Levon Aronian

Armenischer Großmeister, geboren 1982, spielt seit 2021 für die USA, wo er auch lebt. Einer der lautesten Fürsprecher einer Umstellung des Spitzenschachs auf Schach960 und zugleich einer der größten Profiteure der Freestyle-Serie.
Plädoyer für Schach960
Sah im November 2023 am Rande des Sinquefield Cups den Zeitpunkt gekommen, den Spitzenschachbetrieb umzustellen: „Magnus ist bereit, ich bin bereit, fast alle sind bereit.“ Begründete das mit ausanalysierten Eröffnungen, die Profis keinen kreativen Spielraum ließen; mit Weiß gegen einen gut vorbereiteten Gegner sei überhaupt keine gehaltvolle Stellung mehr zu bekommen, und ohne unerzwungene Fehler des Gegners lasse sich die eigene Überlegenheit nicht zeigen. Nannte nach seinem Sieg über Alireza Firouzja jeden Sieg in einer klassischen Partie gegen einen starken Spieler „ein kleines Wunder“.
Drehte beim Sinquefield Cup 2026 eine lange verlorene Partie gegen Vincent Keymer noch zum Sieg; Keymer nannte es die schmerzhafteste und unnötigste Niederlage seit Langem. Er war beim Turnier für den abgesagten Ding Liren nachgerückt. Vincent Keymer widersprach der Diagnose teilweise: Engines hätten zwar Eröffnungskapitel geschlossen, aber auch viel entdeckt, worauf ohne Hilfe kein Mensch käme.
Freestyle-Erfolge
Hatte 2025 sein finanziell bestes Jahr, vor allem dank der Freestyle-Grand-Slam-Turniere in Las Vegas mit einem Finalsieg gegen Hans Niemann und in Südafrika mit einem Finalsieg gegen Magnus Carlsen; sein Gesamtpreisgeld auf der Tour lag bei knapp 500.000 Dollar.
Kritik am Turnierkalender
Warnt vor einem unübersichtlichen, zu vollen Schach-Turnierkalender ohne klare Struktur und wünscht sich ein System ähnlich dem im Tennis.


