etablierter Schachstandort

Meyer-Dunker betont, der DSB verfüge über rund 100.000 Mitglieder in fast 2.300 Vereinen und 17 Landesverbände sowie eine Nationalmannschaft auf Rekordniveau. Dresden bezeichnete er als etablierten und zuverlässigen Ausrichter von Schachgroßveranstaltungen, verwies dabei auf die Schacholympiade 2008 und stellte die Stadt in eine Reihe mit anderen starken Standorten wie München, Berlin und Hamburg.

Rechtskräftig verurteilt: Dirk Jordan akzeptiert Bewährungsstrafe und zahlt 125.000 Euro an den DSB

Zusätzliche finanzielle Unterstützung erhält der DSB durch eine außergerichtliche Einigung im Rechtsstreit mit dem auf Bewährung verurteilten Schach-Organisator Dirk Jordan: 125.000 Euro sind auf dem Verbandskonto eingegangen. Über deren Verwendung will das Präsidium noch abschließend entscheiden. Darüber hinaus wies Meyer-Dunker Vorwürfe zurück, der DSB habe potenzielle Einnahmen kleingerechnet, um einen höheren Förderzuschuss der Stadt in Höhe von 75.000 Euro zu erhalten. Es habe sich lediglich um eine abgestimmte Vorgehensweise bei der Auflistung nicht förderfähiger Ausgaben im Förderantrag gehandelt.

Schach-Boom: Deutschland nähert sich 100.000 Mitgliedern

Quelle: europesays.com – „Schach in Deutschland erlebt starken Aufwind", veröffentlicht am 23. Juli 2026

Der Deutsche Schachbund steht kurz davor, die Marke von 100.000 Mitgliedern zu durchbrechen. Das berichtet europesays.com. Paul Meyer-Dunker, seit Mai neuer Präsident des Verbands, erklärte am Rande des Deutschen Schachgipfels in Dresden, dass die Mitgliederzahlen sich hervorragend entwickelten. Rund 2.300 Schachvereine gibt es bundesweit, und die Delle aus der Corona-Zeit sei nicht nur ausgeglichen, sondern deutlich übertroffen worden.

Besonders im Kinder- und Jugendbereich verzeichnet der Verband starkes Wachstum. In Städten wie Berlin nehmen manche Vereine wegen des Ansturms vorübergehend keine neuen Mitglieder mehr auf. Hinzu kommen Millionen Menschen, die Schach online spielen.

Starke Nationalmannschaften, aber Nachholbedarf bei Frauen

Auch auf internationalem Parkett gilt Deutschland derzeit als besonders stark. Vincent Keymer aus Saulheim zählt zur Weltklasse. Matthias Blübaum aus Lemgo, zweifacher Europameister, war zuletzt bei einem Kandidatenturnier vertreten, bei dem der Herausforderer von Weltmeister Dommaraju Gukesh aus Indien ermittelt wurde. Bei der Schacholympiade im September in Usbekistan sieht Meyer-Dunker die Nationalmannschaft als Medaillenkandidaten, da alle Spieler unter den Top 100 der Welt rangieren.

Bei den Frauen stehen Elisabeth Pähtz und Dinara Wagner für Spitzenniveau. Die deutschen Frauen gewannen bei der Mannschafts-EM erstmals Bronze. Dennoch besteht Nachholbedarf: 90 Prozent der Verbandsmitglieder sind Männer. Der Anteil von Mädchen sinkt mit zunehmendem Alter deutlich, weshalb der Verband eine gezielte Förderung junger Mädchen erwägt.

Finanziell steht der Schachbund mit einem Jahresetat von rund 2,4 Millionen Euro solide da. Meyer-Dunker kündigte an, das Profil des Verbands künftig stärker nach außen zu tragen – etwa durch Kooperationen mit Schach-Influencern und Livestream-Formate. 2027 feiert der Deutsche Schachbund seinen 150. Geburtstag.

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Paul Meyer-Dunker im Bluhmecke-Podcast

Am Rande des Schachgipfels stehen Alexander Donchenko und Dmitrij Kollars vor Ort bereit, wollen bei der Deutschen Blitzmeisterschaft mitspielen – und dürfen nicht. Paul Meyer-Dunker erklärt im Bluhmecke-Podcast, warum: Der Großteil der 30 Startplätze geht fest an Qualifikanten aus den Landesmeisterschaften, an denen die beiden Nationalspieler nicht teilgenommen hatten. Nur ein bis zwei Freiplätze bleiben übrig, und da niemand der bereits Qualifizierten verzichtet, reicht es für Donchenko und Kollars nicht. Meyer-Dunker nennt das "tatsächlich sehr bedauerlich" und einen Zustand, der dem Verband nicht guttut.

Ein zweites Problem sieht er in der Spannung für Zuschauer: Bei Rundenturnieren steht die Entscheidung oft schon früh fest, oder sie fällt in unübersichtlichen Fernduellen – für eine Live-Übertragung ungeeignet. Sein Präsidium plant deshalb einen neuen Modus mit Vorrunde und anschließendem KO-System, eventuell ergänzt um ein Schweizer System, das mehr Freiplätze für Spitzenspieler schafft, ohne die Qualifikationswege der Landesverbände zu beschneiden. Gespräche mit Spielleitern und Bundesspielkommission laufen bereits; bis zum Hauptausschuss im November will er eine Einigung erreichen.

Auch bei der medialen Aufbereitung setzt er auf Erfahrungen aus seiner Zeit im eSport, unter anderem bei Riot Games: Spielareale und Rundenstarts sollen sich stärker am Live-Stream orientieren, dafür will er neue Stellen im Projekt- und Veranstaltungsmanagement schaffen.

Beim Frauen- und Mädchenschach hat er erreicht, dass Elisabeth Pähtz wieder fest zum Team gehört, und plant höhere Preisgelder für Frauen. Gemeinsam mit Nadja Jussupow entwickelt er ein Förderkonzept für Mädchen von U6 bis U12 mit eigenem Budget und unterstützt den neuen Förderverein für Frauen und Mädchen im Schach.

International kritisiert er die mangelnde Transparenz und die aus seiner Sicht sowjetartigen Strukturen bei FIDE und ECU, die Besetzungen ohne öffentliche Ausschreibung vornehmen. Er unterstützt Wadim Rosenstein als Alternative an der FIDE-Spitze, um den Weltverband für westliche Sponsoren attraktiver zu machen.

Finanziell will er den DSB unabhängiger von Mitgliedsbeiträgen machen und setzt auf Sponsoren aus der Wirtschaft. Sportliche Erfolge, etwa Medaillen bei der Olympiade, hält er für wichtig, weil sie staatliche Fördermittel etwa vom Bundesinnenministerium erhöhen und so wieder dem Spitzensport zugutekommen.